Gesundheit & WohlbefindenS


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Kriminell: Pestizide gefährden Kinder weltweit

Pestizide
© Angel Garcia/GreenpeaceJährlich tausende Todesfälle durch Pestizide.
Hochgiftige Pestizide gefährden die Gesundheit. Vor allem Kinder in Entwicklungsländern haben unter dem massenhaften Einsatz hochgefährlicher Pflanzenschutzmittel zu leiden, so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Hilfsorganisation Terre des Hommes und des Pestizid-Aktions-Netzwerks PAN Germany. Die beiden Organisationen haben Regierungen und Industrie dazu aufgefordert, die extrem gesundheitsschädlichen Pestizide endlich vom Markt zu nehmen.

Den Angaben des Kinderrechtsexperte von Terre des Hommes, Albert Recknagel, zufolge sterben jährlich rund 40.000 Menschen an den Folgen einer Pestizidvergiftung, wobei unklar bleibe, wie viele der Betroffenen Kinder sind. Außerdem bestehe eine erhebliche Dunkelziffer, so dass eine Abschätzung der tatsächlich Betroffenen kaum möglich scheint. Fest stehe jedoch, dass 99 Prozent der Pestizidvergiftungen in den Entwicklungsländern zu verzeichnen sind, erklärte Recknagel. Zwar laufen bereits seit Mitte der 1980er Jahre internationale Bemühungen, einen sicheren Umgang mit den Pestiziden zu gewährleisten, doch die Zahl der jährlich gemeldeten Vergiftungen ist weiterhin kontinuierlich gestiegen, kritisierte die Geschäftsführerin des Pestizid-Aktions-Netzwerks, Carina Weber.

Attention

Mammografie-Screening verursacht unnötige Brustkrebs-Therapien

Brustkrebszelle
© NCIBrustkrebszelle
Bis zu einem Viertel der Diagnosen sind falsch-positiv

Erneut bestätigt eine Studie, dass Ärzte beim Mammografie-Screening oft irrtümlich Brustkrebs diagnostizieren: In Norwegen sind bis zu einem Viertel der dadurch entdeckten Brustkrebsfälle falsch-positiv: Die Frauen erhielten die Diagnose Brustkrebs und wurden behandelt, obwohl es nicht nötig gewesen wäre. „Zehn Jahre nach Beginn des zweijährlichen Mammografie-Screening-Programms sind zwischen 1.169 und 1.948 Frauen überdiagnostiziert und unnötig therapiert worden“, berichtet das internationale Forscherteam im Fachmagazin „Annals of Internal Medicine“.

„Wenn 2.500 Frauen zum Screening eingeladen werden, dann wird bei 20 von ihnen korrekt Brustkrebs entdeckt, eine wird dadurch vor dem Tode bewahrt und sechs bis zehn Frauen werden überdiagnostiziert“, schreiben Mette Kalager von der Harvard School of Public Health in Boston und ihre Kollegen. Das habe die Studie an knapp 40.000 Brustkrebspatientinnen in Norwegen gezeigt.

Diagnose invasiver Brustkrebs

Aus der Auswertung geht hervor, dass in Landesteilen mit regelmäßigen Screenings weitaus mehr Frauen die Diagnose invasiver Brustkrebs erhielten als in Landesteilen ohne Screening-Programm. 18 bis 25 Prozent dieser Frauen seien überdiagnostiziert worden, meinen die Forscher. Andere Faktoren hätten diese Unterschiede nicht erklären können.

Kommentar: Lesen Sie diesen Artikel zum Thema:

Die Mythen über Brustkrebs


Bacon

Pemmikan: Energiereicher Reiseproviant der Indianer

Als Pemmikan wird eine nahrhafte und haltbare Mischung aus zerstoßenem Dörrfleisch und Fett bezeichnet. Das Wort selbst stammt aus der Sprache der Cree: Pimikan. Dieser war für die Indianer Nordamerikas ein wichtiger Reiseproviant. Sie führten es immer als Notration mit sich.

Traditioneller Pemmikan wird aus Bison- und anderem dunklen Wildfleisch hergestellt. Das Fleisch wird zunächst in dünne Scheiben geschnitten und getrocknet. Danach folgte eine Röstung des Trockenfleisches. Anschließend wird es zerstoßen und im Verhältnis von drei zu eins mit Fett vermischt. Das Fett stammt entweder aus Talg oder aus Knochenmarkfett. Das mit dem Fett verknetete Fleisch ergibt eine lange haltbare Paste.

Manche Stämme an der Ostküste wie zum Beispiel die Irokesen mischten dem Pemmikan auch getrocknete Beeren bei (z. B. Cranberries, Blaubeeren, Johannisbeeren, Apfelbeeren oder Kirschen). Dann heißt die Paste Mokakin. Süßen Pemmikan erhält, wer Walnüsse, Haselnüsse, Bucheckern, Mandeln, Erdnüsse oder Pistazien zusammen mit Trockenfrüchten und festen Honig verknetet. Auch diese Variante ist ein haltbarer Energielieferant.

Syringe

Vertuschung von Impfschäden? Alarmierende Berichte von Todesfällen durch Impfungen

Weltweit häufen sich alarmierende Berichte von Todesfällen: Kinder fallen zuerst ins Koma und sterben schliesslich, nachdem sie einen kombinierten Impfstoff injiziert bekommen haben. Impfstoffe werde zunächst als "vollig unbedenklich" auf den Markt gebracht, bevor es später zu Rückrufaktionen kommt. Doch nach nur kurzfristigen Verboten werden die Impfstoffe dann wieder freigegeben. Kann das richtig sein? Es scheint, als würden Impfschäden vertuscht werden, um weiter Geld mit Impfungen verdienen zu können. Was ist dran an solchen Vorwürfen?
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Impfstoff in Japan nach vier Todesfällen kurzzeitig verboten

Impfen ist seit Jahren sehr umstritten, da es schwere Nervenschäden und sogar den Tod mit sich bringen kann. Trotz der bekannten Risiken werden jedes Jahr neue Impfstoffe auf den Markt gebracht. Erst wenn es zu Zwischenfällen kommt, werden die Impfstoffe teilweise wieder vom Markt genommen.

Im Jahr 2010 wurde beispielsweise ein Grippeimpfstoff für Kinder in Australien kurzfristig vom Markt genommen, nachdem festgestellt wurde, dass das Präparat Fieberschübe, Anfälle und Übelkeit auslösen kann.

Cheeseburger

Fast Food macht süchtig: Hirnmechanismen dieselben wie bei Kokain und anderen Drogen

Kann eine Tüte Chips ein Suchtverhalten wie Kokain auslösen? Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre untersuchten die Sucht nach Junk Food im Vergleich zur Drogenabhängigkeit und brachten dabei erschreckende Ergebnisse zum Vorschein. Die Sucht nach Junk Food verläuft in unserem Gehirn nach denselben Mechanismen, wie beispielsweise eine Kokainsucht.
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Ist Fast Food eine Droge?

Erschreckenderweise gibt es zahlreiche Daten, die eine Sucht nach Fast Food als genauso ernst zu nehmend erscheinen lassen, wie eine Drogensucht. Diesen Daten zufolge haben hochkonzentrierter Fruktosesirup, Mononatriumglutamat, hydrierte Öle, raffiniertes Salz und verschiedene andere chemische Zusatzstoffe, die sich in industriell verarbeitetem Junk Food auffinden lassen, dieselben Auswirkungen auf das Gehirn wie Kokain.

Info

Zahlreiche Pestizide in Obst und Gemüse

Obst
© Birgit H./pixelio.de
Greenpeace: Obst und Gemüse immer noch stark mit Pestiziden belastet

Laut einer aktuellen Untersuchung der Umweltschutzorganisation Greenpeace zufolge ist Obst und Gemüse noch immer stark mit Pestiziden belastet. Besonders betroffen sei demnach Frischware, die außerhalb der Europäischen Union (EU) produziert werde. Innerhalb der EU würden Grenzwerte nur noch selten überschritten.

Obst und Gemüse aus der EU enthält häufig weniger Pestizide

In konventionellem Anbau erzeugtes Obst und Gemüse sei laut Analysen von Greenpeace immer noch häufig mit Pestiziden belastet. In rund 80 Prozent des untersuchten Obstes und in mehr als 55 Prozent der Gemüseproben wurden Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Das teilte die Umweltschutzorganisation am Montag mit. Für ihren Ratgeber „Essen ohne Pestizide“ untersuchten Experten 22.000 Proben der deutschen Lebensmittelüberwachung aus den Jahren 2009 und 2010, die neu bewertet und mit den Daten der Pestizidtests ergänzt wurden.

Health

Stresshormone produzieren Übergewicht und Fett ist nicht gleich Fett

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Studien: Stresshormone machen keine gute Figur

Bisher galt Fettgewebe als inaktive, passive Masse. Die moderne Labordiagnostik macht es nun aber deutlich: Fettgewebe ist sehr wohl aktiv und beteiligt sich aktiv am Stoffwechsel, ganz besonders das im Bauchraum angesiedelte Fett. Übergewicht ist dem entsprechend nicht gleich Übergewicht und überschüssige Kilos allein sagen weniger über ein eventuelles Gesundheitsrisiko aus als erwartet. Das individuelle Fettverteilungsmuster ist entscheidend für die Entwicklung folgenschwerer Erkrankungen. Ein übermäßiger Taillenumfang stellt dabei den wichtigsten Risikofaktor des metabolischen Syndroms, die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Hypertonie, dar.

Birnenfigur oder Apfeltyp

Menschen mit so genannter „Birnenfigur“ tragen zwar die gleichen überschüssigen Pfunde an Hüfte und Po mit sich herum, sie sind jedoch weniger gesundheitlich gefährdet als der „Apfeltyp“, bei dem die Taille sichtbar überbordet. Der bisher angewandte Body Mass Index (BMI) ist für die Beurteilung des gesundheitlichen Risikos von Übergewicht nur bedingt geeignet. Er zeigt lediglich das Verhältnis zwischen Körpergröße und Körpermasse auf, gibt aber keine Hinweise darauf, wie das Fett im Körper verteilt ist. Wie so oft spielen unsere Hormone nicht nur bei der Einlagerung von Fett eine Rolle, sondern auch ganz entscheidend bei der Fettverteilung.

Beaker

Lösungsmittel provozieren Autismus bei Kindern

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Autismus bei Kindern durch Lösungsmittelbelastung der Eltern

Der Kontakt mit Lösungsmittel kann bei den Kindern der Betroffenen Autismus auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachmagazin Journal of Autism and Developmental Disorders vorgestellte Studie von US-Forschern.

Wer häufig in Berührung mit Lacken, Farben und anderen lösungsmittelhaltigen Substanzen kommt, setzt seinen Nachwuchs einem deutlich erhöhten Risiko von Autismus aus. US-Wissenschaftler haben in einer Pilotstudie festgestellt, dass die Eltern autistischer Kinder besonders häufig einer hohen Lösungsmittelbelastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt waren.

Ambulance

Anstieg der Tuberkulose Fälle bei Kindern in Deutschland

Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts haben sich in der Vergangenheit wieder mehr Kinder mit der Infektionskrankheit Tuberkulose angesteckt, als es bisher der Fall war. Die Experten vermuten ein erneutes Aufflammen der gefährlichen Lungenkrankheit.

Die Tuberkulose (TBC), in früheren Zeiten auch Schwindsucht genannt, ist eine durch Bakterien hervorgerufene Erkrankung. Die bakterielle Entzündung betrifft beim Menschen in den meisten Fällen die Lunge. Weltweit gehört sie zu den Infekten mit den meisten Todesfällen. Allein im Jahre 2008 starben weltweit allein 1,8 Millionen Menschen an der TBC. In Deutschland erkranken vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder einer genetischen bedingten Anfälligkeit an der Lungenerkrankung. In den vergangenen Jahrzehnten schien die Infektionskrankheit in Deutschland beinahe in Vergessenheit zu geraten, da ein Auftreten eher selten ist.

Mehr Infektionsfälle bei Kindern

Laut einer Auswertung des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben sich seit dem Jahre 2008 wieder mehr Kinder mit den Tuberkulose-Erregern infiziert. Seitdem steigen die Fallzahlen laut RKI Jahr für Jahr an. Waren es 2008 noch 124 Patienten, lag die Patientenzahl der Kinder im Jahre 2009 bereits bei 142. Im Jahre 2010 stieg die Zahl der erkrankten Kinder noch einmal auf 158 an. Das RKI berücksichtigte dabei nur Kinder und Jugendliche unter dem 16. Lebensjahr (15 Jahre). Gesundheitsexperten der Behörden sehen darin ein Anzeichen für ein erneuten Vormarsch der Tuberkulose in Deutschland.

Kommentar: Am besten sollte gar keine Milch getrunken werden:

Warum Milch so schädlich ist


Attention

So ungesund sind Babyflaschen aus Plastik

Babyflasche
Babyflaschen aus Plastik enthalten oft viel Chemie: Besser Baby-Glasflaschen verwenden

Einer neuen Studie zufolge werden in Babyflaschen aus Plastik giftige Stoffe durch den heißen flüssigen Inhalt herausgelöst, die das Baby beim trinken aufnimmt. Seit Juni 2011 ist Bisphenol-A in Babyflaschen verboten. Nun könnten weitere gesundheitsgefährende Stoffe dazukommen oder welche, von denen heute noch keine Rede ist. Verbraucherschützer raten zur Verwendung von Glas-Babyflaschen.

Giftige Stoffe können beim Trinken vom Kleinkind aufgenommen werden

Durch die heiße flüssige Babynahrung, die in die Flaschen gefüllt wird, können giftige Stoffe aus dem Plastik herausgelöst werden und in den Körper der Kleinkinder gelangen. Das ergab eine im Auftrag der EU-Kommission erstellte wissenschaftliche Studie. Insgesamt wurden 449 Babyflaschen für das erste Lebensjahr aus Europa und Nordamerika untersucht. Die Forscher entdeckten dabei 31 unterschiedliche Stoffe, von denen nur ein Teil auf der Positivliste der Europäischen Union zu finden ist. Die anderen Substanzen stehen im Verdacht, gefährlich für die Gesundheit der Säuglinge zu sein.

Hauptbestandteil der meisten Babyflaschen ist Polypropylen (PP). Aus diesen wurden auch die meisten Stoffe durch die heiße Flüssigkeit herausgelöst. Die Studie wurde Ende Februar in der Zeitschrift Food Additives & Contaminants veröffentlicht.