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Do, 24 Mai 2018
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Wissenschaft und Technologie
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Studie: Rätselhafte "Hobbit-Wesen" gehören nicht zur Spezies Mensch - Wahre Identität bleibt weiterhin ungeklärt

Schädel
© FunkMonk/CC BY-SA 2.0
2003 wurde auf der indonesischen Insel Flores eine mysteriöse, kleinwüchsige Spezies entdeckt, von den Medien rasch "der Hobbit" getauft. Nichts Vergleichbares war je zuvor gefunden worden. Neue Untersuchungen der Schädelstruktur weisen aber darauf hin, dass es sich bei der Spezies doch nicht um (moderne) Menschen handelt. Die wahre Identität der Art bleibt weiter ungeklärt.

Es war eine wissenschaftliche Sensation: Auf der indonesischen Tropeninsel Flores entdeckten Forscher 2003 den "Homo floresiensis". In zwei Millionen Jahren menschlicher Evolution war bis dahin nichts Vergleichbares beobachtet worden. Denn die höhlenbewohnende Art war ausgewachsen nur 1,10 Meter groß und hätte etwa 25 Kilo gewogen. Und der Schädel war winzig, sodass das Gehirn wohl nicht größer als das eines modernen Schimpansen war.

Damit warf diese Entdeckung aber mehr Fragen auf, als sie beantwortete: Wurde hier wirklich eine neue Art entdeckt, oder handelte es sich um eine degenerierte Form des modernen Menschen (Homo sapiens), wie viele vermuteten? Manche Forscher gingen von modernen Menschen mit Zwergenwuchs, andere von einer genetischen Krankheit wie dem Down-Syndrom aus. Auch der spezielle, isolierte Lebensraum auf der Insel wurde ins Spiel gebracht: Schließlich lebte dort einst auch ein Zwergelefant.

Kommentar: Im Asien- und Pazifikraum gab es einige interessante Entdeckungen von bislang unbekannten menschlichen oder menschenähnlichen Spezien und Kulturen. Ein paar Beispiele: Das veranlasst zu der Spekulation, ob diese Leute nicht sogar eine solche Hochkultur oder zumindest ihre Anfänge gebildet haben könnten? ...


Laptop

Durchbruch in der Datenspeicherung: 5D-Glas-Speicher archiviert auf kleinstem Raum große Informationsmenge auf sehr lange Zeit

Forscher bemühen sich schon seit vielen Jahren ein Trägermedium zu entwickeln, das sich leicht mit Informationen beschreiben lässt und dabei noch stabil genug ist, Daten über einen langen Zeitraum zu archivieren. Mit den 5D-Glas-Speicherscheiben scheint es ihnen gelungen zu sein.
5D-Glas-Speicher,neues Speichermedium 5D Glas
© University of Southampton
Diesen Durchbruch erreichten Materialforscher des Optoelectronics Research Centre (ORC) der University of Southampton mittels eines Datenträgers, der die erwünschten, hohen Speicherdichten mittels Nanostrukturen hervorbringen. Das Verfahren bezeichnen die Entwickler als »5D-Speichertechnik«, weil die einzelnen Bits fünf verschiedene Eigenschaften verfügen, die sich wie folgt zusammensetzen: Eine dreidimensionale Nanostruktur-Anordnung sowie eine Größe und Ausrichtung. Dadurch wird auf einer nur wenige Zentimeter durchmessenden dünnen Quarz-Glas-Scheibe eine Speicherdichte von bis zu 360 Terabyte erreicht.

Kommentar:


Moon

Pluto-Mond Charon scheint einmal einen Ozean gehabt zu haben

Washington (USA) - Auf den Aufnahmen der NASA-Sonde „New Horizons“ haben Wissenschaftler Hinweise darauf gefunden, dass es unterhalb der Oberfläche des größten Pluto-Mondes Charon einst einen Ozean aus flüssigem Wasser gegeben haben könnte.
Canyons auf Pluto-Mond Charon
© NASA/JHUAPL/SwRI
Nahaufnahme einiger Canyons auf dem Pluto-Mond Charon.
*Weitere Erläuterungen zur Aufnahme finden sie am Ende dieser Meldung.
Wie die NASA berichtet, ist dieser Urzeit-Ozean jedoch schon längst eingefroren und wurde dabei vermutlich derart an die Oberfläche gedrückt, dass diese sich gedehnt und großflächig aufgerissen ist.

Zumindest deuten die Aufnahmen, die „New Horizons“ vergangenen Juli von der ihr zugewandten Seite von Charon machen konnte, auf derartige Vorgänge hin. Besonders auffällig ist hierfür ein System tektonischer Falten, das sich als Grate, Steilhänge und Täler von bis zu 7,5 Kilometern Tiefe abzeichnet.

Kommentar:


Mars

Neue Aufnahmen von "Mars Express": Entwässerungssysteme auf dem Mars entdeckt

Berlin (Deutschland) - Die europäische Sonde „Mars Express“ hat Aufnahmen des Arda Valles im äquatorialen Marshochland zur Erde gefunkt. Betrachtet man die großräumige Topographie so fallen mehrere extrem breite Abflusskanäle auf, die ohne viele seitliche Zuflüsse nach Norden führen. Weniger auffällig sind die auf diesen Bildern zu sehenden kleineren Talsysteme. Sie sind vielfach verzweigt und schlängeln sich mit vielen Windungen durch das Gelände. Solche Talsysteme kennen wir typischerweise von natürlichen Entwässerungssystemem auf der Erde.
Mars Arda Valles
© ESA/DLR/FU Berlin – CC BY-SA 3.0 IGO
Der westliche Teil der Arda Valles in Echtfarben
Die Täler liegen rund 260 Kilometer nördlich des Mars-Kraters Holden, erläutert die Presseerklärung es deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und führt weiter aus: Der Krater Holden wurde von Süden über einen Zulauf von Wasser durchströmt und entwässerte über die Ladon Valles nach Norden, in Richtung eines namenlosen großen, schon sehr stark verwitterten Einschlagbeckens. Auch das Wasser, das durch die Arda-Täler floss, strömte durch den südöstlichen Beckenrand in dieses große, von Sedimenten verfüllte Basin.“

Kommentar:


Map

Der rätselhafte Fluss mit kochendem Wasser im Amazonasgebiet in Peru

In Peru fließt ein heißer Fluss durch den Regenwald - weit entfernt von Vulkanen und Thermalquellen. Was heizt ihn auf?
kochender Fluss Peru Amazonas,Shanay-timpishka
© iStock / danielaramosstock
Mitten im peruanischen Amazonasgebiet fließt ein Fluss wie kein anderer in der Region: Über mehr als sechs Kilometer Länge ist sein Wasser durchschnittlich 86 Grad Celsius heiß, an manchen Stellen kocht es sogar. Tiere, die hineinfallen oder ihn durchqueren wollen, sterben meist und werden gesotten. Doch was heizt das Fließgewässer überhaupt auf, das teilweise breiter ist als eine zweispurige Straße? Diese Frage stellt sich der Geophysiker Andrés Ruzo von der Southern Methodist University in Dallas, der über seine Entdeckungen bereits einen TED-Talk gehalten hat. Geothermale Quellen oder größere Gewässer sind keine Seltenheit. Allerdings kommen sie in dieser Größe meist im Umfeld von aktiven oder ruhenden Vulkanen vor. In Peru ist der nächste Vulkan jedoch mehr als 700 Kilometer vom "kochenden Fluss" entfernt, den die einheimische Bevölkerung Shanay-timpishka nennt: "von der Sonne zum Kochen gebracht".

Kommentar: Hamza: Der Amazonas hat einen riesigen Zwillingsfluss unter der Erde


Books

Wissen schützt: Riesige Anzahl wissenschaftlicher Publikationen online zum ersten Mal frei verfügbar - Sci-Hub hat Paywall geknackt

Die Online-Plattform Sci-Hub überwindet die Paywalls der Verlage und baut eine riesige "Schattenbibliothek" der Wissenschaft auf. Auch Gerichte können sie bislang nicht stoppen.
bibliothek,bücher,bücherei

Das hatte sich Elsevier sicherlich anders vorgestellt. Der große Wissenschaftsverlag hat im Juni 2015 Klage gegen die Online-Plattformen Sci-Hub und LibGen eingereicht. Der Grund: Dort war eine riesige Anzahl akademischer Publikationen frei und kostenlos zugänglich gemacht worden. Sci-Hub bot Nutzern Zugriff auf Millionen Veröffentlichungen, viele davon urheberrechtlich geschützt.

Seit nun letzte Woche die Website Bigthink.com ausführlich über das Verfahren gegen Sci-Hub vor einem US-Bundesbezirksgerichts in New York berichtet hat, verbreitet sich die Nachricht vom "Pirate Bay für die Wissenschaft" in den sozialen Netzwerken rasant. Eine bessere Werbemaßnahme als das Gerichtsverfahren hätte sich Sci-Hub kaum wünschen können.

Ice Cube

Video: Wasser und seine wunderbaren Eigenschaften

Wasserkristall
Wasser ist das wichtigste Element auf unserem Planeten. Es umgibt uns an jedem Tag, in jedem Augenblick unseres Lebens.

Mehr als drei Fünftel der Fläche unseres Erdballs sind mit Wasser bedeckt, aber was wissen wir WIRKLICH über dieses rätselhafte Element?

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit haben nun führende Wissenschaftler, Schriftsteller und Philosophen versucht, das Geheimnis des Wassers zu entschlüsseln. In zahlreichen Experimenten wurde auf beeindruckende Weise aufgezeigt, wie Umwelteinflüsse prägende Spuren im Wasser hinterlassen:

Alles, was um das Wasser herum geschieht, wird gleichsam aufgezeichnet. Alles, was mit Wasser in Berührung kommt, hinterlässt eine Spur!

Wussten bereits unsere Vorfahren von diesem Geheimnis, als sie versucht haben, mit silbernen Gefäßen gewöhnliches Wasser in Heilwasser zu verwandeln?

Kommentar: Mehr zur Forschung mit Wasser und seine faszinierenden Eigenschaften:


Monkey Wrench

Berliner Charité verkündet: Heilung nach Querschnittslähmung ist jetzt möglich

Charité: Elektrische Stimulation hilft Bewegungsabläufe zu regenerieren
Rückenmark,Wirbelsäule
© VRD/fotolia.com
Ein neues Implantat hilft die Bewegungsabläufe nach einer Rückenmarksverletzung wieder herzustellen.
Verletzungen des Rückenmarks gehen häufig mit lebenslangen Lähmungen einher, da die elektrischen Impulse vom Gehirn aus nicht mehr ihr Ziel erreichen. Die Bewegungsabläufe lassen sich laut einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der ETH Lausanne jedoch wiederherstellen, indem ein Implantat die Impulse an das Rückenmark unterhalb der Verletzung weiterleitet.

Die Forscher der Berliner Chariteé und der ETH Lausanne „haben Bewegungsabläufe nach einer Schädigung des Rückenmarks wiederhergestellt“, so die Mitteilung der Charité. Den Wissenschaftlern sei es gelungen, nachzuweisen, „dass für ein koordiniertes Zusammenspiel der Muskeln, beispielsweise beim Gehen, alternierende Impulse des Rückenmarks verantwortlich sind“ und dass durch die neu entwickelten Implantate die erforderlichen Signale nachempfunden werden können. So konnten Abschnitte des Rückenmarks gezielt reaktiviert werden. Ihre Studienergebnisse haben die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht.

Laptop

Zehnfinger-System oder individuelle Methode für schnelleres Tippen? Bewegung ist entscheidender als Fingerzahl

Tipp-Tempo hängt nicht von der Zahl der eingesetzten Finger ab
tippen,Tastatur,zehnfinger-system
© Zizzy0104/ freeimages
Was ist schneller: Das gelernte Zehnfinger-System oder die individuell angeeignete Methode?
Wie schnell oder langsam jemand tippt, hängt nicht von "korrekter" Tipptechnik ab. Denn ob jemand das Zehnfinger-System nutzt oder sich selbst eine Zweifinger-Technik beigebracht hat, ist für das Tipp-Tempo nicht entscheidend, wie ein Experiment belegt. Stattdessen spielen die Bewegung der Hände und die Zuständigkeiten der Finger die entscheidende Rolle, wie die Forscher mittels Motion-Capture herausfanden.

Im Zeitalter des Computers gehört Tippen zu unserem Alltag. Dabei allerdings nutzen nur wenige die früher in Schreibmaschinenkursen gelehrte Zehnfinger-Technik. Bei dieser ist jeder Finger der beiden Hände für feste "Spalten" von Buchstaben auf der Tastatur zuständig. Stattdessen haben sich viele das Tippen selbst beigebracht. Aber wie genau tippen wir? Und wie schnell sind die verschiedenen Systeme?

Info

Wissenschaftler erklären, warum viele Minerale so selten sind

Rarität so vieler mineralischer Verbindungen hat vier Gründe

blaue Kristalle
© Robert Downs/ University of Nevada
Die mikroskopisch kleinen, blauen Kristalle des seltenen Minerals Nevadait sind nur aus zwei Fundorten weltweit bekannt.
Sie sind echte Raritäten: Forscher haben erstmals systematisch die rund 2.500 als selten geltenden Minerale der Erde kategorisiert. Einige von ihnen kommen nur an einem einzigen Ort der Erde vor, von anderen existiert bisher nur eine einzige Probe weltweit. Was ihre Seltenheit ausmacht und wer zu diesen wertvollen Raritäten gehört, hängt dabei von vier Bedingungen ab, wie die Wissenschaftler berichten.

"Wir leben auf einem Planeten mit bemerkenswerter Mineral-Vielfalt - es gibt unzählige Varianten in Farbe und Form, in der geochemischen Nische oder der Komplexität der Kristallstruktur", erklären Robert Hazen von der Carnegie Institution und seine Kollegen. 5.090 verschiedene Minerale sind bisher auf der Erde bekannt, möglicherweise warten sogar noch 1.500 weitere auf ihre Entdeckung.