In dieser Radio-Show befassen wir uns mit den Demonstrationen in Hamburg beim G20-Gipfel, wo besonders der schwarze Block für schlechte Nachrichten in den Medien sorgte und sogar die Partei der Linken potentielle Wählerstimmen kostete. Entweder handelt es sich beim "Schwarzen Block" um gewalttätige Kriminelle oder um
Agents Provacateurs oder sogar beides. Die Gefahr bei solchen negativen Demonstrationen ist, dass vorrangig in schwarz und weiß gedacht wird und sich viele Menschen ein einfaches Urteil bilden.
Wer könnte hinter dem Schwarzen Block oder allgemein extremen Demonstranten stecken, egal ob links oder rechts? Und wer hat einen Nutzen davon, wenn Demonstrationen eskalieren? Denn am Ende führen diese Aktionen nur zu noch mehr Leid, noch mehr Gewalt, noch mehr staatlicher Repression und noch mehr Spaltung in der Bevölkerung. Eigentlich ein perfektes Rezept für die Elite, Demonstrationen in Zukunft noch einfacher zu verhindern und verschiedene Gruppen gegeneinander auszuspielen.
Kommentar: Dieses undifferenzierte Vorgehen dieser Polizisten erinnert in gewisser Weise an ein Vorgehen, wie es bei der US-amerikanischen Polizei leider immer gängiger wird: erst handeln, dann denken. Das auch in Europa zunehmende gewalttätige Verhalten von Sicherheitskräften bietet außerdem eine Ermutigung für Krawallmacher, wie sie das Straßenbild in Hamburg während des G20-Gipfels prägten, in ihrem Tun fortzufahren. Oder auch eine "Rechtfertigung" für den Einsatz sog. Agent Provocateurs, die solche Krawalle überhaupt erst bewusst mit herbeiführen oder zumindest bestärken. Wenn dann noch viele Polizisten dabei verletzt werden, gibt das Verantwortlichen erst recht eine Legitimation, die Sicherheitskräfte weiter zu militarisieren.