Wissenschaft und TechnologieS


Cell Phone

"Google Glasses" - Das Smartphone in die Brille integriert

Schon lange haben sich erste Gerüchte zu Tatsachen verdichtet, dass der Internetriese Google an einer Brillen-Adaption für Internet, Navigation, Foto und Video arbeitet. Im offiziellen Projekt "Google Project Glass" arbeiten die Ingenieure und Wissenschaftler fieberhaft an der Umsetzung des Konzepts, wird der Idee doch schon jetzt vorausgesagt, dass sie die Art und Weise unserer Wahrnehmung und der Integration von Informationen, sozusagen Weg vom Smartphone hinein in die Brille, revolutionieren wird - in entsprechend gigantischer Markt inbegriffen. Ein neues Demo-Video zeigt nun, dass diese sprichwörtliche Vision tatsächlich ernstzunehmen ist - mit Konsequenzen auch für die Grenz- und Parawissenschaften.
Google Brille Glass
© google.com/glass Die Google-Brille "Glass" im Einsatz.
Mountain View (USA) - Das gerade von Google veröffentlichte Werbevideo der zahlreichen möglichen Anwendungen der "Google Glasses" zeigt eingeblendete Navigation, sprachgesteuerte Kommunikation (telefonisch, Textnachrichten, sozialen Medien usw.), Internetsuche, Reiseinformationen und natürlich die Integration von Foto und Video, mit der die Google-Brille das Gesehene wie mit den Augen des Fotografen oder Filmers aufzeichnen und gleichzeitig verbreiten kann.

Robot

Kleinste Tunnelgrabung der Welt durch Nanoteilchen

Nickelatome erzeugen winzige Röhren in Graphit - quasi wie von selbst

Forscher haben die kleinsten Tunnel der Welt erzeugt - und mussten dafür kaum etwas tun. Denn Nickelatome halfen ihnen dabei, winzige, nur wenige Nanometer breite Röhren in eine Graphitschicht zu graben - fast wie von selbst. Diese durch Selbstorganisation entstandenen Tunnel könnten dabei helfen, zukünftig das Innere von Werkstoffen zu strukturieren. So könnte beispielsweise nanoporöser Graphit für Anwendungen in Medizin und Batterietechnik maßgeschneidert werden, berichten die Forscher im Fachmagazin "Nature Communications".

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© KIT/CFNGraphit besteht aus in Schichten angeordneten Kohlenstoffatomen. Vom Rand dieser Schichten aus gräbt sich ein Metallpartikel in die Graphitprobe.
Für die Herstellung der Tunnel haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der US-amerikanischen Rice University zunächst Nanopartikel aus Nickel auf Graphit aufgetragen. Dieser wird dann in Anwesenheit von Wasserstoffgas erhitzt. Unter diesen Bedingungen wirkt die Oberfläche der nur wenige Nanometer großen Metallpartikel als Katalysator: Sie löst Kohlenstoffatome aus dem Gitter des Graphits und lässt sie mit Wasserstoff zu gasförmigem Methan reagieren. Das Nickelpartikel wird dabei durch Kapillarkräfte in das entstandene Loch im Graphit gezogen und bohrt sich so nach und nach immer weiter durch das Material.

Book

Ältesten Schriften des indischen Buddhismus werden editiert

Eng in der heute ausgestorbenen indischen Regionalsprache Gandhari verfasst, offenbaren die ältesten erhaltenen Handschriften des indischen Buddhismus überhaupt die auf langen Rollen aus Birkenrinde geschrieben wurden. Deutsche Wissenschaftler haben nun damit begonnen, diese Dokumente zu editieren. Das Mammutprojekt ist auf ganze 21 Jahre ausgelegt und stellt damit eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland dar.
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© uni-muenchen.de Eine der auf Birkenrinde überlieferten buddhistischen Handschriften.
München (Deutschland) - Gefunden wurden die Fragmente der Birkenrinderollen in der einstigen Region Gandhara, wie der Nordwesten Pakistans früher hieß. Für die Buddhismus-Forschung sind die Handschriften eine Sensation. "Da ist zum einen das Alter der Dokumente, die bis ins erste Jahrhundert vor Christus datieren" erläutert die Pressemitteilung der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) die Arbeiten. "Damit enthalten sie die bei weitem die ältesten schriftlichen Überlieferungen des indischen Buddhismus. Auch ihr Inhalt überwältigt die Fachleute. Sie ermöglichen Einblicke in eine Literatur, die bislang als vollständig verloren galt, und sie helfen, entscheidende Entwicklungsschritte des indischen Buddhismus zu rekonstruieren. Zudem bestätigen die Rollen die Bedeutung Gandharas für die Verbreitung des Buddhismus nach Zentralasien und China."

Radar

Künstlicher sechster Sinn technisch für alle möglich? Neurobiologen geben Ratten Fähigkeit Infrarotlicht zu tasten

Mit Hilfe einer sogenannten Neuroprothese, die das Gehirn von Ratten direkt mit einem Infrarotsensor verbindet, ist es US-Forschern gelungen, Ratten, die eigentlich infrarotes Licht nicht wahrnehmen können, die Fähigkeit zu geben, Infrarotlicht sozusagen zu tasten. Auf ähnliche Weise könnten zukünftig auch andere "Supersinne" - auch beim Menschen - erzeugt werden.
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© nicolelislab.net Grafische Erläuterung des Versuchsaufbaus.
Durham (USA) - Wie das Team um den Neurobiologen Miguel Nicolelis an der Duke University aktuell im Fachjournal Nature Communications berichtet, wurden die Ratten zunächst darauf trainiert, das Licht einer LED-Leuchte mit dem Erhalt einer Trinkbelohnung zu assoziieren. Danach ersetzten die Wissenschaftler dieses sichtbare Licht durch eine Infrarotdiode, deren Strahlung Ratten normalerweise nicht sehen können. Zudem verbanden sie über zwei hauchdünne Elektroden jenen Teil des Rattenhirns, der eigentlich für den Tastsinn zuständig ist, mit einem Infrarotsensor.

R2-D2

Science Fiction immer greifbarer? Roboterkind "iCub" erlernt erste Schritte zum Erlernen einer neuen Sprache

Ausgestattet mit einem vereinfachten künstlichen Gehirn hat das Roboterkind mit der Bezeichnung "iCub" nun die ersten Schritte erlernt, an deren Ende das Erlernen einer neuen Sprache stehen soll. Schon jetzt kann der Roboter neue Sätze mit für ihn neuer grammatikalischer Struktur verstehen, zwei Sätze miteinander Verbinden sogar vorherahnen [sic], wie ein an es gerichteter Satz beendet werden wird.
Roboterkind iCub
© Inserm / P. Latron Ausgestattet mit einem einfachen künstlichen Gehirn, ermöglicht dem Roboterkind "iCub" nun erste Schritte des Erlernens einer neuen Sprache.
Lyon (Frankreich) - Wie die Forscher um Peter Ford Dominey vom Institut national de la santé et de la recherche médicale (INSERM) des französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) aktuell im Fachmagazin PLoS One berichten, sei es ihnen gelungen, ein vereinfachtes künstliches Gehirn zu entwickeln, in dem sie bestimmte Arten sogenannter wiederkehrender Verbindungen, die im menschlichen Gehirn zu finden sind, reproduzierten.

Folder

Drittgrößter Asteroidenkrater in Südaustralien entdeckt

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© Google Earth
Australische Wissenschaftler haben einen riesigen Asteroiden-Krater im Outback entdeckt - mit einem gewaltigen Durchmesser von 200 Kilometern. Der Asteroid, der vermutlich vor rund 300 Millionen Jahren einschlug, also noch weit vor der Zeit der Dinosaurier, hat die Erde vermutlich auf Jahrtausende beeinflusst und ihr Erscheinungsbild vollkommen verändert.

Australien selbst war zu diesem Zeitpunkt noch Teil des größeren Urkontinents Gondwana. Die Wissenschaftler um Andrew Glikson, Geowissenschaftler an der Australian National University in der Hauptstadt Canberra, vermuten, dass ein erster Feuerball große Flächen einäscherte und dass Staub und Treibhausgase, die durch den Aufprall freigesetzt wurden, ein globales Massensterben ausgelöst haben müssen.

Der riesige Krater befindet sich im Outback von Südaustralien, unterhalb des Cooper Basins, 700 Kilometer nordöstlich von Adelaide. Beweise für den Aufschlag sind auf einer 30.000 Quadratkilometer großen Fläche verteilt. Die Einschlagszone weist geschmolzene Felsen auf, Zeichen für eine extreme Hitze- und Schockeinwirkung.

Mars

Gletscher auf dem Mars?

Neue Aufnahmen der europäischen Sonde "Mars Express" zeigt faszinierende Ansichten des Oberlaufs der Mars-Region Reull Vallis. Das gewaltige flussartige Tal wurde wahrscheinlich einst von fließendem Wasser in die Promethei-Terra-Hochländer gegraben, bevor sich die Wassermassen in das Hellas-Becken ergossen. Die neuen Aufnahmen zeigen nun auch Schleifspuren am Boden des Tals, die auf einstige Gletscher deuten.
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© ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum)Senkrechte Draufsicht auf einen Teilabschnitt von Reull Vallis. (Eine größere Bildversion finden Sie HIER).
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Berlin (Deutschland) -Die mäanderförmige Struktur zieht sich über fast 1.500 Kilometer durch die Marslandschaft, während seine fast senkrechten Klippen immer wieder auch von zahlreichen Zuflusstälern unterbrochen werden. Die neuen Aufnahmen zeigen einen Abschnitt dieses urzeitlichen Flusstals, an dem dieses nahezu sieben Kilometer breit und 300 Meter tief ist.

Meteor

Erste Stellungnahmen zum Meteoriteneinschlag über Russland: Sprengkraft von 20 Hiroshima-Bomben

Russische Wissenschaftler, die die Meteoritenexplosion und den anschließenden Meteoritenschauer im Ural untersuchen, haben erste Erkenntnisse über das Himmelsereignis vorgelegt, das in der Region für Verwüstung gesorgt hat. Von der NASA hieß es unterdessen, die Stärke der Druckwelle der Explosion habe einer Detonation von 300 Kilotonnen TNT-Äquivalent entsprochen.
Meteoriteneinschlag Russland
© EUMETSAT
Bei dem Meteoriten handelte es sich nach Angaben der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN) um einen einzelnen Boliden mit einem Gewicht von etwa zehn Tonnen. Als Bolide (oder auch »Feuerkugel«) wird ein großer Meteor bezeichnet, der in der Regel in den
unteren Schichten der Atmosphäre explodiert. Anders als ein Meteoritenschauer können Boliden nach Ansicht von Wissenschaftlern sehr gefährlich sein.

Der Feuerball von Tscheljabinsk trat mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein. Er hatte einen Durchmesser von mehreren Metern und zerbarst dann in einer Höhe von 30 bis 50 Kilometern in zahllose kleinere und kleinste Stücke, erläuterte die RAN.

Meteor

Annäherung an die Erde habe Beben auf Asteroid "2012 D14" auslösen können

Seit Jahrtausenden stellen Asteroiden für die Erde eine potentielle Gefahr dar. Heute Abend jedoch schlägt die Erde sozusagen zurück. Während vom dem Asteroiden "2012 D14", der heute Abend unseren Planeten deutlich innerhalb der Mondbahn passieren wird, laut NASA-Experten keinerlei Gefahr für die Erde ausgeht, könnte der dichte Vorbeiflug hingegen auf dem Asteroiden Beben auslösen.
Asteroid und Erde
© Science@NASA Künstlerische Darstellung des Vorbeifluges eine Asteroiden mit Trümmerfragment an der Erde (Illu.).

Kommentar: Rückblickend ist diese Nachrichtenmeldung vom 15.02.2013 ein bezeichnendes Beispiel dafür, wie die Bevölkerung von der NASA und den Regierungen zum Narren gehalten wird, wenn gesagt wird, es bestehe keine Gefahr für die Erde - und am gleichen Tag schlägt in Russland ein Meteorit ein und verletzt 1200 Menschen.

Der Tag an dem uns das Universum eine konkrete Warnung schickte: Russlands Meteorit in Video und Bildaufnahmen


Cambridge (USA) - Entdeckt wurde "2012 DA14" erst im vergangenen Februar (2012). Am heutigen 15. Februar wird er gegen 20:24 (MEZ) die Erdoberfläche in nur 27.700 Kilometern Höhe (was in etwa einem Zehntel des Abstandes zwischen Erde und Mond entspricht) über dem Indischen Ozean nahe Sumatra passieren(...wir berichteten).

Meteor

Kosmische Ballerei brachte Bausteine des Lebens auf die Jupitermonde

Staub aus pulverisierten Kometen hat wahrscheinlich die Bausteine des Lebens auch auf die vier großen Jupitermonde und damit auch auf die potentiellen Heimstätten außerirdischen Lebens innerhalb des Sonnensystems, wie etwa den Mond Europa, unter dessen Eismantel sich wahrscheinlich ein kilometertiefer Wasserozean verbirgt, gebracht. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher anhand aktueller Simulationen.
Jupiter und seine Monde
© NASAFamilienporträt: Jupiter und seine vier sog. Galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto (v.o.n.u., Fotomontage).
Boulder (USA) - Der Gasriese Jupiter wird von bislang 67 bekannten natürlichen Trabanten umrundet, die in zwei Arten unterteilt werden: Zum einen die großen, kugelförmigen Monde und zum anderen kleinere unförmige "Klumpen", die ihren Planeten auf eher elliptischen Umlaufbahnen umkreisen. Anhand einer chemischen Analyse der Zusammensetzung der letzteren Kategorie kommen die Forscher um William Bottke vom Southwest Research Institute (SwRI, swri.org) in einer aktuellen Studie zu dem Schluss, dass diese unregelmäßig geformten kleineren Monde aus den selben Materialien bestehen, wie Asteroiden und Kometen und damit wahrscheinlich auch reich an kohlenstoffhaltigen Verbindungen sind, wie sie die Grundlage des irdischen Lebens darstellen.