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Do, 25 Aug 2016
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Börse: Wie man Milliarden mit Millisekunden macht

© reuters
Der Handelsraum einer Börse als fairer Umschlagplatz von Wertpapieren? Von wegen, warnt Michael Lewis. Manipulierte Märkte, die Ausnutzung von Millisekunden Vorsprung und ein Wettrüsten um Programmierer und Rechenleistung kennzeichnen die heute fragmentierten Börsenplätze.
Mit ein paar Millisekunden Vorsprung werden Märkte von Turbohändlern manipuliert, warnt Bestsellerautor Michael Lewis in seinem Buch "Flash Boys"

Zeit ist Geld, gerade an der Wall Street. Beim Handel mit Aktien, Währungen oder Anleihen ist auch sehr wenig Zeit sehr viel Geld wert. Warum sonst sollte ein Investor knapp 300 Millionen Dollar für das Verlegen von Glasfaserkabel zwischen Chicago und New Jersey ausgeben, damit die Daten um nur einige Tausendstel einer Sekunde schneller ankommen? Wieso müssen Infos zwischen New Jersey und Chicago in 12,5 Millisekunden reisen?

Um andere, langsame Investoren abzuzocken, lautet die Antwort von Michael Lewis in seinem Buch Flash Boys - Revolte an der Wall Street. Geht es nach dem populären Bestsellerautor, sind die Finanzmärkte längst manipuliert, und räuberische Turbohändler verdienen Milliarden auf Kosten einfacher Privatanleger und institutioneller Investoren wie Fonds oder Banken. Denn wenn ein Kleinanleger bei seiner Direktbank eine Order über 10.000 Dollar abgibt oder ein Investmentfonds 100.000 Aktien von General Electric verkaufen möchte und seine Order an Börsenplätze wie die Nyse oder Bats schickt, wird er von den Turbohändlern überholt - und bekommt einen schlechteren Preis gestellt. Laut Studien kann allein das systematische Ausnutzen von Preisunterschieden zwischen Chicago und New York jährlich 20 Milliarden Dollar an Profiten bringen.

Blue Planet

Exoplaneten: Milliarden Erden in der Milchstraße!

© dpa
Künstlerische Darstellung eines Planetensystem um einen Roten Zwerg. Astronomen schätzen, dass allein in unserer Milchstraße Milliarden solcher Zwergsterne von erdähnlichen Planeten umkreist werden.
Mehrere Milliarden erdähnliche Planeten vermuten Forscher in der Milchstraße. Auf einigen davon könnte es schon länger Leben geben als auf unserem Heimatplaneten. Und die nächste Erde liegt vielleicht gleich um die Ecke.

In der Milchstraße wimmelt es einer neuen Analyse zufolge von erdähnlichen Planeten. Selbst in unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft sollte es solche Welten geben. Das schließen Forscher aus einer Analyse von Daten des Weltraumteleskops „Kepler“.

Das Forscherteam um Courtney Dressing vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik (CfA) stellte seine Untersuchung am Mittwoch im US-amerikanischen Cambridge vor. „Wir haben immer gedacht, wir müssten unermessliche Entfernungen durchkämmen, um auf einen erdähnlichen Planeten zu stoßen“, so Dressing. „Jetzt erkennen wir, dass eine weitere Erde wahrscheinlich schon in unserer kosmischen Nachbarschaft darauf wartet, entdeckt zu werden.“

Cassiopaea

Supernovae sind die Produzenten der Grundbausteine des Lebens

© Nasa, dpa
Supernovae (hier Cassiopeia A) sind die Produzenten der Grundbausteine des Lebens
Erstmals haben Astronomen eine Phosphor-Fabrik im All aufgespürt. Was lange vermutet wurde, ist nun bewiesen: Das chemische Element, das zu den sechs Grundbausteinen des Lebens gehört, wird in Sternexplosionen gebacken.

Die Wissenschaftler um Bon-Chul Koo von der Nationaluniversität in Seoul beschreiben ihre Untersuchung der Explosionswolke Cassiopeia A im US-Fachjournal Science. In diesem Supernova-Überrest liegt das Verhältnis von Phosphor zu Eisen hundertmal höher als im Schnitt der Milchstraße. Phosphor gehört mit Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel zu den unverzichtbaren Elementen des Lebens, wie wir es kennen.

Saturn

Erster lebensfreundlicher Erdzwilling entdeckt

© NASA Ames/ SETI Institute/ JPL-CalTech
Kepler-186f: ein Erdzwilling in der habitablen Zone (Künstlerische Abbildung)
Zum ersten Mal haben Astronomen einen echten Erdzwilling in der habitablen Zone eines fremden Sterns entdeckt. Der rund 500 Lichtjahre entfernte Exoplanet Kepler-186f hat fast die Größe der Erde und umkreist einen Roten Zwergstern. Er ist dabei genau so weit von seinem Stern entfernt, dass auf ihm flüssiges Wasser und Leben möglich wäre, wie die Forscher im Fachmagazin Science berichten.

Von den fast 1.800 bisher entdeckten Planeten um fremde Sterne, kreisen rund 20 Prozent in der habitablen Zone - dem Bereich um einen Stern, in dem Temperatur und andere Parameter die Existenz von flüssigem Wasser auf der Planetenoberfläche zulassen. Allerdings sind alle Exoplaneten in dieser "Zone des Lebens" deutlich größer als die Erde. Ein echter Erdzwilling in der habitablen Zone fehlte daher bislang. Ein solcher gilt aber als bester Kandidat für die Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems.

Magnify

Open Source Saatware: Initiative gegen Patente der Landwirtschaftsindustrie

© motorolka / Shutterstock
Freier Austausch um die genetische Vielfalt von Gemüsesorten zu bewahren - Akademiker stellen ihre Entwicklungen für die Allgemeinheit zur Verfügung.

Am Gründonnerstag, dem 17. April 2014, startete eine Gruppe von Wissenschaftlern und Lebensmittelaktivisten in Wisconsin im U.S.-Bundesstaat Madison eine schon lange überfällige Kampagne zum Schutz des freien Austausches von Saatgut.

Mit dieser Aktion sollen zukünftige Ansprüche der Patentinhaber der konventionellen und gentechnisch veränderten Lebensmittelindustrie auf noch bisher unpatentiertes oder neue Züchtungen von Saatgut verhindert werden.

Clipboard

Der Wärmeinseleffekt als maßgeblicher Treiber der gemessenen Temperaturen - Update 2012

Bereits vor 2 Jahren konnten die Autoren belegen, dass der Hauptanteil (+1,1°C von +1,9°C) der vom Deutschen Wetterdienst (DWD) für Deutschland ausgewiesenen Erwärmung auf den Wärmeinseleffekt (WI) zurückzuführen ist (hier). Die Zahn der Zeit verändert bekanntlich den Raum und mit ihm die Eigenschaften, die diesen Raum bestimmen, so auch seine Temperatur. Insofern muss er bei jeder Temperaturvergleichsbetrachtung mit berücksichtigt werden. Wogegen beim „klassischen“ WI vorrangig die Stadtgebiete untersucht werden, betrachteten die Autoren darüber hinaus die Veränderung in der Fläche, also auch die ländlichen Gebiete. Insgesamt betrachteten wir 140 DWD-Messstationen auf ihre Eignung für Temperaturvergleichsbetrachtungen.

Bezugnehmend auf unseren Artikel, sah sich der DWD gezwungen, EIKE eine Gegendarstellung zukommen zu lassen, die wir beantworteten und darin belegen konnten, dass unsere Artikel nichts an Richtigkeit und damit Brisanz verloren hatten. Einer wissenschaftlichen Diskussion stellte sich der DWD indes nicht. In der jüngst erschienenen Arbeiten von Anthony Watts über die Wirkung dieses Effektes in der er belegen konnte, dass auch in den USA die ausgewiesene Erwärmung doppelt so hoch angegeben wird, als wie in der Realität gemessen und damit nicht nur - wie wir damals zeigten- in Deutschland. Dieser Beitrag wird nun zeigen, dass der der Studie von Watts et al vorschnell entgegen gehaltene Argument, sie hätte den sog. TOBs (Time of Observation Errors) nicht berücksichtig, abwegig ist und am Ergebnis nichts ändern würde, wenn es so wäre.

Treasure Chest

Modern, aber noch nicht etabliert: Digitale Kryptowährungen

Kryptowährungen sind jung, teils verspielt, zugleich milliardenschwer und kaum noch zu bremsen. Urgestein und Platzhirsch ist der Bitcoin. Die digitale Währung gab den Startschuss für eine neue Ära des Zahlungsverkehrs und hat sich in Windeseile rund um den Globus ausgebreitet. Idee: keine Banken, keine staatliche Einmischung. Das kommt bei vielen Nutzern an, weckt Begierden, macht neugierig und ruft selbstredend auch Kritiker auf den Plan. Während auf der einen Seite die Vorzüge gepredigt werden und nach und nach ein kompletter Wirtschaftszweig entsteht, sehen Zweifler die Grundfeste des Finanzsystems gefährdet. Obwohl noch keine fünf Jahre auf dem Buckel, sorgen Kryptowährungen also für reichlich Gesprächsstoff. Und da es ums liebe Geld geht, wird die Debatte noch lange anhalten.

Die Geschichte digitaler Währung

Das Konzept hinter den digitalen Währungen stammt aus dem Jahr 1998. Wei Dai formulierte den Grundgedanken und machte sie über die Cyberpunk Mailingliste publik. Bis die Idee umgesetzt wurde, vergingen zehn Jahre. Aufgegriffen hat sie Satoshi Nakamato - ob es sich hierbei um eine Person oder eine Gruppe handelt, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Er veröffentlichte 2008 das Werk „Peer-to-Peer Electronic Cash System“ über ein Bezahlsystem, das von Person zu Person funktioniert, ohne dass eine Autorität wie eine Bank zwischengeschaltet wird. Das Ergebnis war das auf Kryptographie basierende Bitcoin-Protokoll. Am 3. Januar 2009 war es dann schließlich soweit: Die ersten Bitcoins erblickten das Licht der Welt und wurden auf elektronischem Wege „geschürft“.

Dass ausgerechnet in der Zeit der Finanzkrise eine neue, ausschließlich digitale Währung aus der Taufe gehoben wurde, kommt sicher nicht von ungefähr. Das Vertrauen in den Finanzsektor war tief erschüttert. Banken hatten und haben auch heute noch einen schweren Stand. Da ist eine Währung, bei der Banken ihre Finger nicht im Spiel haben, keine Gebühren berechnen, nicht spekulieren und sich nicht auf Kosten der Kunden bereichern, gewissermaßen ein Lichtblick.

Network

Wie man das Internet erdbebensicher machen kann

Dezentrale Netze gelten als robust, halten echte Katastrophen aber auch nicht aus. Abhilfe schafft eine neue Netzwerkgeometrie, die japanische Forscher jetzt entwickelt haben.

Ein bekannter Mythos aus frühen Internet-Tagen ist die Behauptung, das Netzwerk sei einst entwickelt worden, um einem atomaren Angriff zu widerstehen. IT-Historiker wissen allerdings, dass das zumindest am Anfang kein Designziel war. Erst später stellte sich heraus, dass sein dezentraler Aufbau das Internet durchaus robuster machte als zentralisierte Netzwerke.

Fireball 2

Russische Anlage wird gefährliche Gäste aus dem All erkennen

© Vesti.Ru
Symbolbild
Eine Anlage, die gefährliche Himmelskörper im Weltraum orten soll, geht im Nordkaukasus ab Juni in Betrieb. Sie macht mehr Aufnahmen des Himmels pro Sekunde im Vergleich zu ausländischen Pendants und kann deswegen schnelle Meteore erkennen.

Moon

Totale Mondfinsternis: Wenn der Mond sich blutrot verfärbt - und verschwindet

Das Spektakel gibt es höchstens dreimal im Jahr zu sehen: unter anderem in den USA freuten sich Himmelsgucker am Dienstag über eine totale Mondfinsternis - vorher färbte sich der Mond blutrot.

Sicht auf eine totale Mondfinsternis, das war der Lohn für all diejenigen, die sich in der Nacht zu Dienstag in Nordamerika auf den Beinen hielten bzw. extrem früh aus den Federn kamen. Der Himmelskörper bewegte sich langsam in den Schatten der Erde, mehr als drei Stunden dauerte das Spektakel. Und warum es dabei sogar Farben zu sehen gab, erklärte Shawn Domogal-Goldman, Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde NASA. O-TON WISSENSCHAFTLER: "Von der Erde aus sieht man unseren Schatten gewissermaßen über die Mondoberfläche kriechen, bis er ihn komplett verdeckt. Dann erscheint der Mond rot. Dafür ist das kleine bisschen Sonnenlicht verantwortlich, das durchkommt. Das entspricht dem, was wir bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang sehen. Es ist rot. Es ist so, als sehe man, wie alle Sonnenauf- und alle Sonnenuntergänge auf der ganzen Welt gleichzeitig auf den Mond treffen und dann zurück zu uns auf die Erde springen, so dass wir während der Finsternis einen wirklich schönen Anblick des Mondes erhalten." Farbtöne und -intensität hingen von den lokalen Wetterbedingungen ab. Derartige Phänomene gibt es zwei bis drei Mal im Jahr zu sehen, wenn Sonne, Erde und Vollmond in einer bestimmten Konstellation zueinander stehen.