Das Kind der GesellschaftS


Che Guevara

Islandkrise gegen Korruption und Gier

„Bis zur Hälfte der isländischen Familien sind pleite.“

Nach der tiefen Rezession, die 2008 ihren Anfang nahm, wächst Islands Wirtschaft wieder und der frühere Premierminister des Landes steht wegen seiner Rolle während der Krise vor Gericht. Doch die wirtschaftliche und politische Krise ist noch lange nicht vorbei.

Im Oktober 2008 brachen innerhalb einer Woche die drei größten Banken des Landes zusammen und der Börsenindex fiel von 9000 auf 14 Punkte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank um mehr als 10 Prozent und die Arbeitslosenrate versiebenfachte sich. Keine der 320.000 EinwohnerInnen konnte dem Sturm entkommen.

Der Autor Haukur Ingvarsson berichtete der dänischen Zeitung Information von seinem Großvater: „Zuerst verlor er seine Ersparnisse. Dann verlor er den Glauben in die Gesellschaft, die er so stolz mit aufgebaut hatte. Und schließlich verlor er den Verstand. [...] Vier oder fünf Monate später starb er.“

Heute, da es wieder zu wirtschaftlichem Wachstum zu kommen scheint, sind die Nachwirkungen der Krise immer noch spürbar: „Bis zur Hälfte aller isländischen Familien sind pleite, viele haben aufgehört ihre Rechnungen zu bezahlen und selbst Leute mit guter Ausbildung und festen Arbeitsplätzen stehen unter ernstem Druck“, fasst „Information“ die Lage zusammen.

Phoenix

Olympische Flamme kurzzeitig erloschen

Ein starker Windstoß hat die soeben angezündete Olympische Fackel in Griechenland gelöscht. Das berichtete die britische Zeitung Daily Telegraph am Donnerstag in ihrer Onlineausgabe.
olympische fackel
© Getty Images
Die Griechin im Gewand einer Oberpriesterin, die die Fackel während der feierlichen Zeremonie in Olympia trug, musste die Arena verlassen, um das Feuer wieder zu entzünden, so der Bericht. Die Pause war aber kurz, die Zeremonie wurde nicht unterbrochen und der Fackellauf begann.

Ornament - Blue

Anonymous löst mit umstrittener Aktion Debatte aus, bewusst oder unbewusst

Unterzeichner eines Aufrufs "gegen den Diebstahl geistigen Eigentums" sehen sich mit der Veröffentlichung persönlicher Daten im Internet konfrontiert. Die Aktion aus dem Umkreis von Anonymous löst scharfe Kritik aus.

Unterzeichner eines Aufrufs "gegen den Diebstahl geistigen Eigentums" sehen sich mit der Veröffentlichung persönlicher Daten im Internet konfrontiert. Die Aktion aus dem Umkreis von Anonymous löst scharfe Kritik aus.

Berlin. Die Debatte wird hitziger: Unbekannte Täter haben die Kontaktdaten prominenter Künstler im Netz veröffentlicht, die sich einer Initiative zum Urheberrecht angeschlossen haben. Auf einer Internet-Plattform zum Austausch von Dokumenten wurden in vier Teilen Listen mit Namen, Geburtsdaten, Adressen und Telefonnummern der Unterzeichner hochgeladen - unter ihnen prominente Schriftsteller wie Charlotte Roche oder der Musiker Sven Regener, der die Debatte über das Urheberrecht im März angestoßen hatte. Die Daten wurden zum Teil später wieder entfernt.

Question

Selbstentzündung vor Gerichtsgebäude bei Breivik-Prozess

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© Berit Roald/AFPDer Mann, der sich selbst in Brand setzte, wird ins Krankenhaus abtransportiert.
Dramatischer Zwischenfall am Rande des Prozesses gegen Anders Behring Breivik: Ein Mann hat sich vor dem Gericht angezündet und ist brennend auf das Gebäude zugelaufen. Drin brachten die Zeugen die Zuhörer mitunter zum Lachen.

Am Rande des Breivik-Prozesses in Oslo hat sich ein Mann angezündet und brennend versucht, in das Gerichtsgebäude einzudringen. Der Unbekannte sei mit schweren Verbrennungen an Rücken und Bauch ins Ulleval-Krankenhaus gebracht worden, teilte die norwegische Polizei am Dienstag mit.

Der Mann hatte sich bereits geraume Zeit vor den Absperrungen am Gericht aufgehalten, als er sich gegen 13.45 Uhr zwei Flaschen Flüssigkeit über den Pullover schüttete, sich anzündete und versuchte, durch die Absperrung zu gelangen. Polizisten und Sanitäter löschten das Feuer schnell mit Jacken und Wasser.

Family

Muslime verbieten Lady-Gaga Konzert in Indonesien

Angeblich fördert sie Satansanbetung und Homosexualität: Konservativen Muslimen in Indonesien geht Lady Gaga zu weit. Nach Protesten hat die Polizei ein Konzert des Popstars untersagt.
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© dpaReklame für das Lady-Gaga Konzert
Nach Protesten von Islamisten hat Indonesiens Polizei ein Konzert von US-Star Lady Gaga (26) im Juni verboten. Es habe Einwände mehrerer Gruppierungen gegeben, sagte Polizeisprecher Boy Rafli Amar am Dienstag.

Nach Meinung der Islamisten verstoßen die Auftritte der exzentrischen Sängerin gegen die indonesische Kultur.

Vor allem die radikale Organisation Islamische Verteidigerfront (FPI) mit ihren tausenden Mitgliedern hatte gegen das Konzert mobil gemacht. Lady Gaga fördere die Satansanbetung und die Homosexualität, erklärte die Gruppe.

"Wenn Lady Gaga doch ein Konzert in Indonesien gibt, werde ich Muslime in Jakarta mobilisieren, es zu verhindern", sagte FPI-Chef Rizieq Syihab lokalen Medien. Die Gruppe hatte damit gedroht, das Konzert zu stören.

Cloud Lightning

Ein Omen? Blitz schlägt in Flugzeug von Frankreichs neuen Präsidenten ein

Francois Hollande
© EPA
Das Flugzeug des neuen Präsidenten Frankreichs François Hollande ist nach Paris wegen des Blitzschlags zurückgekommen, berichtet das Verteidigungsministerium des Landes.

François Hollande flog zum Treffen mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin. Die Details des Zwischenfalls werden noch nicht mitgeteilt.

Nach der Rückkehr in Paris stieg der Präsident in ein anderes Flugzeug um und begab sich wieder nach Berlin.

Nuke

Das Beste aus dem Web: Fukushimas Zusammenbruch: Was die Machthaber und Massenmedien verschweigen

Die Nachricht, die Sie gleich lesen, verschiebt alles andere in die Kategorie »unbedeutend«. Sie machen sich Sorgen über die Präsidentschaftswahlen 2012 in den USA? Über GVO, Fluorid, Impfstoffe, Geheimgefängnisse? Das alles ist völlig unwichtig, wenn wir das Problem des Fukushima-Reaktors Nr. 4 nicht lösen, der kurz vor einem katastrophalen Zusammenbruch steht. Dabei könnte genügend Strahlung freigesetzt werden, um die menschliche Zivilisation auf unserer Erde auszulöschen (siehe die unten stehenden Zahlen).
Radioaktivität
Radioaktiver Fallout bereits in Europa angekommen
Die freigesetzte Strahlung würde Nordamerika in eine »tote Zone« für Menschen verwandeln ... mutierte (Miss-) Ernten, radioaktiv verseuchtes Grundwasser, rasant steigende Kindersterblichkeit,

Häufung von Krebs und Unfruchtbarkeit ... das alles könnte jeden Moment durch ein Erdbeben in Japan ausgelöst werden. Bei einem solchen Ereignis könnte nach Auskunft von Experten 85 mal so viel Caesium-137 wie bei der Katastrophe in Tschernobyl in die Atmosphäre gelangen. Und die Katastrophe von Tschernobyl hat die Umgebung auf Jahrhunderte hinaus für Menschen unbewohnbar gemacht.

Doch die üblichen Verdächtigen, die so gern alles verschleiern, äußern sich nicht zu diesem Thema. Die Mainstream-Medien (besser gesagt die aussterbenden Dinosaurier-Medien) tun so, als gäbe es kein Problem mit Fukushima. Präsident Obama sagt nichts. Die Aufsichtsbehörden, einschließlich der US-Atomaufsicht NRC, bleiben stumm. Alle scheinen zu glauben, das Problem werde verschwinden, wenn niemand darüber spricht.

Vielleicht haben sich diese professionellen Lügner in Medien und Regierung inzwischen auch so an die Vorstellung gewöhnt, sie könnten sich einfach ihre eigene Realität ersinnen (und die Öffentlichkeit dazu bringen, fast alles zu glauben), dass sie jetzt meinen, auch die Gesetze der Physik ignorieren zu können. Deshalb haben sie sich bisher auch geweigert, über die schwach aktive Strahlungswolke zu berichten, die nach wie vor von Fukushima emittiert wird.

Airplane

Flugzeugabsturz in Nepal, 6 Überlebende

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nepal
© dpa / Krishnamani BaralNepalesische Rettungskräfte bringen einen Überlebenden des Agni Air-Flugzeugabsturzes in Pokhara, 200 km westlich von of Kathmandu, in ein Krankenhaus
ei einem Flugzeugabsturz im Himalaya im Nordwesten Nepals sind am Montag 15 der 21 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Behörden teilten mit, bei den Toten handele es sich um 13 indische Passagiere und um die beiden nepalesischen Piloten.


Sechs Menschen - zwei Dänen, eine nepalesische Stewardess, ein Inder sowie zwei indische Kinder - seien gerettet worden und würden in die Stadt Pokhara geflogen. Die Maschine sei beim Landeanflug auf den knapp 2700 Meter hoch liegenden Flughafen Jomsom abgestürzt.

Die Luftfahrtbehörde teilte mit, das zweimotorige Propellerflugzeug vom Typ Dornier Do 228 der Fluglinie Agni Air sei vom schwierigen Hochgebirgsflughafen Jomsom aus auf dem Weg in den Touristenort Pokhara gewesen. Die Piloten seien kurz nach dem Start wegen technischer Probleme umgekehrt. Beim Versuch, wieder auf der engen Landebahn in Jomsom zu landen, sei das Flugzeug an einem der umliegenden Berge zerschellt.

Arrow Down

Energiewende in Gefahr, nächster Solarhersteller stellt Insolvenz

sovello, solar
© 2012 DPA/Bildfunk/Jan Woitas
Neues Opfer in der Serie der Solarpleiten in Deutschland. Erneut trifft es ein Unternehmen aus Ostdeutschland: Sovello aus Bitterfeld stellt Antrag auf Insolvenz.

Der Solarhersteller Sovello ist pleite. Das Unternehmen stellte am Montag Insolvenzantrag beim Amtsgericht Dessau-Roßlau. Das teilte das Gericht mit. Ziel sei eine Insolvenz in Eigenverwaltung.

Das Unternehmen mit rund 1200 Mitarbeitern hat seinen Sitz in Thalheim unmittelbar neben dem Solarhersteller Q-Cells, der ebenfalls zahlungsunfähig ist.

Der Fall Sovello ist ein weiteres Indiz dafür, wie schlecht es der einstigen deutschen Vorzeigebranche geht. In den ostdeutschen Ländern liegt der Schwerpunkt der hiesigen Solarindustrie, die die asiatische Billigkonkurrenz und die Förderkürzungen für ihre Krise verantwortlich macht.

Arrow Down

Illegale Antibiotika im Trinkwasser von Geflügelbetrieben entdeckt

Landesamt sieht keinen sofortigen Handlungsbedarf
Massentierhaltung
© DAPD
Recklinghausen. Im Trinkwasser von Geflügelbetrieben in Nordrhein-Westfalen sind einem Medienbericht zufolge in Deutschland nicht erlaubte Antibiotika entdeckt worden. Bei Kontrollen des Wassers in 36 Betrieben Anfang des Jahres habe es in 22 Fällen Auffälligkeiten gegeben, berichtete der Radiosender NDR Info am Wochenende unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV).

In zwei Betrieben seien Arzneimittel nachgewiesen worden, die in der Bundesrepublik nicht zugelassen seien. Laut NDR Info fand das Landesamt zudem Präparate im Wasser, die die Halter nach eigenen Angaben vor mehr als 500 Tagen bei inzwischen geschlachteten Tieren eingesetzt hatten. Ein Sprecher des Agrarministeriums in Düsseldorf sagte, die vom Ministerium in Auftrag gegebene Studie sei noch nicht fertig. Deshalb werde der Bericht nicht kommentiert.