Wenige Tage vor den neuerlichen »Marsch gegen Monsanto«-Demonstrationen, die am 12. Oktober weltweit stattfanden, hat Mexiko, die Geburtsstätte unseres heutigen Maises, eine Verbot des Anbaus aller gentechnisch veränderten (GV) Maissorten verhängt. Der Sieg für die Freiheit der Nahrungsmittel und Integrität der Landwirtschaft wurde am 10. Oktober bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt verkündet. Regierungsvertreter informierten Öffentlichkeit und Presse, dass der Anbau von Genmais, auch der versuchsweise Anbau, ab sofort ausgesetzt ist.

© Tobias Arhelger/ShutterstockSchluß mit diesen Giften!
Die nicht notwendigerweise dauerhafte Verfügung wurde nach jahrelangen Protesten gegen transgene Feldfrüchte erlassen, insbesondere gegen Feldfrüchte, die das Überleben von Grundnahrungsmitteln wie Mais gefährden. In Mexiko gibt es Hunderte, wenn nicht gar Tausende
von alten Maissorten, die heute noch angebaut werden. Wenn zusätzlich der Anbau von Genmaissorten in größerem Umfang erlaubt wird, wäre das gesamte landwirtschaftliche Erbe Mexikos bedroht.
»Die Entscheidung kam nach jahrelanger Lobbyarbeit von Aktivisten, die betonten, dass Mexiko - die Geburtsstätte unseres heutigen Maises und seines Anbaus - einiges darüber weiß, wie verschiedene krankheitsresistente Stämme von Mais entwickelt werden, da Mexikaner genau damit seit Jahrtausenden beschäftigt sind«, schreibt Gustavo Arellano für die
OC Weekly.
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