Das Kind der GesellschaftS


USA

Leichenschändung: US-Soldaten entgehen Anklage

Die US-Soldaten, die mehr als 300 Korane verbrannt und auf die Leichen von Taliban-Kämpfern in Afghanistan uriniert hatten, müssen nicht vor Gericht. Sie erhalten stattdessen Disziplinarstrafen.
US-Soldaten - Taliban
© AFPEin YouTube-Video zeigte im Januar 2012 US-Soldaten, die auf die Leichen von Taliban-Kämpfern urinierten – einer von Ihnen bekannte sich zu der Tat schuldig
Sechs US-Soldaten erhalten wegen der versehentlichen Verbrennung von Koran-Exemplaren und anderen religiösen Texte in Afghanistan Disziplinarstrafen. Ebenso bekommen drei US-Soldaten im Zusammenhang mit einer Leichenschändung Disziplinarstrafen, teilten die US-Streitkräfte mit. Sie werden nicht strafrechtlich angeklagt.

Einer der drei Marines hatte zugegeben, auf die Leiche eines Taliban-Kämpfers uriniert zu haben. Ein zweiter hatte sich schuldig bekannt, ein Video gemacht zu haben, das international für Empörung gesorgt hatte. Ein dritter hatte gestanden, den Vorfall nicht gemeldet zu haben.

Vader

Rabbiner ruft auf zum Gebet für die Zerstörung Irans und der Palästinenser

Rabbiner
Tel Aviv - Rabbi Ovadia Yosef, der geistige Anführer der sefardisch-orthodoxen Shas-Partei, hat am Wochenende seine Gefolgschaft dazu aufgerufen, am kommenden Rosch Haschana-Fest (jüdisches Neujahrsfest) für die Vernichtung der Feinde des jüdischen Volkes zu beten, insbesondere Irans und der Hisbollah.

Bomb

Bombenfund in Schwabing - 1400 Menschen wurden evakuiert

bombe
© DPAAusnahmezustand in München: Am Montag wurde im Stadtteil Schwabing eine 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Sie war bei Bauarbeiten am Ort der ehemaligen Kultkneipe "Schwabinger 7" entdeckt worden, wo nun Apartments entstehen sollen.
Noch keine Entwarnung in München: Die Fliegerbombe, die im Stadtteil Schwabing entdeckt wurde, konnte bislang nicht entschärft werden. Tausende Menschen harren in Notunterkünften aus.

Die Arbeiten zur Entschärfung der Fliegerbombe im Münchner Stadtteil Schwabing ziehen sich weiter hin. Ein Feuerwehrsprecher sagte am Dienstagmittag, dass der Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg nicht vor 16 Uhr entschärft werden könne.

Nach wie vor nicht ausgeschlossen wird, dass die Bombe, die mit einem Langzeitzünder versehen ist, nicht einfach unschädlich gemacht werden kann, sondern notfalls gesprengt werden muss. In diesem Fall müsste die Evakuierungszone nochmals erweitert werden. Seit Montagabend harren bereits etwa 2500 Menschen in Sammelunterkünften aus.

Light Sabers

Vater sprengt Freund seiner Tochter in die Luft

Ein 52-jähriger Kölner soll die Wohnung des Freundes seiner Tochter in die Luft gejagt und den jungen Mann dadurch getötet haben. Nach dem nächtlichen Drama ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen Mordes.
Bild
© dpa / Henning KaiserDie Druckwelle der Explosion zerstörte in der Dachgeschosswohnung des vierstöckigen Hauses Fensterscheiben und schleuderte den Bewohner in den Hinterhof.
Der mutmaßliche Täter sei gegen die Beziehung seiner 14-Jährigen Tochter zu ihrem drei Jahre älteren Freund gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. „Wir gehen derzeit davon aus, dass der 52-Jährige gewaltsam in die Wohnung des 17-jährigen Todesopfers eingedrungen ist, Benzin ausgeschüttet hat und es so zu der Explosion - genauer gesagt zu einer Verpuffung - gekommen ist“, sagte Behördensprecher Alf Willwacher.

Die Wucht der Explosion schleuderte den jungen Mann aus dem dritten Obergeschoss des Wohnhauses. Er stürzte zehn Meter tief in den Hinterhof und erlag dort seinen Verletzungen. Gegen den Verdächtigten, der nach seiner Festnahme schwer verletzt ins Krankenhaus kam, wollten die Ermittler einen Haftbefehl beantragen.

Bomb

Bergleute verschanzen sich mit Sprengstoff im Kohlebergwerk

Mit der Aktion und 350 Kilo Sprengstoff wollen die Bergleute Druck auf die Regierung ausüben, die über die Zukunft des Bergbaus berät.

Rom. Sardinien kommt nicht zur Ruhe. Erst wüteteten Feuer auf der italienischen Insel, jetzt haben sich bis zu 100 Bergarbeiter auf Sardinien mit 350 Kilogramm Sprengstoff in einer Kohlezeche verschanzt, um einen Weiterbetrieb des Bergwerks Carbosulcis zu erzwingen.

Mit der Aktion in 400 Meter Tiefe wollen die Bergleute Druck auf die Beratungen der Regierung über die Zukunft des einzigen italienischen Kohlebergwerks ausüben. „Wir machen uns Sorgen, dass das Bergwerk geschlossen werden könnte“, sagte der 54-jährige Bergmann Sandro Mereu der Nachrichtenagentur Reuters. „Wir fürchten um unsere Jobs.“ Er und seine Kollegen würden so lange unter Tage bleiben, bis sie eine Zusage der Regierung bekämen, dass die Zukunft des Bergwerks gesichert sei.

Che Guevara

Sex-Boykott der Frauen in Togo - Forderung nach Rücktritt des Präsidenten

Frauen haben in der Geschichte immer wieder durch sexuelle Verweigerung Politik gemacht. In Togo fordern sie jetzt den Rücktritt des ungeliebten Präsidenten. Sieben Tage lang wollen sie sich ihren Männern im Bett verweigern.
Isabelle Ameganvi
© APDie feministische Anführerin Isabelle Ameganvi ruft zum Streik auf.
Afrikanischer Liebesstreik nach antikem Vorbild: Frauen in Togo wollen durch einen Sex-Boykott politisch etwas in ihrem Land bewegen - ähnlich wie in Artistophanes' Komödie "Lysistrata" die Griechinnen ihre Männer durch sexuelle Verweigerung erfolgreich zum Frieden gezwungen hatten. Die Togolesinnen wollen ihre Männer hingegen dazu bringen, sich für den Rücktritt von Präsident Faure Gnassingbé einzusetzen.

Ein Zusammenschluss von 16 Zivilgesellschaftsgruppen, die sich unter dem Motto "Let's Save Togo" (Lasst uns Togo retten) vereint haben, hat zu dem Bett-Ausstand aufgerufen. Die Frauen in dem westafrikanischen Land sollen eine Woche lang nicht mehr mit ihren Ehemännern schlafen. Der Protest richtet sich vor allem gegen eine Wahlrechtsreform, die es Gnassingbés Partei leichter machen soll, bei Wahlen im Oktober Parlamentssitze zu gewinnen. Der 46-Jährige ist seit 2005 an der Macht.

Attention

Massaker in Afghanistan - Opfer wurden wahrscheinlich enthauptet

Das Verbrechen ist selbst für afghanische Verhältnisse kaum zu begreifen. 17 Zivilisten werden ermordet, womöglich enthauptet. Die Behörden machen die Taliban für das Massaker verantwortlich.

Erst ein paar Tage ist es her, dass sich Mullah Mohammad Omar mit einer seiner seltenen Botschaften zu Wort meldete. Zum Ende des Fastenmonats Ramadan ermahnte der untergetauchte Chef der afghanischen Taliban seine "Mudschaheddin-Brüder", der Schutz von Zivilisten sei eine "religiöse Verpflichtung". Nun wurden im Süden Afghanistans gleich 17 Zivilisten ermordet, und die Regierung machte am Montag die Taliban verantwortlich. Die Hintergründe des Massakers sind noch unklar. Dass den Taliban der Schutz von Zivilisten aber am Herz liegen soll, das ist nach Einschätzung von Experten nicht viel mehr als billige Propaganda.

Vor drei Wochen meldeten die Vereinten Nationen zwar erstmals seit 2007 einen Rückgang der zivilen Opfer im Krieg am Hindukusch. 1145 Unbeteiligte wurden demnach im ersten Halbjahr 2012 getötet, weitere 1954 wurden verletzt. Doch die Abnahme um 15 Prozent ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Nato-geführte Schutztruppe Isaf sich verstärkt darum bemüht, zivile Opfer zu vermeiden.


Kommentar: Sich darum bemüht? Der Schutz von Zivilisten sollte oberste Priorität haben.


Brick Wall

Von Berliner Polizisten werden Radmuttern privater Autos gelockert

Bild
© dpaImmer öfter kommt es zu Anschlägen auf Privatfahrzeuge von Polizisten. Zuletzt lösten Unbekannte Radmuttern
Die Anschläge auf Fahrzeuge von Polizisten in Berlin häufen sich. Zuletzt lösten Unbekannte die Radmuttern am Auto einer 42-Jährigen.

Die Serie von Anschlägen auf Privatfahrzeuge von Polizeibeamten reißt nicht ab. Wie Morgenpost Online aus Polizeikreisen erfuhr, hatten am 21. August Unbekannte die Radmuttern am Fahrzeug einer 42-Jährigen in Hellersdorf gelöst. Während der Fahrt verlor der Wagen ein Rad. Das Opfer steht selbst nicht in Diensten der Sicherheitsbehörde. Es wurde offenbar deshalb mit einer Beamtin verwechselt, weil sie ihre Kinder von einer Sporthalle abgeholt hatte, in der auch der Polizeisportverein trainiert. Alle drei Insassen blieben unverletzt. Die Polizei bestätigte den Vorgang und spricht von 41 Strafermittlungsvorgängen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Target

Schüler drohte mit Amoklauf - "Ich mache einen Amoklauf"

Ein Schüler aus Schrobenhausen muss 150 Euro Geldstrafe zahlen. Er hatte mit einem Amoklauf gedroht.

Es waren nur zwei kurze Sätze, die ein 16-Jähriger im Mai dieses Jahres im Treppenhaus der Schrobenhausener Mittelschule gesagt hat: „Ich habe keinen Bock mehr auf euch. Ich mache einen Amoklauf.“ Dies jedoch hatte nun Konsequenzen. Wegen Störung des öffentlichen Friedens wurde der Schüler aus Schrobenhausen vom Amtsgericht Neuburg zu einer Geldstrafe in Höhe von 150 Euro verurteilt.

Sherlock

Brand in einem Asylbewerberheim

brand
© DPABrand im Asylbewerberheim: Bei dem Feuer in Stuttgart wurden neun Menschen verletzt
Als die Feuerwehr eintraf, brannte das Haus schon lichterloh: Bei einem Brand in einem Asylbewerberheim in Stuttgart sind mindestens neun Menschen verletzt worden. Hinweise auf einen Anschlag gebe es bislang nicht, erklärt ein Sprecher der Polizei.

Stuttgart - Flammen schlagen aus dem Haus, Menschen springen aus Fenstern und seilen sich mit einem Bettlaken aus dem oberen Stockwerk ab: Bei einem Feuer in einem Asylbewerberheim am Samstagmorgen im Stuttgarter Stadtteil Heumaden haben sich mindestens neun Menschen verletzt. Die Brandursache sei noch unklar.

"Wir haben aber keine Hinweise auf einen Anschlag von außen", sagte ein Polizeisprecher. Laut Deutschem Rotem Kreuz wurde ein Mensch mit schweren Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Acht weitere Bewohner erlitten leichte Verletzungen, die meisten Rauchgasvergiftungen.