Was passiert, wenn wir ein Stück Fleisch in Salzsäure werfen? Erinnerst du dich an dieses Experiment im Biologie- oder auch Chemieunterricht? Genau: Zuerst fängt es an zu blubbern, dann dauert es einige Zeit und schließlich wird das Stück Fleisch komplett zersetzt. Dieses interessante Experiment ist natürlich nicht nur ein faszinierender Spaß für Achtklässler, sondern hat einen ganz praktischen Nutzen. Denn nichts anderes passiert in unserem Magen.

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Magensäure ist chemisch betrachtet Salzsäure (HCl), deren Aufgabe es ist, unsere Nahrung in seine Einzelteile zu zerlegen.Dank unserer schützenden Magenschleimhaut verdauen wir uns nicht selbst, sondern nur das, was wir essen. Magensäure gilt als die Säurepforte zu unserem Verdauungstrakt.
Durch den Magen sollte nichts in den Darm gelangen, was dort Unheil anrichten kann. Bakterien, Parasiten, Keime - die Aufgabe der Magensäure ist es, so ziemlich alles abzutöten, was in unserem Organismus nichts zu suchen hat.
Ähnlich wie unser Speichel, der bereits den ersten Schritt der Verdauung darstellt, ist die Magensäure zudem eine wichtige
Voraussetzung für eine gesunde Verdauung. Durch sie werden Nahrungsmittel in ihre Bestandteile aufgebrochen. Das funktioniert nur innerhalb eines sehr kleinen Bereiches - zu viel ist ebenso wenig gut, wie zu wenig Magensäure. Ist nicht genügend Magensäure vorhanden, kann die Nahrung nicht richtig aufgebrochen werden, d.h. weder Eiweiße, noch Kohlenhydrate oder Fette können ausreichend verdaut werden.
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