Wissenschaft und TechnologieS


Map

Mystischer Lichtkompass der Wikinger: Wirkung des Kristalls zur Navigation wissenschaftlich bestätigt

Glaubt man den mystischen Überlieferungen der Wikinger, so sollen die Nordmänner mit sogenannten "Sólsteinnen", also mit "Sonnensteinen", in der Lage gewesen sein, den Stand der Sonne selbst bei bedecktem Himmel und sogar noch nach Sonnenuntergang exakt zu bestimmen. Dass diese Legende auf Tatsachen beruhen könnte und es die Sonnensteine tatsächlich gab, vermuten einige Forscher schon länger. Jetzt haben französische und britische Wissenschaftler den polarisierenden Effekt von Kalzit, der als möglicher Sonnenstein in einem Schiffswrack noch aus dem 16. Jahrhundert gefunden wurde, überprüft und bestätigen die "magischen" Eigenschaften des Doppelspats.
isländischer Silfurberg-Kristall
© ArniEin, CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons Polarisierende Kristalle, hier ein isländischer Silfurberg-Kristall (Silberfels), wurden von den Wikingern als "Sonnensteine" zur Navigation verwendet.
Rennes (Frankreich) - Wie die Wikinger in der Lage waren, zwischen Norwegen, Island und Grönland tausende von Kilometern zurückzulegen und trotz meist widriger Sichtbedingungen zum Sternenhimmel stets sicher zu navigieren, galt lange Zeit als großes Rätsel. Schließlich war zur Zeit der Wikinger (750 und 1066 n. Chr.) der Kompass zum einen noch nicht bekannt - zum anderen wäre dieser teilweise derart nahe am Nordpol zur Navigation auch nur von begrenztem Nutzen gewesen.

Bullseye

Asteroid 2013 ET: Kosmische Nahbegegnung am Samstag

Der Asteroid 2013 ET, knapp 100 Meter im Durchmesser bzw. so groß wie ein 35-stockiges Gebäude, soll am Samstag an der Erde vorbeifliegen, berichtet die NASA-Webseite.

Dieser Himmelskörper wurde am 3. März bei einer US-Suchaktion nach dem Catalina-Asteroiden entdeckt. Der Durchmesser des Asteroiden kann von 45 bis 140 Metern betragen. Er fliegt an der Erde in einer Entfernung von knapp 972.000 Kilometern vorbei, was den Abstand zum Mond ums 2,5-fache übersteigt.

Fireball 3

Hell wie der Mond: Pan-STARRS C 2011/L4 ab nächster Woche mit bloßem Auge sichtbar

Komet Pan-STARRS ist da - und bereits am Himmel sichtbar. Anfang kommender Woche dürfte uns der Schweifstern namens C 2011/L4 dann ein himmlisches Spektakel bieten.


2013 ist das Jahr der Kometen: Aktuell ist es Komet Pan-STARRS, der am Nachthimmel zu sehen ist. Im Herbst wird dann ISON über uns leuchten - nicht nur für Hobby-Astronomen ein tolles Spektakel.

Wann der Komet Pan-STARRS dieser Tage am Himmel zu sehen ist? "Theoretisch schon jetzt", sagt Werner Kiesle von der Sternwarte in Laupheim. "Natürlich braucht man dafür optimale Bedingungen, also eine gute Sicht. Wenn es bewölkt ist, wird es schwierig."

Sun

Solar Maximum wurde verschoben

Etwas Unerwartetes geschieht derzeit auf der Sonne. 2013 soll das Jahr der höchsten Sonnenaktivität sein, der Höhepunkt des 11-Jahres-Sonnenflecken-Zyklus. Nun haben wir das Jahr 2013 und die Sonnenaktivität zeigt sich extrem gering. Die Sonnenflecken-Zahlen sind weit unter den Werten vom Jahr 2011 und starke Sonneneruptionen waren in den letzten Monaten eher selten.

sonnenzyklus
Sonnenzyklus Prognose
Diese geringe Aktivität führte einige Beobachter zu der Frage, ob die Weltraumwetter-Meteorologen sich nicht verrechnet haben. Sonnen Physiker Dean Pesnell vom Goddard Space Flight Center hat eine andere Erklärung: “Das ist das Maximum der Sonnenaktivität” sagte er . “Aber es sieht anders aus, als wir es erwartet hatten, weil es eine doppelte Spitze geben wird.”

Die herkömmliche Sichtweise besagt, dass die Sonnenaktivität als einfaches Pendel hin und her schaukelt. An einem Ende des Zyklus gibt es eine ruhige Zeit mit wenigen Sonnenflecken und Flares. Am anderen Ende bringt das Maximum, zahlenmäßig hohe Sonnenflecken und Sonnenstürme. Es ist ein regelmäßiger Rhythmus, der sich ca. alle 11 Jahre wiederholt.

Info

Hunde können Bilder ihrer Artgenossen von Bildern anderer Tierarten unterscheiden


Hund
© SXCHunde können Portraits ihrer Artgenossen von denen anderer Tier unterscheiden.

Hunde können Portraits ihrer Artgenossen von Bildern mit Menschen und anderen Tieren unterscheiden. Sie erkennen dabei die Gesichter anderer Hunde unabhängig von deren Rasse - und allein anhand von visuellen Anhaltspunkten. Das zeigt die Studie französischer Forscher die jetzt zum ersten Mal um diese Fähigkeit bei Haushunden untersucht haben. Ihre Ergebnisse stellten sie im Fachmagazin "Animal Cognition" vor.

Info

Psychopharmaka-Rückstände im Wasser verändern das Verhalten von Flussbarschen

Schon geringe Rückstände der Medikamente verändern das Verhalten von Flussbarschen

Das Beruhigungsmittel Oxazepam wirkt sich auch auf Fische aus. Schwedische Forscher haben jetzt gezeigt, dass ins Abwasser gelangte Rückstände des Medikaments ausreichen, um bei Flussbarschen eine Verhaltensänderung zu bewirken: Sie werden asozialer und gefräßiger. Dies zeigt sich schon bei Konzentrationen, die denen entsprechen, wie sie mittlerweile in Seen und Flüssen zu finden sind, so die Forscher von der Universität Umeå im Fachmagazin "Science".

Barsch, Fisch
© GerardM / CC-by-sa 3.0Der Barsch zeigt unter Einfluss von Oxazepam ein verändertes Verhalten.
Angstzustände und Schlaflosigkeit belasten viele Menschen, bis sie der Leidensdruck schließlich zum Arzt treibt - ein Medikament soll der Ruhelosigkeit ein Ende bereiten. Was Ärzte nun häufig verschreiben, ist ein Beruhigungsmittel namens Oxazepam. Doch, dass sich das Mittel nicht nur auf Menschen sondern auf Fische auswirkt war bisher nicht bekannt. Die Forscher um Tomas Brodin fanden dies heraus, indem sie Versuche an Flussbarschen (Perca fluviatilis) - einer weitverbreiteten und häufigen Fischart in den Seen und Flüssen Europas. Sie hielten einige Exemplare in Wasser, das Konzentrationen von Oxazepam enthielt, wie sie typischerweise auch in einigen Gewässern Schwedens anzutreffen sind. Diese Medikamenten-Rückstände gelangen durch das Abwässer von Kläranlagen in die Flüsse und Seen, erklären die Forscher. Ursprünglich stammen sie aber aus den Ausscheidungen von Menschen, die diese Medikamente benutzen.

Beaker

Physikern gelingt erstmals die Verknotung von Wasser

Über ein Jahrhundert nach den ersten theoretischen Überlegungen haben Physiker nun endlich herausgefunden, wie man Wasser zu Knoten schnüren kann - zumindest im Labor. Die Entdeckung ebnet nun wahrscheinlich den Weg, Drehungen und Wendungen verschiedenster Phänomene experimentell zu untersuchen - von ionisierten Gasen der äußeren Sonnenatmosphäre, supraleitenden Materialien, Flüssigkristallen und Quantenfeldern in der Teilchenphysik. Ursprünglich gehen diese "Wirbelringe" auf Lord Kelvin zurück, dessen Grundidee zur Entstehung der Knotentheorie als Teil der Topologie mit beitrug.
verknotetes wasser
© Dustin Kleckner, William T. M. Irvine
Einen Knoten in einer Flüssigkeit zu schnüren, habe allerdings wenig mit dem Binden von Schuhbändern zu tun, sagen die beiden Physiker Dustin Kleckner und William Irvine von der University of Chicago, denen dies nun gelang. Das gesamte dreidimensionale Volumen einer Flüssigkeit in einem vorgegebenen Raum - etwa einem Wirbel - muss dazu verdreht werden. Mit Hilfe der Miniaturausgabe eines Flugzeugflügels - den sie mit einem 3-D-Drucker entwickelten - gelang dies Klockner und Irvine letztlich, und sie schufen einen verknoteten Wirbel. Dabei halfen ihnen Gesetzmäßigkeiten der Aerodynamik: Während eines Flugs erzeugen die Flügel eine rotierende, wirbelartige Bewegung der Luftströmung, die dem Flugzeug Auftrieb verleihen. Sobald ein stillstehender Flügel plötzlich beschleunigt - etwa beim Start - entstehen zwei Luftwirbel, die in entgegengesetzte Richtungen rotieren. Die Forscher tauchten daher ihre Miniflügel in einem Wasserbehälter unter und beschleunigten sie dort schlagartig, um auf diese Weise eine Knotenstruktur zu produzieren.

Comet 2

Kürzlich entdeckter Komet nähert sich dem Mars

Ein erst Anfang Januar 2013 entdeckter Komet wird dem Planeten Mars am 19. Oktober 2014 bedrohlich nahe kommen. Noch sind sich Astronomen nicht sicher, ob ein gewaltiger Einschlag auf dem Roten Planeten zu erwarten sein oder ob der Schweifstern lediglich ein faszinierendes Lichtspektakel an den Marshimmel zaubern wird.
Komet
© JPLBisheriges Orbitaldiagramm des Kometen "C/2013 A1", der am 19. Oktober 2014 dem Mars zumindest sehr nahe kommt oder sogar mit diesem zusammenstoßen könnte. (Illu.).
Pasadena (USA) - Basierend auf den ersten Modellen zur Umlaufbahn des Kometen "C/2013 A1" wird der "schmutzige Schneeball" am 19. Oktober 2014 dem Mars zumindest sehr nahe kommen. Seinen Ursprung hat der erst am 3. Januar dieses Jahres entdeckte Komet wahrscheinlich in der Oortschen Wolke, einer Ansammlung astronomischer Objekte von der Astronomen annehmen, dass sie unser Sonnensystems umgibt - deren Existenz bislang jedoch noch nicht nachgewiesen werden konnte.


Kommentar: Die Theorie des "schmutzigen Schneeballs" in Bezug auf Kometen ist nicht nur nicht belegt, sondern widerspricht den beobachtbaren Daten über das Verhalten von Kometen. Hier können Sie mehr Informationen zur Theorie des elektrischen Universums finden.


Black Magic

Frankenstein-Wissenschaft: Erstmals Hirn-zu-Hirn-Interface zweier lebender Ratten geschaffen

Erstmals ist es Wissenschaftlern gelungen, über ein Hirn-zu-Hirn-Interface die Gehirne zweier lebender Ratten derart miteinander zu verbinden, dass Berührungs- und Bewegungsinformationen von einem Tier zum anderen übertragen werden konnten und dass, auch wenn sich die beiden Nager Tausende von Kilometern voneinander entfernt befanden. Dies sehen die Forscher als ersten Schritt hin zu einer Art "organischem Computer", in dem mehrere Gehirne miteinander verknüpft werden sollen, um Informationen auszutauschen - mit noch nicht absehbaren möglichen Folgen.
elektronische Verbindung von Gehirnen
© Katie Zhuang, Nicolelis Labs, Duke University US-Forschern ist die elektronische Verbindung zweier Rattenhirne gelungen (Illu.).
Durham (USA) - Wie die Forscher um den Neurologen Miguel Nicolelis von der Duke University School of Medicine aktuell um Fachjournal Scientific Reports berichten. Gelang die Hirn-Verbindung zwischen zwei Ratten, von denen sich die eine in Durham im US-Bundesstaat North Carolina und die andere im brasilianischen Natal befand.

Binoculars

Neue Brille verhindert automatische Gesichtserkennung

Alle diejenigen, die sich um den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre im Internet Sorgen machen, können sich vielleicht schon bald gegen bestimmte Überwachungsmöglichkeiten verteidigen. Zwei japanische Wissenschaftler haben eine Brille entwickelt, die Gesichtserkennungssysteme verwirrt, ohne dabei die eigene Sehfähigkeit einzuschränken.
Bild
© The National Institute of Informatics, Japan
Professor Isao Echizen, außerordentlicher Professor am Nationalen Institut für Informatik in Tokio, und Professor Seiichi Goshi von der Kogakuin-Universität [ebenfalls in Tokio] haben eine Brille konstruiert, die Internetsuchmaschinen, soziale Netzwerke oder andere Dienstleister daran hindert, den Träger dieser Brille über Gesichtserkennungssysteme zu identifizieren. Die Brille ist mit Lichtquellen ausgestattet, die im nahen Infrarotbereich abstrahlen. Dies führt dazu, dass zwar die Abbildung der Gesichtsmerkmale des Brillenträgers durch Kameras verzerrt wird, aber seine Sehfähigkeit nicht eingeschränkt wird.