Wissenschaft und TechnologieS


Fireball 2

2014: »Armageddon« auf dem Mars?

Im nächsten Jahr könnte sich eine "einzigartige" und katastrophale Kollision in unserem Sonnensystem ereignen. Wie neueste Berechnungen zeigen, rast ein riesiger Komet auf den Planeten Mars zu. Ein im Januar entdeckter Himmelskörper erreicht den Mars im Herbst 2014. Wenn es wirklich zu einer Kollision kommt, wird dies globale Folgen für den Mars mit sich bringen.
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© David Carillet / Shutterstock
Noch sind die Daten zu ungenau. Niemand weiß, was im Oktober 2014 wirklich geschehen wird. Tatsache aber ist, dass ein sehr großer Komet dann im Extremfall sogar mit unserem äußeren Nachbarplaneten Mars kollidieren könnte. Das Objekt geriet am 3. Januar erstmals ins Visier eines automatisierten Suchsystems am australischen "Siding-Spring-Observatorium".

Galaxy

Das ESA-Weltraumteleskop "Herschel" wird bald stillgelegt

Im Mai 2009 gestartet, gehen dem europäischen Weltraumteleskops "Herschel" wie geplant schon bald die Helium-Vorräte zur Kühlung der Instrumente zu Ende. Die letzten Reste werden im Laufe der nächsten Wochen aufgebraucht sein. Danach soll das Teleskop in einer Umlaufbahn um die Sonne "geparkt" werden.
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© ESA/NASA Das Weltraumteleskop "Herschel" im Einsatz (Illu.).
Köln (Deutschland) - Aus wissenschaftlicher Sicht war und ist die Mission "Herschel", mit der zum Beispiel die Geburt von neuen Sternen zu beobachtet werden konnte, ein voller Erfolg.

"Wir waren mit Herschel quasi im Kreißsaal bei der Geburt von Sternen dabei", betont Christian Gritzner vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Mit den Instrumenten PACS, HIFI und SPIRE sah das Teleskop mit seinem 3,50-Meter-Spiegel in verschiedenen Wellenlängen durch Staub- und Gaswolken. "Die Wissenschaftler konnten so durch diesen scheinbar undurchdringlichen Nebel blicken und komplizierte Strukturen erkennen, die optische Teleskope nicht sehen." Das bisher größte Teleskop, das jemals im Weltraum geflogen ist, spürt dafür die Wärme von Sternen, Galaxien und Nebeln auf und kann dabei selbst noch extrem schwache Wärmestrahlung erkennen. Aber auch Planeten, Asteroiden und Kometen in unserem Sonnensystem wurden durch Herschel beobachtet.

Network

Artenübergreifendes Internet

Eine Gruppe von Wissenschafts-Visionären und berühmten Persönlichkeiten aus Unterhaltung und Medien hat sich zusammengefunden, um die Grundlagen für ein artenübergreifendes Internet zu erarbeiten. Während das "Interspecies Internet" zunächst darauf abzielt, auch andere irdische Arten von Lebewesen an dem Kommunikationsmedium teilhaben zu lassen, steht das Projekt auch unter der Vorgabe eines Tages vielleicht auch von Spezies anderer Planeten zur Kommunikation mit uns Menschen genutzt werden zu können.
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© James Duncan Davidson, ted.comDiana Reis, Peter Gabriel, Neal Gershfeld und Vint Cerf auf der TED-Konferenz 2013 in Long Beach.
Long Beach (USA) - Zu den Förderern des Projekts "Interspecies Internet" gehören neben dem "Vater des Internet" und heutigem Google-Vize, dem Informatiker Vint Cerf auch der MIT-Tech-Guru Neal Gershfeld, die Psychologin und Delfinforscherin Professor Diana Reis aber auch Persönlichkeiten wie der Musiker Peter Gabriel.

Nuke

Außergewöhnlich strahlungsresistente Mikroalge kann die 2000-fache Menge der für den Menschen letalen Dosis problemlos überstehen

In einem Abkühlbecken für Kernbrennstoffe haben französische Wissenschaftler der französischen Behörde für Atomenergie und alternative Energien (CEA) eine bislang unbekannte, außergewöhnlich strahlungstolerante Mikroalge entdeckt.
Atomreaktor
© photos.state.gov Symbolbild: Blick in einen Atomreaktor.
Grenoble (Schweiz) - Wie die Forscher in einer Pressemitteilung berichten, kann die kleine einzellige Alge - Coccomyxa actinabiotis - eine Strahlendosis von 20.000 Gy problemlos überstehen. Dieser Wert das entspricht der 2.000-fachen Menge der für den Menschen letalen Dosis. Damit ist die Alge der erste bekannte eukaryotische Organismus (im Gegensatz zu prokaryotischen Zellen besitzen eukaryotische Zellen einen Zellkern, der von einer Membran umgeben ist. Der abgegrenzte Zellkern trägt die DNS in Form von Chromosomen in sich), der eine so hohe Strahlung absorbieren kann. Bisher waren nur Bakterien wie das Deinococcus radiodurans dazu fähig.

Mars

Atmosphäre des Mars schwindet

Mars
© EPA
Der Marsrover Curiosity hat mit Hilfe des Geräts Sample Analysis at Mars (SAM) festgestellt, dass der Anteil der leichteren Isotope Argon-36 in der Mars-Atmosphäre ums vierfache den der schwereren Isotope Argon-38 übersteigt.

Black Magic

Künstliche Intelligenz: DARPA-Wissenschaftler verkünden gelungene Kopie eines menschlichen Gehirns und autonom agierende Roboter

Bei der auch als "Labor der verrückten Wissenschaftler" bezeichnete "Defense Advanced Research Projects Agency" (DARPA), handelt es sich um eine Einrichtung des US-Verteidigungsministeriums, die Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die Streitkräfte der Vereinigten Staaten durchführt. Während die DARPA erst kürzlich wieder aufgrund der Fortschritte in der Entwicklung menschenähnlicher (Kampf-)Roboter für Aufsehen gesorgt hatte (...wir berichteten), gaben DARPA-Wissenschaftler nun bekannt, dass ihnen ein wichtiger Schritt hin zur Entwicklung einer "elektronischen Kopie eines menschlichen Gehirns" gelungen sei, das zukünftig autonom agierende Roboter ermögliche.
Künstliche Intelligenz
© grewi.deSymbolbild: Künstliche Intelligenz (Illu.).
Washington (USA) - Schon seit Jahrzehnten sei "die Entwicklung von Maschinen, die wie Menschen denken." das Ziel der Wissenschaftler, berichtet das US-amerikanische National Defense Magazine (ein Print- und Online-Organ der US-Waffenindustrie). Jetzt sei dieses Ziel in Reichweite.

Wie das Magazin unter Berufung auf Professor James K. Gimzewski von der University of California berichtet, habe das von DARPA finanzierte Projekt eine "winzige Maschine konstruiert, die es Robotern ermöglicht, unabhängig zu agieren." Im Gegensatz zu traditionellen Systemen sogenannter "künstlicher Intelligenz" (KI = artificial intelligence, AI), die auf konventioneller Computerprogrammierung basiere, sehe dieses System nicht nur so aus wie ein menschliches Gehirn, sondern "denke" auch auf ähnliche Weise.

Cookie

Ernährung aus Brot und Getreidebrei verantwortlich für Karies und Paradontitis bei neolithischer Mumie Ötzi

Ötzi, schlechte Zähne, Karies
© UZHBlick auf die rechte Seite der Zahnreihen (3D-Rekonstruktion). Pfeil nach rechts: tiefe kariöse Läsionen, Pfeil nach links: starker Knochenschwund der Backenzähne
Erstmals haben Forscher vom Zentrum für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich gemeinsam mit ausländischen Kollegen an der Mumie Ötzi Paradontitis, Karies und unfallbedingte Zahnverletzungen nachweisen können. Die neusten wissenschaftlichen Resultate geben interessante Hinweise auf das Ernährungsverhalten des neolithischen Mannes aus dem Eis und zur Evolution von medizinisch bedeutenden Zahnkrankheiten.

Die neolithische Mumie Ötzi (ca. 3300 v. Chr) zeigt erstaunlicherweise zahlreiche, auch heutzutage noch weitverbreitete Erkrankungen an den Zähnen und dem Zahnhalteapparat. Wie Prof. Frank Rühli, Leiter der Studie, erklärt, litt Ötzi an einer starken Zahnabschleifung, an mehreren Stellen an teilweiser ausgeprägter Karies und hatte einen vermutlich unfallbedingten abgestorbenen Frontzahn.

Butterfly

Panspermie-Theorie und intelligentes Schöpfer-Universum: Forscher entdecken "statistisch signifikantes, intelligent erscheinendes Signal" eingebettet in menschlicher DNA

Statt im fernen Weltraum nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen zu suchen, beschreiben zwei kasachische Wissenschaftler, wie sich - eingebettet in den genetischen Kode unserer der irdischen DNA - sozusagen ein "Herstellerhinweis" auf (einen) intelligenten Schöpfer bzw. Manipulator in jeder einzelnen unserer Zellen finden lassen könnte. Anhand einer Analyse des irdischen Gencodes wollen die Astrophysiker sogar eindeutige Hinweise auf eine solche "Botschaft" gefunden haben und beschreiben diese Entdeckung nun sogar im astrophysikalischen Fachjournal "Icarus".
Panspermie-Theorie
© NASAKünstlerische Darstellung des Panspermie-Theorie (Illu.).
Almaty (Kasachstan) - Zwar ist die zugrunde liegende Idee nicht neu und wurde bereits mehrfach von grenzwissenschaftlichen Autoren, nicht zuletzt von Graham Hancock in seinem Buch Supernatural, aber auch schon von dem Astronomen und SETI-Visionär Paul Davies beschrieben. Mit dem nun in Icarus erschienenen Artikel von Vladimir I. shCherbak von der Al-Farabi Kazakh National University of Kazakhstan und Maxim A. Makukov vom Fesenkov Astrophysical Institute ist die Idee, dass das irdische Leben und damit auch die Menschheit das Produkt eines zielgerichteten genetischen Eingriffs einer fremden Zivilisation, und somit konkreter "Schöpfer" sein könnte, nun aber auch mehr oder weniger im wissenschaftlichen Mainstream angekommen.

Frog

Frankenstein Kaulquappen sehen mit Auge am Schwanz

Signale werden trotz fehlender Direktleitung vom Gehirn verarbeitet

Ein bizarres Experiment wirft neues Licht auf die Anpassungsfähigkeit unseres Nervensystems: US-Forscher haben Kaulquappen die Augen entfernt und ihnen jeweils eines der Sehorgane an den Schwanz transplantiert. Das Erstaunlich daran: Obwohl dieses Auge nicht direkt mit dem Gehirn verbunden war und an völlig ungewohnter Stelle saß, konnten die Tiere mit ihm sehen, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Journal of Experimental Biology" berichten. Das wecke auch Hoffnung für Menschen mit beschädigten Sinnesorganen.

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© D. Blackiston and M. LevinKaulquappe ohne Augen am Kopf, stattdessen mit einem Auge seitlich am Schwanz.
"Ein Ziel der Medizin ist es, die Funktion beschädigter oder fehlender Sinnesorgane durch den Einsatz von biologischen oder künstlichen Ersatz-Komponenten wiederherzustellen“, sagt Co-Autor Michael Levin von der "Tufts University". Dazu müsse man allerdings erst einmal verstehen, wie sich Gehirn und Körper an solche Veränderungen anpassen können. Um dies herauszufinden, stellten die Forscher das Nervensystem von Kaulquappen vor eine besondere Herausforderung: Sie verpflanzten ein ganzes Sinnesorgan vom Kopf einfach an den Körper.

Fireball

Unerwarteter Fund eines 18-Kilo Meteoriten in der Antarktis

Ein internationales Forscherteam hat in der Antarktis den größten Meteoriten seit 25 Jahren gefunden. Der Gesteinsbrocken lag im Nansen Eisfeld in der Ostantarktis - ein schwarzer Klumpen, der noch aus 50 Metern sichtbar war, wie die Polarforscher berichten. Das sei ungewöhnlich, weil sonst in der Südpolregion vorwiegend sehr kleine Meteoriten gefunden werden. Woher er stammt, soll nun durch Laboruntersuchungen ermittelt werden.
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© SAMBA ProjectGeologe auf dem Nansen-Eisfeld mit dem 18-Kilogramm-Meteoriten.
"Dieser Meteorit war ein sehr unerwarteter Fund für uns - nicht nur wegen seines Gewichts, sondern auch, weil so große Meteoriten normalerweise nicht in der Antarktis gefunden werden", erklärt Vinciane Debaille von der Université Libre de Bruxelles. Pro Jahr finde man rund tausend Meteoriten, die weniger als 100 Gramm wiegen und vielleicht hundert, die bis zu einem Kilogramm wiegen. Ein 18 Kilo-Brocken sei da schon die Ausnahme, so die Forscherin.