Für sehr viel Aufsehen sorgt derzeit das neue Buch des Medizinjournalisten Dr. med. Werner Bartens. In seinem Machwerk
Heillose Zustände prangert er die Unfähigkeit der Ärzte an, sich eine differenzierte Meinung anzueignen. Vielmehr vertrauen viele Mediziner den Lobbyisten der Pharmaindustrie und gehen selbst nach dem Grundsatz des Profits. Bartens geht in seinem Buch sogar soweit und behauptet, einige Krankheiten gebe es überhaupt nicht und wurden nur erfunden, um Gewinnmaximierung zu erreichen. „Wäre das deutsche Gesundheitswesen ein Patient, würde er wohl auf der Intensivstation liegen“.
„Heillose Zustände“ herrschen in Deutschland: Der Medizinjournalist, Arzt und Autor des
Ärztehasser-Buches Werner Bartens hat ein neues Buch geschrieben. In diesem prangert er die Gesundheitsindustrie in Deutschland an. Riskante Brustimplantate, eine übermäßige Krebsvorsorge und teure Arzneimittel ohne Mehrwert seien einige Beispiele, die zeigen, wie nicht mehr der Patient, sondern das Geld im Vordergrund steht.
Mehr Profit lieben alle im Kapitalismus. „Wenn aber die Gesundheitsindustrie wachsen soll, müssen mehr Menschen krank sein“, schreibt der Autor im Vorwort. Damit der Gewinn gesteigert werden kann, werden kurzerhand überflüssige Medikamente konzipiert und sogar neue Krankheiten erfunden. Zudem hängen oft aufwendige Untersuchungen nicht vom Krankheitsverlauf ab, sondern von der Verfügbarkeit und vom Abschreibebedarf der teuer angeschafften Praxisgeräte. „Klar ist: ein gutes Gesundheitssystem gibt es nicht zum Schnäppchenpreis, aber wer räumt da eigentlich mal auf in diesem Selbstbedienungsladen der Lobbygruppen? Und wo ist die Lobbygruppe der Patienten?“ fragte sich auch unlänsgt Frank Plasberg in der ARD-Sendung „Hart aber Fair“.
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