ErdveränderungenS


Bell

"Kanarienvögel im Bergwerk": Neben weltweitem Bienensterben sind ein Drittel der amerikanischen Bienenvölker gestorben - Nahrungsmittelversorgung gefährdet

Im vergangenen Winter starb oder verschwand ein Drittel der kommerziell bewirtschafteten Honigbienenvölker in den USA. Dieser kaum aufzuholende Rückgang gefährdet die Nahrungsmittelversorgung des ganzen Landes.
Imker, Bienen
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Zahlreiche Faktoren wie Pestizide, Fungizide, Parasitenbefall, Viren und Unterernährung werden als Ursachen für die hohen Verluste angeführt, die am Mittwoch vergangener Woche durch eine Gruppe von Forschern, Imkern und wissenschaftlichen Mitarbeitern des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums offiziell bestätigt wurden. »Wir kommen einer Situation immer näher, in der wir nicht mehr über ausreichend viele Bienen verfügen, um die Bestäubung in diesem Land zu gewährleisten«, erklärte der Entomologe Dennis van Engelsdorp von der Universität Maryland, der die Untersuchung leitete, die diesen massiven Rückgang dokumentierte.

Ende 2012 und Anfang 2013 verloren die Imker 31 Prozent ihrer Bestände. Damit fielen die Verluste ungefähr doppelt so hoch aus wie aufgrund natürlicher Ursachen als normal gilt. Diese Verluste stehen im Einklang mit vergleichbaren Rückgängen seit 2006, als nach besorgniserregenden Berichten der Imker die erste umfassende Untersuchung des Gesundheitszustandes der Bienenvölker durchgeführt wurde. Nachdem die Verluste 2011/2012 auf 22 Prozent zurückgegangen waren, hatte sich Hoffnung auf Besserung geregt, die nun durch die neuen Zahlen wieder zunichte gemacht wurde.

Bizarro Earth

Erneutes Massensterben von Bienen in Kanada

In der kanadischen Provinz Ontario mussten viele Imker nur wenige Wochen nach der diesjährigen Aussaat des Maises entsetzt den Tod von Millionen ihrer Bienen feststellen.
Bienen
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Der Imker Dave Schuit, der in der Ortschaft Elmwood im Landkreis Grey eine Imkerei betreibt, verlor insgesamt 600 Bienenvölker mit mehr als 37 Millionen Bienen. »Kurz nach Aussaat des Maises begannen Millionen unserer Bienen zu sterben«, sagte Schuit. Wie er machen auch viele andere, u.a. die Europäische Union (EU), eine besondere Gruppe von Insektiziden, die so genannten Neonikotinoide, dafür verantwortlich, die vom Chemiekonzern Bayer CropScience hergestellt und bei der Anpflanzung von Mais und anderen Feldfrüchten eingesetzt werden. Erst im Mai d. J. erließ die EU ein zunächst auf zwei Jahre befristetes Verbot einiger dieser Insektizide, das im Dezember dieses Jahres in Kraft tritt. Damit soll die Möglichkeit eröffnet werden, die Verbindungen zum Bienenmassensterben genau zu untersuchen, von dem auch die Europäer heimgesucht werden.

Ortsansässige Landwirte wie Nathan Carey aus Neustadt, der auch der Ortsgruppe 344 des kanadischen Bauernverbandes National Farmer Union angehört, erklärte, auch ihm sei in diesem Frühjahr auf seinem Hof das Fehlen von Bienen und Hummeln aufgefallen. Seiner Ansicht nach besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem Einsatz der Insektizide und dem Massensterben der bestäubenden Insekten. »Meiner Ansicht nach haben wir alle in dieser Angelegenheit etwas zu verlieren«, erklärte er und organisierte auf seinem Hof am 22. Juni einen öffentlichen Workshop und eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema. An dieser Veranstaltung, so hofft er, sollten alle beteiligten Parteien teilnehmen und darüber diskutieren, warum so viele der wichtigsten Bestäuber unzähliger Pflanzen sterben.

Pumpkin 2

Zweittrockenster Monat seit Wetteraufzeichnung für Deutschland?

Nach einem verkorksten Start in den Sommer wird der Juli seinem Ruf als Sonnenmonat gerecht: Hohe Temperaturen, kaum Regen. Doch mit der Trockenheit steigt auch die Gefahr von Waldbränden.

Der Sommer entschädigt uns für den fürchterlichen Frühling, der sich anfühlte wie Herbst: Tatsächlich könnte der Juli nach Ansicht von Experten einer der trockensten Julimonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden.

"Deutschlandweit ist das Regensoll erst zu zehn Prozent für den Monat erfüllt, dabei ist schon über die Hälfte des Monats vorbei", sagt Meteorologe Dominik Jung vomWetterportal "wetter.net". Im Flächenmittel seien lediglich sieben Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. "Damit könnte der Juli 2013 der trockenste Monat seit November 2011 werden und der war der zweitrockenste Monat überhaupt seit Beginn der Wetteraufzeichnungen", sagt Jung.

Die kommenden sieben Tage bringen für Deutschland und weite Teile Europas denn auch nur wenig oder gar keinen Regen. "Für einen Juli ist diese Entwicklung ganz schön untypisch", sagt Jung. Normalerweise gäbe es immer mal wieder zumindest Schauer oder Gewitter in diesem Sommermonat.

Cloud Precipitation

Schwere Regenfälle in Rom

Nach heftigen Regenfällen und einem schweren Sturm wurden viele Stadtteile von Rom in Italien am Sonntag beeinträchtigt. Das Wasser stand teilweise auf den Strassen. Bäume wurden entwurzelt und stürzten um. Sogar die U-Bahn Station Roma Termini wurde zeitweise geschlossen.

Bad Guys

Weltweite Erdfälle: Eine kurze Auflistung

Plötzlich sackt der Boden weg, verschluckt Autos oder ganze Häuser: Die Festigkeit der Erde trügt manchmal. Sogenannte Erdfälle und Senklöcher können sich unerwartet auftun, wo der Mensch Bergbau betrieb oder das Gestein von Natur aus instabil ist. Hier sind Bilder der spektakulärsten Abgründe.

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© REUTERS/ China DailyRückwärts bergab: Ein Bus in der chinesischen Stadt Ruian im Osten des Landes wurde nach einer unterirdischen Explosion in die Luft geschleudert und sackte dann in den entstandenen Krater. Das Bild stammt aus dem Jahr 2011. Fahrgäste saßen nicht in dem Bus.
Hamburg - Deutschland schaute nach Thüringen, ins kleine Städtchen Schmalkalden, wo gerade einmal 20.000 Menschen leben. Denn ein Loch hatte sich aufgetan, so groß wie eine Turnhalle, damals im Herbst 2010. Es hatte ein Auto verschluckt - und wer in der Nähe wohnte, durfte nicht zurück in sein Haus.

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© REUTERS/ Casa PresidencialAbgrund mitten in der Stadt: Dieses massive Senkloch in Guatemala Stadt geht zurück auf die heftigen Regenfälle, die mit dem Tropensturm Agatha im Jahr 2010 durch die Stadt fegten.
Es war ein besonders heftiger Bodeneinsturz, doch bei weitem nicht der einzige. Dutzende solcher sogenannten Erdfälle gibt es jedes Jahr in dem Bundesland - und auch anderswo. Sie lassen sich kaum vorhersagen, plötzlich sackt der Boden weg.

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© ReutersVieh-Lift: Diese Kuh blieb unverletzt. Weder tat sie sich ernsthaft weh, als sie im Frühjahr 2001 in das fünf Meter tiefe Senkloch stürzte, noch wurde sie bei der Rettung durch die Feuerwehrleute verletzt.

Kommentar: Schauen Sie auch die folgenden Artikel von Sott.net an:

Erdfälle und Sinkholes - Ein Zeichen der Zeit?

Und es gibt auch eine Google-Karte von vielen gemeldeten Erdfällen


Red Flag

Hai tötete 15-Jährige beim Baden in Réunion nur wenige Meter vom Ufer entfernt

Mädchen ist bereits das zweite Todesopfer in diesem Jahr

Réunion - Ein Hai hat ein 15-jähriges Mädchen vor der französischen Insel Réunion im Indischen Ozean getötet. Das Tier griff die Urlauberin in der Bucht von Saint-Paul an, wie die Präfektur am Montag mitteilte.

Die Sicherheitsbehörden gaben an, dass das Raubtier die 15-Jährige angefallen hatte, obwohl sie keine fünf Meter vom Ufer entfernt badete. Es war der zweite tödliche Hai-Angriff vor Réunion seit Anfang des Jahres. Die Jugendliche ist offiziellen Angaben zufolge das erste Todesopfer, das beim Baden angegriffen wurde. Alle anderen Opfer waren bisher Surfer.

Kommentar:


Bad Guys

Mysteriöses Fisch- und Vogelsterben in Florida und die Machenschaften von landwirtschaftlichen Industrien

Immer häufiger kommt es zum Massensterben von Wildtieren, zumeist aus unerfindlichen Gründen. Oft wird zwar das unmittelbare Problem erkannt, doch was dieses Problem verursacht hat, bleibt im Dunkeln.
Indian River Lagune
Indian River Lagune
Dann wird von »diffuser Umweltverschmutzung« (»non-point pollution«) geredet, der Begriff besagt, dass es mehr als einen Verschmutzer gibt. Zwar werden in den Medien einige der üblichen Verdächtigen benannt, aber Journalisten, Regierungs- oder Justizbehörden sprechen nur beiläufig darüber, ernsthafte Ermittlungen unterbleiben.

Unternehmensvertreter beeinflussen Medien und Regierung dazu, die Lage zu ignorieren oder bestenfalls pro forma zu ermitteln, an der Oberfläche zu kratzen und dann ohne ernsthaftes Einschreiten wieder abzuziehen. So oder so, niemand wird zur Verantwortung gezogen, Konsequenzen für die Umwelt gibt es nicht.

Die BP-Katastrophe im Golf von Mexiko - eines der schlimmsten menschengemachten Umweltdesaster in der Geschichte der USA - war ein Paradebeispiel für die Macht der Industrie über Medien und Regierung.

Die neueste Krise in der Indian Creek Lagoon an der zentralen Ostküste Floridas ist ein furchtbares ökologisches Desaster. Viele halten sie für ein unerklärliches natürliches Phänomen, andere hingegen für einen Fall diffuser Umweltverschmutzung. [1]

Aber irgendetwas ist faul an den Umständen, die sie herbeigeführt haben.

Phoenix

Explosion im Tungurahu-Vulkan: Alarmstufe erhöht

Seit 2006 ist der Vulkan Tungurahua südlich der Hauptstadt Quito wieder aktiv. Jetzt hat es im Vulkan eine Explosion gegeben und die Alarmstufe wurde erhöht. 200 Menschen sind daraufhin evakuiert worden.

In Ecuador sind nach einer Explosion im Vulkan Tungurahua einige umliegende Siedlungen evakuiert worden. Rund 200 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, teilten die Behörden mit. Die Alarmstufe rund um den 5000 Meter hohen Berg wurde erhöht.

Nach Angaben des staatlichen Instituts für Geophysik war nach einer heftigen Explosion eine fünf Kilometer hohe Aschewolke aus dem Krater aufgestiegen. Der Vulkan warf auch glühendes Gestein aus. Der Tungurahua liegt rund 140 Kilometer südlich der Hauptstadt Quito und ist seit 2006 wieder aktiv.

sis/dpa

Apple Red

Süßkirschenernte: Bauern rechnen mit mäßiger Ernte in NRW

Die Süßkirschensaison in NRW hat in diesem Jahr spät und verhalten begonnen. Wegen der oft kühlen und regnerischen Witterung im Mai und Juni konnten sich die Früchte nicht gut entwickeln, sodass viele vorzeitig vom Baum gefallen sind, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Zudem platzt ein Teil der Kirschen bei den häufigen Regenfällen. Daher rechnen die Obstbauern mit einer mittleren bis schwachen Erntemenge.

Die Ernte hat im Vergleich zu 2012 etwa 10 bis 14 Tage später begonnen. Jetzt werden die früh reifenden, saftigen Sorten, wie Merchant und Bellise, geerntet. Diese Früchte sind sehr saftig und haben ein mildes Aroma. Von Mitte Juli an reifen die großfruchtigen und knackigen Sorten, zum Beispiel Kordia und Samba. Den Abschluss der Kirschensaison bilden die Sorten Regina und Sweetheart. So sind bis Anfang August kontinuierlich frische Kirschen erhältlich. Von Mitte Juli an ergänzen Sauerkirschen das Sortiment.

Für die Süßkirschen war das Wetter in diesem Frühjahr nicht optimal. Zwar herrschte zur Blütezeit günstiges, trockenes Wetter mit viel Sonne. Daher konnten sich die Obstbauern über einen zunächst guten Fruchtansatz freuen. Die nachfolgende kühle und dunkle Witterung hat aber die weitere Fruchtentwicklung behindert. Der natürliche Fruchtfall im Juni, das sogenannte Röteln, fiel daher ungewöhnlich stark aus. In vielen Kirschenanlagen werden nun nur noch 30 bis 80% eines Vollertrages erwartet. Ein Teil davon ist allerdings bei den Regenfällen der vergangenen Tage bereits geplatzt.

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Fracking steht in Verbindung zu Erdbeben und kann sie auslösen

Beim hydraulischen Aufbrechen des Gesteinsuntergrunds, dem sogenannten Fracking, handelt es sich um eine Methode, die zunehmend besonders bei der Erdöl- und Erdgasförderung aber auch in ähnlicher Form bei Geothermiebohrungen zur Anwendung kommt und bei der eine (Abwasser-)Flüssigkeit in den Tiefenuntergrund gepresst wird, um so im Reservoirgestein Risse zu erzeugen, bereits vorhandene aufzuweiten und zu stabilisieren. Schon seit einiger Zeit warnen einige Wissenschaftler jedoch vor unabsehbaren geologisch-seismischen Folgen dieses Verfahrens und sehen neben der Grundwasserverunreinigung mit Schmutzwasser und Chemikalien sogar Hinweise darauf, dass das sogenannte "Fracking" Erdbeben und seismisches Chaos verursachen können. Eine neue Studie erbringt hierfür nun den wissenschaftlichen Beweis.
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© motherjones.com / N. v/d Elst et al.Grafik zu den Studienergebnissen.
Palisades (USA) -Wie die Forscher um Nicholas van der Elst vom Earthquake vom Lamont-Doherty Earth Observatory an der Columbia University aktuell im Fachjournal Science (DOI: 10.1126/science.1238948) berichten, können Erdbeben in tausenden Kilometern Entfernung Reflex-Beben in Gegenden auslösen, in denen Fracking angewendet wurde und wird.

Schon frühere Studien hatten gezeigt, dass Fracking die seismische Aktivität in einer Region erhöhen kann. Die Fracking-Flüssigkeiten, so die aktuelle Studie, wirken wie ein druckdichtes Kissen, wodurch größere Erdbeben an gänzlich anderen Orten durch die Übertragung der seismischen Wellen auf bis dahin eigentlich stabile Falten kleinere Beben an Ort und Stelle bzw. den Fracking-Regionen hervorrufen können.