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Do, 14 Dez 2017
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Wissenschaft und Technologie
Karte

Comet

Mega Gaswolke rast mit mehr als einer Millionen km/h auf Milchstraße zu

gas cloud
© Saxton/Lockman/NRAO/AUI/NSF/Mellinger
Die auf die Milchstraße zurasende Smith-Wolke in Falschfarben
Eine gewaltige unsichtbare Wolke aus Wasserstoffgas rast mit einer Geschwindigkeit von rund 1,126.500 Kilometern pro Stunde auf die Milchstraße zu. Die sogenannte Smith-Wolke wurde bereits 1963 entdeckt, doch erst jetzt fandenUS-Astronomen mithilfe des Weltraumteleskops "Hubble" heraus, dass sie vor 70 Millionen Jahren in den äußeren Regionen der Galaxis entstanden sein dürfte.

Jetzt, so zeigen Messungen, ist die interstellare Highspeed-Wolke, die 11.000 Lichtjahre lang, 2500 Lichtjahre breit und circa 8000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, quasi wie ein Boomerang wieder auf dem Weg zurück Richtung unserer Heimatgalaxie. Mit rund 310 Kilometern pro Sekunde bewegt sich die Wasserstoffwolke, die vermutlich von Dunkler Materie umhüllt ist, auf die Milchstraße zu und wird diese Berechnungen zufolge in etwa 30 Millionen Jahren erreichen.

Smith-cloud
© NASA/ESA/A. Feild (STScI)
Künstlerische Illustration: Die Position der Smith-Wolke heute..

Blue Planet

Ein Tag in zwölf Sekunden - Atemberaubender Zeitraffer unserer lebendigen Erde

Earth space

Screenshot aus der digitalen Animation "Glittering Blue" von Charlie Loyd
Wolken rauschen über rötlich strahlende Kontinente, golden schimmern Ozeane im Licht der aufgehenden Sonne - was der Spezialist für digitale Bildtechnik Charlie Loyd an nur einem Wochenende geschaffen hat, klingt kitschig. Aber bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil! Glittering.Blue heißt sein digitales Werk, beruhend auf Aufnahmen des Satelliten Himawari-8: ein Tag auf unserem Planeten - im Zeitraffer und in HD-Qualität.

Seit Juli 2015 beobachtet Himawari-8 die Erde. In rund 35.000 Kilometern Entfernung sammelt der Satellit Daten über das Wetter. Da er sich damit in einer geosynchronen Umlaufbahn befindet, umkreist er unseren Planeten so schnell, wie jener sich dreht. Alle zehn Minuten fotografiert Himawari-8 die Erde als Ganzes in höchster Qualität. Der Blick der Kamera ruht dabei auf dem westlichen Pazifik, Australien, Teilen von Asien, der Antarktis und Alaska.

Aus den Aufnahmen vom 5. August 2015 hat Loyd ein Zeitraffer-Video erstellt. In zwölf Sekunden zeigt es, was die Erde an einem Tag erlebt. Die Wolken ziehen damit 7.200 Mal schneller als in Echtzeit vorbei. Und der Globus offenbart sich als riesiges organisches System, pulsierend, ständig in Bewegung.Wir empfehlen, mit folgendem Video einzusteigen:

Moon

Der Mond entstand durch einen heftigen Zusammenstoß, der das Gestein von Erde und Mond regelrecht durchmischte

Mineral moon
Erde und Mond wurden bei der Entstehung des Erdtrabanten vermischt. Das zeigt eine neue Untersuchung des von den Astronauten der Apollo-Missionen zur Erde gebracht Mondgesteins: Ein Forscherteam findet keinen messbaren Unterschied im Verhältnis von Sauerstoff-Isotopen zwischen Mondgestein und irdischem Gestein. Das sei ungewöhnlich, da diese Isotopen-Verhältnisse im Sonnensystem ansonsten von der Größe eines Himmelskörpers abhängen, so die Wissenschaftler im Fachblatt Science.

„Unsere Ergebnisse favorisieren eine starke Durchmischung infolge der Kollision“, schreiben Edward Young von der University of California in Los Angeles und seine Kollegen. „Es muss sich daher um einen Einschlag mit hoher Energie gehandelt haben.“ Es gilt heute als gesichert, dass der Mond in der Frühgeschichte des Sonnensystems durch die Kollision der Ur-Erde mit einem Theia genannten marsgroßen Protoplaneten entstanden ist. Unklar ist bislang, wie dieser Zusammenprall genau ablief - und wie sehr sich dabei die Materie der beiden Körper durchmischt hat.

Hinweise über die Durchmischung erhalten die Forscher aus der chemischen Zusammensetzung des Gesteins. Besonders wertvoll dabei: das Verhältnis der Isotope Sauerstoff-16 und -17. Isotope sind chemisch identische Stoffe mit unterschiedlichem Atomgewicht - Sauerstoff-17 enthält im Atomkern ein Neutron mehr als Sauerstoff-16. Das Verhältnis dieser Isotope hängt im Sonnensystem von Größe eines Himmelskörpers ab, sollte also auch bei Theia und Ur-Erde unterschiedlich gewesen sein. Während erste Untersuchungen von Mondproben der Apollo-Missionen bei den Sauerstoff-Isotopen keine Unterschiede zu irdischem Gestein fanden, zeigte die bislang genaueste Messung 2014 signifikante Unterschiede im Bereich von 12 ppm.

Galaxy

Gehen unsere Uhren richtig? In einem Spiegeluniversum kann die Zeit rückwärts laufen

Stars mirror
Zwei Forscherteams haben unabhängig voneinander den Lauf der Zeit im Universum untersucht. Nun kommen beide Teams zu demselben Ergebnis. Vor etwa 14 Milliarden Jahren schuf der angebliche Urknall womöglich ein Spiegeluniversum. Eines, in dem die Zeit in die gegengesetzte Richtung läuft - also rückwärts.

Von uns aus betrachtet, liefe die Zeit im Spiegeluniversum von der Zukunft in die Vergangenheit. Die Forscher nehmen an, dass es aus der Perspektive dieses Paralleluniversums hingegen so aussähe, als würde bei uns die Zeit rückwärts statt vorwärts verlaufen.

Alles hat zwei Seiten

“Die Richtung und der Verlauf von Zeit müssen wir von dem ableiten, was im Universum passiert“ sagte der Physiker Julian Barbour von der britischen Universität Oxford gegenüber “Quartz”. Es sei anzunehmen, dass Zeit an einem zentralen Punkt ihren Ursprung hat und in eine davon entgegengesetzte Richtung verläuft.”

Seit Jahrzehnten beschäftigten sich Physiker mit dem Problem, dass keines der grundlegenden physikalischen Gesetze in unserem Universum besagt, dass Zeit unbedingt vorwärts laufen muss.

Headphones

Amazon Rakete erfolgreich gestartet und wieder gelandet

lon Musk und Jeff Bezos liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um wiederverwertbare Weltraumraketen. Aktuell hat der Amazon-Chef die Nase vorn: Sein Träger absolvierte den zweiten erfolgreichen Flug - die Landung verlief spektakulär.
amazon rakete
© AFP/Blue Origin
Starten, fliegen, abstürzen: So sieht das kurze Leben von Weltraumraketen normalerweise aus. Soll der Traum vom Weltraumtourismus wahr und vor allem finanziell erfolgreich werden, muss diese Materialschlacht unterbunden werden. Genau deswegen arbeiten Paypal-Erfinder Elon Musk mit seinem Projekt Space X und Amazon-Chef Jeff Bezos an solchen Technologien.

Musk musste jüngst einen Rückschlag hinnehmen: Seine Space-X-Rakete absolvierte zwar einen erfolgreichen Start, stürzte dann aber ab. Bezos gelang das besser: Am Freitag startete seine New-Shephard-Rakete, erklomm eine Höhe von 100 Kilometer, setzte die Kapsel ab - und landete sicher wieder auf der Erde.


Kommentar: Lesen Sie auch den folgenden Artikel über Amazon:
  • Der Name als Zeichen: Amazon alias Gnadenlos: Hinter den Kulissen eines psychopathischen Konzerns



Beaker

Nur noch 3 nördliche Breitmaulnashörner übrig auf der Erde - Forscher wollen durch Klonen die Art erhalten

Ein 41-jähriges Nashorn namens Nola ist gestorben. Sie lebte seit knapp 27 Jahren im San Diego Zoo Safari Park. Ihr Tod bedeutet, dass nur noch drei Breitmaulnashörner auf dem Planeten übrig sind.
Nola, nördliches Breitmaulnashorn
In der Tat geschieht das Aussterben bereits seit langer Zeit. Ab Beginn des 20. Jahrhunderts jagten Wilderer Nashorn-Hörner von den Tausenden zu den Hunderten, bis nur noch zehn übrig waren. Die letzte Sichtung eines Breitmaulnashorn in Afrika war im Jahr 2006.

Von den vom Aussterben bedrohten nördlichen Nashörner bleiben nur noch zwei Weibchen und ein Männchen übrig. Aber das 42- jährige Männchen Sudan ist zu alt um sich fortzupflanzen und seine Spermienqualität zu schlecht sagten Forscher aus dem San Diego Zoo-Institut für Naturschutzforschung zu Live Science im Juni. Die übrigen weiblichen Mitglieder dieser Art, Najin und Fatu sind auch nicht in der Lage sich zu vermehren. Najin’s Alter und ihre gesundheitlichen Probleme verhindern es, sich fortzupflanzen, laut Ol Pejeta CEO Richard Vigne. Und Fatu hat Uterin-Probleme was verhindert, dass sie jemals schwanger werden kann.

Galaxy

Planet mit 1 Million Jahre langer Umlaufbahn entdeckt - Standard-Modell des Universums ist längst hinfällig

Astronomen der Australian National University Research School of Astronomy and Astrophysics (ANU) haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen Planeten entdeckt, der seinen Mutterstern in einer unglaublichen Entfernung von rund 1 Billion Kilometern umkreist. Der Planet erhielt die Bezeichnung
Planet 2MASS J2126-8140 1 Million Jahre Umlaufbahn
© Simon Murphy
Eine Fotografie vom Planet 2MASS J2126-8140 in seiner Umlaufbahn um seinen Mutterstern TYC 9486-927-1.
»2MASS J2126-8140« und befindet sich rund 100 Lichtjahre von der Erde entfernt. Er hat in etwa die 11- bis 15-fache Masse des Jupiters, eine Größe, die an der Grenze zwischen einem Sternen- und Planeten-Status liegt. Er benötigt unglaubliche eine Million Erdenjahre, um eine einzelne Umlaufbahn um seinen Mutterstern »TYC 9486-927-1« - einen kleinen Roten Zwerg - zu vollziehen.

Dieser ungeheure Abstand zwischen ihnen war auch der Grund, warum sie erst acht Jahre nach ihrer Entdeckung als ein gemeinsames System erkannt wurden. Die spektroskopischen Merkmale des Sterns weisen auf ein Alter von 10 bis 45 Millionen Jahre hin, entsprechend jung dürfte auch 2MASS J2126-8140 sein. Wie ein solches System entsteht und warum es trotz dieser Distanzen stabil bleibt, ist den Astronomen bislang ein Rätsel. „Es war für uns ziemlich überraschend, etwas so Junges und so weit entfernt zu finden. Es wurden bereits eine Handvoll planetenähnliche Systeme in den letzten fünf oder sechs Jahren entdeckt, die weit voneinander entfernt lagen aber das ist bei weitem das größte", sagt Dr. Simon Murphy von der ANU.

Kommentar:


Question

Unentdeckte Krankheit oder andere Gene? Mann aus Illinois mit einzigartiger Fähigkeit, ohne Hilfsmittel Objekte an seinen Kopf zu kleben

Als »Canhead« wurde Jamie Keeton aus Evergreen Park in Illinois inzwischen weltberühmt, denn er besitzt die einzigartige Fähigkeit, ohne Hilfsmittel Objekte an seinem Kopf zu befestigen.
Canhead,jamie keaton

Jamie Keeton "Canhead" aus Evergreen Park in Illinois besitzt die einzigartige Fähigkeit, ohne Hilfsmittel Objekte an seinem Kopf zu befestigen.
Der 47-jährige US-Amerikaner verdankt diese Begabung einer äußerst ungewöhnlichen Krankheit, die derart selten ist, dass die Ärzte noch nicht einmal einen Namen für sie haben. Er entdeckte dieses einmalige Talent bereits als Siebenjähriger, als er merkte, dass seine Spielsachen ständig an seinem Körper hängen blieben. Oft entstanden dabei auch lustige Situationen, so auch beim Ballspielen vor 23 Jahren: „Ich hatte versucht, meinen Kopf etwas abzukühlen, denn es war ein sehr heißer Tag. Und ganz plötzlich kam der Ball geflogen, ich versuchte, ihn zu fangen ... doch ich verpasste ihn. Dann fragte ich, wo eigentlich mein Getränk abgeblieben wäre und alle fingen an zu lachen, denn die Flasche haftete an meinem Hinterkopf und die Flüssigkeit lief heraus“.

Beaker

Zum ersten Mal gelungen: Mit Stammzellen menschliches Ohr auf Ratte wachsen zu lassen - Ziel: Organhandel

Zum ersten Mal haben es Wissenschaftler geschafft, mittels Stammzellen ein ausgewachsenes, menschliches Ohr am Rücken einer Ratte wachsen zu lassen.
ratte mit menschlichem ohr
© University of Tokyo & Kyoto University
Die japanischen Wissenschaftler der Universität Tokio und der Universität Kyoto nutzten dafür ein spezielles Verfahren und pflanzten menschliche, pluripotente Stammzellen in die Ohrknorpelzellen von Laborratten ein. Um dem Ohr die richtige Gestalt zu verleihen, wurden diese Zellen dann mit einer Art biologischer Röhrchen grob in Form gebracht. Diese Ohrform wurde dann später unter die Haut einer lebenden Ratte implantiert und die Zellen noch etwa zwei Monate wachsen gelassen. Anschließend wurden die Röhrchen entfernt und man hatte ein menschliches Ohr von etwa fünf Zentimetern Größe.

Kommentar:


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Erbgutanalyse ergibt: Genpool Indiens ist sehr vielfältig - Anfänge der brahmanischen Elitekaste sichtbar

Das Erbgut Indiens ist schön bunt gemischt - mit einer Ausnahme: Bis heute ist im Erbgut deutlich zu erkennen, wann die brahmanische Elitekaste begann, unter sich zu bleiben.
indische kinder,inder,indische abstammung
© fotolia / V.R. Murralinath
Der gesamtindische Genpool speist sich aus mindestens fünf größeren Quellen und ist damit vielfältiger als bislang angenommen: Mindestens drei weitere Gruppen von Einwanderern haben in den letzten Jahrtausenden ihre Spuren in den ältesten süd- und nordindischen Urpopulationen hinterlassen. Dies ergaben vergleichende Genanalysen von 367 Menschen aus 20 verschiedenen Ethnien des Subkontinents, auf dem heute mehr als ein Sechstel der Erdbevölkerung heimisch ist. Neben den beiden großen, ursprünglichen nördlichen und südlichen Genstammlinien findet sich ein deutlicher Einfluss von Menschen aus Südasien sowie von tibetobirmaischen Zuwanderern, berichten Genanalytiker des National Institute of BioMedical Genomics in Südbengalen. Im Erbgut der Jäger und Sammler der indischen Andamanen-Inseln sind zudem Erbgutspuren gemeinsamer Ahnen mit heutigen Pazifikinsulanern auszumachen.