Der 22-jährige Marcus Hutchins befindet sich derzeit offenbar in Gewahrsam der US-Bundespolizei. Er soll den Banking-Trojaner Kronos entwickelt und verbreitet haben. In den USA besuchte Hutchins die Sicherheitskonferenz Def Con.

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Die US-Marshalls haben den britischen Sicherheitsforscher Marcus Hutchins verhaftet. Der 22-Jährige wurde am Flughafen in Las Vegas festgenommen, wo er die Sicherheitskonferenz Def Con besucht hatte. Inzwischen soll er sich im Gewahrsam der US-Bundespolizei FBI befinden. Hutchins soll an der Verbreitung der Banking-Malware Kronos beteilig gewesen sein. Bekannt wurde er unter dem
Twitter-Kürzel
MalwareTechBlog für die
Entdeckung eines Kill Switch, der die Verbreitung der Ransomware WannaCry eindämmte.
Das geht zumindest aus der bei einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Wisconsin eingereichten
Anklageschrift hervor. Darin wird Hutchins und einem nicht bekannten Mittäter vorgeworfen, die Malware Kronos in Internetforen beworben und verkauft zu haben. Zudem soll er Erlöse aus dem Verkauf der Schadsoftware erhalten haben. Hutchins soll darüber hinaus alleine den Banking-Trojaner Mitte 2014 programmiert haben. 2015 soll er zusammen mit seinem "Mitverschwörer" die Malware aktualisiert haben.
Die Malware sollen Hutchins und sein Komplize anschließend benutzt haben, um elektronische Kommunikation beziehungsweise die Tastatureingaben ihrer Opfer auszuspähen. Die Grand Jury, die die Anklage erhoben hat, unterstellt zudem, dass die Beiden im Lauf eines Jahres mindestens zehn Computer kompromittierten und beschädigten.
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