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Mi, 28 Okt 2020
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UFO

Neuseelands Verteidigungsministerium nicht mehr an UFO-Meldungen interessiert

Standbilder Kaikoura-UFOs
© Unbekannt
Standbilder aus den TV-Aufnahmen der sog. Kaikoura-UFOs von 1978.
Wellington/ Neuseeland - Gemeinsam mit der Veröffentlichung einer weiteren Charge ehemals geheimer UFO-Akten (...wir berichteten), hat das neuseeländische Verteidigungsministerium deutlich gemacht, dass man nicht mehr an Meldungen über Sichtungen unbekannter Flugobjekte durch Zivilpersonen interessiert sei.

"Die Neuseeländischen Verteidigungskräfte (New Zealand Defence Force, NZDF) haben weder Fachkenntnis bezüglich Angelegenheiten in Fragen Fliegender Untertassen, noch sind sie dazu qualifiziert, Fragen über die Existenz außerirdischer Lebensformen zu beantworten", so der ehemalige Verteidigungsminister Jerry Mateparae schon 2009 in einem Memo, welches nun gemeinsam mit anderen UFO-Akten veröffentlicht wurde.

Che Guevara

Elfenbeinküste: UN beschließen Sanktionen gegen Ex-Präsident Gbagbo

Mit Gewalt versucht Wahlverlierer Laurent Gbagbo seit Monaten an der Macht zu bleiben. Nun haben die Vereinten Nationen Sanktionen beschlossen.

Fünf Monate nach der Präsidentschaftswahl in der Elfenbeinküste haben die Vereinten Nationen Sanktionen gegen den Wahlverlierer Laurent Gbagbo beschlossen. Der frühere Präsident könne sie abwenden, wenn er endlich sein Amt dem Wahlsieger zur Verfügung stelle, heißt es in einer Resolution, die einstimmig von den 15 Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates angenommen wurde. Die Resolution sei „ein starkes Signal an Gbagbo und seine Helfer, dass ihre Zeit vorbei ist“, sagte der deutsche Vizebotschafter Miguel Berger.

n dem westafrikanischen Land weigert sich Ex-Präsident Gbagbo trotz der klaren Niederlage, die Macht dem international anerkannten Wahlsieger Alassane Ouattara zu übergeben. Gbagbo geht dabei seit Monaten mit Waffengewalt gegen seine Widersacher vor und attackiert auch immer wieder die mittlerweile etwa 10 000 UN-Friedenssoldaten im Land. Am Tag der Resolution hatten Ouattaras Anhänger die bislang von Gbagbo kontrollierte Hauptstadt Yamoussoukro eingenommen.

Bad Guys

Syrien: Assad bricht sein Schweigen und die Medien deuten seine Aussagen

Syriens Präsident al-Assad
© AFP
Nach wochenlangem Schweigen hat Syriens Staatschef eine Rede vor dem Parlament gehalten - und dabei Hoffnungen auf baldige Reformen enttäuscht
Syriens Präsident Assad wähnt Verschwörer am Werk - kein Wort über Reformen. Er enttäuscht bei perfekter Inszenierung Hoffnungen auf Wandel.

In Damaskus wird das Stück „Treue bis in den Tod“ gegeben. Ort: das syrische Parlament, das diesen Namen nicht verdient, weil es nichts zu entscheiden hat. Hauptdarsteller: Baschar al-Assad (Arabisch: Löwe), 45-jähriger Präsident einer nominalen Republik mit 22 Millionen Einwohnern, faktisch eine Diktatur, in der mehrere sich gegenseitig kontrollierende Geheimdienste für Friedhofsruhe sorgen. Publikum: regimetreue Claqueure vor und in dem Parlamentsgebäude, die das Volk repräsentieren sollen.

Che Guevara

Syrische Regierung tritt zurück

Die Regierung Syriens ist zurückgetreten. Präsident Baschir al Assad nahm den Rücktritt der Kabinettsmitglieder an, wie das syrische Staatsfernsehen berichtete. Al Assad selbst ist nicht zurückgetreten. Die alte Regierung wird, bis ein neues Kabinett gebildet wurde, ihre Arbeit fortsetzen.

Offenbar um den Volkszorn zu besänftigen, ist am Dienstag das syrische Kabinett zurückgetreten. Staatspräsident Baschir al Assad habe den Rücktritt des 32-köpfigen Kabinetts unter Führung von Nadschi al Otari angenommen, berichtete das staatliche Fernsehen. Bis zur Bildung einer neuen Regierung wird das Kabinett aber seine Arbeit fortsetzen. Die Rücktritte betreffen nicht al Assad selbst, der einen Großteil der Macht in dem autoritären syrischen Regime hält.

Cow

Europa: Keine Kennzeichnungspflicht für Klonfleisch

Fleisch in Kühltheke
© dpa
Fleisch in einer Supermarkt-Kühltheke. Ob es von Klon-Tieren stammt, bleibt ungewiss.
Für Verbraucher ist es eine bittere Pille. Auch künftig erfahren sie nicht, ob Fleisch und Milch von Klon-Tieren stammen. Die Europa-Abgeordneten kritisierten die gescheiterten Verhandlungen in Brüssel mit scharfen Worten.

Fast elf Stunden verhandelten die Verbraucherexperten über eine EU-Regelung, doch die Marathonstitzung in Brüssel brachte kein Ergebnis. Fleisch und Milch geklonter Tiere und von deren Nachkommen kann in der Europäischen Union weiterhin in den Handel geraten, ohne dass Verbraucher davon erfahren. Auf ein Verbot oder zumindest eine Kennzeichnungspflicht konnte man sich in der Nacht zum Dienstag nicht festlegen, die Frist für eine Einigung ist damit endgültig abgelaufen. Mehr als drei Jahre lang war darüber verhandelt worden.

Bomb

Syrische Führung hebt Notstandsgesetz auf

Demo in Deraa
© Reuters
Demonstration bei einem Trauermarsch in Deraa.
Syrien will den seit 48 Jahren geltenden Ausnahmezustand aufheben. Die Maßnahme erfolge vor dem Hintergrund der jüngsten Unruhen im Land, sagte ein Regierungssprecher. Dutzende Menschen waren im ganzen Land getötet worden, als Sicherheitskräfte auf Demonstranten geschossen hatten. Die Behörden hätten die Aufhebung bereits beschlossen, es sei aber noch unklar, wann sie in Kraft trete, hieß es in Damaskus.

Cow

Dänische Regierung hat der Fettsteuer zugestimmt

Butter
© Unbekannt
Der vergangene Herbst brachte bereits einen Preissprung bei Butter.
Das dänische Parlament hat vor kurzem dem Vorschlag der Regierung, eine „Fettsteuer“ für gesättigte Fette einzuführen, zugestimmt.

Neben Fleisch, Fleischerzeugnissen, Ölen und verarbeiteten Lebensmitteln sind auch Milchprodukte davon betroffen. Als vordergründiges Ziel wurde die Volksgesundheit angegeben.

Die Branche sieht das Ziel der Steuer vor allem in der Gegenfinanzierung von Steuersenkungen. Der dänische Molkereiverband kritisiert, dass neueste Forschungsergebnisse die Annahme, dass gesättigte Fettsäuren in Milch ungesund seien, nicht stützen. Er zweifelt an der Rechtmäßigkeit der Steuer und will jetzt Beschwerde bei der Europäischen Kommission einlegen.

Kommentar: Lesen Sie diesen Artikel, dass Fett scheinbar eine besondere Schutzfunktion hat: Komet Elenin: Vorbote wofür?


War Whore

Angriff auf Libyen „zum Schutz von Zivilisten“

Bild

Gaddafi schießt auf sein eigenes Volk. Zum Schutz der Zivilbevölkerung muss die internationale Gemeinschaft eingreifen. Diese und ähnlich Sätze vernahmen wir vor und nach der Verabschiedung der UN-Resolution, die das Verhängen eines Flugverbotes „autorisierte“. Dann kam der Angriff - und wieder einmal sei es kein Krieg. Und natürlich kommen Menschen ums Leben, wenn Fighter-Jets Bomben abwerfen und Tomahawk-Raketen einschlagen. Also, die Franzosen und die Amerikaner und die Engländer töten Zivilisten, um zu verhindern, dass bei den Kampfhandlungen zwischen Gaddafi-Truppen und Rebellen Zivilisten ums Leben kommen.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist der Konflikt in Libyen in keiner Weise mit den Revolten in Tunesien und Ägypten zu vergleichen. Bewaffnete Rebellen haben einige Städte eingenommen, sind gegen Tripolis gezogen und wurden schließlich wieder zurück gedrängt. Es sind nicht Menschen durch die Straßen gezogen, um ihrem Wunsch nach politischer Veränderung Ausdruck zu verleihen. Ein Eingreifen durch das Ausland wäre verständlich gewesen, hätten Soldaten auf friedliche Demonstranten geschossen, wie es z. Z. in Jemen der Fall ist. In Libyen handelte es sich um einen bewaffneten Aufstand, möglicherweise um den Beginn eines Bürgerkriegs.

Eye 1

Überwachungssoftware in Zeiten der "Facebook-Revolutionen"

Überwachungssoftware ist in Zeiten der sogenannten Facebook-Revolutionen nicht nur in Afrika und im Mittleren Osten gefragt. Europäische Firmen sind auf dem Markt der Sicherheitstechnologie stark vertreten.

Während in Nordafrika auf gegen autoritäre Regime Revoltierende geschossen wurde, lud ein Messeveranstalter im Februar nach Dubai zur angeblich größten Verkaufsausstellung für Spionagetechnologie. Die beim fast gleichzeitig veranstalteten Europäischen Polizeikongress angepriesenen Produkte zur digitalen Überwachung und Kontrolle erschienen dagegen fast schon moderat.

Bomb

Libyen - Erbitterter Kampf um Ajdabiya

Kämpfe in Libyen
© REUTERS (Goran Tomasevic)
Die Rebellen stehen, unterstützt von Luftangriffen, kurz vor der Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Ajdabiya, immer mehr Menschen fliehen vor den Kämpfen.

Fast eine Woche hat es gedauert, aber am Freitag war es so weit: Die angekündigte Beteiligung arabischer Staaten an der internationalen Militärintervention gegen das Gaddafi-Regime nahm konkrete Formen an. Mehrere Kampfflugzeuge aus dem Golfemirat Katar überflogen am Freitag Libyen. Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen in den kommenden Tagen zwölf Kampfjets schicken, und der Sudan, sonst weniger bekannt für seine Umsetzung von UN-Resolutionen, stellte seinen Luftraum stillschweigend für Überflüge im Rahmen der vom UN-Sicherheitsrat sanktionierten Angriffe zur Verfügung.