Ein 52-jähriger Kölner soll die Wohnung des Freundes seiner Tochter in die Luft gejagt und den jungen Mann dadurch getötet haben. Nach dem nächtlichen Drama ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Mordes.

© dpa / Henning KaiserDie Druckwelle der Explosion zerstörte in der Dachgeschosswohnung des vierstöckigen Hauses Fensterscheiben und schleuderte den Bewohner in den Hinterhof.
Der mutmaßliche Täter sei gegen die Beziehung seiner 14-Jährigen Tochter zu ihrem drei Jahre älteren Freund gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. „Wir gehen derzeit davon aus, dass der 52-Jährige gewaltsam in die Wohnung des 17-jährigen Todesopfers eingedrungen ist, Benzin ausgeschüttet hat und es so zu der Explosion - genauer gesagt zu einer Verpuffung - gekommen ist“, sagte Behördensprecher Alf Willwacher.
Die Wucht der Explosion schleuderte den jungen Mann aus dem dritten Obergeschoss des Wohnhauses. Er stürzte zehn Meter tief in den Hinterhof und erlag dort seinen Verletzungen. Gegen den Verdächtigten, der nach seiner Festnahme schwer verletzt ins Krankenhaus kam, wollten die Ermittler einen Haftbefehl beantragen.