Das Kind der GesellschaftS


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Autoritäre Schaffnerin - Ticket nicht entwertet: Ganze Schulklasse muss Zug verlassen

Eine ganze Schulklasse muss raus aus dem Zug, weil das Gruppenticket zwar bezahlt, aber nicht entwertet ist. Die Schaffnerin habe die Lehrerin vor die Wahl gestellt, entweder 40 Euro pro Kopf zu zahlen oder an der nächsten Station auszusteigen.

Bad Oeynhausen. Kundenfreundlichkeit? Fehlanzeige. In Ostwestfalen ist eine Schulklasse an eine kompromisslose Schaffnerin geraten und hat einen Regionalzug verlassen müssen. Die Lehrerin habe vergessen, das Gruppenticket für die kurze Fahrt zwischen Bad Oeynhausen und Herford zu entwerten, erklärte der Leiter des Immanuel-Kant-Gymnasiums, Klaus Keßler, am Dienstag auf Anfrage und bestätigte damit Medienberichte.

Die Schaffnerin habe die Lehrerin und mehr als 20 Schüler am vergangenen Donnerstag (20.11.) vor die Wahl gestellt, entweder 40 Euro pro Kopf zu zahlen oder an der nächsten Station auszusteigen, erläutert Keßler. Die Klasse 7e habe daraufhin in Löhne den Zug verlassen und sei mit dem Bus zur Schule gefahren. Die 7e hatte in Herford die Synagoge besucht.

Smoking

Countrysänger Wayne Bills wird in Nichtraucherzone erschossen, weil er eine rauchte

In einer Kneipe ließ Western-Outlaw Wayne Mills sein Leben. Wegen einer Zigarette geriet er in Streit mit dem Barkeeper. Dabei war der sein Freund.
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Los Angeles/Nashville. Der amerikanische Country-Sänger Wayne Mills ist in einer Kneipe in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee erschossen worden. Der 44-Jährige geriet mit dem Wirt in einen Streit, weil er sich in einer Nichtraucher-Zone eine Zigarette angezündet hatte, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten.

Er habe in Notwehr gehandelt, sagte der mit dem Sänger befreundete Barbesitzer nach einem Bericht des Senders CNN den Ermittlern. Er habe einen gültigen Waffenschein, hieß es weiter. Die genauen Umstände der Tat, die sich bereits in der Nacht zum Sonntag ereignet hatte, blieben zunächst unklar.

Attention

Gegen Bienensterben wird nichts unternommen

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© KeystoneBienen: Die Bedeutung der Insekten für die Landwirtschaft ist enorm
Auch der Ständerat will Bienen besser vor Pestiziden schützen. Allerdings hält er nichts davon, neben drei Insektenvernichtungsmitteln noch weitere Pflanzenschutzmittel verbieten.

Heart - Black

Gewalt an Frauen: jährlich 3500 Todesfälle durch häusliche Gewalt in der EU

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© imago stock&people In der EU gibt es jährlich 3500 Todesfälle durch häusliche Gewalt.
Jede vierte Frau in der WHO-Region ist einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Dies besagt eine aktuelle Studie der Weltgesundheitsorganisation. In der EU gibt es jährlich 3500 Todesfälle durch häusliche Gewalt. Weltweit werden 38 Prozent der Morde an Frauen vom (Ex)-Lebenspartner begangen. Es sind alarmierende Zahlen, die anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen gestern, Montag, von Experten zu hören waren. „Sie machen deutlich, dass körperliche und sexuelle Gewalt medizinisch gesprochen geradezu epidemische Ausmaße hat", sagte WHO-Genderberaterin Isabel Yordi Aguirre. Die Missstände zögen sich durch alle Staaten. In der EU sei „vor allem im Bereich der häuslichen und der sexuellen Gewalt" die Zahl der Meldungen in vergangener Zeit gestiegen, sagt Thérèse Murphy, Head of Operations des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE). Und das in Krisenländern wie Spanien und Italien. „Man vermutet, dass da eine Verbindung zur Wirtschaftskrise besteht", sagt Murphy.

V

Proteste in Frankreich vereinen die Menschen - Vorbild für ganz Europa?

Frankreich kommt unter Präsident François Hollande einfach nicht mehr zur Ruhe. In der Bretagne, der westlichen Region des Landes, protestierten am 23. November 2013 erneut tausende Franzosen gegen den stattfindenden massiven Stellenabbau, forderten stabile, volksorientierte Sozialprogramme. Inzwischen herrscht dermaßen vehemente Angst bezüglich sozialen Verfalls, dass sogar Bürger anderer europäischer Nationen angefeindet werden. Dabei hegen französische Bürger mitnichten böse Absichten, viel eher erwarten sie seitens ihrer Regierung, dass zuerst an Franzosen gedacht wird, solange finanzielle Nöte herrschen.
Proteste Frankreich
© Pierre Suchet/Flickr
Neben Handwerkern, Kleinunternehmern, Polizisten, Bauern, Lehrern sowie LKW-Fahrern statuierten große Reitergemeinschaften am 24. November 2013 ebenfalls ein Exempel gegen eine höhere Mehrwertsteuer. Ganz Paris war voller Pferde, was tatsächlich enorm lebendig wirkte. Plötzlich sind protestierende Menschen aller gesellschaftlichen Schichten auf der Straße, die für soziale Gerechtigkeit einstehen. Bis dato innerhalb Europas nahezu einmalig. Solch entstehende Gemeinschaften könnten als europaweites Vorbild fungieren, Proteste über Grenzen hinweg vereinen aufgrund ähnlicher Probleme.

Megaphone

Zug rammt Lieferwagen und entgleist, mehrere Verletzte

In der Schweiz ist es zu einem schweren Zugunfall gekommen: Ein Regionalzug hat einen Lieferwagen an einem unbeschrankten Bahnübergang erfasst und sprang aus den Gleisen. Mehrere Personen wurden verletzt, Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz.

Im Schweizer Kanton Wallis hat sich einem Medienbericht zufolge ein schwerer Zugunfall ereignet. Wie die Schweizer Blick unter Berufung auf einen ihrer Leserreporter berichtet, habe der Zug der Matterhorn-Gotthard-Bahn an einem unbeschrankten Bahnübergang bei Mörel einen Lieferwagen gerammt und sei entgleist. Der Unfall habe sich laut einem Sprecher der Schweizer Bahn auf der Strecke nach Bitsch ereignet. Bahnersatzbusse befördern die Reisenden.

Che Guevara

Demonstranten stürmen Regierungseinrichtungen in Bangkok

Aufgebrachte Demonstranten haben zentrale Regierungseinrichtungen in Bangkok besetzt und Thailands Hauptstadt in den Ausnahmezustand versetzt: Hunderte Gegner des regierenden Shinawatra-Clans stürmten das Finanzministerium und besetzten das Gelände des Außenministeriums.

Zudem wurden mehr als ein Dutzend weitere Regierungsgebäude sowie Fernsehsender, Kasernen und Polizeiwachen belagert. Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra dehnte das in Teilen Bangkoks geltende Notstandsrecht daraufhin auf das gesamte Metropolgebiet aus.

Nach Angaben eines Außenministeriumssprechers rissen die Demonstranten das Tor zum Ministeriumskomplex nieder, drangen aber in keines der Gebäude ein. Mitarbeiter des Ministeriums wurden demnach von den Eindringlingen zum Verlassen der Anlage aufgerufen und angewiesen, auch am Folgetag nicht zum Dienst zu erscheinen. Auf dem Gelände des Finanzministeriums schwenkten hunderte Demonstranten Fahnen und tanzten. Nach Regierungsangaben wurden in der Protestzone zudem Waffen und Munitionsvorräte gefunden.

Bomb

500-Kilogramm-Bombe zerstört ein Haus in Oranienburg

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© Holger GeisslerHat alles verloren: Gunthard „Paule“ Dietrich (M.) mit seiner Lebensgefährtin Elke Bendrich und ihrem Sohn Willi Bendrich.
Eine Weltkriegsbombe amerikanischer Bauart wurde am Donnerstag im Oranienburger Ortsteil Lehnitz gesprengt. Die Sprengung verlief glimpflich, allerdings ist das Haus, neben dem der Blindgänger gefunden worden war, nach der Detonation abrissreif.

Oranienburg. Der Lehnitzsee lag still da, nur ab und an krächzten ein paar Kraniche. Gegen 12.17 Uhr drückte Sprengmeister Horst Reinhardt dann auf den Knopf: Eine 50 Meter hohe Fontäne schoss in den Himmel, es regnete Trümmer und Erde. Zehn Sekunden später war das Schauspiel am Lehnitzsee beendet. "Das war eine große, böse Bombe", murmelte Björn Lüttmann, Sprecher der Stadt Oranienburg, der mit Pressevertretern auf einem Steg am Sperrkreis stand.

Etwa 500 Kilogramm wog die amerikanische Fliegerbombe, die Donnerstagmittag in einer Gartensiedlung in Lehnitz gesprengt wurde. Es war der 175. Bombenfund in Oranienburg. Den chemischen Langzeitzünder konnten die Sprengmeister des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) nicht entschärfen. Deshalb entschieden sie sich am Mittwoch, den Blindgänger kontrolliert zu sprengen. Rund 3500 Menschen mussten bis Donnerstagmorgen um acht Uhr den Sperrkreis um den Fundort räumen, die Straßen in der Innenstadt waren verstopft. Etwa 110 Einsatzkräfte waren unterwegs, sie überwachten die Evakuierung.

2 + 2 = 4

Das Bildungsniveau an deutschen Schulen wird immer schlechter

Unterricht fällt aus, Zensurenschlüssel werden runtergeschraubt, damit Abiturnoten mit einer 1 vor dem Komma die Regel sind. Mit Bildung hat das nichts mehr zu tun.
Schule, Bildung, Ausbildung
© Wikipedia / Joachim Müllerchen. Original uploader: Jom at de.wikipediaSchulwegweiser in Lüneburg
Mit jedem Jahrgang verbessern sich die Noten unserer Schüler. Ein Durchschnitt mit einer 1 vor dem Komma ist inzwischen beim Abitur eher die Regel als die Ausnahme. In Nordrhein-Westfalen hat sich die Zahl der Abiturienten mit Bestnote 1,0 von 2007-2011 von 455 auf 1000 mehr als verdoppelt. Die schlechteste Abitur-Durchschnittsnote unter den Berliner Gymnasien war zuletzt 2,4. Und da rede ich immerzu vom Niedergang, wo doch statistisch alles besser zu werden scheint.

Demgegenüber stehen immer neue Meldungen und Erfahrungen von unglaublichen Unvermögen moderner Schüler. Ein beispielhafter Dialog: „Was ist eigentlich Infrarot?” „Das is doch das, wo man in den Arm reingucken kann mit!” Nein, liebe Schülerin, das wäre wohl Röntgen gewesen. Und wie man hört, sieht die Realität so aus, dass Handwerker selbst Abiturienten nur notgedrungen als Lehrlinge akzeptieren, weil weder deren Können noch ihre Kenntnisse für viele Jobs ausreichen. Trauen wir also eher unserer Wahrnehmung als den Zahlen, hinter diesen Wundernoten steht ein komplexes System der Selbst- und Fremdtäuschung, sprich „Chaos mit System“.

Light Sabers

Deutsche wehren sich gegen neuen Rundfunkbeitrag: Rund 600 Klagen eingereicht

Rund 600 Klagen gegen neuen Rundfunkbeitrag. Viele Bürger, aber auch Unternehmen, klagen vor den Verwaltungsgerichten, wie die Umfrage unter den 39 bundesweit zuständigen Kammern und den 15 Oberverwaltungsgerichten ergab.

Gegen den neuen Rundfunkbeitrag, den seit Anfang des Jahres alle Haushalte in Deutschland zahlen müssen, sind nach Recherchen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagsausgabe) mittlerweile etwa 600 Klagen anhängig.

Viele Bürger, aber auch Unternehmen, klagen vor den Verwaltungsgerichten, wie die Umfrage unter den 39 bundesweit zuständigen Kammern und den 15 Oberverwaltungsgerichten ergab. Allein in der "Klagehauptstadt" Berlin sind demnach rund 100 Klagen eingegangen, in Düsseldorf sind es 74, in Gelsenkirchen 65, in München 35 und in Augsburg, Stuttgart und Freiburg jeweils 20, ergab die WAZ-Recherche.