Fluten
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Dutzende Tote und zehntausende Obdachlose nach Flut in Niger im Juni und August

Schwere Regenfälle richteten im Juni und August großen Schaden an, 92.000 Menschen sind obdachlos

Überschwemmungen in Niger
© Getty Images
Niamey - Bei schweren Überschwemmungen im Niger sind mindestens 38 Menschen gestorben. Mehr als 92.000 Personen seien durch die Unwetter obdachlos geworden, teilte das UN-Büro für humanitäre Hilfe am Mittwoch mit. Mehr als 26.000 Stück Vieh seien ums Leben gekommen, über 9.000 Häuser wurden demnach zerstört.

Die Zahlen stellen eine Gesamtbilanz seit Beginn der Überschwemmungen im Juni dar. Bisher hatte die Uno die Zahl der Getöteten mit 14 angegeben; schwere Niederschläge im August hätten dann weitere Schäden in dem Land angerichtet hat, das sonst oft mit Dürreperioden zu kämpfen hat. Besonders betroffen seien die Wüstenregionen um Agadez und Tahoua.

Die Hauptstadt Niamey blieb bisher weitgehend verschont, knapp 400 Menschen sind dort betroffen. Weiterhin groß ist jedoch die Gefahr von Überschwemmungen durch den Fluss Niger, der die Kapitale durchfließt. In der Region Agadez, wo es ansonsten fast nie regnet, fielen mancherorts binnen Stunden 115 Millimeter Regen - laut Behörden so viel wie sonst in einem Jahr.

Kommentar: Überschwemmungen im Niger - 46.000 Menschen verloren ihr Zuhause


Binoculars

Iran: Unwetter verursachte Erdrutsch auf Friedhof und spülte Leichen an

thunderstorms mercury pollution
© Florida State universitySymbolbild
Teheran - Unwetter mit starkem Regen haben Erdreich eines Friedhofs in der nordiranischen Stadt Ramsar abrutschen lassen. Daraufhin wurden mehrere Leichen auf die Straßen der Touristenstadt gespült. Der Nachrichtenagentur ISNA zufolge musste die Polizei eine Straße zum Friedhof sperren, damit Einsatzkräfte des Roten Halbmonds die Leichen bergen konnten. Im Iran werden Tote nicht in Särgen, sondern in einem weißen Stoff namens Kafan eingerollt begraben. In den letzten Tagen kamen bei Unwettern vier Menschen ums Leben.

dpa

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Nordkorea: Schwerste Überschwemmung in der Geschichte des Landes macht Zehntausende obdachlos

Starke Regenfälle haben in Nordkorea heftiges Hochwasser am Fluss Tumangang ausgelöst, 44.000 Menschen sind bereits in Sicherheit gebracht worden, 15 Personen werden vermisst. Dies meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Verweis auf nordkoreanische Staatsmedien.

FLOODS
© Unbekannt
Der über die Ufer getretene Tumangang verursachte demnach die schwerste Überschwemmung in der Geschichte des Landes. Am schwersten sei die Provinz Hamgyŏng-pukto betroffen. Laut nordkoreanischen Medien sind 17.000 Häuser teilweise oder vollständig zerstört. 44.000 Menschen hätten bereits ihr Zuhause verloren und mussten in Sicherheit gebracht werden. 15 Menschen seien noch immer vermisst.

Der Schaden werde derzeit noch ermittelt.
Rekord-Überschwemmung Nordkorea
© RIA Novosti. Marc Bennets

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Sturm „Hermine“ traf Millionen US-Küstenbewohner - 2 Tote und große Schäden

Sturm «Hermine» macht Millionen Menschen an der US-Ostküste weiter zu schaffen. Der Sturm zog am Samstag über den Atlantik nach Norden und brachte teils heftige Regenfälle, hohe Wellen, Überschwemmungen und weitreichende Stromausfälle mit sich.

Hurrikan Hermine
© KEYSTONE/FR170645 AP/TOM COPELAND« Hermine » wird zwar wohl nicht noch mal auf Land treffen. Der Sturm sorgt aber an der Ostküste der USA - hier Manteo in North Carlina - für hohe Wellen und viel Wind.
Das Hurrikan-Zentrum der USA warnte am Nachmittag (Ortszeit) vor gefährlichen Sturmfluten von Virginia bis New Jersey. Auch New York bereitete sich auf «Hermine» vor: In der Region der Millionenmetropole bleiben zumindest am Sonntag sämtliche Strände geschlossen.

Meteorologen erwarteten, dass «Hermine» am Wochenende wieder an Stärke zulegen könnte, wenn der Sturm über den Golfstrom und somit über sehr warmes Wasser zieht. Er dürfte zwar kein zweites Mal auf das Land treffen, aber bis Mitte der Woche die Ostküste plagen - bis hinauf nach Massachusetts.

Kommentar: Florida bereitet sich auf Hurrikan "Hermine" vor - Erster Landfall seit 11 Jahren


Tornado1

Taifun "Lionrock" in Japan tötet mindestens 11 Menschen

Bei dem heftigen Taifun 'Lionrock' über Japan sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Neun Opfer wurden bei einem Altersheim in der nordöstlichen Stadt Iwaizumi gefunden, berichteten japanische Medien. In der Stadt Kuji kam eine weitere Frau ums Leben.
tifón Lionrock japón
© JIJI PRESS/AFP / Tokachi Mainichi
Der inzwischen abgezogene Taifun war am Vorabend in der Region Tohoku im Nordosten auf Land getroffen. Das ist die Region, wo vor fünf Jahren Tausende bei einer Tsunami-Katastrophe ums Leben gekommen waren und das Atomkraftwerk in Fukushima verwüstet wurde. Die Gefahr bestand, dass erneut verstrahltes Wasser in den angrenzenden Ozean gelangte.

'Lionrock' war am Dienstagabend (Ortszeit) als seit Jahrzehnten erster vom Pazifik heranstürmender Taifun in der Region Tohoku auf Land getroffen. Rund 410.000 Menschen waren zuvor aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen. In Notunterkünften wurden Decken und Lebensmittel für die Menschen bereitgestellt. Die Behörden warnten vor den Gefahren durch mögliche Erdrutsche und hohen Wellengang. Viele Schulen wurden geschlossen, der regionale Bahn- und Flugverkehr war beeinträchtigt. Mehr als 100 Flüge aus und in die Region fielen aus. In rund 15.000 Haushalten fiel zwischenzeitlich der Strom aus. Stellenweise standen Straßen unter Wasser, Flüsse schwollen bedrohlich an, Bäume stürzten um, Häuser wurden beschädigt, Lastwagen stürzten durch die schweren Sturmböen um.

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Winter-Look - Schwere Unwetter mit Hagel und Starkregen im Burgenland

Am Montag und in der Nacht auf Dienstag hat schwerer Hagel den Ort St. Martin im Burgenland in eine Winterlandschaft verwandelt. Auch in Niederösterreich und der Steiermark mussten Feuerwehren wegen heftiger Unwetter ausrücken. Ebenso Kärnten, wo Straßen schwer beschädigt wurden. Videos zeigen die Hagel-Unwetter, die Schäden sind gewaltig.

Schwere Unwetter mit Hagel ziehen über Ostösterreich und bringen Überflutungen.
© Einsatzdoku.atSchwere Unwetter mit Hagel ziehen über Ostösterreich und bringen Überflutungen.
Abgedeckte Dächer, überflutete Keller, kaputte Kürbis- und Maisfelder, beschädigte Brücken. Im Raum Hartberg-Fürstenfeld waren die Unwetter besonders extrem. "Die Wiesen waren komplett weiß“, sagte der Kommandant der Feuerwehr Vorau, Ewald Perl. Die Lafnitz führte annähernd ein 100-jährliches Hochwasser (HQ100), der Voraubach wurde zu einem reißenden Strom. Im Raum Grafendorf, Lafnitz und Vorrau rückte die Feuerwehr wegen Überflutungen aus.

In St. Johann im Saggautal rutschte ein 53-jähriger Mann bei Aufräumarbeiten auf einem Dach aus und stürzte auf den Asphaltboden. Er zog sich schwere Kopfverletzungen und zahlreiche Frakturen zu.

Besonders schwer wurde der Bezirk Oberwart heimgesucht, dort gingen am Montag Nachmittag traubengroße Hagelkörner nieder. Im Burgenland waren in Güssing auf einer Fläche von mehr als 2.200 Hektar Hagelschäden für die Landwirtschaft entstanden. Der ORF berichtet von mehr als 800.000 Euro an Schäden bei Mais-, Soja-, Kürbis- und Wein-Kulturen.

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Archäologen finden Beweise für legendäre große Flut in China vor 4000 Jahren

Die "Große Flut" gilt als Gründungsmythos des ersten chinesischen Herrschergeschlechts. Nun rekonstruiert eine Studie dort tatsächlich eine Überschwemmung gigantischen Ausmaßes; Forscher liefern erstmals Beweise für eine gigantische Flut vor 4000 Jahren.

Gelber Fluss
© AFP
Mythos oder Tatsache? Frühe chinesische Schriften berichten von einer "Großen Flut", die letztlich zur Gründung der ersten Dynastie und zur Entstehung der Zivilisation in China führte. Lange Zeit hielten Experten dies für eine Legende, um den Herrschaftsanspruch des damaligen Kaiserhauses zu legitimieren. Nun rekonstruiert ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Science" eine beispiellose Flutwelle am Gelben Fluss, die vor rund 4000 Jahren das Flusstal Tausende Kilometer weit überströmte.

Offenbar wurde die Naturkatastrophe etwa ein Jahrtausend lang mündlich überliefert, bevor sie vor etwa 3000 Jahren schriftlich festgehalten wurde. Dem Text zufolge bändigte der Held Yu die Fluten durch Kanäle und Abwassergräben und stieg so zum Kaiser auf. Yu begründete die Xia-Dynastie, deren Beginn Historiker bislang auf etwa 2200 vor Christus datierten. Trotz ausgiebiger Suche fanden Forscher lange keine Belege für eine tatsächliche Flut.

Der chinesische Kaiser Yu, Begründer der Xia-Dynastie.
© pdDer chinesische Kaiser Yu, Begründer der Xia-Dynastie.
Geröll türmte sich 200 Meter hoch

Nun entdeckte das Team um den Archäologen Quinglong Wa von der Universität Peking am Gelben Fluss in der Provinz Qinghai Rückstände eines Damms, der offenbar nach einem Erdbeben bei einem Erdrutsch entstanden war. Demnach türmten sich das Geröll nach dem Erdrutsch in der Jishi-Schlucht über eine Länge von einem Kilometer etwa 200 Meter hoch auf. Der Damm unterbrach den Wasserfluss den Berechnungen der Forscher zufolge etwa sechs bis neun Monate lang.

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Beaker

Nach der Flut: Anzahl der Todesopfer steigt auf 11 in Louisiana

Louisiana flooding
© Getty Images
Baton Rouge - Die Zahl der Todesopfer bei Überflutungen im südlichen US-Bundesstaat Louisiana steigt weiter: Wie der US-Sender Fox-TV berichtete, sind bisher mindestens elf Menschen in den Fluten ums Leben gekommen. Über 30 000 Menschen seien vor den Wassermassen gerettet worden. Mehr als 8000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht, sagte Gouverneur John Bel Edwards. Wenigstens 40 000 Häuser seien beschädigt worden, erklärte er. Die heftigen Regenfälle in Louisiana hatten am Freitag eingesetzt. Die US-Regierung rief den Katastrophenfall aus.

dpa/n-tv

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Einwohner wollen ihr Dorf aufgeben weil sie weitere Überschwemmungen befürchten

Nachdem ihr Dorf bereits zweimal von schweren Überschwemmungen heimgesucht wurde, haben die Bewohner Angst, dass sie auch in Zukunft vom Unwetter nicht verschont bleiben und sie von weiteren Sturzfluten heimgesucht werden. Sie überlegen ernsthaft ihr Dorf zu verlassen und in eine sichere Gegend zu ziehen.

Einwohner befürchten weitere Überschwemmungen und wollen ihr Dorf aufgeben
© Cheewin SatthaEinwohner befürchten weitere Überschwemmungen und wollen ihr Dorf aufgeben
Der 50 Jahre alte Dorfvorsteher von Mae Na in der Gemeinde Ta Toeng sagte, dass in seinem Dorf in 40 Haushalten 173 Menschen leben. Das Dorf wurde am 13. August von einer Sturzflut getroffen und überschwemmt. Das erste Mal wurde das Dorf, merkwürdigerweise ebenfalls am 13. August im Jahr 2005 überschwemmt.

Bei der zweiten Überschwemmung in diesem Jahr, die nicht so stark war wie die erste, wurden ein Haus, der Sportplatz, eine Gemeinde-Geschäft, ein Gastfamilienbetrieb und ein Fischschutzgebiet überflutet.

Das Dorf liegt in der Nähe der beiden Bäche Khong und Mae Na und ist daher deutlich durch die Gefahr von weiteren Sturzfluten betroffen. Nach der zweiten Sturzflut vor drei Tagen leben die Menschen jetzt mit der täglichen Angst, dass weitere Überschwemmungen folgen könnten.

Die Bewohner wollen ihr Dorf aufgeben und an einen sicheren Ort ziehen, um dort ohne Angst weiterleben zu können, sagte der Dorfvorsteher Herr Prapan gegenüber der Presse.

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Louisiana wegen heftigen Überflutungen zum Katastrophengebiet erklärt: Tausende Menschen vor der Flut gerettet

Unwetter haben Teile der USA unter Wasser gesetzt, Obama erklärte sie zum Katastrophengebiet. Viele Menschen konnten nur noch per Boot gerettet werden, vier starben.
Überflutung Louisiana
© REUTERSÜberflutete Straßen in Denham Springs, Livingston Parish, Louisiana.
Seit Freitag hatte Starkregen zu heftigen Überflutungen im US-Staat Louisiana geführt: Ganze Stadtviertel wurden von den Wassermassen eingeschlossen, eine wichtige Autobahn überflutet. Mehr als 20.000 Menschen wurden seitdem gerettet, berichtete Gouverneur John Bel Edwards. Davon seien rund 10.000 in Notunterkünften untergebracht worden. Vier Menschen starben laut Behördenangaben.