Biochemisch gesehen ist Fasten für den Körper tatsächlich eine Gelegenheit, aufzuräumen. Was genau geschieht beim Fasten?
Fasten versetzt den Körper in einen Zustand, der Ketose heißt:
- Der Körper bekommt über längere Zeit keine Nährstoffe, insbesondere keine Kohlenhydrate und kein Eiweiss. Daher fängt er an, über Gluconeogenese neue Glucose aus Körper-Eiweiß herzustellen.
- Dabei wird nicht wie oft angenommen wertvolle Muskelmasse abgebaut, sondern der Körper geht auf die Suche nach Abfall-Eiweiß: Alte Zellen, Bakterien, Viren (Viren bestehen zwar nur aus DNA, haben aber häufig eine schützende Hülle aus Eiweiß) usw. werden so vom Körper recycled. Dieser Vorgang heißt Autophagozytose: Kranke oder beschädigte Zellen bauen sich dabei selbst ab und darin enthaltene Bakterien und Viren werden mit abgebaut
- Dieser Vorgang läuft Hand in Hand mit dem Abbau von Fett, bei dem auch Ketonkörper anfallen.
- Beim Abbau von Eiweiß zu Glucose fallen Keton-Körper an. Diese sind ein effizienter Brennstoff, den der Körper gut als Energiequelle nutzen kann.
- Da jetzt Glucose im Körper rar ist, werden auch Bakterien geschwächt: Diese können nur Glucose als Nahrung verarbeiten während andere Körperzellen prima mit Keton-Körpern auskommen. Auch Krebszellen werden dadurch geschwächt und können dadurch unter Ketose abgebaut werden.













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