Woher das Loch neben den Trambahnschienen kam, weiß niemand und das lässt sich wohl auch nicht mehr klären. Es war eben da - und zwar so tief und bedrohlich, dass der Passant sofort den Notruf 110 wählte.
© GaulkeEin Loch neben den Trambahnschienen, hat die Behörden am Donnerstag beschäftigt. Ein Passant hatte es entdeckt.
München -
Ein zwei Meter tiefes, undefinierbares Erdloch unmittelbar neben den Beton-Schwellen des Straßenbahngleises auf der Kreillerstraße (Berg am Laim) zog am Donnerstag und Freitag eine 16-stündige Gleissperrung nach sich. Der Passant entdeckte das Loch auf Höhe der Kreillerstraße 65 zufällig, als er um 18 Uhr über die Gleise lief. Die Linie 19 wurde sofort gestoppt, das Gleis gesperrt. Die Polizei sperrte für einige Zeit die Kreillerstraße. Busse übernahmen den Ersatzverkehr. Eine ausführliche Erkundung von Feuerwehrleuten und Technikern des Baureferats und der MVG ergab, dass
mehrere Kubikmeter Erde in dem rund zwei Meter tiefen Hohlraum einfach verschwunden waren. In 70 Zentimetern Tiefe zeigte sich Wasser, durch das immer wieder Erdreich abbröckelte. Ein Bagger wurde geholt: „Das Loch wurde aufgegraben, um zu klären, wie tief es wirklich ist und ob es eine Gefahr fürs Gleisbett hätte darstellen können oder ob vielleicht ein Rohrbruch die Ursache gewesen sein könnte“, erklärte MVG-Sprecher Matthias Korte. Beides bestätigte sich aber nicht. „Wir haben keine Ursache gefunden. Das Loch war aber klar abgegrenzt und stabil.“ Unter diesen Umständen wurde der Hohlraum in Schichten mit Erdreich aufgefüllt und festgestampft. Auch noch Freitagfrüh blieb die Tram-Verbindung für diverse Testfahrten und Vermessungen der Gleise gesperrt. Ein Fahrschulzug fuhr mehrfach über die reparierte Stelle. Jedes Mal maßen die Techniker mit der Wasserwaage nach, ob sich das Erdreich wieder abgesenkt hatte. Nach zahlreichen Testfahrten durfte die Tramlinie 19 dann aber wieder fahren. Ab 10 Uhr wurden alle Sperrungen aufgehoben.
Kommentar: Erdbeben sind neben den vielen anderen klimatischen Veränderungen ebenfalls stark angestiegen, besonders der pazifische Feuerring ist in letzter Zeit sehr aktiv geworden. Werfen Sie einen Blick auf die Erdveränderungen, die sich allein im letzten Monat auf dem gesamten Planeten abgespielt haben: