Ein Blick hinter die Kulissen der Pharma-Branche: Wer eigentlich schluckt die Pillen, die erst in der Entwicklung sind, also reichlich Risiken und Nebenwirkungen bergen?

© MDR/NeoproductionsHerr Buchmüller will herausbekommen, was 1989 wirklich passierte.
Medikamente sind etwas ganz Wunderbares. Etwas, das den wissenschaftlichen Fortschritt, den wir Menschen vorantreiben, eindrucksvoll symbolisiert. Medikamente können Schmerzen lindern, Leben verlängern, Familien wieder glücklich machen. Das Problem ist nur: Diese wunderbaren Helfer der Menschheit haben auch eine Vorgeschichte. Sie müssen erst entwickelt werden. Und in dieser Entstehungsphase können sie das Gegenteil von dem darstellen, was sie eigentlich sein sollen: Da sind sie kein Beglücker, sondern eine Gefahr.
Arte machte dies zu einem Themenabend. Im Beitrag „Die Pillen-Tester“ lernen wir Probanden kennen, die gegen Zahlung einer bestimmten Summe Medikamente testen, die zuvor noch nie an Menschen ausprobiert wurden. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission, sagt in dem Film den Satz: „Die Bezahlung darf kein Anreiz sein, über diese Studien Geld zu verdienen.“ Es ist ein Satz, der offenbar besagen soll: Das Geld, das die Versuchsteilnehmer erhalten, soll sie nicht dazu verleiten, mit ihrem Körper Schindluder zu treiben. Weshalb aber, bitteschön, sollten gesunde Menschen sich sonst darauf einlassen, sich als Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen, wenn nicht um der in Aussicht gestellten Euro willen?
Kommentar: Jenseits der Propaganda: Nikotin und Rauchen - Ein erster Blick hinter den Schleier