Das Kind der GesellschaftS


Arrow Down

Koma-Trinken: Immer mehr Mädchen im Vollrausch in Kliniken eingeliefert

Im Jahr 2012 sind so viele Kinder und Jugendliche nach Alkohol-Exzessen im Krankenhaus behandelt worden wie nie zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. Besonders deutlich ist die Zunahme bei den Mädchen.
Alkohol,Rausch,Sucht
© DPADie Zahl der Jugendlichen, die bis zur Besinnungslosigkeit trinken, nimmt weiter zu.
Alkohol-Exzesse von Kindern und Jugendlichen enden immer häufiger im Krankenhaus. 26.673 Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 19 Jahren sind im vergangenen Jahr in einem Krankenhaus wegen eines Vollrausches behandelt worden. Das waren so viele wie nie seit Beginn der Statistik vor zwölf Jahren, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mit.

Vor allem mehr Mädchen und junge Frauen wurden den Angaben zufolge nach Alkoholexzessen in eine Klinik gebracht. Und drei Viertel der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren noch minderjährig - drei Prozentpunkte mehr als 2011.

Blackbox

Scientology wirbt verstärkt um Mitglieder

scientology werbung
© dpaScientology rührt in Baden-Württemberg kräftig die Werbetrommel.
Scientology taucht wieder verstärkt mit Infoständen in den Fußgängerzonen auf. Dies fällt dem Verfassungsschutz auf. Er warnt vor den zunehmenden Aktivitäten der Organisation.

Red Flag

Es schneite in Ägypten, doch die Pyramiden und Sphinx sind nicht mit Schnee bedeckt

Die berühmten ägyptischen Pyramiden sind wegen des kalten Zyklons im Gebiet Kairo erstmals seit 112 Jahren mit Schnee bedeckt worden.

pyramiden schnee
Die im Internet veröffentlichten Fotos zeugen davon, dass die Pyramiden von Gizeh und die Wüste um sie herum unter Schnee liegen. Zuletzt wurde Schnee auf Pyramiden Anfang des 20. Jahrhunderts registriert.

Mitte vergangener Woche brachte ein heftiger Sturm einen Schneefall und Regenfälle nach Israel, in den Gazastreifen, nach Ägypten, Syrien und in den Libanon. Wegen des Unwetters kamen mehrere Menschen in der Region ums Leben, Hunderte erlitten Verletzungen.

Kommentar: Seit gestern kursieren zwei markante Bilder im Netz, Eines, was oben zu sehen ist und ein anderes, was die Sphinx in Schnee zeigt. Dabei handelt es sich jedoch um Fakes. Bei der Sphinx wurde ein Bild aus einem Miniaturenpark in Japan genommen und bei den Pyramiden handelt es sich um eine Fotomontage.

sphinx schnee, miniaturenpark japan



Clock

Protestkuss ist sexuelle Belästigung

Aus einem zarten Kuss wird sexuelle Belästigung: Für ihre eindeutigen Anspielungen gegenüber einem Polizisten bei einer Demonstration wird eine Italienerin nun zur Verantwortung gezogen.
protestkuss, nina de chiffre
© Marco Bertorello/AFP
Mit gespitzten Lippen drückt sie einem Polizisten einen Kuss aufs Visier seines Helms. Zunächst als versöhnliche Geste verstanden, wurde eine Demonstrantin nun wegen sexueller Belästigung angezeigt. Der Generalsekretär der italienischen Polizeigewerkschaft Franco Maccari erklärte laut Huffington Post in einem Radiointerview, dass er gegen die 21-jährige Studentin wegen ihrer Anspielungen Anzeige erhoben habe.

Maccari fragte: „Wäre es keine Belästigung, wenn ich sie auf den Mund geküsst hätte?“ Wenn ein Polizist einen Demonstranten küsste, würde der dritte Weltkrieg ausbrechen, begründete er die Anzeige wegen sexueller Belästigung und Beamtenbeleidigung.


Kommentar: Das Gegenteil wäre der Fall, denn dann würden ebenso Polizisten wissen, wer der Feind ist: Psychopathen an der Macht!


Che Guevara

Massenproteste in Kiew: Bürgermeister wegen Polizeigewalt abgesetzt

Bild
© Zurab Kurtsikidze/DPADie Regierungsgegner demonstrieren seit mehr als drei Wochen für einen Westkurs der früheren Sowjetrepublik und gegen Janukowitsch
Wegen des brutalen Vorgehens gegen prowestliche Demonstranten ist der Bürgermeister von Kiew seines Amtes enthoben worden. Unterdessen wurden für Sonntag neue Massenproteste angekündigt.

Zehntausende Menschen haben am Samstag in Kiew für und gegen die ukrainische Regierung demonstriert. Die Anhänger von Präsident Viktor Janukowitsch versammelten sich auf dem Europaplatz im Zentrum der Hauptstadt - nur wenige hundert Meter vom Protestcamp der Regierungsgegner entfernt. Auf dem Unabhängigkeitsplatz harrten weiter tausende Oppositionsanhänger aus. Wegen des brutalen Vorgehens gegen prowestliche Demonstranten Ende November wurde der Kiewer Bürgermeister abgesetzt.

Die Stimmung in Kiew ist seit Wochen extrem angespannt. Der Unabhängigkeitsplatz wird von Anhängern der Opposition besetzt gehalten, die sich dort hinter Schneebergen, Sandsäcken, Fässern und Stacheldraht verbarrikadiert haben. Für Sonntag hat die Opposition zu einer weiteren Großkundgebung gegen Janukowitsch aufgerufen. Boxweltmeister Vitali Klitschko erwartete einen "Marsch der Millionen gegen den Präsidenten".

Nuke

Das Beste aus dem Web: Radiokativität: Sind wir die letzten Generationen?

Rosalie Bertell
© unbekanntRosalie Bertell, 2010 (fotografiert von Wolfgang Schmidt)
Die Wissenschaftlerin Dr. Rosalie Bertell starb im Alter von 83 Jahren 2012 in den USA. Im Jahr 2000 erschien ihr Buch Planet Earth - The Latest Weapon of War. Ein Jahr vor ihrem Tod wurde es unter maßgeblicher Beteiligung von Prof. Claudia von Werlhof, Initiatorin der „Planetaren Bewegung für Mutter Erde“, ins Deutsche übersetzt. Titel der deutschen Ausgabe: Kriegswaffe Planet Erde. Das vorliegende Interview stammt aus dem Jahr 2010. Es behandelt Fragen der Radioaktivität, insbesondere der radioaktiven Niedrigstrahlung auf den Organismus. Es ist das Themenfeld, für das sie 1986 mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde und um das es in ihrem 1985 erschienenen Buch No Immediate danger? Prognosis for a radioactive earth geht. Die deutsche Ausgabe dieses Buches erschien 1987 unter dem Titel Keine akute Gefahr? Die radioaktive Verseuchung der Erde mit einem Vorwort von Petra Kelly und folgendem Passus auf der Rückseite: „Dr. Rosalie Bertell weist nach, daß bis heute bereits weltweit 16 Millionen Menschen durch radioaktive Verseuchung zu Tode gekommen sind. Sie zeigt, wie schon jetzt durch die radioaktiven Abfallprodukte von Rüstung und Industrie irreparable Schäden an unserer Umwelt und unseren Genen entstehen.“ Das 2010 in englischer Sprache geführte Interview wurde von der "Planetaren Bewegung für Mutter Erde" ins deutsche übersetzt.

Frage: Ich denke, Sie haben die Auswirkungen der Radioaktivität gründlich erforscht, auch die von niedrigdosiger Strahlung, welche üblicherweise so kommentiert wird: “Keine Ursache, sich Sorgen zu machen! Überhaupt kein Problem!” Was haben Ihre Forschungen bezüglich der langfristigen Auswirkungen von niedriger Strahlenbelastung ergeben?

USA

Mehrheit der Amerikaner ist überzeugt, Snowden hat das Richtige getan

55 Prozent der registrierten amerikanischen Wähler sehen den früheren Mitarbeiter der National Security Agency (NSA) Edward Snowden als »Whistleblower« - d.h. als jemanden, der unter hohem persönlichen Risiko Missstände und/oder kriminelles Verhalten aufdeckt, das bisher als geheim eingestuft oder vertuscht wurde - , und nur 34 Prozent halten ihn für einen Verräter. Dies steht im krassen Gegensatz zu den Versuchen der Politiker, ihn als »Verräter« zu brandmarken.

Bild
© Unbekannt
Nach einer Umfrage der Quinnipiac University hält die Mehrheit der Amerikaner Snowden für einen Menschen, der die maßlosen Überwachungsprogramme der amerikanischen Regierung offengelegt hat, und nicht für jemanden, der seine Pflichten verletzt habe. »Diese Wertung, Snowden sei keinesfalls ein Verräter, widerspricht der einhelligen Überzeugung des politischen Establishments des Landes«, schrieb Peter Brown, stellvertretender Leiter der Demoskopie-Abteilung der Quinnipiac University im US-Bundesstaat Connecticut, in einer Presseerklärung.

V

Soziale Proteste in Italien weiten sich aus: Gegen Steuererhöhungen, Banken und Arbeitslosigkeit

Der Protest der “Mistgabel-Bewegung” dehnt sich aus. Am vierten Tag in Folge protestierte am Donnerstag eine heterogene Front aus Fernfahrern, Bauern, Studenten und Arbeitslosen in mehreren italienischen Städten gegen die Regierung.

Die Demonstrationen führten vielfach zu starken Behinderungen im öffentlichen Verkehr. In Mailand kam es erneut zu Protestkundgebungen unweit der zentralen Piazza del Castello. Die Demonstranten blockierten teilweise den Verkehr, was zu chaotischen Zuständen in der Metropole führte.


Auch in Turin kam es zu Protesten vor dem Rathaus. In der norditalienischen Region Piemont wurden mehrere Straßen blockiert. Fernfahrer legten zwei Stunden lang mit ihren Fahrzeugen den italienisch-französischen Grenzübergang in Ventimiglia lahm. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten zu vertreiben.

In Rom entarteten Studentenproteste in Krawallen. Demonstranten warfen Molotow-Flaschen auf die Sicherheitskräfte, die den Eingang der UniversitätLa Sapienza kontrollierten.

Heart - Black

Psychopathische Individuen? Soldaten sollen Kameraden in Thüringen misshandelt haben

Die Kaserne in Bad Salzungen ist ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Drei der dort stationierten Soldaten sollen einen Kameraden über längere Zeit misshandelt haben. Auch ein Unteroffizier soll beteiligt sein.
Bundeswehrsoldaten
© dpaBundeswehrsoldaten in der Werratal-Kaserne in Bad Salzungen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei der dort stationierten Soldaten.
Berlin/Erfurt. In einer Bundeswehr-Kaserne in Thüringen soll ein Zeitsoldat von drei anderen Soldaten über einen längeren Zeitraum hinweg misshandelt worden sein. Nach Angaben der Bundeswehr vom Freitag hat sich in die Ermittlungen in Bad Salzungen inzwischen auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Zu Einzelheiten wollte ein Sprecher keine Stellung nehmen.

Che Guevara

Massenplünderungen, Inflation und Streiks der Polizisten in Argentinien

Das südamerikanische Land leidet unter Massenplünderungen, Inflation und Streiks der Polizisten. Präsidenten Cristina Fernández de Kirchner entgleiten die Zügel. Ein Land in Angst, der Papst in Sorge.
Plünderungen Brasilien
© dpaIn Argentinien herrscht das Chaos. Tote und Gewalt bestimmen den Alltag. Der Sachschaden wird auf mehr als zwölf Millionen Euro geschätzt. Wer dafür aufkommt, ist ungewiss. Besitzer kleiner Läden stehen vor dem Ruin.
"Das ist eigentlich noch schlimmer als die Plünderungswelle 2001. Damals gab es wenigstens noch ein bisschen Polizeischutz, jetzt sind wir den Chaoten schutzlos ausgeliefert", klagt José Carrizo. Der Besitzer eines Supermarkts in einem Vorort von Tucumán, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Norden Argentiniens, hat sich in seinem Laden verschanzt. Alle Eingänge hat er mit Brettern zugenagelt, Carrizo trägt eine Waffe. Sein chinesischer Nachbar war nicht so vorsichtig. Sein Laden wurde geplündert.

Junge Männer schieben Einkaufswagen mit Kühlschränken, Elektrogeräten und Lebensmitteln aus gestürmten Läden. Niemand denkt auch nur daran zu bezahlen. Anders als 2001 verständigen sich die Banden heute per Kurznachrichtendienst Twitter: "Wir schlagen da und da zu." Uhrzeit, Adresse und Anfahrtskizze inklusive.