Interpol sucht europaweit nach den leiblichen Eltern: In einem griechischen Roma-Lager wurde ein Mädchen entdeckt, das offenbar im Säuglingsalter entführt wurde. Ihr Fall gibt auch den Eltern von Maddie McCann neue Hoffnung.

© ReutersSie wird Maria genannt: Mit diesem Foto sucht die griechische Polizei nach Hinweisen auf die Identität des Mädchens
Der DNA-Test ergab keine Übereinstimmung: Die Frau und der Mann, die sich als Eltern eines vierjährigen Mädchens ausgaben, das die griechischen Behörden Mitte der Woche in einer Roma-Siedlung entdeckt hatten, sind nicht mit ihr verwandt. Der Polizei zufolge war das Kind bei einer Routinekontrolle in einem Roma-Lager im mittelgriechischen Farsala aufgefallen. Wie das Mädchen, das Maria genannt wird, in das Lager kam, ist unklar. Die Behörden vermuten, dass sie im Säuglingsalter, um das Jahr 2009 herum, Opfer einer Entführung oder von Menschenhandel wurde.
"Bisher haben wir keinerlei Meldung zum Verschwinden eines Kindes dieses Alters in Griechenland", sagte der Polizeichef der Region Thessalien, Vassilis Halatsis. Über die internationale Polizeiorganisation Interpol wollten die Ermittler daher nun andere europäische Länder um Informationen bitten. Das Kind könnte aus einem Krankenhaus entführt oder von seiner Mutter zurückgelassen worden sein, sagte Halatsis.
Kommentar: Die Diskussion um Beschneidung flammte besonders im Jahr 2012 auf, als das Kölner Landesgericht ein Verbot aussprach, später jedoch wieder zurückgenommen wurde.