Das Kind der GesellschaftS


Alarm Clock

Paranoide Gesellschaft: Flug-Gast sieht in Mathe-Formel Terrorgefahr - Sie erzwang Umkehr des Fliegers

Vor dem Abflug einer Passgiermaschine in Philadelphia erzwang eine Frau die Umkehr zum Terminal. Ein Mann hatte einen vermeintlichen Code notiert - sie hielt ihn für einen Terroristen.
Guido Menzio
Das ist der Terrorist: Ein Professor mit Hirn.
Eine Frau hat in den USA den Start ihrer Maschine verhindert, weil sie die Differentialgleichung ihres Sitznachbarn für einen "Terroristencode" hielt.

Die Frau hatte kurz vor Abflug des Flugzeugs in Philadelphia beobachtet, wie ihr Nachbar schnell Zahlenreihen und Buchstaben auf ein Blatt Papier kritzelte, die ihr unverständlich waren.

Daraufhin behauptete sie, sie fühle sich unwohl, und erzwang eine Umkehr der Maschine zum Terminal, wo sie ausstieg. Erst dann teilte sie den Behörden den wahren Grund ihres Begehrens mit: das vermeintliche Manifest eines "Terroristen" und seinen "Geheimcode".


Kommentar: Entschuldigung, aber wie tief kann man eigentlich noch sinken?


Gem

Das Beste aus dem Web: Interview mit Imam Sanci: Falsche Wahrnehmungen über den Islam und Muslime durch Kennenlernen abbauen

Koran
© Sputnik / Vladimir Astapkovich
Kadir Sanci, der in Frankfurt an Main Religionswissenschaften studiert hat, sieht keine unüberwindbaren Probleme mit dem Islam in Deutschland. Er vertritt die muslimische Gemeinde am interreligiösen Projekt House of One. Dieses soll in Berlin entstehen und eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee unter einem Dach vereinen.

Herr Sanci, der Islam wird gerade in der Politik viel diskutiert. Volker Kauder, Chef der Unions-Bundestagsfraktion drängt auf eine staatliche Kontrolle von Moscheen in Deutschland. Wie sehen Sie diese Forderung?

Daran kann ich Ängste und Befürchtungen erkennen. Ängste sollten ernst genommen werden, man sollte natürlich dementsprechend auch auf sie antworten. Aber ich glaube, dass genau die Moscheen auf eine gewisse Art und Weise auch unter Beobachtung stehen, wie alle anderen Institutionen. Das wird schon zum Beispiel in den Medien sichtbar, wenn in einer Moschee Hasspredigt vorgetragen wird. Ich habe schon das Gefühl, dass man ein Auge darauf hat. Aber eine Beobachtung wie wir sie in der deutschen Historie gehabt haben, also beispielsweise in der nationalsozialistischen Zeit - das wünscht sich wahrscheinlich niemand, weder für die Moscheen, noch für andere Institutionen in Deutschland.

Auch die Kritik an im Ausland ausgebildeten Imamen wird lauter. Wie beurteilen Sie den Vorschlag der CSU, Imame ausschließlich in Deutschland ausbilden zu lassen?

Ich glaube, es ist, juristisch gesehen, problematisch, diese Einschränkung zu machen. Ich glaube, die Religionsgemeinschaften müssen einfach ihre Freiheit haben. Nur: ich kann auch da diese Bedenken verstehen und ich bin auch persönlich dafür, dass mehr Imame in Deutschland ausgebildet werden, die die hiesige Kultur und Gesellschaft kennen und dementsprechend auch auf die Fragen hier vor Ort antworten können. Also, ich sehe da sehr viele Probleme. Und die Antwort - nicht nur, aber vor allem - liegt einfach in einer Ausbildung, Fortbildung, Weiterbildung hier in Deutschland.

Kommentar: Es ist überaus wichtig, dass diese Berührungsängste abgebaut werden. Denn dann hätten anti-islamische und anti-muslimische Positionen viel weniger Rückhalt in der Bevölkerung: Denn diese Haltungen sprechen gegen ein Grundgefühl von Menschlichkeit, Mitmenschlichkeit und Miteinander - egal welcher Religion, Volkszugehörigkeit und anderen Faktoren, in die der Einzelne hineingeboren und von denen er geprägt worden ist. Diejenigen, die uns wirklich schaden wollen, sind nicht "die Muslime", "die Araber", "der Islam", sondern Psychopathen in Einflusspositionen. Diese benutzen den Islam als Label für die von ihnen unterstützten Terror-Einheiten, die ihre Stellvertreterkriege im Nahen Osten durchführen und Anschläge in westlichen Ländern durchführen. Dabei lenken sie von sich selbst als den wahren Übeltätern ab - mit der Agenda zunehmender Einschränkung unserer grundlegenden Freiheiten, dem Ausbau totalitärer Strukturen und dem Aufbau einer unipolaren Weltordnung. Die Propagierung von Einstellungen gegen den Islam und gegen Muslime dient auch zum Ausspielen verschiedener Menschengruppen gegeneinander, damit sich diese nicht gegen die dunkle Agenda zusammenschließen können - nach dem Prinzip "Teile und Herrsche!"


Arrow Down

Massensterben von Fisch und Meeresfrüchten: Aufstände und Proteste der hungernden Bevölkerung in Chile

Wegen Massenfischsterben wurde für die Región de los Lagos im Süden Chiles der Notstand ausgerufen. 40 000 Tonnen Lachs und 8000 Tonnen Sardinen wurden bislang tot angespült. Wir bekamen folgende Nachricht von unserer Netzfrau Birgit aus Chile:
Notstand Fischsterben Chile
© Netzfrauen
„Katastrophengebiet im Süden Chiles, wo zigtausende Fische und Meeresfrüchte gestorben sind. Es gibt nichts mehr zu fischen und die Menschen hungern. Die Regierung macht die Algen dafür verantwortlich, unter der die Region alljährlich zu leiden hat. Die Jahre vorher war das Aufkommen der Algen geringer. Die Fischer machen die Lachsfarmen verantwortlich, da sie vor kurzem mehr als 39 Tonnen toten Lachs mit Chemie ins Meer geworfen haben. Auch Tiere und Orte, die nie Probleme mit den Algen hatten, sind betroffen. Seit Tagen gibt es einen Aufstand und brutale Proteste. Da es sich um eine Insel handelt, deren Zugangsstraßen gesperrt wurden, gibt es nichts mehr zu essen. Es ist dramatisch, ich habe mit einigen „Compañeras“ gesprochen, die als Sammler am Meer arbeiten. Es herrscht hier ein Chaos, bitte teilt es den Menschen mit, da ich selber nichts in Deutschland gefunden habe.

Kommentar: Das massenhafte Sterben von Fischen, anderen Meerestieren - und auch Vögeln - findet auf dem gesamten Planeten statt. Sicherlich haben Chemikalien schlimme Auswirkungen, doch vielleicht haben diese weltweiten Geschehnisse der Massentiersterben eher etwas mit den globalen klimatischen Umwälzungen zu tun, in denen wir uns z.Zt. befinden. Erfahren Sie mehr über das wahre Ausmaß dieser Veränderungen:


Che Guevara

Hunderttausende Polen demonstrieren gegen Regierung

Es war der wohl größte Protest in Polen seit 1989: Bei einer proeuropäischen Demonstration hat sich ein großer Protestzug in Polens Hauptstadt gegen die nationalkonservative Regierung gestellt.
demonstration warschau
© dpa
Es sollte der größte Massenprotest in Polen seit 1989 werden, und es sieht so aus, als sei das der polnischen Opposition gelungen: 240.000 Menschen kamen nach Angaben der Stadt Warschau unter dem Motto "Wir sind und bleiben in Europa" am Samstag zusammen. Sie stellten sich lautstark gegen die europaskeptische Politik der nationalkonservativen Regierung.

Die Demonstranten versammelten sich vor dem Regierungssitz, viele trugen polnische oder EU-Flaggen und Transparente mit proeuropäischen Slogans. Zu Beginn des Marsches, der bis zum Präsidentenpalast führen sollte, sang die Menge die Nationalhymne.

Zu der Kundgebung hatten linke und konservative Parteien sowie das außerparlamentarische Demokratiebündnis KOD aufgerufen. An einer zweiten Demonstration von Nationalisten beteiligten sich rund 2500 Menschen. Ihr Protest richtete sich gegen Polens EU-Mitgliedschaft.

Kommentar:


Light Sabers

Tausende Gegendemonstrationen gegen rechtsextreme Proteste in Berlin

Berlin - Tausende haben in der Berliner Innenstadt gegen einen Aufzug rechtspopulistischer Gruppen protestiert.

rechtsextreme demonstration berlin
© REUTERS/ Hannibal Hanschke
Nach Schätzungen der Polizei schlossen sich rund 7500 Menschen zwei Gegenkundgebungen an, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu setzen. Dem Marsch der Rechtspopulisten unter dem Motto «Merkel muss weg» folgten rund 1000 Menschen, angemeldet hatten die Veranstalter 5000 Teilnehmer.

Die Polizei war mit 1700 Beamten aus mehreren Bundesländern im Einsatz. Es gab einen Angriff auf einen Berliner Linken-Politiker, fünf vorläufige Festnahmen und vereinzelte Flaschenwürfe. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) dankte allen, die friedlich gegen den Rechten-Aufmarsch protestierten.

Bullseye

Bürger Russlands loben Putin für seinen Schutz Syriens und Entwicklung der Krim-Region

Die Tätigkeit des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der internationalen Arena, die feste politische Position des Landes und die Operationen der russischen Luftwaffe in Syrien finden laut einer Umfrage des Fonds „Öffentliche Meinung“ den größten Zuspruch bei den Bürgern Russlands.
Wladimir Putin
© Sputnik/ Sergei Guneev
Auf die Frage, welche Schritte und Entscheidungen des Präsidenten sie besonders hervorheben möchten, nannten die Befragten die Operation in Syrien (acht Prozent), den Schutz der Interessen Russlands in der internationalen Arena (fünf Prozent), die Hilfe für andere Länder und die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Russlands.

Kommentar:


Clock

Hunderte demonstrieren gegen Grenzkontrolle am Brenner - Mit Ausschreitungen

Hunderte Demonstranten haben sich bei Protesten gegen mögliche Grenzkontrollen Österreichs am Brenner-Pass nach Italien Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Etwa 500 Aktivisten griffen am Samstagnachmittag Einsatzkräfte an. Sie warfen Feuerwerkskörper und Gegenstände.
demonstration brenner
© dpa
Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Polizei setzte Tränengas ein. Vier Beamte und mehrere Demonstranten wurde verletzt, etwa 20 Aktivisten wurden festgesetzt. Italiens Carabinieri wollten sich auf Anfrage zunächst nicht dazu äußern.

Der Protestzug formierte sich Ansa zufolge am Nachmittag auf italienischer Seite, von dort aus marschierten die Menschen in Richtung Grenze. Die österreichische Polizei sprach in ersten Meldungen von etwa 600 Demonstranten. In Österreich waren zunächst keine Aktivisten unterwegs. Die österreichische Polizei gab an, sie habe sich mit etwa 300 Beamten auf etwaige Ausschreitungen vorbereitet.

Kommentar:



Brick Wall

Älterer Fahrer fuhr in Menschenmenge in Bad Säckingen - Ein Toter, mehrere Verletzte

Er hatte offenbar Gaspedal und Bremse verwechselt: Ein Autofahrer raste in Bad Säckingen in ein Straßencafé. Mindestens ein Mensch wurde getötet.
Krankenwagen symbolbild, Notfall
© Bobo/fotolia.comSymbolbild
Ein 84-jähriger Autofahrer ist im baden-württembergischen Bad Säckingen in eine größere Menschengruppe gerast. Der Unfall ereignete sich vor einem Straßencafé im Zentrum. Mindestens ein Mensch starb nach ersten Polizeiangaben. Mindestens zehn wurden verletzt - vier davon schwer, teilte die Polizei mit.

Nach ersten Erkenntnissen war ein Fahrfehler des Autofahrers Grund für den Unfall. Der Autofahrer habe statt zu bremsen stark beschleunigt und so mehrere Tische auf der Terrasse des Cafés umgefahren, hieß es. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Rettungsdienste und Polizei sind noch vor Ort. Mit mehreren Rettungshubschraubern sollen die Schwerverletzten auf umliegende Kliniken verteilt werden.

Stormtrooper

Zwangsräumung in Idomeni: Flüchtlinge protestieren mit Sitzstreik

In Griechenland sitzen rund 54.000 Migranten fest, viele von ihnen wollen nach Deutschland. Auch in Idomeni sind noch etwa 10.000 Menschen. Gestern Abend begannen erste Räumungen durch Spezialeinheiten der Polizei. Bis Samstag sollen die für den Export wichtigen und seit Wochen besetzten nach Mazedonien komplett befahrbar gemacht werden. Bis Ende Mai soll das ganze Lager geräumt sein.
Idomeni Flüchtlinge in Zelten auf Bahngleis
© LOUISA GOULIAMAKI/AFP/Getty Images
Die Entscheidung für die Räumung wurde am Mittwoch durch die Behörden und die Polizei in Thessaloniki gefällt.

Die Migranten kündigten Protestaktionen an, sie wüssten von den Plänen. Woher sie die Informationen haben, wurde nicht berichtet. Hier auf den Gleisen leben etwa 2.000 Menschen in ihren Zelten. Rund 100 von ihnen beteiligten sich am Donnerstag an einem Sitzstreik gegen den Polizeieinsatz.

Kommentar:


Bad Guys

Amoklauf in Washington vermutlich von einem Polizisten - Drei Tote

Innerhalb von 24 Stunden werden im Großraum Washington drei Menschen erschossen - es gibt mehrere Verletzte. Die Polizei geht davon aus, dass die Taten von einem Polizisten verübt wurden. Er hatte zuvor seine Marke abgeben müssen.
amoklauf washington
© AP
Die Polizei in Washington hat einen bewaffneten Mann festgenommen, der möglicherweise für Schießereien mit drei Toten und mehreren Verletzten innerhalb von nur 24 Stunden verantwortlich ist. Am Vormittag waren auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums - der Montgomery Westfield Mall - drei Menschen angeschossen worden. Einer von ihnen starb kurz danach. Zeit später erlag eine Frau im nur wenige Kilometer entfernten Aspen Hill ihren Schussverletzungen, auch sie geriet auf einem Parkplatz vor einem Giant-Supermarkt ins Visier des Täters.

Nach Angaben der Polizei könnten diese beiden Taten mit einem am Vortag verübten Mord an einer 44 Jahre alten Frau vor einer High School zusammenhängen. Sie war von ihrem 62-jährigen Ex-Ehemann mit mehreren Schüssen getötet worden, als sie gerade ihre Kinder abholen wollte. Gesucht werde zumindest in diesem Fall nach dem bewaffneten Polizisten Eulalio T., teilten die Behörden mit. Er schoss auch auf einen Passanten, ebenfalls mehrfach.