Gesundheit & WohlbefindenS


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Erster Ausbruch von Anthrax seit 31 Jahren in Colorado

(
Kühe
Übersetzung de.sott)

Colorado - Im Nordwesten Colorados sind zwei weitere Kühe an Anthrax gestorben, was den ersten Ausbruch der Krankheit seit 31 Jahren in dem Staat auf drei Farmen ausweitet.

Letzte Woche sind auf einer Farm in Logan County 60 Kühe gestorben und in einem der Tiere wurde Anthrax diagnostiziert. Laut Beamten ist es wahrscheinlich, dass alle Tiere an der Krankheit gestorben sind.

Das Landwirtschaftsministerium von Colorado sagte am Mittwoch, dass sich die zusätzlichen Kühe auf zwei unterschiedlichen, benachbarbarten Farmen befanden. Beide starben an der Krankheit.

Info

Ausbruch des West-Nil-Virus: Katastrophenzustand in Texas und Versprühen von Insektiziden aus der Luft

Bild
(Übersetzung de.sott)

Texas - Der Bürgermeister von Dallas, Mike Rawlings, rief am Mittwoch in Bezug auf den Ausbruch des West-Nil-Virus in der Stadt den Katastrophenzustand aus und authorisierte das erste Versprühen seit mehr als 45 Jahren von Insektiziden in der Luft.

Dallas und andere nordtexanische Städte haben der seltenen Nutzung vom Sprühen in die Luft (Engl.: aerial spraying) aus Flugzeugen zugestimmt, um den in der Nation bisher schlimmsten Ausbruch des West-Nil-Virus in diesem Jahr zu bekämpfen.

Das letzte Mal als Dallas das Versprühen aus der Luft benutzt hat, war im Jahr 1966, als mehr als ein Dutzend Todesfälle der Enzephalitis zugeschrieben wurden.

Im Landkreis Dallas, wo Beamte letzte Woche ein Versprühen aus der Luft authorisiert haben, wurden mehr als 200 Fälle der Infektion mit dem West-Nil-Virus und zehn Todesfälle in Verbindung mit dem Virus berichtet.

Newspaper

Masern-Alarm nach einem Flug von Singapur nach Zürich

500 Personen mussten nach einem Flug von Singapur nach Zürich ausfindig gemacht werden. Der Grund: An Bord der Maschine könnten sie sich mit Masern angesteckt haben.
Masern
© Keystone
Ende Juli ist ein Passagier des Grossflugzeugs Airbus A380 von Singapur nach Zürich mit Anschlussflug nach Genf an Masern erkrankt. Das Bundesamt für Gesundheit musste dafür sorgen, dass rund 500 Personen, welche in den gleichen Flugzeugen unterwegs waren und sich angesteckt haben könnten, gewarnt wurden. Es verständigte die sieben Kantonsärzte und die 20 Gesundheitsbehörden der Herkunftsländer der Passagiere. Das berichtet NZZ am Sonntag in der aktuellen Ausgabe.

Beaker

Harmlose Bodenbakterien können zur Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen beitragen

Gefährliche Gene gelangen über Gülle, Mist und Abwässer in die Erde

Bakterien
© Research Center for Auditory and Vestibular Studies, Washington University, St. LouisRasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Bodenbakterien der Gattung Ochrobactrum, die zahlreiche Resistenzgene enthielten.

Harmlose Bodenbakterien könnten zur Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen beitragen. Denn sie tragen inzwischen zahlreiche Resistenzgene in sich, die sie von Krankheitserregern des Menschen übernommen haben. Das hat eine internationale Forschergruppe bei der Untersuchung von Bodenproben festgestellt. Sie entdeckten darin Mikroben, die gegen fünf gängige Klassen von Antibiotika immun waren. Die Resistenzgene dieser harmlosen Bakterien seien identisch mit denen von Keimen, die gefährliche und schwer zu bekämpfende Infektionen hervorrufen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Science".


Das deute darauf hin, dass die Erreger die Resistenzgene über direkten Kontakt an die Bodenbewohner übertragen hätten. Geben die Bodenmikroben diese Gene an noch nicht resistente Erreger weiter, könnten auch diese zukünftig unempfindlich gegenüber Antibiotika werden. Die Forscher vermuten, dass die resistenten Erreger über Gülle und Mist von antibiotisch behandelten Nutztieren auf die Felder und von dort in den Boden gelangt sind. Aber auch Rückstände im Abwasser könnten zu Resistenzen in der Umwelt beitragen.

Pills

Drastische Veränderung von Darmflora und Stoffwechsel: Antibiotika in der Kindheit erhöhen offenbar Risiko für Übergewicht

Zusammenhang wird durch zwei Studien untermauert

Übergewicht
© gemeinfreiÜbergewichtiger Jugendlicher
Gleich zwei neue Studien belegen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Antibiotika im frühen Kindesalter und späterem Übergewicht gibt. In der ersten konnte ein Forscherteam um den New Yorker Mikrobiologen Martin Blaser zeigen, dass Kinder im Alter von drei Jahren eher zu Übergewicht neigen, wenn sie schon vor ihrem sechsten Lebensmonat mit antimikrobiellen Medikamenten behandelt wurden. Eine mögliche Erklärung dafür liefert die zweite Untersuchung, ebenfalls unter Leitung von Blaser: Selbst geringe Dosen Antibiotika verändern die Darmflora und damit den Stoffwechsel junger Mäuse so drastisch, dass diese in ihrem späteren Leben deutlich mehr Fett einlagern als ihre unbehandelten Artgenossen. Der Zusammenhang erklärt außerdem, warum Antibiotika dabei helfen, Nutztiere zu mästen, schreibt das Team im Fachblatt "Nature". Die andere Studie ist im "International Journal of Obesity" erschienen.

Bell

Medikamente wirkungslos: Tuberkulose-Erreger immer häufiger resistent

Zwar erkrankten in Deutschland 2011 immer noch 4299 Menschen an Tuberkulose - doch die meisten Fälle lassen sich medikamentös behandeln. In einigen anderen Ländern grassieren alarmierend viele resistente Erreger.
Tuberkulose-Erreger
© picture alliance / dpaTuberkulose-Erreger in der Vergrößerung.
Bei alarmierend vielen Tuberkulose-Patienten sind die gängigen Medikamente wirkungslos. Die Erreger werden zunehmend resistent, wie Tracy Dalton vom US-Center für Krankheitskontrolle und Prävention und ihr Team auf der Website des Fachblattes The Lancet schreiben.

Die wichtigsten Anti-Tuberkulotika sind Isoniazid und Rifampicin. Sind die wirkungslos, sprechen Experten von MDR-Tuberkulose (MDR bedeutet multidrug-resistant). Die US-Forscher untersuchten jetzt Proben von 1278 Patienten, die an dieser MDR-Tuberkulose erkrankt waren. Die Probanden kamen aus acht Ländern: Südafrika, Russland, Estland, Lettland, Peru, Südkorea, Thailand und den Philippinen. Dalton und ihr Team wollten wissen, ob diesen Menschen alternative Medikamente, sogenannte Zweitrang-Medikamente, helfen könnten und behandelten die Erreger mit elf dieser Arzneien.

Ambulance

Sprunghafter Anstieg von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach Erdbeben in Japan

Japan
© Matthew M. Bradley/US-Navy
München - Das große japanische Erdbeben vom 11. März 2011 (Stärke 9) führte in der Bevölkerung der betroffenen Region zu einem sprunghaften Anstieg von Herz-Kreislauf-Krankheiten. So stieg die Zahl der Krankheitsfälle pro Woche innerhalb weniger Tage bei Herzschwäche von rund 20 auf über 60, bei Akutem Koronarsyndrom (einschließlich instabiler Angina Pectoris und akutem Herzinfarkt) von 3 auf 25, bei Schlaganfällen von rund 70 auf rund 110, bei Herz-Lungen-Stillstand von rund 40 auf 80 und bei Lungenentzündungen - einem bekannten Risikofaktor für Herzschwäche - von rund 40 auf 90. Das sind die Ergebnisse einer soeben im European Heart Journal veröffentlichten Studie, die auf dem Europäischen Kardiologenkongress in München vorgestellt wurde.

Syringe

In Manhattan werden Pestizide gegen das West-Nil-Virus versprüht

Laut einer Erklärung am Dienstag von Beamten wird einer der teuersten New Yorker Stadtteile diese Woche mit Pestiziden besprüht, um das West-Nil-Virus zu bekämpfen.

Die Stadt sprüht regelmäßig gegen durch Moskitos übertragene Krankheiten, die in den USA in diesem Jahr zugenommen haben. Das Besrpühen am Freitag ist beachtenswert, da es Manhattans renommiertes Upper West Side-Viertel und Teile des berühmten Central Park betrifft.

"Diese Stadtteile werden auf Grund der steigenden Aktivität des West-Nil-Virus mit hohen und/oder ansteigenden Moskito-Populationen behandelt", sagte das Gesundheitsministerium in einer Erklärung.

Holly

Haschisch macht blöd

Kiffen ist nicht nur schädlich für die Gesundheit. Eine Langzeitstudie über fast 40 Jahre aus den USA zeigt: Cannabis-Konsum lässt den IQ unwiderruflich schrumpfen - besonders bei Jugendlichen.
cultivo de cannabis
© Reuters / Archivo
Washington - Kiffen ist nicht nur schädlich für die Gesundheit. Eine Langzeitstudie über fast 40 Jahre aus den USA zeigt: Cannabis-Konsum lässt den IQ unwiderruflich schrumpfen - besonders bei Jugendlichen.

Cannabis zu rauchen macht laut einer US-Studie dumm - vor allem junge Menschen. Forscher um Madeline Meier von der Duke University in Durham (Bundesstaat North Carolina) fanden in einer fast 40 Jahre andauernden Studie heraus, dass Hanfkonsum das zentrale Nervensystem unwiderruflich schädigen und den Intelligenzquotienten (IQ) senken kann. Das berichten sie im US-Journal Proceedings of the National Academy of Sciences ("Pnas").

Gingerbread

Bauchfett erhöht Risiko an Herz-Kreislauferkrankungen, nicht unbedingt nur Übergewicht

Ergebnisse einer US-Studie: Die Fettverteilung im Körper beeinflusst das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben. Man muss nicht übergewichtig sein, um zur gefährdeten Gruppe zu gehören.

Ein dicker Bauch gefährdet insbesondere die Gesundheit normalgewichtiger Menschen. Sie haben ein deutlich höheres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben, als Menschen mit einer anderen Fettverteilung im Körper.

Das bestätigt eine am Montag auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellte Studie. Bis Mittwoch tagen mehr als 30.000 Herzspezialisten aus 150 Ländern bei dem Kongress für Herzmedizin.