Staub aus pulverisierten Kometen hat wahrscheinlich die Bausteine des Lebens auch auf die vier großen Jupitermonde und damit auch auf die potentiellen Heimstätten außerirdischen Lebens innerhalb des Sonnensystems, wie etwa den Mond Europa, unter dessen Eismantel sich wahrscheinlich ein kilometertiefer Wasserozean verbirgt, gebracht. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher anhand aktueller Simulationen.

© NASAFamilienporträt: Jupiter und seine vier sog. Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto (v.o.n.u., Fotomontage).
Boulder (USA) - Der Gasriese Jupiter wird von bislang 67 bekannten natürlichen Trabanten umrundet, die in zwei Arten unterteilt werden: Zum einen die großen, kugelförmigen Monde und zum anderen kleinere unförmige "Klumpen", die ihren Planeten auf eher elliptischen Umlaufbahnen umkreisen. Anhand einer chemischen Analyse der Zusammensetzung der letzteren Kategorie kommen die Forscher um William Bottke vom Southwest Research Institute (SwRI, swri.org) in einer
aktuellen Studie zu dem Schluss, dass diese unregelmäßig geformten kleineren Monde aus den selben Materialien bestehen, wie Asteroiden und Kometen und damit wahrscheinlich auch reich an kohlenstoffhaltigen Verbindungen sind, wie sie die Grundlage des irdischen Lebens darstellen.