Das Kind der GesellschaftS


Evil Rays

Überwachung: Tabletteneinnahme mit Smartphone überwachen

Eine US-Firma hat eine Pille entwickelt, deren Einnahme via Smartphone-App kontrolliert wird. Ärzte könnten so in Zukunft überwachen, ob ihre Patienten die Tabletten auch tatsächlich schlucken.
tabletten
© Picture AllianceBald sollen Tabletten Signale senden
Hand aufs Herz: Auch Sie haben schon einmal beim Arzt geflunkert! Natürlich haben Sie seit dem letzten Beratungsgespräch weniger geraucht ( genau eine Woche lang, bis zum nächsten Kneipenabend). Mehr Sport treibhäufenen Sie sowieso (Kegeln zählt ja wohl als Ausdauertraining). Und die Tabletten schlucken Sie auch regelmäßig (exakt jeden dritten Tag).

Bis jetzt sind Sie damit vielleicht durchgekommen. Wenn sich die Blutwerte wieder einmal nicht verbessert haben, drohte allenfalls eine kritische Nachfrage. Aber beweisen konnte Ihr Hausarzt natürlich nichts.

Handcuffs

Vergewaltiger wird von Gericht geschont, muss nicht ins Gefängnis

Gefängnis
© langinger/ WikimediaStatt hinter Gittern darf ein Vergewaltiger seine Haftstrafe zu Hause verbüßen.
Zu zwei Jahren Haft, davon acht Monate unbedingt, wurde ein ehemaliger Hundeausbilder im Jahr 2007 verurteilt, der in den Jahren 2005 und 2006 ein damals minderjähriges Mädchen fünf Mal vergewaltigt hatte. Wie das Oberlandesgericht Linz nun aber entschied, muss der rechtskräftig verurteilte Vergewaltiger jedoch keinen einzigen Tag seiner Haftstrafe absitzen. Nachdem die unbedingte Haftstrafe auf nur sechs Monate reduziert wurde, darf der Verbrecher diese Zeit mit elektronischer Fußfessel zu Hause verbringen.

Um der Haftstrafe zu entgehen, stellte der Straftäter einen Antrag auf Verbüßung der Strafe mit elektronischer Fußfessel, was zunächst von der Justizanstalt Salzburg abgelehnt wurde. "Nach eingehender Prüfung aller Umstände sind wir der Ansicht, dass diese Vollzugsform für den Antragsteller nicht geeignet ist", wird deren Begründung vom Standard zitiert. Der Berufung gegen diese Entscheidung gab das Oberlandesgericht Linz nun statt.

Heart - Black

400 Sexualdelikte bei der Bundeswehr in den letzten fünf Jahren

Vergewaltigung, Kindesmissbrauch und -pornografie: In den letzten Jahren gab es bei der Bundeswehr zahlreiche Sexualdelikte. Auch Übergriffe auf Männer sind bekannt. Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus sprach von „Einzelfällen“.
Soldaten beim Gelöbnis
© dpaSoldaten beim Gelöbnis. Der Frauenanteil beträgt mittlerweile knapp 10 Prozent.
Die Bundeswehr hat in den vergangenen fünf Jahren fast 400 Verdachtsfälle sexueller Vergehen erfasst. Alleine 2011 wurden nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa 78 Übergriffe oder Belästigungen mit Beteiligung mindestens eines Soldaten registriert - von Vergewaltigungen über Kindesmissbrauch bis zur Verbreitung von Kinderpornografie und zu Verbalattacken. Darunter waren 30 mutmaßliche Vergehen von Soldaten an Soldaten. In weniger als der Hälfte der Fälle hat sich der Verdacht bisher bestätigt, in vielen Fällen laufen allerdings noch Ermittlungen.

Newspaper

Zahl der Selbstmorde in Italien deutlich angestiegen

Erst vor eineinhalb Wochen zündete sich ein 54-jähriger Italiener vor dem Parlament in Italien an, um auf sein Leid hinzuweisen. Er starb wenig später an den Verletzungen. Eine neue Studie hat nun ergeben, dass die gestiegene Zahl der Selbstmorde in Italien tatsächlich im Zusammenhang mit der Finanzkrise gesehen werden kann.

Die Zahl der Selbstmorde ist in den vergangenen zwei Jahren in Italien deutlich gestiegen. Erst vor eineinhalb Wochen zündete sich ein 54-jähriger Italiener vor dem italienischen Parlament an, berichtete Reuters. Angelo di Carlo war arbeitslos und fand nur vorübergehend ab und an Arbeit. Bevor die Polizei die Flammen löschen konnten, waren 85 Prozent seines Körpers verbrannt. Er starb später im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen. Die Polizei geht davon aus, dass er mit dieser Tat auf seine finanziellen und sozialen Schwierigkeiten aufmerksam machen wollte.

Heart - Black

Familientragödie in Berlin - 4 Tote, einjährige Tochter vorher abgegeben

Ein kleines Mädchen hat die Berliner Familientragödie überlebt. Der Vater hatte es in eine Babyklappe gelegt. Die Einjährige ist unverletzt.
Bild
© Steffen Pletl
Dem kleinen Mädchen kullern die Tränen über die Wangen. Die Mutter streichelt ihr sanft über die Schulter. Zusammen legen sie am Mittwoch Blumen vor die Tür des schmucklosen Gebäudes in Berlin-Gatow, in dem sich wenige Stunden zuvor eine Familientragödie offenbart hat. Dann stellen sie ein Spielzeugpferdchen auf. Und ein rotes Plakat. Darauf ist von Kinderhand ein kleiner Junge gemalt worden, der einen Hund an der Leine hält. Darüber steht in großen Buchstaben geschrieben: "Für Julian."

Der Junge ist tot. Am Dienstagabend wurde der Sechsjährige zusammen mit seinem drei Jahre alten Bruder und seiner 28 Jahre alte Mutter von Einsatzkräften der Berliner Feuerwehr leblos in der Wohnung entdeckt. Sie alle wurden getötet - vom Vater -, bevor sich der 69-Jährige selber das Leben nahm. Nur die kleine Schwester überlebte das Familiendrama. Das knapp ein Jahr alte Mädchen wurde vom Vater in der Nacht zu Montag anonym in der Babyklappe eines nahe gelegenen Krankenhauses abgegeben und ist nach Angaben einer Sprecherin bereits in einem Kinderheim untergebracht. Die Kleine ist unverletzt und wohlauf.

Hardhat

Kabeldiebstahl zerstörte Zug

zug, euobahn
Durch einen Kabeldiebstahl wurde eine Eurobahn schwer beschädigt: Der Zug ist längere Zeit nicht einsatzbereit.
Ein Kabeldiebstahl an der Bahnstrecke in Paradiese hatte durch eine ausgelöste Kettenreaktion die Zerstörung eines Zuges der Eurobahn zur Folge. Der Bahnverkehr auf der Strecke Soest-Werl-Dortmund war 18 Stunden lang beeinträchtigt.

Durch einen Kabeldiebstahl wurde eine Eurobahn schwer beschädigt: Der Zug ist längere Zeit nicht einsatzbereit.

Am Montag hatte eine Eurobahn gegen 19.50 Uhr aufgrund eines in die Fahrstrecke hängenden Auslegers die Oberleitung beschädigt.

Ursächlich für diesen Schaden war ein Kurzschluss durch Vogelflug an einem Isolator, der durch einen vorangegangenen - bis dahin noch unentdeckten - Kabeldiebstahls die verheerende Kettenreaktion auslöste.

Light Sabers

Ponerisation: Israelische Jugendliche gehen gegen Palästinenser vor

In Israel und den besetzten Gebieten häufen sich brutale Übergriffe radikaler Juden auf Palästinenser und Araber. Nicht nur Ministerpräsident Netanjahu gibt sich besorgt, nun nimmt auch das US-Außenministerium die Taten erstmals in seinen Terror-Bericht auf - und stellt die gewaltbereiten jüdischen Siedler auf eine Stufe mit der Hamas.
israel
© AFPJeurusalem: Die israelische Polizei hat nach einem versuchten Lynchmord an einem Palästinenser fünf jüdische Jugendliche festgenommen
Eine Familie eingeschlossen in einem brennenden Taxi im Westjordanland, ein Jugendlicher halb totgeschlagen von einem Mob mitten in Jerusalem - erschreckende, verstörende Bilder und Berichte sind das, die in diesen Tagen Israelis wie Palästinenser bewegen. Die Gewalt mag zum Alltag gehören im Nahen Osten, doch die jüngsten Fälle sind nicht nur von besonderer Brutalität, sondern sie werfen auch ein Schlaglicht auf neue Fronten und Gefahren. Denn wenn die Regierung in Jerusalem die Taten nun als Terrorakte verurteilt, dann spricht sie von Terror aus den eigenen Reihen. Die Opfer waren allesamt Palästinenser, und die mutmaßlichen Täter radikale Juden. Sogar aus Washington kommen nun schon ernste Warnungen vor der wachsenden Gewalt der Siedler.

Heart - Black

Psychopathische Führer ratlos: Selbstmorde unter US-Soldaten erschreckend hoch

Die Selbstmordrate unter den US-Soldaten ist erschreckend hoch. Das Militär und die Politik wirken ratlos, weil das Klischee vom verzweifelten "Rambo" bei den Opfern nicht mehr zutrifft.
Soldat
© Getty ImagesDie Selbstmordrate der US-Soldaten nimmt erschreckende Ausmaße an.
Sie sterben an einer Heimatfront, deren Schrecken nur sie kennen, sie kommen meist durch eine Kugel um, seltener durch den Strang, sie fallen, weil sie wehrlos sind gegen den Feind, der in ihnen wütet: Amerikanische Soldaten suchen in einer Zahl den Freitod, die die Rate von Zivilisten in diesem Jahr um 60 Prozent übertrifft und das Pentagon aufs Höchste alarmiert.

Im Juli töteten sich 38 aktive US-Soldaten und Reservisten, darunter immer mehr Unteroffiziere; es ist die höchste Zahl seit 2001. Verteidigungsminister Leon Panetta sprach im Juni von einem Trend, der sich "trotz verstärkter Anstrengung und Aufmerksamkeit in einer bestürzenden und tragischen Weise fortsetzt".

Camera

Assanges Mutter wird bei Radiosendung mit Naziparolen beleidigt

Christine Assange, Mutter von WikiLeaks-Chef Julian Assange und seit Monaten für die Rechte ihres Sohnes öffentlich aktiv, erlebte am gestrigen Sonntag ein Fiasko bei einem Gastauftritt in einer Radio-Sendung. Offenbar beleidigte der Moderator die Aktivistin und brüllte Naziparolen. Assange beendete daraufhin das Telefonat und somit ihren Auftritt.

Assange gibt seit einer Weile unentgeldlich Interviews über den Fall ihres Sohnes, um ihren Standpunkt darzustellen und die Belange ihres Sohnes zu vertreten. Am Sonntag beteiligte sie sich per Telefon an einem Morgenmagazin des australischen Radio-Moderators John-Michael Howson. Vor ihr interviewte Howson Sam Castro den Gründer der "Wikileaks Australian Alliance", einer australischen Unterstützer-Organisation. Assange berichtet, Howson habe Castro "niedergebrüllt" und sie anschließend mit "einem Strom von Beleidigungen" bedacht. Daraufhin habe sie dem Moderator gesagt: "Ich werde Ihnen kein Interview geben, weil Sie sich wie ein Schwein verhalten". Howson begann daraufhin "Sieg Heil! Sieg Heil! Sieg Heil!" zu rufen. Dies nahm Assange zum Anlass, das Telefon aufzulegen.

Bandaid

Frau konnte vor einem Vergewaltiger flüchten

Eine 38 Jahre alte Frau wäre bei Altenstadt im Kreis Neu-Ulm laut Polizei beinahe vergewaltigt worden. Doch sie wehrte sich heftig.

Die 38 Jahre alte Frau war am Freitag zwischen 18 und 18.45 Uhr auf ihrem Fahrrad von Dettingen kommend auf dem westlichen Illerdamm unterwegs. Auf Höhe Altenstadt/Ortsteil Untereichen kam ihr ein Fußgänger entgegen. Plötzlich riss der Mann die Frau vom Rad. Laut Polizei stürzte er sich auf die am Boden liegende Frau, zerriss ihre Kleidung und bedrohte sie mit einem Messer.

Nur unter heftigster Gegenwehr gelang es der Frau in die angrenzende Iller zu flüchten. Sie durchschwamm den Fluss und wandte sich schließlich hilfesuchend an einen Anwohner des östlichen llerdammufers. Wie die Polizei berichtet, hatte die 38-Jährige bei der Auseinandersetzung zahlreiche Verletzungen erlitten. Sie musste ins Krankenhaus.