Das Kind der GesellschaftS


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Banken: Das große Kürzen hat begonnen

Bank Austria streicht bis zu 1800 Stellen, auch bei anderen Instituten regiert der Sparstift.

Der Job-Kahlschlag bei Österreichs Banken hat jetzt so richtig begonnen. Fünf Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise setzen die Institute den Rotstift beim Personal an.

Attention

Kanada bringt Gentechnik-Lachs in Umlauf

Fischeier
© AquabountyEier des gentechnisch veränderten Lachs
Die Massenproduktion von gentechnisch verändertem Fisch kann beginnen. Die kanadische Regierung hat der US-amerikanischen Firma Aquabounty die Erlaubnis erteilt, bis zu 100.000 Fischeier jährlich zu erzeugen und zu exportieren. Das berichten Medien unter Berufung auf das Amtsblatt Canada Gazette. Aquabounty selbst bejubelte die Entscheidung. Die transgenen Lachse sollen in Panama aufwachsen und schließlich in den USA vermarktet werden - auch dafür dürfte das Unternehmen bald die Genehmigung erhalten.

Stock Down

Mehreren Lebensversicherungen droht der Kollaps

Finanztrend
© Die WeltDüstere Aussichten für Sparer
Die BaFin ist sich nicht sicher, ob alle Lebensversicherer die neuen strengen Kapitalregeln überleben werden. Auf den Notfall "müssen wir vorbereitet sein", sagt der oberste Versicherungsaufseher.

Stock Down

Staatsschulden-Orgie provoziert Finanz-Kollaps

Ben Bernanke
© dpaFed-Chef Ben Bernanke hat das Anleihenkaufprogramm immer weiter aufgestockt - und so das gigantische Schuldenmachen der Politiker erst ermöglicht.
Vor wenigen Monaten haben die Schulden Japans die Marke von einer Billiarde Yen überschritten. Die Verbindlichkeiten der USA sind in den vergangenen fünf Jahren um 7,2 Billionen Dollar nach oben geschossen. In Europa haben Länder wie Italien bedenklich hohe Schulden. Das ungebremste Geldausgeben kann aber nicht unendlich weitergehen.

Bulb

Wirtschaftskrise: In Spanien geht das Licht aus

Protest Spanien
© reutersProteste gegen die Krisenpolitik in Spanien.
Millionen Menschen wird der Strom abgedreht, weil sie ihre Rechnungen nicht zahlen können. Zwangsgeräumte leben in Straßentunneln.

Rund 1,4 Millionen Haushalte in Spanien standen im vergangenen Jahr ohne Strom da. Die Elektrizitätswerke drehten den Strom ab, weil sie ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Diese Zahl hat die größte spanische Tageszeitung El País ermittelt. Besonders im Winter ist dies besonders hart - in vielen spanischen Haushalten wird mangels anderer Einrichtungen mit Strom geheizt.

Die Stromrechnung ist für viele der erste Schritt in eine Armutsspirale, aus der es in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit und Sparpolitik kein Zurück mehr gibt. Seit 2007 ist der Strompreis um 60 Prozent gestiegen. Statt die Großen der Branche zu belasten, die monopolartig über Versorgung und Transportnetze verfügen, wurden die Einspeisevergütung für Erneuerbare Energien gestrichen.

Nuke

Erhöhte Krebsrate um stillgelegten Atomreaktor

Atomreaktor Protest
© dpaDemonstration gegen den Hochtemperatur-Reaktor Hamm-Uentrop: 1986 war bei einem Zwischenfall in dem Versuchsreaktor Radioaktivität freigesetzt worden.
Rund um den Atomreaktor in Hamm-Uentrop ist ein sprunghafter Anstieg der Krebsrate festgestellt worden. Betroffen sind vor allem Frauen - ob der Reaktor die Schuld trägt, ist jedoch fraglich.

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Pflegeheime: Freiheitsentzug mit Fesseln und Medikamenten

Pflege
© dpaModerne Pflegebetten haben Sensoren, die Anzeigen, wenn ein pflegebedürftiger Mensch das Bett verlassen will. Fesseln sind dann nicht mehr nötig.
Viel zu oft werden Pflegebedürftige mit Gurten im Bett fixiert oder auch mit Medikamenten ruhig gestellt, meint NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne). Sie entwickelt ein Konzept, um den Heimbewohnern Freiheitsentzug zu ersparen.

Che Guevara

Massenprotest in Thailand wird fortgesetzt

Bild
© dpaDie Abneigung gegen den 2006 gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra ist groß. "Thaksin Toxin" (Thaksin Gift) steht auf diesem Transparent.
Es ist der vierte Tag der Massenproteste gegen die Regierung in Thailand. Mehrere tausend Demonstranten haben sich wieder im Regierungsviertel der Hauptstadt Bangkok versammelt. Sie folgen den Rufen der Protestführer, die durch die Megaphone erschallen. "Besetzt alle öffentlichen Verwaltungen", fordert Wortführer Suthep Thaungsuban. Der frühere Vize-Regierungschef setzt sich für freie Wahlen ohne Stimmenkauf ein sowie für ein Ende aller Korruption und die Dezentralisierung der Macht.

Die Demonstranten stehen bereit, um die Ministerien für Arbeit, Industrie, Wissenschaft, Handel und öffentliche Gesundheit lahmzulegen, indem sie Beamten den Zutritt verwehren. Mehrere andere Ministerien blieben geschlossen. Die Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörde DSI wurden evakuiert, nachdem mindestens 1000 Demonstranten den Komplex umzingelt hatten. Das Finanzministerium, das die Demonstranten am Montag erstürmt hatten, ist offenbar das Hauptquartier der Protestaktion der Opposition.

Attention

Psychische Störungen bei Soldaten bleiben oft unerkannt

Bundeswehrsoldaten
© AFP/Archiv, Johannes EiseleBundeswehrsoldaten beim Einsatz in Afghanistan
Bei jedem zweiten Bundeswehrsoldaten, der mit einer psychischen Störung vom Auslandseinsatz zurückkehrt, bleibt die Erkrankung unerkannt. Das geht aus einer Studie der TU Dresden hervor, die in Berlin vorgestellt wurde. Danach werden nur 18 Prozent der posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und anderer psychischen Erkrankungen erkannt. Viele Soldaten gehen jedoch schon vorbelastet in den Einsatz, was das Erkrankungsrisiko erhöht.

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Warnung vor Altersarmut in Deutschland

Geringverdiener sind in Deutschland stärker als in vielen anderen Industriestaaten von Altersarmut bedroht. Dies geht aus dem neuen OECD-Rentenbericht hervor, der die Entwicklung in 27 wichtigen Industrieländern vergleicht. Besonders für Menschen, die nicht ihr ganzes Leben durchgängig voll gearbeitet haben, wird es immer schwieriger, mit dem Geld aus der Rentenversicherung über die Runden zu kommen, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit gering, dass Geringverdiener privat Altersvorsorge betreiben können.