Das Kind der GesellschaftS


Heart - Black

"Dr. Frankenstein" vor Gericht

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© unbekannt
Ein inzwischen wegen Falschdiagnosen und Behandlungsfehlern in den Niederlanden angeklagter "Skandalarzt" hatte auch eine Patientin des Wormser Klinikums behandelt, die Frau starb. Ihre Hinterbliebenen verklagten das Krankenhaus. Nach zwei Jahren ist der juristische Streit nun beendet.

Rocket

Studie über die Hüter der Atom-Raketen

Atomrakete
© Getty ImagesDiese beiden US-Experten bewachen eine Minuteman-3-Rakete
Sie waren einst der Stolz der Truppe. Doch heute spielen die mit Atomsprengköpfen bestückten Langstreckenraketen in der Verteidigungsstrategie der USA kaum noch eine Rolle.

Die US-Luftwaffe verfügt noch über ein Arsenal von rund 450 Interkontinentalraketen, die bewacht und gewartet werden müssen.

In der zuständigen Einheit ist die Stimmung allerdings katastrophal: Es herrscht explosive Stimmung bei den Hütern der Atom-Raketen! Das zeigt eine Studie, die der Nachrichtenagentur AP in Auszügen vorliegt.

Bulb

Gesellschaft auf Strom-Blackout nicht vorbereitet

Glühbirnen altmodisch
© dpaDie Lichter bleiben an?
RWE-Chef Peter Terium hatte noch vor Blackouts in Europa gewarnt. Jetzt sagt er: Stromverbraucher in Deutschland müssen sich keine Sorgen machen.

In Deutschland wird es keinen Stromengpass geben, glaubt RWE-Chef Peter Terium. Im aktuellen sonntaz-Streit schreibt er: „Deutschland droht kein Blackout. Nicht in diesem Winter, und auch nicht im nächsten Winter. Zumal Netz- und Kraftwerkbetreiber alles tun, um Stromausfälle zu verhindern. Aber solange es keine Stromspeicher gibt, müssen wir den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien durch konventionelle Kraftwerke absichern.“ In einem Interview mit derSüddeutschen Zeitung hatte Terium noch vor gefährlichen Blackouts in Europa gewarnt.


Kommentar:

Warum hat Peter Terium seine Meinung geändert? Außerdem ist interssant, dass er "glaubt", aber nicht weiß, dass es keinen Stromengpass geben wird. Nur weil die Kraftwerkbetreiber "alles tun", um das zu vermeiden, bedeutet noch lange nicht, dass es wegen gewisser Umstände nicht doch eintreten kann.


Pocket Knife

Drei Frauen wurden 30 Jahre lang als Sklavinnen gehalten in London: Kein Einzelfall

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© dpaIn dieser Straße sollen die drei Frauen in London als Sklavinnen gehalten worden sein
30 Jahre lang befanden sich drei Frauen in der Hand offenbar skrupelloser Sklavenhalter. Wohl durch Gewalt wurden sie gefügig gemacht. Sklaverei ist bis heute weltweit ein Problem. Allein in Deutschland sollen 10.000 Menschen wie Sklaven leben.

Mitten in einer europäischen Metropole wurden drei Frauen über 30 Jahre lang als Sklavinnen gehalten. Wie kann das sein? Diese Frage stellt sich am Tag nach Bekanntwerden der fast unerträglichen Nachricht aus London. Der Fall wirft ein Licht auf die Sklaverei als ein Phänomen der modernen Gesellschaft, das nach den Worten des britischen Innen-Staatssekretärs James Brokenshire viele "in den Geschichtsbüchern" vermuteten.

"So schlimm dieser Fall auch ist - er ist kein Einzelfall", sagt Ranya Alkadamani von der australischen Walk-Free-Foundation, die den World Slavery Index erstellt. Demnach leben weltweit 29 Millionen Menschen unter Umständen, die als Sklaverei bezeichnet werden können: Zwangsarbeiter, Hausdiener, Prostituierte. Mauretanien ist weltweit vorne, doch auch in westlichen Ländern ist das Phänomen nicht unbekannt.

Heart - Black

Mehr als 50 Tote bei Einkaufszentrum-Einsturz in Lettland

In Lettland herrscht Staatstrauer: Der Einsturz eines Einkaufszentrums gilt als das schwerste Unglück in dem Land seit mehr als 20 Jahren. Die Zahl der Toten ist auf 52 angestiegen. Mindestens 25 Menschen werden immer noch vermisst.


Nach dem Einsturz eines Einkaufszentrums in Lettland ist die Zahl der Toten auf 52 gestiegen, mindestens 40 Menschen wurden verletzt. Unter den Opfern in der Hauptstadt Riga seien auch drei Feuerwehrmänner, teilten die Behörden mit.

Am Samstag begann in Lettland eine dreitägige Staatstrauer. Ministerpräsident Valdis Dombrovskis hatte am Freitagabend im Fernsehen von einem "schweren Tag" für das ganze Land gesprochen. Für Montagmorgen war zudem eine Schweigeminute vorgesehen. Es war das schwerste Unglück in dem baltischen Land nach seiner Unabhängigkeit von der Sowjetunion im Jahr 1991.

Bomb

Weltbank gibt nur 740 Millionen Euro Hilfsgelder an Taifun-Opfer auf den Philippinen

kinder suchen im schlamm nach taifun auf philippinen
© reuters
Zwei Wochen nach dem verheerenden Taifun auf den Philippinen haben die Vereinten Nationen zu weiteren Hilfen für die notleidenden Menschen aufgerufen. Die Zahl der Todesopfer steigt.

UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos erklärte in New York, in den Katastrophen-Gebieten auf den Philippinen drohten neue Gefahren. "Ich bin sehr besorgt wegen der 1,5 Millionen Kinder, denen Mangelernährung droht, und wegen der fast 800.000 schwangeren und stillenden Frauen, die Nahrungsmittelhilfe brauchen", sagte Amos nach einer Reise durch den asiatischen Inselstaat.

Dollars

Österreich versenkt 3,8 Milliarden Euro Steuergeld in Bank

hypo group alpe adria
© dpaDie Hypo Alpe-Adria Bank in Klagenfurt. Österreich hatte die Hypo während der Finanzkrise verstaatlicht, um sie vor dem Kollaps zu bewahren.
Anfang November hatte die Hypo Alpe Adria bereits angekündigt, die Kapitalvorschriften der Aufseher nicht mehr aus eigener Kraft zu erfüllen. Nun schießt Österreich eine weitere Milliarde an Staatshilfe nach.

Wien. Die österreichische Krisenbank Hypo Alpe Adria benötigt erneut Staatshilfen. Bis zum Jahresende will die Regierung der maroden Bank weitere 1,05 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, wie das notverstaatlichte Institut am Freitagabend mitteilte. Die erneute Unterstützung kommt unmittelbar vor dem lange erwarteten Prozess um die Lastenverteilung aus dem Hypo-Desaster zwischen der BayernLB und Österreich. Im Zentrum stehen dabei milliardenschwere Kredite der Landesbank an die Hypo, die die Österreicher wegen der desolaten Lage der Bank nicht zurückzahlen wollen. Auftakt ist am Montag vor dem Landgericht München.

Kommentar:

3,8 Milliarden Euro ist eine riesige Summe. Die Weltbank gibt nur 740 Millionen Euro Hilfsgelder an Taifun-Opfer auf den Philippinen. Es ist ein "Zeichen der Zeit", das von einer riesigen Ungleichheit zeugt.


Stock Down

Spekulation mit Nahrungsmitteln: Die Schuld der Hungermacher

Ernte
© REUTERSSo sieht es aus, wenn in Brasilien Soja geerntet wird. Welchen Preis die Farmer dafür erzielen, bestimmen laut einer neuen Studie auch Finanzinvestoren
Verbraucherschützer Thilo Bode will, dass Deutsche Bank und Allianz ihre Finanzmarktspekulationen mit Nahrungsmitteln sofort beenden. Eine neue Studie soll die Finanzinstitute zum Ausstieg bewegen. Doch die leisten hartnäckigen Widerstand.

China kauft und pachtet Ackerland in der ganzen Welt. In der Ukraine hat die Volksrepublikgerade eine Fläche übernommen, die etwa einem Viertel des gesamten Ackerlandes in Deutschland entspricht. Und nicht nur China ist gut im Geschäft. Investitionen in die Landwirtschaft stehen bei Geldgebern aus der ganzen Welt hoch im Kurs, genauso wie Finanzgeschäfte mit Weizen, Mais und Reis. Gleichzeitig stirbt alle sechs Sekunden irgendwo auf der Welt ein Kind, knapp 900 Millionen Menschen hungern. Doch was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Treasure Chest

Eine hervorragende Kaufgelegenheit bei Gold und Silber

Philharmoniker Münze
© Wikipedia
In einem Interview mit Birch Group meldete sich vergangene Woche Jim Rogers zu Wort. Geht es nach Meinung des Starinvestors, so stellt die derzeitige Preislage bei Gold und Silber eine hervorragende Kaufgelegenheit dar, die es lediglich zu nutzen gilt.

Stop

Schülerinnen zu Sex gezwungen: Mehrere Festnahmen in Spanien

Die spanische Polizei hat eine Sexbande ausgehoben, die mindestens 20 Schülerinnen zur Prostitution gezwungen haben soll. Es ist der zweite Sex-Skandal innerhalb weniger Tage, der das Land erschüttert.

Die spanische Polizei ist einer Sexbande auf die Schliche gekommen, die mindestens 20 Schülerinnen zur Ausübung der Prostitution gezwungen haben soll. Vier mutmaßliche Mitglieder der kriminellen Organisation seien festgenommen worden, teilte die Zivilgarde mit. Zwei weitere seien noch auf freiem Fuß.

Zudem sei kinderpornografisches Material sichergestellt worden. Die Bandenmitglieder hätten die 14 bis 17 Jahre alten Opfer in der Autonomen Region Valencia im Osten des Landes nach dem Unterricht direkt von der Schule abgeholt, hieß es.