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Mo, 24 Jul 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Galaxy

Das Elektrische Universum - Teil 10: Interstellares Plasma

Teil 1: Elektrizität und Plasma

© Sott.net
Kapitel 10: Interstellares Plasma

Noch bis vor Kurzem dachte man, dass der Weltraum ein perfektes Vakuum und völlig leer sei. Diese Meinung ist noch immer weit verbreitet, obwohl sie nicht ganz richtig ist, wie ich es in den vorherigen Kapiteln erläutert habe. Der Weltraum ist nicht leer. Er ist gefüllt mit Plasma. Dieses Raum-Plasma besteht hauptsächlich aus sehr leichten Molekülen: Wasserstoff- und Helium-Ionen sowie Elektronen und die Konzentration im Weltraum beträgt ungefähr ein (ionisiertes) Teilchen pro Kubikzentimeter.46 Zum Vergleich beträgt die Dichte unserer Atmosphäre etwa 1013 Teilchen pro Kubikzentimeter.

© ESA/Herschel/SPIRE/PACS/D. Arzoumanian (CEA Saclay)
Abbildung 19: Ein Birkeland-Strom durchzieht den ‘leeren’ interstellaren Raum
Die sehr geringe Konzentration von Raum-Plasma verhindert nicht, wie in Abbildung 19 zu sehen ist, dass auch dort elektrische Phänomene enstehen: In diesem Fall überspannt der Birkeland-Strom Lichtjahre aus ‘leerem’ Raum. Erinnern Sie sich noch an das Millikan Experiment und wie die elektromagnetische Kraft, die von einem einzigen Elektron ausgeübt wird, einen großen Teil des Raumes beeinflusst, den das Elektron umgibt? Im kosmischen Maßstab erlauben die elektrischen Eigenschaften von Raum-Plasma es, dass elektrische Ströme zwischen Himmelskörpern fließen können, weil solch ein Plasma höchst leitfähig ist. Diese Tatsache ermöglicht es, dass der elektrische Austausch zwischen der Oberfläche und der äußeren Schicht der DS eines Himmelskörpers stattfinden kann. Genauso wie es auch den elektrischen Austausch innerhalb der DS ermöglicht. Nach Hannes Alfven und James McCanney ist Plasma im Weltraum quasi-neutral oder leicht positiv. Allerdings herrscht bei der elektrischen Ladung des Sonnenwindes Uneinigkeit. Während die offizielle Position darin besteht, dass der Sonnenwind elektrisch neutral ist, hat der britische Mathematiker und Geophysiker Sydney Chapman schon im Jahr 1930 darauf hingewiesen, dass der Sonnenwind aus positiv geladenem Plasma besteht. In jüngerer Zeit kam Luis Alvarez47 zu dem Schluss, dass der Sonnenwind eine insgesamt positive Ladung aufweisen müsste.48 Jean Martin Meunier49 stellt auch fest, dass der Sonnenwind nicht elektrisch neutral ist und er erklärt es wie folgt:
Der Sonnenwind ist im Ganzen betrachtet elektropositiv; er enthält viel mehr H+ Protonen, als Elektronen. Warum? Weil Elektronen im galaktischen Raum mit einer Geschwindigkeit von 10.000 bis 300.000 km/s durch die solaren UV-, X- und Gammastrahlen evakuiert werden (Compton Effekt). Folge: Der solare Wind (mit einer Geschwindigkeit von 300 bis 900 km/s), ist ein Strom von Protonen, der versucht die verlorenen Elektronen wieder auszugleichen.50

Kommentar: Das vollständige Buch gibt es hier auf Englisch:



Moon

Montagmorgen: Totale Mondfinsternis und Super-Blutmond über Europa - Putin, Obama und Xi Jinping halten UN Rede in New York

In der Nacht auf Montag kommt es zu einer totalen Mondfinsternis über Mitteleuropa. Während sich der Mond im Kernschatten der Erde befindet, erscheint die Vollmondscheibe rot am südwestlichen Nacht- bzw. frühmorgendlichen Himmel und wirkt heuer zudem auch noch deutlich größer als sonst.

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© Sebastian Voltmer, astrophoto.de
Archivbild: Totale Mondfinsternis am 9. November 2003 über Spicheren, in Lothringen.
Saarbrücken (Deutschland) - Zu einer totalen Mondfinsternis kommt es, wenn Sonne, Erde und Mond nicht nur - wie alle 29 Tage bei jenem Vollmond - in einer Linie stehen, sondern der Mond auch noch trotz seiner um etwa fünf Grad gegenüber der Erdbahn geneigten Umlaufbahn durch den Kernschatten der Erde läuft. Da diese Konstellation relativ selten ist, sind auch totale Mondfinsternisse ein eher seltener Anblick. Über Mitteleuropa war dies erst am 20. Dezember 2029 der Fall sein.

Obwohl von einer Mond-„Finsternis“ die Rede ist, wird die Vollmondscheibe weiterhin in einem kupferroten- bis orangefarbenen Ton zu sehen sein. Der Grund hierfür ist der Umstand, dass die Erdatmosphäre weiterhin Teile des Sonnenlichts bricht und hierbei - ganz ähnlich wie bei einem Sonnenuntergang - in der Erdatmosphäre vorwiegend langwellige, also rote Sonnenstrahlen gebrochen und in Richtung des Mondes gelenkt werden. Die kürzerwelligen, blauen Wellenlängen werden dagegen fast vollständig in der Erdatmosphäre gestreut. Hinzu sorgen Schmutzpartikel in der Hochatmosphäre - vornehmlich vulkanischer Staub und Asche - für eine weitere Färbung.

Kommentar: Am selben Morgen findet auch die UN-Vollversammlung in New York statt, in der unter anderem Putin, Obama und Xi Jinping eine Rede halten. Interessantes Timing...


Network

GCHQ: Das gesamte Internet im Visier der Massenüberwachung

Der britische Nachrichtendienst GCHQ hat mit geheimen Abhör- und Auswertungsprogrammen das Ziel verfolgt, die Surfgewohnheiten „aller sichtbaren Nutzer im Internet“ zu erfassen. Er sammelte und speicherte täglich Milliarden digitaler Aufzeichnungen über die Aktivitäten gewöhnlicher Menschen - darunter ihre Besuche bei Social-Media-Sites, Nachrichtenseiten, pornografischen Seiten, Suchmaschinen, Chatforen und Blogs. Das berichtet The Intercept nach Auswertung von Dokumenten des Whistleblowers Edward Snowden.

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Ein dabei eingesetztes System diente dazu, Profile mit der Surfhistorie von Web-Nutzern zu erstellen. Ein anderes analysierte die Kommunikation per Instant Messenger, E-Mail, Skype-Anrufen, Textnachrichten sowie Social Media - und auch die Standorte benutzter Smartphones wurden aufgezeichnet. Weitere Programme sollten „verdächtige“ Google-Suchen und die Nutzung von Google Maps beobachten. All das wurde gerechtfertigt mit der vagen Autorisierung des GCHQ, große Bestände von Metadaten über private Telefongespräche, E-Mails und mehr zu durchsuchen. Ins Visier kamen Briten ebenso wie Amerikaner und die Bürger anderer Länder - und es bedurfte keiner gerichtlichen Anordnung.

Kommentar: Auffällig sind die Parallelen zum INDECT Programm der EU: Seit 2013 ist mit Sicherheit weiterhin eine Menge Entwicklungsarbeit investiert worden. Man kann davon ausgehen, dass es Heute aktiv seinen Dienst tut.

Deutschland:
  • Überwachung in Deutschland: WLAN-Hotspots müssen demnächst per "Anordnung von oben"Überwachungstechniken einbauen, um das Staatsschnüffeln zu erleichtern
Frabkreich: Alle sind sie mit dabei. Wer ist hier die wahre Gefahr?


Snowflake

Eiszeit-Vergangenheit? Nicht die Inuit sondern die Schotten haben am meisten Wörter für Schnee

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es in der schottischen Sprache am meisten Wörter für Schnee gibt. Und das, obwohl in Schottland verhältnismäßig selten Schnee fällt. Bislang war man davon ausgegangen, dass die Inuit Rekordhalter seien.
© AFP
421 Wörter kennt die schottische Sprache für Schnee.
  • Bisher wurde angenommen, dass die Inuit die meisten Wörter für Schnee haben.
  • Nun hat sich herausgestellt, die Schotten kennen noch mehr Wörter für die weiße Pracht.
  • Forscherin: "Wetter war über Jahrhunderte ein bedeutender Faktor des Lebens der Menschen in Schottland."
Eigentlich fällt bei ihnen gar nicht so viel Schnee im Laufe eines Jahres, doch einer neuen Untersuchung zufolge haben Schotten deutlich mehr Wörter für die weiße Pracht als Inuits.

Kommentar: Fragt sich, ob diese Sprachentwicklung mit der letzten Eiszeit zu tun hat.


Chalkboard

Forscher stellen umfassenden Stammbaum des Lebens vor

Forscher stellen erste Version eines umfassenden Stammbaums aller Arten vor
© Zernliew/ thinkstock
Stammbaum des Lebens - wie er wirklich aussieht, das beginnen die Forscher erst jetzt zusammenzufügen
Forscher haben erstmals einen Stammbaum des Lebens für rund 2,3 Millionen bekannte Arten zusammengestellt. Sie kombinierten dafür zehntausende einzelner Stammbaumäste zu einem großen Überblick über die Verwandtschaftsverhältnisse der Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroben. Noch allerdings zeigt dieser erste Entwurf eines Gesamt-Stammbaums nicht nur, was wir bereits wissen, er enthüllt auch viele noch "dunkle", wenig erforschte Teile und auch einige Diskrepanzen, wie die Forscher berichten.

Stammbäume und phylogenetische Studien für einzelne Tiergruppen wie die Vögel, für Pflanzen oder Mikroben gibt es bereits reichlich. Einige umfassen immerhin mehr als 100.000 einzelne Arten und ihre Verwandtschaften. Doch so detailreich diese Ausschnitte aus dem Baum des Lebens waren, so wenig einheitlich und unübersichtlich blieb das Gesamtbild bisher.

Beaker

„Natürliche Klimazyklen“ dürfen in der Wissenschaft nicht erwähnt werden

Der ehemalige NOAA-Meteorologe David Dilley hat den unten folgenden Beitrag geschrieben, den er in zwei Teile gegliedert hat: 1) Wie die Regierung Forscher hat ins Leere laufen lassen, die alternative Meinungen der Finanzierung haben, und 2) Klimazyklen zeigen, dass wir am Beginn einer Abkühlungsperiode stehen.
Mancher wird sich daran erinnern, dass David Dilley ein Meteorologie-Veteran mit über 40 Jahren Berufserfahrung ist. Außerdem hat der das Video Is Climate Change Dangerous? produziert, das erstmals auf diesem Blog vorgestellt worden ist. Seitdem ist dieses Video über 10.000 mal angeklickt worden, und der entsprechende Beitrag dieses Blogs dazu wurde über 800 mal in sozialen Medien erwähnt.

Unterdrückung der Wahrheit - der nächste Zyklus globaler Abkühlung

Seit über 15 Jahren wurde ein übermäßig hoher Anteil an Forschungszuwendungen von Regierung und Unternehmen an Universitäten nur für ein einziges bestimmtes Ziel gezahlt: zu beweisen dass menschliche Aktivitäten und das Verbrennen fossiler Treibstoffe die Haupttreiber sind, die die globale Erwärmung verursachen.


Video von David Dilley zur Frage ob Klimawandel gefährlich ist


Unglücklicherweise sind Agenden diktatorischer Politik und die Unterdrückung entgegen gesetzter Standpunkte die primären Werkzeuge geworden, um Medien sowie lokale und staatliche Regierungen (und damit die allgemeine Öffentlichkeit) dahingehend zu manipulieren, zu glauben, was sie uns glauben machen möchten.

Kommentar: Wenn Regierungen nicht von Psychopathen bestimmt würden, könnten wir darauf Hoffnung haben, dass sich etwas ändert, aber das ist nicht der Fall. Aufgrund von Psychopathen ist die Wissenschaft korrupt:


Fireball 4

Kometensturm: 3.000ster Komet von SOHO entdeckt

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Am 13. September hat das Solar and Heliospheric Observatory, ein gemeinsames Projekt der europäischen ESA un der NASA, seinen 3000sten Kometen entdeckt - zu sehen, wenn man sehr, sehr genau hinschaut, oben. Vor SOHO waren gerade einmal ein paar Dutzend Kometen vom Weltall und 900 von der Erde aus identifiziert worden.

Kommentar: Der Weltraum wurde belebter durch Himmelskörper in den letzten Jahren, wo die Ursache noch nicht eindeutig ist und wo selbst die NASA vor einem Rätsel steht. Denn es ist nur 5 Jahre her, als der 2000ste Himmelskörper entdeckt wurde und es dauerte 10 Jahre bis der 1000ste Himmelskörper entdeckt wurde.


Es wird oft vermutet, dass Meteoriten alle paar Millionen Jahre auf die Erde einschlagen und dass es sich dabei um seltene Einzelfälle handelt. Victor Clube und Paul Napier (aus ihrem Buch: The Cosmic Winter) untersuchten die Geschichte auf Meteoriten. Dabei sind sie auf relativ kurze Zyklen gestoßen, als Gesteinsbrocken auf die Erde einschlugen (ca. alle 3600 Jahre) und es sich oftmals um Schwärme handelt und kleine Himmelskörper. Die Autoren wiesen darauf hin, dass es nahezu unmöglich ist alle Gesteinsbrocken im All ausfindig zu machen, da sie sehr oft kein Licht reflektieren und mehr oder weniger einfach "schwarze Klumpen" sind. Und wahrscheinlich beginnt die Erde wieder so einen Shhwarm zu durchqueren.


Satellite

Sonneneinstrahlung verändert Oberfläche von Komet "Tschuri"

Wie groß der Einfluss der Sonne auf einen Kometen ist, konnten Forscher dank der Raumsonde "Rosetta" schrittweise an "Tschuri" verfolgen. Ganze Landschaften haben sich demnach komplett verändert.

© ESA/ATG medialab, ESA/Rosetta/Navcam
Die Sonde "Rosetta" vor dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko
Der Komet "Tschuri" hat sich unter dem Einfluss der Sonne verändert. Eine der markantesten Landschaften auf der Unterseite des Kometen ist verschwunden, wie das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung am Freitag in Göttingen mitteilte. Die Raumsonde "Rosetta" hat die Veränderung dokumentiert. In der Zeit vom vergangenen Mai bis Juli wurden aus einem auffällig gezacktem Steilhang zwei große beckenförmige Vertiefungen.

"Dies ist das erste Mal, dass wir mitverfolgen können, wie sich eine Kometenoberfläche Schritt für Schritt entwickelt", sagte Holger Sierks, einer der Autoren der Studie. Sie erscheint im Journal "Astronomy & Astrophysics".

Unter dem Einfluss der Sonne verwandelt sich der leblose Brocken in einen aktiven Kometen, der Staub und Gas ins All spuckt. Auch "Rosetta" muss wegen der Gas- und Staubentwicklung des Kometen vorsichtig sein. Durch den Kometenstaub hatte die Raumsonde im April vorübergehend Probleme mit der Orientierung.

Kommentar:


Ice Cube

Riesiger uralter Virus in der sibirischen Tundra entdeckt - Wissenschaftler wollen ihn wiederbeleben

In der eisigen sibirischen Tundra wurde erneut ein riesiger Virus entdeckt, der über 30.000 Jahre im gefrorenen Boden lag und von den Wissenschaftlern wiederbelebt werden soll.
© Desconocido
Obwohl angenommen wird, dass der auf den Namen »Mollivirus sibericum« getaufte Virus uns Menschen nicht schaden kann, zeigt die Tatsache, dass es eine derartig lange Zeit im Permafrost überleben konnte, dass noch viel mehr längst vergessene Viren aus der Urzeit unter der gefrorenen arktischen Tundra lauern könnten, die wir nicht kennen und eine potentielle Bedrohung darstellen. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass lebende Viren aus der Frühgeschichte keine Seltenheit sind. Wir können nicht ausschließen, dass Viren alter, sibirischer menschlicher Populationen wieder auftauchen könnten, wenn die arktischen Permafrostschichten schmelzen und/oder durch industrielle Aktivitäten aufgerissen werden. Wenn wir nicht aufpassen und wir diese Gebiete immer mehr industrialisieren, ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, laufen wir Gefahr, uns z. B. eines Tages mit Pockenviren konfrontiert zu sehen, die wir ausgerottet zu haben glaubten", schreiben die franzö-sischen Forscher.

Kommentar: Eine weitere, hier nicht erwähnte Quelle von fremdartigen Viren, die auf die Erde gelangen, stammen aus dem Weltraum. Man mag sich wundern, welche genetischen Veränderungen diese Viren bei empfänglichen Individuen mit schwachem Immunsystem verursachen.


Beaker

Forscher stellt erstes künstliches Gehirn aus der Petrischale vor

Ein „fast voll ausgebildetes Gehirn des Fötus“ aus der Petrischale? Ein amerikanischer Forscher führt uns in den wilden Westen der modernen Biomedizin.

© Rene Anand, Ohio State University
Hirnknospe aus dem Anand-Labor, das verschiedene Abschnitte wie den Großhirnrinden-Ansatz (oben rechts) eines sich entwickelnden Fötus-Gehirns zeigt.
So genau, denkt der normale Mensch, wollen wir es gar nicht wissen. Und auch seriöse Forscher schlagen die Hände über dem Kopf zusammen - weil: Nichts genaues weiss man nicht. Es geht um die Präsentation eines Pharmakologen der Ohio State University, Rene Anand, der Anfang der Woche auf dem „2015 Military Health System Research Symposium“ in Florida das „bisher kompletteste menschliche Gehirn, das dem Reifegrad eines fünf Wochen alten Fötus entspricht“ in Bild und Ton vorgestellt hat. Es handelt sich um ein dreidimensionales menschliches Nervengewebe, ein sogenanntes Organoid, das Anand ursprünglich aus molekularbiologisch verjüngten Hautzellen eines erwachsenen Menschen erzeugt hat: Hautzellen wurden zu Stammzellen und die schließlich zu Hirngewebe umprogrammiert.

Der fötale Hirnklon eines Erwachsenen gewissermassen. Eine Sensation? Zum Gruseln reicht es vielleicht. Doch von einem „Wendepunkt“ in der Stammzellmedizin oder in der Erforschung neuer Therapien gegen Alzheimer oder Autismus, wie es die Ohio State University nahe legt, ist viel zu hoch gegriffen.

Hirn-Organoide, knospenartig wachsendes Nervengewebe, das aus Stammzellen erzeugt wird, gibt es spätestens seit den Arbeiten der Wiener Gruppe um Jürgen Knoblich vor drei Jahren im Dutzend. Allen Wissenschaftlern geht es darum, eine Art Mikrohirne in der Petrischale zu erzeugen, die nicht nur alle Zelltypen des menschlichen Gehirns enthalten, sondern auch so funktionieren - die im Kleinen elektrophysiologische Aktivität und Erregbarkeit zeigen, am besten synchronisierte Aktivität, wie man sie im echten Gehirn findet. Kurz gesagt: ein Modellhirn im Labor.

Kommentar: Die Menschheit hat größere und wichtigere Probleme als künstliche Gehirne zu züchten. Zuerst einmal sollte man sich wohl eher darum kümmern, dass die Menschen mit ihren jetzigen Gehirnen zu denken lernen und die Lügen ihrer "Anführer" durchschauen.