Willkommen bei SOTT.net
Mo, 12 Apr 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Feuer am Himmel
Karte

Sun

Asteroid schubste Merkur in heutigen Tag-Nacht-Rhythmus

Einschlag könnte Rotation des Planeten entscheidend verändert haben

Der Einschlag eines gewaltigen Asteroiden könnte dem Merkur seinen ungewöhnlichen Tag-Nacht-Rhythmus verliehen haben. Der innerste Planet des Sonnensystems dreht sich heute so langsam, dass ein Jahr auf ihm nur eineinhalb Mal länger ist als ein Tag. Französische Forscher haben nun herausgefunden, wie es dazu gekommen sein könnte.

merkur
© NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington
In dieser Aufnahme des Merkur, erstellt von der US-Raumsonde Messenger, ist das Caloris-Becken, ein riesiger, 3,9 Milliarden Jahre alter Einschlagskrater, oben rechts als rundliche, helle Fläche zu erkennen.

Ihren Berechnungen nach drehte sich der Merkur in seiner Frühzeit sogar noch langsamer als heute, ein Merkurtag dauerte damals ein Jahr. Dann, vor mehr als 3,75 Milliarden Jahren traf ihn ein über 100 Kilometer großer, schräg auftreffender Asteroid. Die Energie dieses Einschlags riss den Planeten aus seiner stabilen Rotation und ließ ihn sogar schneller drehen als heute. Erst die gewaltige Schwerkraft der Sonne habe den Merkur dann im Laufe der Jahrmillionen wieder abgebremst und ihn in seine heutige Rotation gezwungen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature Geoscience.

Krater auf der Merkuroberfläche liefern Indizien für Szenario

Gleich mehrere Indizien für ein solches Szenario liefert nach Angaben der Forscher die Oberfläche des Merkur: So gebe es dort einige Krater, die durch einen Einschlag vor mehr als 3,75 Milliarden Jahren entstanden sein könnten. Eines davon ist das 1.550 Kilometer große Caloris-Becken auf der Nordhalbkugel des Planeten. Die bei seiner Entstehung freigesetzte Energie wäre groß genug gewesen, um die Rotation des Planeten deutlich zu verändern.

Meteor

Astronomen warten auf superhellen Kometen Lovejoy

Moskau. Ein hellleuchtender Komet, C/2011 W3 (Lovejoy), wird in dieser Woche am Himmel auftauchen, falls er nicht bei der Annäherung an die Sonne explodieren sollte. Das teilte Stanislaw Korotki, Mitarbeiter des Observatoriums Ka-Dar, RIA Novosti am Montag mit.
komet, lovejoy
© Photo Jan Ebr
Astronomen warten auf superhellen Kometen Lovejoy

Berechnungen zufolge soll der Himmelskörper in der Nacht zum 16. Dezember knapp an der Sonne - in einer Entfernung von nur 186 000 Kilometern von der Oberfläche des Gestirns - vorbeifliegen. Das entspricht etwa der Hälfte des Abstandes zwischen Mond und Erde.

C/2011 W3 war am 27. November vom australischen Amateurastronomen Terry Lovejoy entdeckt und am 2. Dezember vom Zentrum für Kleinplaneten des Internationalen Astronomenverbandes offiziell registriert worden. Der Komet zählt zu der Kreutz-Familie, einer Gruppe von sonnenstreifenden Kometen, die der deutsche Astronom Heinrich Kreutz Ende des 19. Jahrhunderts beschrieben hatte.

Ornament - Red

Der Aufgang des finsteren Monds

Am Samstag lohnt ein Blick in den Himmel: Dann ist - wenn das Wetter mitspielt - eine totale Mondfinsternis in vielen Ländern zu beobachten. Die nächste Chance in Deutschland kommt erst 2015.
blutmond
© dpa

Am Samstag ist Vollmond - doch wer nach dem Aufgang des Erdtrabanten am Nachmittag die altvertraute kreisrunde Scheibe am Himmel sucht, wird eine Überraschung erleben: Statt der strahlend hellen Vollmondscheibe wird ein teilweise verfinsterter Mond über dem Nordost-Horizont aufsteigen. Anfangs erstrahlt nur ein kleiner Teil der Mondscheibe in hellem Licht - doch nach und nach weicht der Schatten von den verdunkelten Mondregionen, und schon am Spätnachmittag steht der Vollmond dann wie gewohnt in seiner ganzen Pracht am Himmel.

Was Himmelsgucker bei wolkenfreiem Himmel an diesem Samstag im Advent erleben können, ist die Endphase einer totalen Mondfinsternis. Denn die Phase der kompletten Verfinsterung des Erdtrabanten wird bereits beendet sein, kurz bevor der Mond in unseren Breiten aufgeht. Von Australien und Asien aus ist sie ganz zu sehen. Je nach Beobachtungsort wird der Mond zwischen etwa 16.00 und 16.30 Uhr über den Horizont klettern - je weiter östlich der Beobachtungsort liegt, desto größer wird der verfinsterte Teil der Mondscheibe beim Aufgang des Erdbegleiters in der fortgeschrittenen Dämmerung sein. Um 17.18 Uhr mitteleuropäischer Zeit wird dann aber auch die Phase der partiellen, also teilweisen Verfinsterung vorbei sein.

Meteor

Ufo oder Flugzeug? Nichts von beidem!

Etliche Landshuter hatten am Montag Seltsames am Landshuter Himmel beobachtet. Sie sahen einen schnell fliegendes und hell strahelndes Objekt. Jetzt ist klar, um was es sich gehandelt hat.
Bild
© pm

Wie der Sender Radio Trausnitz auf seiner Homepage berichtet, hätten sich am Montagabend besorgte Hörer in der Redaktion berichtet und unter anderem von einem brennenden Flugzeug berichtet, das sie gesehen hätten.

Tatsächlich dürfte es sich um eine Art Feuerball gehandelt haben. Wie die Volkssternwarte München dem Bayerischen Rundfunk erklärte, dürfte es sich bei dem Objekt um einen Meteor gehandelt haben, der zur fraglichen Zeit über Bayern unterwegs gewesen ist. Diese hell strahlenden Himmelserscheinungen würden auch Bolloid genannt.

Question

Forscher rätseln über den „Weihnachtsblitz“

Weihnachten 2010 entdeckten Astronomen einen ungewöhnlichen Gammastrahlenausbruch. Zwei Forschergruppen haben das energiereiche Phänomen untersucht - und kommen zu sehr verschiedenen Erklärungen.
neutronenstern
© A. Simonnet, NASA, E/PO, Sonoma State University
Kommt ein Komet oder Asteroid einem Neutronenstern zu nahe, können ihn die auftretenden Gezeitenkräften zerreißen, wie in dieser Illustration dargestellt.

Heidelberg. Weihnachten 2010 entdeckten Astronomen am Nachthimmel einen ungewöhnlichen Lichtblitz. Zwar erinnerte dieser an einen Gammastrahlenausbruch, wie sie im Schnitt einmal pro Tag auf der Erde registriert werden. Seine Eigenschaften passen allerdings zu keiner gängigen Theorie für solche Explosionen.

Der Gammastrahlenausbruch GRB 101225A dauerte mindestens eine halbe Stunde, während bei gewöhnlichen Exemplaren maximal wenige Minuten vergehen. Zudem verblasste das Nachglühen viel schneller als bei anderen Gammablitzen und wies überdies ein von der Norm abweichendes Energiespektrum auf.

Gleich zwei Forschergruppen versuchen sich nun darin, die Beobachtungen zu erklären - und kommen dabei zu sehr verschiedenen Ergebnissen. Sergio Campana und seine Kollegen vom Osservatorio Astronomico di Brera in Merate (Italien) wärmten ein bereits 1973 vorgeschlagenes Szenario auf.

Question

UFO oder Bolide? - Merkwürdiges Objekt über Nordchina gesichtet

Am Mittwochabend wurde ein helles fliegendes Objekt im nordwestlichen Himmel über mehreren Gebieten Nordchinas beobachtet. Zhu Jin, Direktor des Beijinger Observatoriums, schätzt, dass es sich dabei um einen Boliden handelt.
bolide, komet
© unbekannt
Bild eines Boliden – eines in die Erdatmosphäre eintretenden Meteoriden.

Ma Qiang, ein Hobby-Sternengucker aus der nordchinesischen Hafenstadt Stadt Tianjin, erklärte gegenüber Xinhua, dass er am Mittwochabend um 17.25 Uhr ein "riesiges fliegendes Objekt" gesehen habe. Es sei zunächst im nordwestlichen Himmel erschienen und rasant nach Westen geflogen. Nur etwa zwei Sekunden später verschwand das "UFO" im Himmel. "Das Ding hatte eine goldene Farbe und war noch heller als der Mond", ergänzte Ma, "ich schätze, dass seine scheinbare Helligkeit mindestens -10 mag entsprach". Die scheinbare Helligkeit solcher (und anderer) Himmelskörper wird in mag (Magnitude - scheinbare Helligkeit) angegeben.

Dieses merkwürdige Objekt wurde an jenem Abend auch von mehreren anderen Bürgern aus Tianjin, Beijing und in manchen Gebieten der Provinz Hebei beobachtet. Ihre Beschreibungen des Phänomens stimmen miteinander überein. Leider ist es keinem der Amateure gelungen, ein Foto davon zu machen.

Telescope

Göttliche Ordnung in Kalifornien

Nach Einbruch der Dunkelheit strahlt das Sternbild Stier mit dem auffälligen Haufen der Plejaden am Osthimmel. Links oberhalb erstreckt sich der Bogen des Perseus.
xi persei, kalifornischer nebel
© CalTech/Palomar
Der Kaliforniennebel

Dicht beim Stern Xi Persei erreicht heute Nacht der Asteroid Eunomia seine beste Stellung seit Jahrzehnten. Mit einem Durchmesser von fast 300 Kilometern gehört Eunomia zu den größten Brocken im Asteroidengürtel. Er ist derzeit sogar in einem Fernglas auszumachen, aber ohne eine gute Karte bleibt der Lichtpunkt im Gewimmel der Sterne verborgen.

Der italienische Astronom Annibale de Gasparis hat Eunomia im Jahr 1851 von der Sternwarte in Neapel aus gefunden. Es war erst der 15. Asteroid, den die Forscher am Himmel erspäht hatten - und bereits die vierte Entdeckung durch de Gasparis. Das neue Objekt wurde nach der griechischen Göttin der gesetzlichen Ordnung benannt.

Fish

Zeitrafferaufnahme vom Polarlicht über Sittenbach

Zeitrafferaufnahme von 60Minuten des starken Polarlichts vom 25.10.2011 zwischen 2 Uhr 30 und 3 Uhr 30.

Standort Glonntal mit Blick Richtung Norden mit Sittenbach auf der gegenüberliegenden Höhe.


Meteor

Erdnaher Asteroid: NASA veröffentlicht Radar-Film von 2005 YU55

Goldstone-Radarbild des Asteroiden
© NASA / JPL-Caltech
Pasadena/ USA - Nachdem der erdnahe Asteroid "2005 YU55" vergangenen Woche das Erde-Mond-System noch innerhalb der Mondbahn durchkreuzte, ohne dass der kosmische Brocken von rund 400 Metern Größe weder die Erde noch den Mond traf (...wir berichteten 1, 2), hat die NASA neue Aufnahmen, darunter auch eine Einzelbildanimation der Radaraufnahmen des Asteroiden veröffentlicht. Diese zeigen neben der Rotation des Körpers auch Oberflächenstrukturen.

Die Bilder des Radarfilms selbst stammen von Beobachtungen des Asteroiden mit der Antenne des "Deep Space Network" der NASA in Goldstone, Kalifornien, die am 7. November 2011 zwischen 11:24 Uhr und 2:24 Uhr Ortszeit gemacht werden konnten, als "YU55" noch rund 1,4 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt war. Seine dichteste Annäherung an die Erde erreichte der Asteroid mit 324.600 Kilometern.

Meteor

Sternschnuppen: Leoniden vor dem Maximum

sternschnuppen
© ESA
Sternschnuppen entstehen, wenn winzige Staubpartikel in die Atmosphäre der Erde eindringen.
Sternschnuppen-Freunde wissen es: Immer Mitte November erreichen die Leoniden ihr Maximum. In diesem Jahr werden die meisten Meteore in der zweiten Hälfte der Nacht von Freitag auf Sonnabend erwartet. Spektakulär dürften die Leoniden in diesem Jahr allerdings nicht werden: Experten rechnen mit lediglich 10 bis 15 Meteoren pro Stunde.

Echten Sternschnuppen-Fans braucht man es nicht extra zu sagen: Der November ist der Monat der Leoniden. Das Erscheinen dieses Sternschnuppenstroms geht auf den Kometen 55P/Temple-Tuttle zurück, der die Sonne auf einer elliptischen Umlaufbahn in rund 33 Jahren umkreist. Wenn sich der Komet der Sonne nähert, schmilzt seine eisige Oberfläche und er verliert eine große Menge von Staubpartikeln, die sich entlang seiner Bahn sammeln.

Diese Staubpartikel machen sich auch noch dann bemerkbar, wenn der Komet schon längst wieder in den Tiefen des Sonnensystems verschwunden ist: Durchläuft nämlich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne eine Region mit einer besonders hohen Konzentration solcher Partikel, kommt es zu einem Sternschnuppenstrom. Beim Eintritt in die Erdatmosphäre sorgen die Staubkörner für die typische Leuchterscheinung, die Astronomen als Meteor und der Volksmund als Sternschnuppe bezeichnen.