Das Kind der GesellschaftS


Nuke

Störung im dienstältesten Atommeiler der Welt

Reaktor im Schweizer Atomkraftwerk Beznau musste abgeschaltet werden

Genf. Eine Panne im dienstältesten Atomkraftwerk der Welt hat eine Reaktorabschaltung nötig gemacht. Einer der beiden Reaktoren des 42 Jahre alten Schweizer Kraftwerks Beznau wurde am Freitagabend abgeschaltet. Nach Angaben der Betreiberfirma Axpo gab es eine Störung an einer der beiden Hauptpumpen.

Laut der Aufsichtsbehörde ENSI (Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat) bestand keine Gefahr. In der Umgebung des Atomkraftwerks sei die Radioaktivität nicht gestiegen. Der zweite Reaktor ist nach Angaben der Betreiberfirma nicht von der Störung betroffen und arbeitet weiterhin stabil.

Das Atomkraftwerk Beznau steht auf einer künstlichen Insel im Fluss Aare. Es läuft seit September 1969. Nachdem ein noch älteres Atomkraftwerk Anfang des Jahres abgeschaltet wurde, ist Beznau derzeit das AKW, das seit längstem in Betrieb ist. Nur wenige Wochen jüngere Atomkraftwerke stehen in den USA und Indien.

Im Internet betont Axpo, das Atomkraftwerk werde seit Bestehen laufend nachgerüstet. Schweizer Sozialdemokraten und Grüne forderten zuletzt vor zwei Wochen die Abschaltung der beiden Reaktoren Beznau I und II. Es bestünden Zweifel an der Sicherheit der Anlagen.

Light Sabers

Demonstrationen gegen Neonazi-Aufmarsch in Frankfurt

Anti-Nazi Demo
© dpa/Patrick PleulNeonazi-Aumarsch im Stadtzentrum von Frankfurt (Oder).
Mit Sitzblockaden haben sich in Frankfurt (Oder) mehrere Hundert Menschen gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten gewehrt.

Mehr als 600 Bürger versperrten am Samstag mit ihren Kundgebungen die Innenstadt für die Neonazis. Die Polizei war mit 1000 Beamten im Einsatz. Knapp 180 Rechtsextremisten hatten sich versammelt.

„Die Rechtsextremisten sind an den Rand gedrängt worden. Sie konnten sich nur über Neben- und Schleichwege in der Stadt bewegen. Genau dahin gehören sie auch“, sagte Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos). Laut Polizei gab es bis zum Abend keine Festnahmen. Bis auf kleinere Rangeleien sei es friedlich geblieben. Die Beamten gingen nicht gegen die Sitzblockaden vor.

Ein Bündnis von Deutschen und Polen hatte zu den Protesten aufgerufen. Studenten, Gewerkschaften, Kirchen, Parteien und die jüdische Gemeinde in Frankfurt (Oder) waren dem gefolgt. Die Aktionen richteten sich gegen den europafeindlichen Aufzug einer rechten Kameradschaft.

Bad Guys

Rassistischer Mord an Teenager: New Black Panther und Massenproteste

Der Zorn in den USA über den erschossenen Teenager Trayvon Martin wird stärker. Für die Gefangennahme des Schützen wurde ein "Kopfgeld" ausgesetzt.
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© dapd

Nach dem tödlichen Schuss auf einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen im US-Staat Florida haben am Wochenende erneut tausende Amerikaner für Gerechtigkeit und gegen Rassismus demonstriert. Bei den Protestaktionen unter anderem in Washington, New York, Chicago und Tampa waren viele Teilnehmer mit schwarzen Kapuzen-Sweatshirts bekleidet - ähnlich jenem, das der 17-jährige Trayvon Martin am Tag seines Todes getragen hatte.

Auch via Facebook und Twitter haben mittlerweile Millionen Menschen ihrem Zorn und ihrer Verbitterung über Trayvons gewaltsames Ende Luft gemacht. Barack Obama, der erste schwarze Präsident der USA und Vater von zwei Töchtern, hatte sich am Freitag ebenfalls geäußert: „Wenn ich einen Sohn hätte, würde er wie Trayvon aussehen“, sagte er. „Wenn ich an diesen Jungen denke, denke ich an meine eigenen Kinder.“

Proteste reißen nicht ab

Trayvon war am 26. Februar in Sanford, einem Vorort von Orlando, während eines Abendspaziergangs getötet worden. Der 28-jährige Schütze George Zimmerman, ein Weißer, der in dem Wohngebiet freiwillig Sicherheitspatrouillen durchführte und deswegen bewaffnet war, gab an, dass er aus Notwehr gehandelt habe. Er soll den Jungen in einem Anruf bei der Polizei kurz vor der Tat mit einem rassistischen Schimpfwort bedacht haben.

Heart - Black

Brutaler fünffacher Mord in San Francisco

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© ReutersPolizisten untersuchen die Straße vor dem Einfamilienhaus in San Francisco, in dem fünf Menschen brutal ermordet wurden
Schrecklicher Fund in einem Einfamilienhaus in San Francisco: Die Leichen sind so brutal zugerichtet, dass die Todesursache bei mehreren Opfern noch unklar ist.

Fünf Menschen sind am Freitag in einem Einfamilienhaus in San Francisco (US-Staat Kalifornien) tot aufgefunden worden. Der Mörder habe die Leichen so brutal zugerichtet, dass die Polizei zunächst nicht feststellen konnte, ob sie erschossen, erstochen oder auf eine andere Art zu Tode gekommen seien, schrieb der San Francisco Chronicle.

Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass der Mörder unter den Toten sei. Jetzt sind sich die Ermittler dem Chronicle zufolge nicht mehr sicher. Einen Tatverdächtigen gibt es demnach noch nicht.

Family

Anti-Putin-Demonstration in St. Petersburg

In der russischen Metropole St. Petersburg haben heute knapp 2.000 Oppositionsanhänger gegen den derzeitigen Regierungschef und künftigen Präsidenten Wladimir Putin demonstriert. Die Demonstranten riefen „Putin Dieb“ und „Russland ohne Putin“. Viele trugen weiße Ballons und Schleifen, die zum Symbol der Opposition geworden sind. Aufgerufen zu den Protesten hatten die Kommunistische Partei, die demokratische Partei Jabloko und die Oppositionsbewegung Solidarnost.

„Wir sind nicht bereit, Putin weitere zwölf Jahre auszuhalten. Wir müssen kämpfen“, sagte der Oppositionsführer Andrej Dmitrijew in einer Ansprache. Putin war am 4. März mit offiziell 64 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt worden. Er tritt im Mai die Nachfolge von Amtsinhaber Dimitri Medwedew an, der wiederum Regierungschef werden soll.

V

Lehrerin setzte Schweigeminute für den ermordeten Sündenbock an

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© Reuters (POOL)
Eine französische Lehrerin ist vom Dienst beurlaubt worden. Sie darf das Gelände nicht mehr betreten. Nach Angaben der Lehrergewerkschaft handelt es sich nicht um eine Extremistin.

Paris/Ag. Eine französische Lehrerin, die für den Serienattentäter Mohammed Merah am Freitagmorgen eine Schweigeminute abgehalten hatte, ist vom Dienst beurlaubt worden. Die Rektorin der Schule im nordfranzösischen Rouen sagte, die Frau sei suspendiert und dürfe das Gelände nicht mehr betreten. Nach Angaben der Lehrergewerkschaft handelt es sich nicht um eine Extremistin.

"Die Lehrerin erschien mir ziemlich durcheinander und labil", sagte die Rektorin der Gustave Flaubert-Oberschule, Florence Robine. Sie scheine erst langsam zu begreifen, was sie getan habe. Ein Disziplinarverfahren gegen die Englischlehrerin, die seit sieben Jahren an der Schule unterrichtete, laufe.

Bildungsminister Luc Chatel hatte die Suspendierung der Frau gefordert. "Es handelt sich um ein absolut unerhörtes Verhalten", sagte Chatel im Fernsehsender BFMTV. Zu einer möglichen politischen Motivation wollte er sich nicht äußern.

Kommentar: Erstaunlich, wenn man das System kritisiert, beim Namen nennt und seine Meinung äußerst, die der Realität viel näher ist, wenn nicht sogar die Wahrheit, dass es sich bei den tragischen Vorfällen, um eine Inszenierung handelte.


Bomb

Bombenfund auf Stuttgart 21 Baustelle

Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg wird der Stuttgarter Hauptbahnhof am Sonntag für mehrere Stunden gesperrt. Reisende müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Zur Bergung einer Fliegerbombe auf dem Baufeld für das Milliardenprojekt Stuttgart 21 wird der Hauptbahnhof am Sonntag (25.3.) über Stunden gesperrt. Es wird mit größeren Einschränkungen für Bahn- und Buskunden gerechnet, auch die Gäste zweier großer Hotels müssen ihre Unterkünfte verlassen.

Gegen 08.30 Uhr beginnt die Räumung des Bahnhofs. Die Züge verkehren bis 09.30 Uhr, die letzten S-Bahnen sollen den Hauptbahnhof gegen 10.00 Uhr verlassen. Mit der Entschärfung und Bergung des Relikts aus dem Zweiten Weltkrieg wollen die Experten des Kampfmittelräumdienstes gegen 11.00 Uhr beginnen.

Bomb

Merah plante weitere Anschläge

Paris - Der mutmaßliche Serienmörder von Toulouse hat zugegeben, dass er heute einen Anschlag gegen einen weiteren Soldaten geplant habe. Außerdem habe er Polizisten erschießen wollen, sagte der zuständige leitende Staatsanwalt. Im Gespräch mit Polizisten habe der Mann bedauert, nicht noch mehr Opfer getötet zu haben. Ein Auto werde noch gesucht, in dem Waffen und Sprengstoff vermutet werden. Gefunden worden seien ein Motorroller und eine Kamera.

dpa

Bomb

Explosion in Paris: Paketbombe vor indonesischer Botschaft

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© dpa/DPAOb die Explosion im Zusammenhang mit dem Anschlag auf eine jüdische Schule in Toulouse steht, ist bislang unklar.
In Paris ist am Morgen vor der indonesischen Botschaft eine Paketbombe explodiert. Vor der Detonation konnte ein Mitarbeiter der Botschaft die Bombe an eine Straßenkreuzung transportieren. Dadurch kam es nur zu geringen Sachschäden.

Vor der indonesischen Botschaft in Paris ist am Mittwochmorgen eine Paketbombe explodiert. Nach ersten Erkenntnissen hatten drei Unbekannte das Paket vor dem Gebäude im 16. Pariser Arrondissement deponiert.

Bei der Detonation sei niemand verletzt worden, teilte der für Sicherheitsfragen zuständige indonesische Minister Djoko Suyanto mit. Es seien Fensterscheiben zu Bruch gegangen.

Der Sachschaden am Gebäude blieb aber gering, weil ein Angestellter der Botschaft das Paket entdeckt hatte. Er transportierte es an eine Straßenkreuzung, bevor er floh. Da zu der Zeit nur wenig Menschen auf der Straße waren, wurde niemand verletzt.

Dollar

Benzinpreis auf Rekordhöhen

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© Oliver Berg/DPADie Ölkonzerne nutzten die Krise zu einem Gewinnsprung
100 Millionen Euro pro Monat mussten die Deutschen laut einer Studie seit November beim Tanken zusätzlich zahlen. Nicht nur, weil das Rohöl so teuer ist, sondern weil die Konzerne abkassieren.

Autofahrer argwöhnten schon immer, dass die Mineralölkonzerne ihre Marktmacht zu ungerechtfertigten Preissteigerungen ausnutzen. Offenbar haben sie Recht: Unter dem Deckmantel steigender Rohölpreise und der Irankrise haben die Mineralkonzerne ihre Gewinne massiv erhöht. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Hamburger Experten für Energiemärkte und Energierohstoffpreise, Steffen Bukold. Allein die zusätzlichen Krisengewinne sollen die deutschen Autofahrer jeden Monat 100 Millionen Euro kosten.

Kein Wunder, dass die Autofahrer sauer sind. Preissteigerungen wie in den letzten drei Monaten lassen sich mit sparsamer Fahrweise nicht ausgleichen. Eine Alternative wäre nur das Stehenlassen des Gefährts. Das schont die eigene Kasse und trifft auch die Konzerne. Die Frage lautet daher: Ab welchem Benzinpreis würden Sie aufs Auto verzichten? Machen Sie mit bei unserem Voting.