Gesundheit & WohlbefindenS


Heart - Black

Krankes Gesundheitssystem - Professor klagt an: "Wir werden nicht mehr als Menschen wahrgenommen"

In einem Interview hat der Freiburger Professor Giovanni Maio jetzt erörtert, woran unser Gesundheitssystem krankt: unter anderem daran, dass wir alle als Menschen nicht mehr wahrgenommen werden. Die Folgen sind fürchterlich: So gibt es viel zu viele Operationen. Und zwar in geschäftlicher Absicht.
Behandlung, Krankenhaus, Patient, Ärzte
© racorn/Shutterstock
Professor Giovanni Maio hat kürzlich in einem Interview eingeräumt, was viele Betroffene schon selbst über das deutsche Gesundheitssystem erfahren haben: »Es wird zu schnell operiert.« - »Der Patient«, so heißt es weiter, wird »ohne Rücksicht durch die Klinik geschleust«.

Mediziner klagt an

Der Medizinethiker vermutet dahinter »natürlich Absicht«. Eine der Hauptfallen sieht er bei der Politik. Auf der einen Seite gaukelten die Verantwortlichen uns Bürgern vor, ein Anrecht auf alle möglichen Leistungen zu haben. Auf der anderen Seite müssten Krankenhäuser schließen, sobald sie keine schwarzen Zahlen mehr schreiben.

Smoking

Hinweise auf Zigarettenschachteln können Krebs verursachen

Gesundheitshinweise auf Zigarettenschachteln
© unbekanntMöglicherweise löst der Warnhinweis Krebs aus
Der Nocebo-Effekt - oft auch als negativer Placebo-Effekt bezeichnet - beruht, wie auch der Placebo-Effekt, unter anderem auf einer bestimmten Erwartungshaltung[2] . Die Erwartungshaltung kann demnach auch unbewußt sein und auf Lernmechanismen wie z.B. Konditionierungen beruhen. So kann beim Menschen die Befürchtung aufgebaut werden, daß bestimmte äußere Einwirkungen «krank machen».[3] Diese Personen erkranken dann auch tatsächlich, beziehungsweise es können die entsprechenden Symptome bei ihnen beobachtet und auch gemessen werden. Einem anderen gängigen Erklärungsmodell zufolge handelt es sich dabei um eine negative selbsterfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy).[4] [Quelle: Wikipedia]

Pills

Doppelter Antidepressiva-Konsum in 11 Jahren für Deutschland

Arznei
© Würfel
Paris/Leipzig - In den 33 OECD-Ländern nimmt der Bedarf an Antidepressiva zu. Das hat der OECD- Bericht „Health at Glance 2013" ermittelt. Demnach stieg der Konsum der Psychopharmaka zwischen 2000 und 2011 von 35 auf 56 tägliche Dosen pro 1.000 Einwohner. In Deutschland verdoppelte sich der Konsum in den elf Jahren, liegt aber mit 50 Tagesdosen noch unter dem Durchschnitt.

Die OECD führt den zunehmenden Verbrauch etwa in Großbritannien auf die Auswirkungen der Finanzkrise zurück. Häufig würden Antidepressiva zudem bereits bei milderen Formen von Erkrankungen, etwa Angstzuständen oder Sozialphobien verordnet, die Therapien fielen allgemein intensiver aus. „Diese Ausdehnung hat zur Besorgnis darüber geführt, ob die Verschreibungen angebracht sind“, heißt es in dem Bericht kritisch.

Arrow Down

Tampon löst bei 14-Jähriger tödliche Krankheit aus

Eine 14-Jährige benutzte zum ersten Mal in ihrem Leben ein Tampon. Einige Tage später starb sie. Was niemand wusste: Das Tampon löste die tödliche Krankheit aus.

Ein 14 Jahre altes Mädchen aus Wales ist offenbar wegen eines Tampons gestorben. Ihre Eltern sind damit nun auf Facebook an die Öffentlichkeit gegangen, um andere zu warnen.

14-Jährige gestorben: Nach dem Tampon kam das Fieber

Dort erzählen sie auch über das tragische Schicksal ihrer Tochter. Demnach hat die 14-jährige Natascha zum ersten Mal ein Tampon verwendet. Plötzlich hatte das Mädchen sich unwohl gefühlt. Natascha bekam Fieber. Und Durchfall. Ihre Symptome wurden fälschlicherweise als ein Norovirus diagnostiziert, heißt es auf der Facebook-Seite. Niemand konnte ahnen, dass die Jugendliche durch das Tampon ein sogenanntes Toxisches Schocksyndrom erlitten hatte.

Ambulance

Alte Bleirohre vergiften Trinkwasser

kind trinkt aus wasserhahn
© pa/ZB/dpa-ZBKinder sollten überhaupt kein Wasser aus dem Hahn trinken, wenn es aus Bleirohren kommt
Der Grenzwert für Blei im Trinkwasser sinkt. Wo noch Bleirohre eingebaut sind, kann dieser Wert nicht eingehalten werden. Deshalb müssen alte Rohre raus.

Wasser aus dem Hahn hat in Deutschland eine hohe Qualität - nur nicht dort, wo es noch durch alte Bleirohre fließt. Selbst kleinste Mengen des geruch- und geschmacklosen Schwermetalls schädigen nämlich auf Dauer das Nervensystem.

Blei macht dumm, besonders wenn sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet. Ungeborene und Kleinkinder sind am stärksten gefährdet.

Black Magic

Gentechnik in Bayern: Der Mais, der Angst macht

Genmais
© Johannes SimonEin zartes Maispflänzchen. Die Kritiker der Agrar-Gentechnik befürchten aber, dass durch Genmais Schaden in der Natur entsteht.
Aus Berlin kommen nur Floskeln, von europäischer Ebene droht Gefahr: Gentechnik-Gegner warnen vor der Zulassung der neuen Mais-Sorte 1507 durch die EU-Kommission. Sie vergleichen die Agrar-Gentechnik mit der Atomkraft - aber ernten dafür auch Widerspruch.

Da war Anneliese Blümel vielleicht stolz, als der damalige Umweltminister Markus Söder (CSU) dem Landkreis Miesbach das Gütesiegel "Gentechnikanbaufreie Kommune" verlieh. Die Schlierseerin und ihre Mitstreiter im Netzwerk Zivilcourage setzen sich dafür ein, dass Bayerns Felder für gentechnisch manipulierte Nutzpflanzen tabu bleiben. "Keiner weiß, ob sie nicht doch schlimme Folgen für die Natur und uns Menschen haben. Und die Bauern brauchen sie nicht für bessere Erträge", sagt Blümel. "Deshalb wollen wir das nicht."

Family

Diabetesrisiko bei Kindern wird anscheinend durch Atemwegsinfektionen erhöht

Häufige Infektionen in den ersten Lebensmonaten begünstigen eine spätere Erkrankung an Typ 1 Diabetes

Typ 1 Diabetes tritt oft bereits in jungen Jahren auf und bleibt ein Leben lang erhalten. Jetzt haben Wissenschaftler einen Faktor identifiziert, der für den Ausbruch der Erkrankung eine wichtige Rolle spielt: Ihre Studien zeigen, dass die Anzahl der Atemwegsinfektionen im ersten Lebensjahr mit einem höheren Diabetesrisiko verbunden ist. Sie stellen ihre Arbeit nun in der Fachzeitschrift ‚JAMA Pediatrics‘ vor.

Bild
© gemeinfreiInsulinspritze bei Diabetes
Im Gegensatz zum Typ 2 Diabetes, der sich erst später im Leben entwickelt, ist der Typ 1 Diabetes eine angeborene Autoimmunerkrankung. Bei dieser werden sogenannte Autoantikörper gegen die Insulin-bildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet. Dies bezeichnet man als Insel-Autoimmunität. Sie tritt im Alter von sechs Lebensmonaten bis drei Jahren am häufigsten auf.

Stop

Neun Fälle von offener Tuberkulose in Brandenburg

In Brandenburg sind erneut Fälle von Tuberkulose aufgetreten. Unter den Betroffenen befindet sich eine Lehrerin aus Frankfurt Oder und acht Asylbewerber, die in der Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt untergebracht sind. Momentan werden sie in einer Spezialklinik behandelt.

Neue Fälle von Tuberkulose in Brandenburg: Eine Lehrerin aus Frankfurt (Oder) ist an offener Lungentuberkulose (Tbc) erkrankt. Das teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Zudem sind acht Asylbewerber in Eisenhüttenstadt betroffen. In der Zentralen Erstaufnahmestelle des Landes seien drei Erwachsene und fünf Kinder an Tuberkulose erkrankt, teilte das Innenministerium am Abend in Potsdam mit. Sie seien in einer Spezialklinik in Berlin. Vorsichtshalber würden sie bis zum 18. Dezember nicht auf Kreise und Städte verteilt - „bis zum sicheren Ausschluss einer ansteckungsfähigen Tuberkulose“, hieß es. Die Pädagogin wird laut Stadtverwaltung ebenfalls behandelt.

Schüler und Lehrer ihrer Schule seien informiert worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Fällen gibt, war zunächst nicht bekannt.

Smoking

Rechtsmediziner: Raucherlunge gibt es nicht (Video)

Prof. Dr. Michael Tsokos (* 23. Januar 1967 in Kiel) ist ein deutscher Rechtsmediziner und Professor an der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin. Er leitet seit 2007 das Institut für Rechtsmedizin der Charité und gleichzeitig das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin-Moabit.


Kommentar:

Rauchen kann tatsächlich schädlich sein, muss es aber nicht sein, abhängig von der Qualität der Zigaretten und des Tabaks. Industriell gefertigte Zigaretten, die künstliche Inhaltsstoffe enthalten (wie Abbrennhilfen, Aromastoffe, Konservierungsmittel, Düngemittel, Fungizide, Pestizide, Schwermetalle, Bleichmittel im Papier etc.), könnten tatsächlich die Gesundheit belasten. Dies ändert jedoch nichts an der Wirkung des Nikotins als Reinstoff. Als Alternative zu industriellen Zigaretten bietet sich organisch produzierter Drehtabak an. Diese sind gekennzeichnet mit "100% organischer Tabak".

Bezüglich der vielen positiven Eigenschaften von Nikotin weisen wir unsere Leser auf die folgenden Artikel hin:

Studie: Nikotin alleine macht nicht süchtig, es sind andere Tabakstoffe

Nikotin stoppt Chemotherapie

Nikotin stärkt Nervenverbindungen bis zu 200 Prozent

Nikotin ist nützlich

Nikotin verlangsamt Demenz

Nikotin kurbelt Omas Gedächtnis an

Studie: Nikotin statt Gehirnjogging - Neues aus der Forschung zur Demenz-Vorsorge

Nikotin schützt das Gehirn vor Parkinson

Nikotin vergrößert “Arbeitsspeicher”

Gehirnzellen funktionieren anders als bisher vermutet: Nikotin hilft, Kreativität zu entfachen

Stadtvögel nutzen Zigarettenstummel um Parasiten abzuwehren

Nikotin - Das Zombie-Gegenmittel

Jenseits der Propaganda: Nikotin und Rauchen - Ein erster Blick hinter den Schleier

Nikotin positiv fürs Gehirn, steigert Aufmerksamkeit


Pills

Abgelaufene Medikamente: "Die Wirksamkeit wird schlechter sein"

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© corbisAlter Arzneimittel: Oftmals länger verwendbar.
Setzt die Pharmalobby kurze Haltbarkeitsdaten für Arzneimittel durch, um Profite zu steigern? Welche Medikamente kann man nach Ablauf des Verwendbarkeitsdatums problemlos weiternehmen? Und welche auf keinen Fall? Pharmazeut Jörg Breitkreutz klärt auf.
Zur Person

Jörg Breitkreutz ist Direktor des Instituts für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Uni Düsseldorf und Präsident der Arbeitsgemeinschaft für pharmazeutische Verfahrenstechnik.

SPIEGEL ONLINE:
Warum sind die Verfallsdaten für Medikamente so kurz - damit die Pharmaindustrie besser verdient?

Breitkreutz: Das ist ein weit verbreitetes Vorurteil. In Wirklichkeit liefert der Hersteller Daten zur Stabilität des Medikaments an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn (BfArM) oder die European Medicines Agency in London (EMA). Die legen dann das Verwendbarkeitsdatum fest. Das kann sich bei einem Medikament unterschieden - je nach Klimazone. In den USA kann für Arzneimittel im feucht-heißen Florida ein anderes Haltbarkeitsdatum gelten als im kälteren Norden.


Kommentar: Der Pharmalobby kann dennoch so etwas zugetraut werden, dass sie bewusst die Haltbarkeitsdaten verkürzen.