Wissenschaft und TechnologieS


Fireball

Kann Komet "Siding Spring" 2014 mit dem Mars kollidieren?

Mitte Oktober nächsten Jahres gelangt ein erst vor wenigen Wochen entdeckter Komet, der die Bezeichnung C/2013 A1 (Siding Spring) trägt, in unmittelbare Nähe des Roten Planeten. Im Augenblick kann man noch nicht einmal eine Kollision ausschließen.
mars, komet c/2013 a1, siding spring
Nach 74 Beobachtungstagen mit möglichst genauen Messungen der Positionen führt die Bahn des Kometen am 19. Oktober 2014 etwa 110.000 km am Mars vorbei. Da die Messungen aber noch mit recht hohen Toleranzen behaftet sind, könnte C/2013 A1 aber auch mit dem Mars kollidieren.

Gegenwärtig nimmt man für den Kometen eine Größe von etwa 50 Kilometern an. Die Wirkung eines Einschlags wäre gewaltig. Zudem bewegt sich der aus der Oortschen Wolke stammende Himmelskörper entgegen der Umlaufbahn der Planeten. Damit addieren sich die Geschwindigkeit des Kometen und die des Mars beim Zusammenstoß auf etwa 56 km/s, das sind mehr als 200.000 km/h. Beim Aufschlag würde ein Krater mit einem Durchmesser von etwa 500 Kilometern entstehen, was die Oberfläche des Roten Planeten für immer verändern würde.

Rose

Blumen kommunizieren mit Elektrizität

Britische Forscher können erstmals nachweisen, dass Bestäuberinsekten, also etwa Bienen oder Hummeln, Blütenpflanzen anhand von elektrischen Signalen finden und voneinander unterscheiden können, die die Blumen selbst aussenden. Möglicherweise findet sogar eine bislang unbekannte Art der Kommunikation zwischen Bienen und Blüte statt.
Biene, Nektar, Bestäuben
© A. Müller, grewi.de Symbolbild: Biene beim Nektarsammeln.
Bristol (England) - Um Ihre Bestäuber anzulocken, erzeugen Blumen oft hellleuchtende Farben, Muster und betörenden Düfte. Forscher um Professor Daniel Robert von der Bristol's School of Biological Sciences können nun zeigen, dass die Blütenpflanzen hinzu über eine Art Leuchtreklameschilder verfügen - Muster aus elektrischen Signalen, mit denen die Pflanzen ihren Bestäubern auch konkrete Informationen übermitteln könnten. Diese elektrischen Signale können gemeinsam mit den anderen Werbesignalen der Blüten agieren und so die Anziehungskraft der Blumen noch mehr stärken. Ihre erstaunlichen Ergebnisse haben die Forscher aktuell im Fachmagazin Science Express veröffentlicht.

Question

Verlorener Kontinent im Indischen Ozean?

Unter den Inseln Mauritius und Reuninon hat ein internationales Wissenschaftler-Team Bruchstücke eines verborgenen einstigen Mikrokontinents entdeckt. Mauritia, so der Name des Kontinent-Fragments, löste sich beim Auseinanderdriften von Madagaskar und Indien vor ca. 60 Millionen Jahren und war bisher unter gigantischen Lavamassen versteckt.
Mauritia - verborgener Kontinent im Indischen Ozean
© GFZ/SteinbergerDie farbige Spur (linke Farbskala) westlich von Reunion ist die berechnete Bewegung des Reunion-Hotspots. Die schwarzen Linien mit gelben Kreisen bzw. dem roten Kreis geben die entsprechend berechnete Spur auf der Afrikanischen Platte, bzw. der Indischen Platte an. Die Zahlen in den Kreisen sind Alter in Millionen Jahren. Die Gebiete mit Topographie knapp unterhalb der Meeresoberfläche werden jetzt als Kontinentale Fragmente angesehen.
Potsdam (Deutschland) - Tatsächlich "scheinen solche Kleinstkontinente in den Ozeanen viel häufiger vorzukommen als bisher angenommen", erläutern die Forscher um Dr. Bernhard Steinberger vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ, gfz-potsdam.de) und Dr. Pavel Doubrovine von der Universität Oslo in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Geosciences.

Fireball 4

Neuer Komet entdeckt: Lemmon C/2012 F6 und 2013 ist das "Jahr der Kometen"

Sonne, Mond, Planeten und Sterne sind die üblichen himmlischen Begleiter bei Tag und bei Nacht. Hin und wieder gesellt sich ein Komet hinzu, ein kosmischer Brocken aus Eis und Dreck mit einem langen Schweif.
lovejoy, komet
© dpaKomet Lovejoy im Jahr 2011
Der letzte prachtvolle Komet über Mitteleuropa war Hale-Bopp vor 16 Jahren. Es ist also höchste Zeit, dass sich mal wieder ein Komet blicken lässt.

Schon im März könnte Panstarrs den Abendhimmel zieren. Derzeit steht der Komet im Sternbild Mikroskop am Südhimmel. Doch am 10. März durchläuft er den sonnennächsten Punkt seiner Bahn und taucht danach an unserem abendlichen Westhimmel auf.

Komet Panstarrs zieht dann durch Fische, Andromeda und Cassiopeia und sollte auch mit bloßem Auge zu sehen sein - womöglich mit einem schönen Schweif. Anfang April steht er knapp neben der berühmten Andromeda-Galaxie, was ein besonders hübsches Treffen werden wird.

Kommentar: Für April hat sich ein neuer Komet angekündigt: Lemmon (C/2012 F6), der auf der Südhalbkugel zu sehen sein soll.


Radar

Weltweit zu 'hören': Explosion des russischen Meteors erzeugte die größten Infraschallwellen die je aufgezeichnet wurden

Infraschall oder die extremen Niederfrequenz-Schallwellen von dem Meteor, der über Russlands Uralgebirge auseinanderbrach waren einige der stärksten, die je vom Netzwerk der Infraschall-Stationen der CTBTO aufgezeichnet wurden.


Quelle: CTBTO

Galaxy

Polarlichter existieren auch auf fernen Planeten

Britische Astronomen haben weitere Belege dafür gefunden, dass es auch auf Himmelskörpern ferner Planetensysteme zu Polarlichtern kommt und daraus eine neue Methode abgeleitet, mit der Planeten jenseits des Sonnensystems, sogenannte Exoplaneten, gefunden und untersucht werden könnten.
Bild
© JensPaulus.com Energetisches Nordlicht über Finnland.
Leicester (England) - Polarlichter gibt es nicht nur über den beiden Polregionen der Erde, sondern auch auf anderen Planeten in unserem eigenen Sonnensystem. Die hellsten Polarlichter zaubern die Partikel des Sonnenwindes in Interaktion mit den Feldlinien des Magnetfeldes über die Pole des Gasriesen Jupiter. Obwohl es eigentlich keinen Grund gibt, warum es sich nicht geben sollte, wurden bislang jedoch noch keine Polarlichter auf Himmelskörpern jenseits der Neptunbahn nachgewiesen.

Kommentar: Um ein klareres Verständnis über die wahren Vorgänge, die solchen Ereignissen zugrunde liegen, zu bekommen, wäre es angebracht, das Modell des elektrischen Universums näher zu betrachten.


Frog

Amphibienkiller: Pestizide sind tödlich für Frösche

Bis zu 100 Prozent Todesrate schon nach einmaliger Spritzmittel-Dusche

Pflanzenschutzmittel sind giftiger als gedacht und ein echter Killer für Frösche und Kröten. Das belegt das Experiment eines deutsch-schweizerischen Forscherteams. Zwischen 40 und 100 Prozent der Tiere starben dabei, wenn sie den in der Landwirtschaft üblichen Spritz-Dosierungen ausgesetzt wurden. Diese Giftwirkung sei alarmierend - und wahrscheinlich eine bisher übersehene Ursache für das Amphibiensterben, warnen die Forscher im Fachmagazin "Scientific Records". Es sei dringend nötig, zukünftig nicht nur die Toxizität dieser Mittel für Bienen und Säugetiere vor der Zulassung zu testen, sondern auch für die ohnehin stark bedrohten Amphibien.

Bild
© H. Kisp / CC-by-sa 3.0Das Bild zeigt einen Grasfrosch der Familie Ranidae. Aufgenommen wurde es nahe Ulm.
Amphibien gelten als die am stärksten gefährdeten Wirbeltiere weltweit. Als mögliche Ursachen werden der Wettbewerb mit eingewanderten Arten, erhöhte UV-Strahlung, die globale Klimaerwärmung, ansteckende Krankheiten sowie der Verlust der Lebensräume diskutiert. Bisher kaum im Blick der Artenschützer sind dagegen Pestizide, wie die Forscher berichten. Man wisse zwar, dass Pflanzenschutzmittel Missbildungen und Entwicklungsstörungen bei Amphibienlarven hervorrufen können. Im Rahmen der Zulassungsverfahren getestet werden bisher aber nur deren Auswirkungen auf Bienen, Vögel und Säugetiere sowie auf in Gewässern lebende Organismen. Welche Folgen die Spritzmittel aber für erwachsene Frösche und Kröten haben, sei bisher kaum untersucht.

Fireball

'Alle' Meteoriten-Einschläge auf der Erde auf einer Karte

Übersetzung de.sott

Oder wenigstens alle, von denen wir wissen. Und wo befinden sich die bekannten Einschlagsorte von Meteoriten auf der Erde? Folgende Einschlagszonen zeigen, wo Wissenschaftler Meteoriten oder Einschlagskrater von Meteoriten gefunden haben, von denen manche bis ins Jahr 2,300 BC zurückdatieren. Die Daten kommen von der US Meteorological Society und sie zeigen keine Orte, an denen Meteorite eingeschlagen haben könnten, aber nicht entdeckt worden sind.

Bild
© The Guardian

Kommentar: Bemerken Sie, dass sich die Einschläge auf bevölkerte Gebiete konzentrieren. Während dies damit erklärt werden könnte zu sagen, dass natürlich mehr Meteoriten in den Gebieten gefunden werden, wo es mehr Menschen gibt, müssen wir uns fragen, ob Menschenmassen eine Art von "Anziehungseffekt" für diese Dinge ausüben können...

Um mehr hierüber zu erfahren, befassen Sie sich mit Comets and the Horns of Moses.


Info

Delfine rufen sich gegenseitig beim Namen

Delfine imitieren die eigentlich individuellen Ruftöne von Artgenossen. Allerdings tun sie dies ausschließlich angesichts von Familienmitgliedern und Freunden und nicht gegenüber fremden Tieren. Schottische und US-amerikanische Wissenschaftler weisen auf diese Weise einmal mehr die starken sozialen Bindungen nach, zu denen die Tümmler in fähig sind.
Delfine
© Katherine McHugh, Sarasota Dolphin Research Program, National Marine Fisheries Service Scientific Research Archiv: Zwei Delfinmütter mit ihren Kälbern.
St. Andrews (Schottland) - Die neue Erkenntnis ist das Ergebnis einer Studie, die eigentlich nur grundsätzlich herausfinden wollte, warum Delfine überhaupt die Töne anderer Artgenossen imitieren. Tatsächlich zeigte sich, dass nur Muttertiere und ihre Abkömmlinge sowie erwachsene männliche Delfine die "Rufnamen" von Tieren imitieren, die sie schon lange Zeit kennen.

Blue Planet

Neue Erkenntnisse zur Feldumkehr des Erdmagnetfeldes

Neuere Studien liefern unerwartete Einblicke in das Verhalten unseres Planeten. Geophysiker konnten Beweise für eine rasante weltweite Umkehr des irdischen Magnetfelds vor 41.000 Jahren vorlegen. Es gibt auch Hinweise, dass das Klima der Erde nachhaltig von ihrem Magnetfeld beeinflusst wird. Diese recht neuen Einsichten rücken auch das Konzept der menschengemachten Erderwärmung in ein neues Licht.
Bild
© Andrea Danti / Shutterstock
Hier und da gab es bereits Hinweise, dennoch waren die Ergebnisse zu ungewöhnlich, um kein Erstaunen in der Fachwelt auszulösen: Eine Forschergruppe um Dr. Norbert Nowaczyk und Prof. Helge Arz vom Helmholtz-Zentrum Potsdam fand in Bohrkernen eindeutige Hinweise auf eine extrem schnelle Umkehr des irdischen Magnetfelds vor rund 41.000 Jahren.