Staubteufel sind ein gängiges Phänomen in Wüsten unserer Erde. Doch in der trockensten Wüste der Welt, der Atacama im Westen Südamerikas, können diese kleinen Windhosen eine beängstigende Kraft entwickeln.

© Kathleen Benison, West Virginia University
Wer schon einmal in einen Sandsturm geraten ist, weiß mit Sicherheit, dass dies kein Vergnügen ist. Verglichen mit manchen Windhosen auf dem Salar de Gorbea in den Anden zwischen Argentinien und Chile, könnte das übliche Sandstrahlgeblase jedoch Kinderkram sein. Denn die Staubteufel sind offenbar so stark, dass sie große, klingenartige Gipskristalle aufwirbeln und zu größeren Kristallhaufen auftürmen können.

© Kathleen Benison, West Virginia University Kompakte Gipskristallpakete
Das schließt die Geologin Kathleen Benison aus ihren Beobachtungen, die sie
im Magazin Geology zusammenfasst. Die teilweise fast 30 Zentimeter langen Kristalle entstehen in sehr salzigen und sauren Tümpeln vulkanischen Ursprungs, sie finden sich aber noch kilometerweit von diesen entfernt in der Wüste - wohin sie in diesen Mengen nur durch sehr starke Winde verfrachtet werden können, so Benison.
Sobald einzelne Tümpel austrocknen, werden die Kristalle freigelegt und Wind und Wetter ausgesetzt. Teilweise ist der Boden flächendeckend damit übersät.
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