Das Kind der GesellschaftS


Pistol

Familiendrama: Ehepaar tot aufgefunden

Roitzsch. Nach dem Fund zweier Leichen in Sandersdorf-Brehna, Ortsteil Roitzsch, am gestrigen Montag (16. Juli 2012) führen Staatsanwaltschaft und Polizei Ermittlungen zur Aufklärung des Sachverhalts.

Bei den Toten handelt es sich um ein Ehepaar aus Roitzsch.

Die Ermittlungen wurden aufgenommen, nachdem die örtliche Polizei gestern gegen 5.55 Uhr von der zuständigen Rettungsleitstelle darüber informiert worden war, dass ein Familienangehöriger eine Leiche im Wohnhaus der Familie aufgefunden habe.

Nach Eintreffen am Ereignisort fanden Polizeibeamte die 57-jährige Frau im Schlafzimmer tot auf, was der hinzugezogene Notarzt bestätigte.

Meteor

Ponerisation: Schweizer Männerverein fordert Pornografie im Schulunterricht

Politiker und Experten reagieren mit Kopfschütteln. In einer Stellungnahme fordert ein Schweizer Verein die Legalisierung von Pornos im Unterricht. Jugendliche sollen mit ihrer Porno-Erfahrung nicht alleine gelassen werden.
Pornografie
© dpa
Der Schweizer Verein „Männer.ch“ fordert in einer Stellungnahme an den Bund die Legalisierung von Pornos im Schulunterricht. Demnach sollen sich „Eltern und geschulte Fachleute sich nicht strafbar machen, wenn sie mit klarem pädagogischem Ziel innerhalb eines sorgfältig gewählten und klar definierten Settings pornografische Darbietungen unter 16-Jährigen zugänglich machen“, so der Verein.

Dabei solle aber in jedem Fall das Selbstbestimmungsrecht der Kinder und Jugendlichen gewahrt werden, so dass sie nicht wider ihren Willen mit pornografischem Material konfrontiert werden.

Kommentar:

"Ponerisation, aus dem Altgriechischem poneros ("böse, schlecht"), ist ein Begriff, der von Dr. Andrzej M. Łobaczewski als Teil der Ponerologie, der wissenschaftlichen Studie des makrosozialen Bösen festgelegt wurde. Ponerisation ist der Einfluss pathologischer Menschen auf Individuen und Gruppen, durch den diese Akzeptanz pathologischer Gedankengänge und anderer pathologischer Charakteristiken entwickeln.

Auf der individuellen Ebene kann dieser Prozess als Transpersonifikation bezeichnet werden, bei dem Menschen, die auf Grund psychologischer Schwäche oder ihrer eigenen, schwerwiegenderen Pathologie die Psychologie anderer pathologischer Menschen assimilieren. Menschen, die selbst nicht charakteropathisch oder psychopathisch sind, können davon betroffen sein, so dass sie ihre Fähigkeit verlieren zwischen gesunden und pathologischen Handlungen und Gedankengängen zu unterscheiden, wobei sie paramoralistische und paralogistische Rechtfertigungen und Doktrine akzeptieren."

Quelle: Auszug aus: http://enpsychopedia.org/index.php/Ponerization


Bell

England „ist ein Polizeistaat“ - Gitarrist von Bruce Springsteen

bruce springsteen
© Getty ImagesDer "Boss" unter Strom: In London rockte Bruce Springsteen stolze drei Stunden - und holte dann noch Ex-Beatle Paul McCartney auf die Bühne.
Danke sagen war nicht mehr drin: Paul McCartney und Bruce Springsteen haben bei einem Konzert in London kräftig überzogen - bis ihnen der Veranstalter den Strom abstellte. Springsteens Bandkollege beschwerte sich hinterher per Twitter-Mitteilung über den "Polizeistaat".

London - Wenn es um die Sperrstunde geht, sind die Briten eigen. Da ist es auch egal, wenn zwei Musikerlegenden auf der Bühne stehen. Das mussten nun Bruce Springsteen und Paul McCartney feststellen. Ihnen wurde in London der Strom abgedreht - weil sie zu lange gespielt hatten.

Das Duo schaffte es bei einem Open-Air-Konzert im Hyde Park am Samstagabend gerade noch, ihren letzten Song zu Ende zu singen - bedanken konnten sie sich dann schon bei den rund 65.000 Fans nicht mehr, weil die Mikrofone mangels Strom bereits den Dienst versagten. Da war die Sperrstunde um 22.30 Uhr schon um eine halbe Stunde überzogen.

V

Psychopathin Clinton wird in Ägypten mit Schuhen und Tomaten beworfen

"Monica, Monica", riefen die Demonstranten - dann flogen Schuhe, Tomaten und Wasserflaschen. US-Außenministerin Hillary Clinton ist nach einem Treffen mit Ägyptens Präsident Mursi attackiert worden. Die Ägypter werfen ihr und den USA einseitige Parteinahme nach dem Sturz Mubaraks vor. In Israel bemüht sie sich weiterhin um Frieden.

Ägyptische Demonstranten haben den Auto-Konvoi von US-Außenministerin Hillary Clinton bei ihrem Besuch in Alexandria mit Tomaten, Schuhen und Wasserflaschen beworfen. Die Protestierer riefen zudem "Monica, Monica", eine Anspielung auf die Skandal-Affäre zwischen Clintons Ehemann Bill mit der Praktikantin Monica Lewinsky in seiner Zeit als US-Präsident. Ein US-Verantwortlicher sagte, Clintons Wagen sei nicht von Wurfgeschossen getroffen worden.
Hillary Clinton not welcome
© ReutersHillary Clinton: Sie sind in Ägypten unerwünscht

Handcuffs

Freshta A. wurde von Lebensgefährten ermordet

Bild
© Michael ArningNachdem ein 32-Jähriger seine 30 Jahre alte Freundin als vermisst gemeldet hatte, durchsuchte die Polizei eine Wohnung im Stadtteil Poppenbüttel
Bluttat war offenbar Streit vorausgegangen. Mann habe die 30-Jährige getötet, in einen Plastiksack gepackt und in einem Gestrüpp abgelegt.

Hamburg. Nach dem grausigen Fund einer Leiche in den Hummelsbütteler Mooren in Hamburg herrscht Gewissheit: Die seit Tagen vermisste 30-Jährige Freshta A. aus Hamburg-Poppenbüttel ist tot. Der 32-jährige Lebensgefährte wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Er hat auch bereits gestanden. Die Leiche war in einem Plastiksack verpackt von einem Spaziergänger entdeckt worden. Der Mann hatte die junge Mutter am Donnerstag als vermisst gemeldet. Das Paar hatte ein sechs Monate altes Kind. Es werde vermutlich in der Familie der Frau bleiben, sagte eine Polizei-Pressesprecherin. Die Angehörigen von Freshta A. wurden vom Kriseninterventionsteams des Deutschen Roten Kreuz betreut.

Ein Spaziergänger hat am Sonnabend im Unterholz einen Plastiksack mit Blutspuren entdeckt. Beamte untersuchten den Sack und stellten fest, dass es sich um eine Leiche handelt. Nach der Spurensicherung wurde der Leichnam ins Institut für Rechtsmedizin gebracht. Die Obduktion ergab, dass es sich um die als vermisst gemeldete 30-Jährige handelte.

Attention

Selbstverbrennung bei Protesten in Israel: Forderung nach mehr Gerechtigkeit

israel
© Getty ImagesWie geht es weiter, Herr Netanjahu?
Es begann mit einem Camp auf dem noblen Rothschild Boulevard: Zum Jahrestag der Proteste in Tel Aviv fordern wieder Tausende Menschen mehr soziale Gerechtigkeit. Die Kundgebung wird von der Selbstverbrennung eines Teilnehmers überschattet.

Ein Jahr nach Beginn der Sozialproteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten und niedrigen Gehälter in Israel sind am Samstagabend erneut Tausende auf die Straße gegangen. Die Demonstranten trugen Transparente, auf denen sie soziale Gerechtigkeit für alle forderten. Laut Polizei gingen in Tel Aviv etwa 8000 Demonstranten auf die Straße und forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Dabei skandierten sie den Slogan der Bewegung, "das Volk verlangt soziale Gerechtigkeit". Auch in Jerusalem, Haifa und Beerscheba gab es Proteste.

Pistol

Geiselnahme in Bremen: Geisel offenbar vom eigenen Bruder getötet

In Bremen hat ein 63-Jahre alter Mann sich erst mit seinem Bruder im Keller verbarrikadiert und anschließend den 70-Jährigen getötet.
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© dapd/DAPDSpezialeinsatzkräfte der Polizei haben in Bremen am Sonntagmittag ein Haus gestürmt und im Keller die Leiche eines 70 Jahre alten Mannes gefunden

Bremen. Bei einem Familiendrama in Bremen hat ein 63 Jahre alter Mann seinen sieben Jahre älteren Bruder getötet. Die Ehefrau des mutmaßlichen Täters hatte bereits am frühen Morgen die Beamten alarmiert und um Unterstützung wegen ihres psychisch kranken Mannes gebeten. Zunächst kamen die Beamten aber zu dem Schluss, dass es keine akute Bedrohungslage gab, sie schritten deswegen nicht ein. Die Polizei rückte erst nach einem zweiten Anruf der Angehörigen aus. Spezialeinsatzkräfte der Polizei stürmten nach knapp vier Stunden das Einfamilienhaus. Dort fanden die Polizisten im Keller die Leiche des 70-Jährigen. Den 63-Jährigen nahmen sie als mutmaßlichen Täter fest.

"Wir gehen davon aus, dass der Täter psychische Probleme hat“, sagte ein Polizeisprecher. Über die genauen Hintergründe des Familiendramas gab es zunächst keine Erkenntnisse. Auch die Motive des 63-Jährigen sind noch völlig unklar. "Dazu können wir noch gar nichts sagen“, sagte der Sprecher.

Arrow Down

Beschneidungs-Verbot gleicht Holocaust, so der Präsident der Konferenz Europäischer Rabbiner

Der Streit um die religiöse Beschneidung hält an: Nach Holocaust-Vergleichen von Rabbinern kommen auch von Verbotsbefürwortern wie dem Kinderschutzbund harsche Worte.
Beschneidung
© dpaVerstümmelung und Traumatisierung von Kindern im Namen der "Religion".

Die Deutsche Kinderhilfe hat sich gegen eine Legalisierung religiöser Beschneidungen ausgesprochen. Der Verein kritisierte das Vorhaben der Bundesregierung, rechtssichere Beschneidungen zu ermöglichen. Das sei ein "Blankoscheck für religiös motivierte Kindesmisshandlungen".

Auslöser der Diskussion ist ein umstrittenes Kölner Gerichtsurteil, das die Beschneidung als strafbare Körperverletzung bewertet hat. Die Kinderhilfe verteidigte das Urteil: Der Protest von Religionsvertretern dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mehrheit der Bevölkerung in der Beschneidung einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit von Kindern sehe. In der laufenden Debatte dominiere das Thema Religionsfreiheit, über das Kindeswohl werde kaum gesprochen, befand der Verein.

Arrow Up

Hoffnung in Zeiten der Krise: Islands Revolution

Wir befinden uns im Jahre 2012. In ganz Europa erleiden viel zu große Banken viel zu große Verluste und werden vom Staat auf Kosten des Steuerzahlers vor sich selbst gerettet. In ganz Europa zwingen die Finanzmärkte diese nun finanziell angeschlagenen Staaten dazu, Ausgaben zu kürzen, ihr Tafelsilber zu verscherbeln und die letzten Reste des Sozialstaats abzuschleifen. In ganz Europa? Nein! Der kleine Inselstaat Island hört nicht auf, dem Wahnsinn Widerstand zu leisten und reagiert auf die Finanzkrise mit exakt der entgegengesetzten Medizin wie der Rest Europas. Und Island hat damit sogar Erfolg.
Iceland protestors
© Unknown
Die jüngere Geschichte Islands gleicht bis zur Finanzkrise einem großen Feldversuch in Sachen Finanzmarktliberalisierung. Abgesehen von winzigen Steueroasen gab es wohl keinen anderen Staat auf der Welt, der seinem Finanzsystem eine derartige Narrenfreiheit einräumte. Island war vor der Krise kein Land mit Banken, sondern ein gigantischer Hedge-Fonds mit einem kleinen angeschlossenen Land. Diese Politik brachte der 300.000-Seelen-Insel Spitzenplätze in den wirtschaftsliberalen Rankings der World Heritage Foundation und des IMD ein. Der eingeschlagene Kurs hatte durchaus auch seine Vorteile für die Inselbewohner. Die Löhne stiegen von Jahr zu Jahr und lagen vor der Krise rund ein Drittel über denen der EU-Staaten. Gemessen am BIP pro Kopf brachte es Island binnen weniger Jahre zur viertreichsten Nation der Welt. So lange nur genug Geld auf die Insel strömte und die isländische Krone permanent aufwertete, konnten die Bewohner in niedrigverzinsten Fremdwährungen wie dem Schweizer Franken oder dem japanischen Yen Kredite mit einem negativen Realzins aufnehmen. Und das taten sie reichlich, womit auch die Realwirtschaft boomte.

Nuke

Radioaktive Verseuchung durch Fukushima mindestens dreimal so groß wie Tschernobyl: Halber Pazifik verstrahlt

Meeresströmungen treiben das im März 2011 in Fukushima verseuchte Meerwasser weiterhin Richtung Nordamerika. Schon jetzt hat sich die radioaktive Fracht über den halben Nordpazifik verteilt. Das zeigt eine Modellrechnung von Wissenschaftlern des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Ihren Berechnungen nach werden die ersten Ausläufer des bei der japanischen Atomkatastrophe verseuchten Wassers in etwa drei Jahren die nordamerikanische Küste erreichen. Die Radioaktivität werde dann knapp unter den Werten liegen, die noch heute infolge der Tschernobyl-Katastrophe in der Ostsee zu finden sind, berichten die Forscher im Fachmagazin "Environmental Research Letters". Dort finde man noch rund 20 Becquerel pro Kubikmeter Wasser. Das sei gegenüber dem Normalwert leicht erhöht, aber noch deutlich unter dem Grenzwert für Trinkwasser. Starke Wirbel und Winterstürme hätten das radioaktive Wasser im Pazifik bereits stark verdünnt.
Verteilung von Fukushimas Radioaktivität im Pazifik
© GEOMAR / Erik Behrens, Franziska Schwarzkopf, Joke Lübbecke und Claus BöningVerteilung des radioaktiven Cäsium-137 im Wasser des Pazifiks 16 Monate nach dem Atomunfall von Fukushima im März 2011; bläuliche Farbtöne zeigen Bereiche mit hoher Verdünnung an.
Durch die Reaktorkatastrophe von Fukushima im März letzten Jahres wurden große Mengen radioaktiven Materials freigesetzt. Darunter sind auch langlebige Isotope wie das im Meerwasser gut lösliche Cäsium-137. Wie die Forscher berichten, gelangte ein überwiegender Teil davon über die Atmosphäre in den Pazifischen Ozean. Ein Teil stamme aber auch aus verseuchtem Wasser, das bei den Notfallmaßnahmen ins Meer eingeleitet wurde. "Die im März und April 2011 in den Pazifik geflossene Menge an Radioaktivität war mindestens dreimal so groß wie die, die 1986 infolge der Tschernobyl-Katastrophe in die Ostsee eingetragen wurde", erläutert der Leiter des GEOMAR-Forscherteams, Claus Böning. Sie habe bei rund zehn Terabecquerel - zehn Billionen Becquerel - pro Kubikmeter Wasser gelegen.