Das Kind der GesellschaftS


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Bau-Kran stürzt auf Aldi-Filiale in Bad Homburg

Im hessischen Bad Homburg stürzte ein Kran auf einen stark frequentierten Supermarkt. Eine Frau starb, fünf weitere wurden durch den Unfall teils schwer verletzt. Im Umfeld des Unglücksortes heißt es nun, der Kran sei auseinander gebrochen. Doch wie konnte es dazu kommen?
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© AFPDie Aldi-Filiale mit dem Kran in Bad Homburg
Zur Mittagszeit ließ ohrenbetäubender Lärm sogar die Fensterscheiben umliegender Gebäude erzittern. Im hessischen Bad Homburg kippte ein Baukran vom Nachbargrundstück um, durchschlug das Satteldach eines Supermarkts und stürzte in dessen Kassenbereich. Doch wie konnte das Unglück in der Aldi-Filiale passieren?

An der Unglücksstelle könne über den Unfallhergang gegenwärtig nur spekuliert werden, erklärt ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber FOCUS Online. Der verunglückte Turmdrehkran sei vermutlich auseinander gebrochen. Ein solches Baufahrzeug befördere seine Last auf dem vorderen Ende vom Drehkreuz aus gesehen, in dem der Kranführer sitzt. Am gegenüberliegenden Ende sind schwere, aus Beton gegossene Gewichte angebracht, um ein Gegengewicht zu den Lasten zu bilden. Die Einsatzkräfte vermuten, dass der Kran nach vorne hin abgebrochen sei. Dem Gegengewicht aus Beton stand so keine Last mehr gegenüber, sodass auch dieser Teil wohl umgekippt sei.

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Menschenrechtsverletzungen: "Nicht länger untätig bleiben"

Michael Windfuhr
© DMRMichael Windfuhr ist Stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte.
Umweltverschmutzung, Landraub, unhaltbare Arbeitsbedingungen - wenn es um Menschenrechtsverletzungen geht, sind immer häufiger nicht Staaten, sondern Wirtschaftsunternehmen beteiligt. Wie können Firmen dafür haftbar gemacht werden?

Völkerrechtlich müsste das immer in dem Land geschehen, in dem es zu den Verletzungen kam, und zwar unabhängig davon, ob die Menschen durch eine einheimische Firma zu Schaden gekommen sind oder durch einen multinationalen Konzern. Die Frage zivilrechtlicher Haftung wird dann interessant, wenn der nationale Rechtsstaat nicht ausreichend funktioniert, um seiner Schutzpflicht nachzukommen, und Geschädigte keine ausreichende Wiedergutmachung bekommen. Und das haben wir heute in vielen Fällen. Hier gibt es eine große Rechtslücke, die geschlossen werden muss.

Gibt es überhaupt einen Weg, wie Betroffene ihre Rechte international durchsetzen können?

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Ordnungsamt will Kind im Koma den Hund wegnehmen

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© dpaDylan (10) aus Brandenburg liegt seit seiner Geburt im Wachkoma. Seine beste Freundin ist Tascha, eine Hündin, die seit sechs Jahren in der Familie lebt.
Dylan aus Schönwalde liegt im Wachkoma. Wenn der Junge mit Kampfhund Tascha zusammen ist, geht es ihm besser. Doch nun will das Ordnungsamt den Hund aus der Familie nehmen. Er gilt als gefährlich.

Wenn Dylan (10) aufwacht, dann meist, weil ihm Hund Tascha die Füße leckt oder mit der Schnauze anstupst. Der Hund macht das so, weil die beiden seit Jahren zusammengehören. Dylan liegt seit seiner Geburt im Wachkoma und ist an viele Geräte angeschlossen. Die Ärzte glauben, dass er nur ein eingeschränktes Bewusstsein hat.

Wenn aber Tascha bei dem Jungen ist, sind die Herztöne niedriger und dem Kind geht es besser. Das zumindest behaupten seine Eltern. "Der Junge wird viel ruhiger, Puls und Atmung entspannen sich", sagt Vater Eckhard Gerzmehle.

Der Vierbeiner kam als Welpe in die Familie, die damals in Berlin lebte. Am Anfang hatte niemand gewusst, zu welcher Rasse er gehört. Als dann klar war, dass es sich um einen American Staffordshire Terrier handelte, wurde unter anderem der Hundeführerschein gemacht. Schließlich ist Tascha ein Kampfhund.

Snakes in Suits

Dumpinglöhne bei Walmart: Angestellte sammeln Essen für arme Kollegen

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© dpaWalmart in Kingstown, Virginia: Millionen Amerikaner kaufen ihr Festmahl bei der Supermarktkette.
Die US-Bürger feiern Thanksgiving. Millionen von ihnen kaufen ihr Festmahl bei Walmart. Doch viele Angestellte der Supermarktkette sind zu arm, sich ein solches zu leisten.

Thanksgiving ist einer der wichtigsten, vielleicht sogar der wichtigste Feiertag in den USA. Das Geschäft brummt. Familien starten in den Tagen davor Großeinkäufe um den berühmten Truthahn auf den Tisch zu bringen. Auch bei der weltweit größten Supermarktkette Walmart klingeln die Kassen. Auf der ganzen Welt betreibt der Konzern rund 8500 Geschäfte. 4000 davon befinden sich alleine in den USA. 17 Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftete der Gigant 2012.

Doch davon kommt bei den einfachen Angestellten fast gar nichts an. So wenig sogar, dass einige Mitarbeiter sich kein Festmahl an Thanksgiving leisten können. In einer Filiale im US-Bundesstaat Ohio standen Sammelkisten für arme Mitarbeiter. Wohlhabendere Angestellte sollten ihren Kollegen Lebensmittel abgeben. "Damit sie ein Thanksgiving-Dinner genießen können", schrieb der Manager des Supermarktes in seinem Spendenaufruf, berichtet die Tageszeitung taz.

Health

Obamacare: Unerwünschte Nebenwirkungen

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Mit der Online-Registrierung hatten die Regierung und die Menschen Probleme
Zahlreiche US-Firmen kürzen die Stunden von Teilzeitkräften. Damit sind sie von den Verpflichtungen der Gesundheitsreform entbunden. Betroffen ist vor allem der Niedriglohnsektor.

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USA: Die Armut und der Aufstand der Hungerlöhner

Von Taco Bells bis McDonald's, vom Staat Washington im Westen bis zur Stadt Washington im Osten wächst der Druck der „Working Poor“.

Mc Donald's
© EPA
Washington.Wenn man der Protestbewegung der amerikanischen Kellnerinnen, Fleischlaberl-Brater, Garköche und Geschirrabwäscher ein Gesicht geben wollte, böte sich jenes von Nyah Potts trefflich an. Die 29-jährige alleinerziehende Mutter arbeitet seit einem halben Jahr in einem der Schnellimbisse im Ronald Reagan Building, einem Regierungsgebäude in der Hauptstadt Washington. Pro Stunde verdient sie 3,50 Dollar. An guten Tagen kommen 30 bis 40 Dollar Trinkgeld dazu. An schlechten Tagen allerdings reicht der Schmattes gerade einmal für die Fahrscheine zur jeweils rund einstündigen An- und Abreise an ihren Arbeitsplatz. Vom Plan, sich das Geld für das letzte Semester ihres Psychologiestudiums zusammenzusparen, hat sich die junge Frau verabschiedet. „Ich bin nicht arm geboren“, sagt Potts zur Presse, ihr Baby im Arm, während um sie rund 200 Arbeiter aus der Fast-Food-Industrie für höhere Löhne demonstrieren. „Mein Großvater war Arzt, meine Eltern waren auf dem College.“

Immer mehr Amerikaner am unteren Ende der Einkommenspyramide sehen das genauso. Denn die Fast-Food-Wirtschaft, die früher typischerweise Schülern erste Berufserfahrung und ein bisschen Taschengeld ohne existenzielle Risken ermöglichte, hat sich wesentlich geändert. Das Durchschnittsalter der Arbeitnehmer in der Branche beträgt 29 Jahre - so alt, wie Nyah Potts ist. Und so wie sie haben immer mehr Fast-Food-Arbeiter Familien, die sie mit den niedrigen Löhnen erhalten müssen.

Binoculars

Lenin-Statue gestürzt: Demonstration in Kiew schreiten voran - Hunderttausende auf der Straße

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"Weg mit dem Henker des ukrainischen Volkes" Bei einem der größten Massenproteste seit Jahren sind in der Ukraine Hunderttausende Anhänger der proeuropäischen Opposition um Klitschko auf die Straße gegangen und forderten Neuwahlen. Aus Protest gegen den prorussischen Kurs der Regierung stürzten maskierte Demonstranten das bekannteste Denkmal von Kiew, eine meterhohe Lenin-Statue. Die Europäische Union kündigte nun erstmals eine Vermittlungsmission in der Hauptstadt der früheren Sowjetrepublik an.

Weder die eisigen Temperaturen noch die Warnungen der Polizei konnten die Demonstranten von ihren Protesten gegen den ukrainischen Präsidenten Janukowitsch abhalten. Im Stadtzentrum von Kiew versammelten sich nach Angaben der Opposition eine halbe Millionen Menschen, Beobachter sprachen von 300.000 Teilnehmern. Am Rande der Massenproteste zogen schließlich maskierte Täter ein Stahlseil um die zentrale Lenin-Statue und kippten die Figur um, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Die rund 3,50 Meter hohe Lenin-Statue stand etwa einen Kilometer vom Unabhängigkeitsplatz entfernt. Augenzeugen berichten, der Kopf der Statue sei abgebrochen. "Jemand schlägt hier mit dem Hammer auf die Figur", sagte ein Mann. Es seien auch Schreie "Weg mit dem Henker des ukrainischen Volkes" zu hören gewesen. Ukrainische Nationalisten stören sich seit langem an der Gedenkstätte für den sowjetischen Revolutionsführer. Bereits 2009 war die Statue von Unbekannten demoliert worden.

Santa Hat

Xbox One: Brite zahlt 450 Pfund für ein Foto

xbox one, ebay
Vor ein paar Tagen berichteten wir, dass die Xbox One so gut wie überall ausverkauft ist. Auf dem Amazon Marketplace und auf e-Bay werden derzeit immens hohe Preise für die Konsole von Microsoft verlangt. Dies gilt auch für den britischen Markt, doch offensichtlich sind nicht alle Anbieter tatsächlich gewillt die Konsole zu verkaufen.

Diese Erfahrung musste nun der 19 Jahre alte Brite Peter Clatworthy machen, der auf e-Bay das Foto einer Xbox One Day One Edition für unglaubliche 450 Pfund (538,50 Euro) erstanden hat. Eigentlich wollte der Junge Vater aus Nottingham die Konsole für seinen vier Jahre alten Sohn erwerben. Da auch in Großbritannien die Xbox One nahezu überall ausverkauft ist, wollte er über e-Bay nach günstigen Angeboten suchen. Offensichtlich fand er auch ein echtes Schnäppchen, denn die Xbox One kostet dort normalerweise 449 Pfund Sterling. Die Auktion für die Day One Edition, die auch im vereinigten Königreich mit FIFA 14 ausgeliefert wird endete mit einem Verkaufspreis von 450 Euro zu seinen Gunsten.

Als dann der Postbote vor der Tür stand, hätte der Neunzehnjährige wahrscheinlich am liebsten sofort den berühmten Sheriff von Nottingham aus der Robin Hood-Sage angerufen. Peter Clatworthy bekam nämlich lediglich ein Bild zugestellt, auf dem die Xbox One zu sehen ist. Fassungslos gab er an: “Der Anbieter schrieb auf die Rückseite ‘Vielen Dank für den Kauf’. Ich war wütend. Es war offensichtlich, dass ich um mein Geld betrogen wurde. Ich kaufe sehr oft Sachen auf eBay, aber so etwas ist noch nie zuvor passiert.”

Question

52-Jähriger lässt Freundin wochenlang verletzt liegen - Frau stirbt

Mehrere Wochen hat ein Görlitzer seine verletzte Lebensgefährtin ohne medizinische Hilfe im Wohnzimmer liegenlassen. Die Frau starb. Der Mann kam nun mit einer Geldstrafe davon.

Gut ein Jahr nach dem Vorfall wurde der 52-Jährige zu einer Geldstrafe von 1200 Euro wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Görlitz am Dienstag mit. «Er hat darauf vertraut, dass es nichts Schlimmes ist», berichtete ein Sprecher der Anklagebehörde.

Die Frau war im Juni 2012 im Haus gestürzt und hatte sich den Oberschenkelhals gebrochen. Da sich die 56-Jährige danach nicht mehr selbstständig fortbewegen konnte, blieb sie auf dem Wohnzimmerboden liegen. Mindestens zwei Wochen lang soll ihr Partner nach Angaben des Gerichts keinen Arzt gerufen haben, obwohl ihm der Zustand der Frau bewusst war.

TV

Dröhnende Desinformations-Nachrichten für eine programmierte Gesellschaft

Millionen von Informationen fluten täglich unser Gehirn. Die meisten davon werden bewusst kaum wahrgenommen und nur mit einer Art Überschrift ins Unterbewusstsein verstaut. Wenn eine Information beim Empfänger hängen bleiben soll, muss diese oft genug wiederholt werden. Manchmal reicht nur ein Wort. Durch die Wiederholung dieses Wortes wird dieses Teil unseres Bewusstseins, es wird zur Norm, gehört zum Alltag - ob wir wollen oder nicht.

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© Unbekannt
Sobald ein Wort als Information in unser Bewusstsein gelangt ist, fangen wir an, es zu bewerten. Zu dieser Bewertung ziehen wir zum einen unsere unbewusst einsortierten Informationen, zum andern unsere bewusst abgelegten. Meistens reichen diese zur vermeintlich sicheren Bewertung nicht aus, so dass wir die Bewertungen der uns umgebenen Gemeinschaft hinzuziehen.

Die Bewertung eines Wortes durch die Gemeinschaft ist für die meisten Menschen das wichtigste Kriterium. Der Mensch ist nun mal ein Herdentier und nicht gern allein. Auch dies ist eine gelernte Information, die er ständig mit sich herumträgt und eben die Bewertung von Informationen hauptsächlich von der Bewertung seiner Umgebung abhängig macht.