Das Kind der GesellschaftS


Cloud Lightning

Schießerei an US-Schule in Nevada: Zwei Tote

Bild
© ap
Schüsse an einer Schule im US-Bundesstaat Nevada haben zwei Menschen das Leben gekostet. Nach Polizeiangaben sind ein Lehrer und ein Schüler tot. Der Jugendliche wurde als mutmaßlicher Schütze beschrieben. Zwei weitere Schüler wurden mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Über den Tathergang am Montagmorgen Ortszeit machte die Polizei noch keine Angaben.

Ein 13-jähriger Schüler erzählte Reportern, dass er auf einem Sportplatz einen lauten Knall hörte. Dann habe er gesehen, wie ein Jugendlicher mit einer Waffe auf einen Lehrer zielte und Schüsse abgab. Der Lehrer sei zu Boden gefallen, sagte der Augenzeuge nach Angaben der Zeitung Reno Gazette-Journal. Er selbst habe schnell die Flucht ergriffen, aber dann noch weitere Schüsse gehört. Die Schüsse fielen an einer Schule in der Ortschaft Sparks nahe der Casino-Stadt Reno.

n-tv.de , rts/dpa

V

Mehrere kleine Demonstrationen in Hamburg wegen Lampedusa-Flüchtlingen

Nachdem Vermummte am Sonnabend im Alsterhaus am Jungfernstieg randaliert hatten und es in der Innenstadt zu mehreren kleineren Demos gekommen war, ist es in der Nacht zu Sonntag ruhig geblieben.
Bild
© HAGroßes Polizeiaufgebot in der Hamburger Innenstadt
Hamburg. Auch am Sonnabend ist es in der Hamburger Innenstadt zu mehreren kleineren Demonstrationen für die Lampedusa-Flüchtlinge gekommen. Am frühen Nachmittag versammelten sich etwa 50 Teilnehmer auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz und forderten ein Bleiberecht für die etwa 300 afrikanischen Männer. In der Nacht zum Sonntag war es dann nach Angaben der Polizei ruhig geblieben.

Die Polizei war mit einer Hundertschaft vor Ort. Die Stimmung sei friedlich, es habe keine Übergriffe auf Polizisten gegeben, sagte ein Sprecher. "Die Demonstranten haben sich relativ schnell in verschiedene Richtung verteilt. Aus den Erfahrungen der vergangenen Tage kann dies auch ein schlechtes Zeichen sein. Wir sind aber optimistisch, dass es auch den Abend über friedlich bleibt", so der Sprecher weiter.

Document

Wieder Unglück im Bahnhof von Buenos Aires: Zug überfährt Prellbock

In Buenos Aires hat ein Zug einen Prellbock gerammt. Mindestens 99 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt. Die Passagiere hatten Glück im Unglück: Vor zwei Jahren starben im selben Bahnhof auf dem selben Gleis bei einem ähnlichen Unfall 51 Menschen.
Bild
© dpa
Bei einem Zugunglück in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires sind am Samstag mindestens 99 Menschen verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, fuhr ein Vorortzug am Bahnhof Once auf einen Prellbock auf, mehrere Waggons kippten auf den Bahnsteig. Der Unfall erinnerte an ein ähnliches Unglück im selben Bahnhof im vergangenen Jahr, als mehr als 50 Menschen starben und 700 verletzt wurden.

„In den Krankenhäusern von Buenos Aires wurden 99 Verletzte behandelt“, sagte die Chefin des Gesundheitsdienstes der Hauptstadt, Graciela Reybaud. Der Großteil von ihnen habe sofort wieder nach Hause gehen können. „Niemand ist schwer verletzt, niemand braucht intensive medizinische Betreuung.“

Bandaid

Achterbahn-Mitarbeiter von Gondel erfasst

Bild
Tragischer Zwischenfall auf der "Lautrer Kerwe": Kurz nach der Eröffnung des Volksfestes in Kaiserslautern hat es gestern Abend einen tödlichen Unfall gegeben. Das offizielle Programm rund um den Fassbieranstich wurde abgebrochen.

Nach Auskunft der Stadt ist ein Mitarbeiter einer Achterbahn ums Leben gekommen. Der 30-Jährige sei vermutlich im gesperrten Bereich von einer fahrenden Gondel erfasst und gegen einen Metallpfeiler geschleudert worden, teilte die Polizei heute mit. Kollegen fanden ihn mit schweren Kopfverletzungen neben dem Gleis der Bahn. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Warum sich der Mitarbeiter in dem Bereich aufhielt, ist unklar. Dazu laufen Ermittlungen. Die Achterbahn soll bis zur endgültigen Klärung des Unfallherganges gesperrt bleiben.

Achterbahn zum ersten Mal dabei

Der verunglückte Arbeiter war Angestellter einer Schaustellerfamilie, die die Achterbahn auf der "Lautrer Kerwe" zum ersten Mal aufgestellt hatte. Der Besitzer der Achterbahn habe einen Schock erlitten und sei in der Nacht im Krankenhaus behandelt worden, sagte der Marktmeister der Stadt, Dietmar Keller. Einen Tag nach dem Unglück werde die Kerwe so normal wie möglich weiterlaufen. "Aber es ist klar, dass der Unfall einen Schatten über das ganze Fest wirft", so Keller.

Die "Kerwe" gilt als das größte Volksfest der Westpfalz. Das Jahrmarkt-Spektakel auf dem Kaiserslauterer Messeplatz gibt es immer im Mai und im Oktober.

Ambulance

Mutmaßliche Entführung in Griechenland

Interpol sucht europaweit nach den leiblichen Eltern: In einem griechischen Roma-Lager wurde ein Mädchen entdeckt, das offenbar im Säuglingsalter entführt wurde. Ihr Fall gibt auch den Eltern von Maddie McCann neue Hoffnung.
Bild
© ReutersSie wird Maria genannt: Mit diesem Foto sucht die griechische Polizei nach Hinweisen auf die Identität des Mädchens
Der DNA-Test ergab keine Übereinstimmung: Die Frau und der Mann, die sich als Eltern eines vierjährigen Mädchens ausgaben, das die griechischen Behörden Mitte der Woche in einer Roma-Siedlung entdeckt hatten, sind nicht mit ihr verwandt. Der Polizei zufolge war das Kind bei einer Routinekontrolle in einem Roma-Lager im mittelgriechischen Farsala aufgefallen. Wie das Mädchen, das Maria genannt wird, in das Lager kam, ist unklar. Die Behörden vermuten, dass sie im Säuglingsalter, um das Jahr 2009 herum, Opfer einer Entführung oder von Menschenhandel wurde.

"Bisher haben wir keinerlei Meldung zum Verschwinden eines Kindes dieses Alters in Griechenland", sagte der Polizeichef der Region Thessalien, Vassilis Halatsis. Über die internationale Polizeiorganisation Interpol wollten die Ermittler daher nun andere europäische Länder um Informationen bitten. Das Kind könnte aus einem Krankenhaus entführt oder von seiner Mutter zurückgelassen worden sein, sagte Halatsis.

Padlock

Zahl der Beschneidungen bei Jungen im Vorschulalter bis 2011 gestiegen

Die Zahl ambulanter Beschneidungen von Jungen unter fünf Jahren sei in den vergangenen fünf Jahren um ein Drittel gestiegen. Es gebe Hinweise auf Abrechnungsbetrug.

Ein Drittel mehr Beschneidungen

Wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) mitteilte, ist die Zahl der ambulanten Beschneidungen von Jungen unter fünf Jahren in den Jahren 2008 bis 2011 um 34 Prozent gestiegen. Für die Jahre 2006 bis 2011 verzeichnete die Krankenkasse AOK einen Zuwachs von 30 Prozent bei Vorhaut-Operationen, obwohl in diesem Zeitraum die Zahl der versicherten Jungen um fünf Prozent abgenommen hatte. Obwohl eine medizinische Indikation nur selten vorliegen würde, werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen.

Vorhautverengung kann ein Grund sein

Ein verbreiteter Grund für eine Beschneidung kann eine Vorhautverengung sein, die den Harnfluss behindert und zur Folge hat, dass die Vorhaut sich beim Urinieren aufbläht. Hier kommt der Eingriff eines Urologen im besten Wortsinne oft einer Befreiung gleich, denn sie behebt gesundheitliche Folgen wie Blasenentleerungsstörungen sowie wiederholte Entzündungen und Harnwegsinfekte. Generell ist die Entfernung der Vorhaut mit einem geringen Operationsrisiko und guten kosmetischen Ergebnissen verbunden. Dennoch gibt es - wie bei jedem anderen Eingriff auch - Gefahren: In seltenen Fällen zieht die Operation schmerzhafte Wundinfektionen, Nachblutungen oder gar Harnröhrenverletzungen nach sich.


Kommentar: Zudem es oftmals überhaupt nicht notwendig ist, sondern nur eine Glaubensvorschrift. In den Worten Russel Crowes: „Beschneidung ist barbarisch und dumm. Wer seid ihr, dass ihr die Natur korrigiert? Braucht Gott wirklich die Vorhaut als Gabe? Babys sind perfekt“


Kommentar: Die Diskussion um Beschneidung flammte besonders im Jahr 2012 auf, als das Kölner Landesgericht ein Verbot aussprach, später jedoch wieder zurückgenommen wurde.


Chalkboard

Zahl der Cholera-Fälle in Mexiko steigt

Mexiko-Stadt - Die Zahl der Cholera-Fälle in Mexiko ist seit Anfang September auf 171 gestiegen. Am stärksten sei der Bundesstaat Hidalgo nördlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt mit 157 bestätigten Fällen betroffen, teilten die Gesundheitsbehörden des Landes mit.

Es gab bislang einen Todesfall. 70 Prozent der Patienten hätten ambulant behandelt werden können.

Betroffen sind auch die Bundesstaaten Veracruz, Estado de México, San Luis Potosí und der Hauptstadtdistrikt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Samstag beziehen sich die Angaben auf den Zeitraum vom 9. September bis 18. Oktober. Betroffen seien 86 Frauen und 85 Männer. Das Alter der Patienten reiche von drei Monaten bis 88 Jahren.

Family

Das Stillen von Säuglingen fördert später ihren sozialen Aufstieg, ihre Intelligenz und Stresstoleranz

Stillen hat einen positiven Effekt auf Intelligenz, Stresstoleranz und spätere Karriere

Stillkinder haben offenbar auch als Erwachsene handfeste Vorteile: Sie schaffen es häufiger, Karriere zu machen und sozial aufzusteigen. Zudem sind sie weniger vom sozialen Abstieg bedroht als ehemalige Flaschenkinder. Das haben britische Forscher in der bisher größten Studie zu diesem Thema herausgefunden. Wie sie erklären, fördert die Muttermilch vermutlich die Gehirnentwicklung und damit auch die Intelligenz. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass gestillte Kinder auch als Erwachsene weniger stressanfällig sind. Ob das an der Muttermilch per se liegt, am engen Kontakt zwischen Mutter und Kind oder an beidem, sei aber unklar.
Bild
© SXC Stillen bringt dem Kind viele Vorteile
Wird ein Säugling gestillt, hat dies viele Vorteile für ihn: Er erhält wertvolle Nährstoffe, sein Immunsystem wird gestärkt und seine Hirnentwicklung gefördert. "Viele Studien haben schon einen positiven Zusammenhang zwischen dem Stillen und den geistigen Leistungen in Kindheit und Erwachsenenalter festgestellt", erklären Amanda Sacker vom University College London und ihre Kollegen. Zudem gebe es Indizien dafür, dass die Form der Ernährung im Säuglingsalter auch die Persönlichkeit, die Fähigkeit zur Selbstkontrolle und das Immunsystem beeinflusst. Auch die Stressanfälligkeit soll einigen Daten nach bei gestillten Kindern langfristig verringert sein.

V

Gegen Sparmaßnahmen: Massenproteste in Portugal und Italien- Teilweise Ausschreitungen

Sparkurs wider Willen: Zehntausende Menschen sind in Portugal und Italien gegen die Sparpolitik ihrer Regierungen auf die Straße gegangen - und lieferten sich teils heftige Gefechte mit der Polizei.


Im Euro-Krisenland Portugal haben Zehntausende gegen massive Kürzungen im Staatshaushalt protestiert. In Lissabon und Porto forderten die Menschen am Samstag bei den vom Gewerkschafts-Dachverband CGTP organisierten Kundgebungen ein Ende von "Ausbeutung und Verarmung". In Italien gingen am Wochenende Zehntausende Menschen auch aus Protest gegen die Sparpolitik auf die Straßen. Nach Auseinandersetzungen mit vermummten Steinewerfern nahm die Polizei in Rom 15 Personen fest.

In der portugiesischen Hauptstadt fuhren Demonstranten in mehr als 400 Bussen demonstrativ über die Brücke des 25. April, die an die Nelkenrevolution von 1974 erinnert. Trotz starken Regens versammelten sich danach an der Brücke am Tejo laut CGTP "viele Zehntausende". Auf Plakaten wurde der Rücktritt der Mitte-Rechts-Regierung von Pedro Passos Coelho gefordert. Auch in Porto im Norden des Landes machten nach Angaben der Organisatoren mehr als 50.000 Menschen ihrem Unmut Luft. "Rote Karte für die Regierung", titelte das Massenblatt Correio da Manha am Sonntag.

Mr. Potato

ICE hält nicht in Kassel

Wolfsburg, Heppenheim, jetzt Kassel: Erneut ist ein ICE an einem Bahnhof vorbeigerauscht, obwohl er dort halten sollte. Laut Bahn hat der Lokführer den Stopp vergessen - "aber solche Fehler passieren".
ice
© dpaICE der Deutschen Bahn: "Unschön für die Passagiere"
Berlin/Kassel - Der ICE 684 war am Freitagmorgen auf dem Weg von München nach Hamburg, er sollte planmäßig am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe halten. Doch dazu kam es nicht, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Samstag bestätigte. Zuvor hatte der Hessische Rundfunk auf seiner Webseite darüber berichtet. "Das war ein Fehler des Lokführers", sagte die Sprecherin. "Er hat den Halt schlichtweg vergessen."

Die Bahn bedauere den Vorfall sehr. "Das ist unschön für die Passagiere. Aber solche Fehler passieren Menschen."