Die Situation im Atomkraftwerk Fukushima gerät zunehmend außer Kontrolle. Die Betreiberfirma Tepco hat wegen Problemen die Bergung der 1300 Brennelemente aus Reaktorblock 4 verschoben. Gleichzeitig hat sich im Pazifik eine Blase mit radioaktiv verseuchtem Wasser gebildet, die auf die kalifornische Küste zutreibt.

© EPA/Kimimasa MayamaIngenieure vor dem Abklingbecken für Brennstäbe im Reaktor 4 des Atomkraftwerkes Fukushima: Die Bergung der 1300 Brennelemente wurde wegen technischer Probleme verschoben.
Die riesige radioaktive Wasserblase, die sich im Pazifik gebildet hat, treibt auf Kaliforniens Küste zu und hat offenbar im Meer schon für erhebliche Schäden gesorgt.
300 Tonnen verseuchtes Wasser fließen täglich ins Meer. Das Wasser aus den leckenden Tanks auf dem Kraftwerksgelände hat nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Tepco Strahlenbelastungen von 100 Millisievert pro Stunde. Das ist der Strahlungswert, den ein Mitarbeiter in einem japanischen Atomkraftwerk
innerhalb von 5 Jahren abbekommen darf. In Fukushima ist man dieser Strahlenbelastung in nur einer Stunde ausgesetzt.Das ausgetretene Wasser enthält unter anderem Strontium, das Wissenschaftler gerne als „Knochenkiller“ bezeichnen. Strontium schädigt das Knochenmark und kann Leukämie auslösen. Hält sich ein Mensch nur eine Stunde direkt neben diesem Wasser auf, treten nach zehn Stunden erste Anzeichen der Strahlenkrankheit auf: Übelkeit und ein Rückgang der weißen Blutkörperchen.
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