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Kupfer statt Edelstahl im Krankenhaus: Kupfer reduziert Infektionsgefahr um 40%

Kupfer könnte in Krankenhäusern das Infektionsrisiko durch gefährliche und antibiotikaresistente Bakterien um 40 Prozent senken.
Krankenhaus
Die Hygiene in Krankenhäusern lässt oft zu wünschen übrig. Fehlendes Fachpersonal und falsche Materialien machen es den Krankheitserregern leicht, sich auszubreiten. Versuche mit Kupferoberflächen (an Türgriffen und Lichtschaltern) brachten jetzt erstaunliche Ergebnisse zutage. Während sich die tödlichen Keime auf dem gebräuchlichen Edelstahl, Aluminium oder auch Plastik einige Tage halten konnten, starben sie auf den Kupferoberflächen binnen weniger Minuten ab.

Kommentar:


Bulb

Weiterer Planet im Sonnensystem: Suche nach gigantischem „Planet Neun“ wird eingegrenzt

Seit die beiden US-Astronomen Konstantin Batygin und Mike Brown vor einem Monat anhand der Umlaufbahn-Übereinstimmungen großer Objekte im Kuiper-Gürtel den mathematischen Nachweis eines bislang unentdeckten Planeten von der bis zu 10-fachen Erdmasse erbrachten (...GreWi berichtete), ist das Wettrennen nach dem direkten Nachweis entbrannt. Jetzt ist es französischen Astronomen gelungen, die Suche ein gutes Stück einzugrenzen.

Orbitaldiagramm Planet 9 Planet X
© CNRS Das Orbitaldiagramm von „Planet Nine“ (P9) mit den bereits ausgeschlossenen Regionen seiner aktuellen Position (rot) und die errechnete Region seines wahrscheinlichsten Aufenthaltsortes (grün). Maßstab in Astronomischen Einheiten (AU/AE = Abstand Erde-Sonne).
Paris (Frankreich) - Wie die Forscher um Agnès Fienga vom Observatoire de la Côte d’Azur und Jacques Laskar von der nationalen französischen Forschungsorganisation CNRS aktuell im Fachjournal Astronomy & Astrophysics (DOI: 10.1051/0004-6361/201628227) berichten, konnten sie mit Hilfe von Daten der seit 2004 den Saturn umkreisenden NASA-Sonde „Cassini“ und einer Computersimulation die möglichen derzeitigen Positionen des postulierten neunten Planeten, den seine „Entdecker“ als „Planet Nine“ bezeichnen, eingrenzen.

Hierzu berechneten die Astronomen zunächst, wie „Planet Nine“ (P9) auf der von Batygin und Brown bereits grob beschriebenen möglichen Umlaufbahn um die Sonne die Bewegung der bekannten Planeten des Sonnensystems beeinflussen würde. Im Abgleich mit den tatsächlichen Bewegungsdaten des Saturn konnten sie so zwei Teilsegmente der berechneten Umlaufbahn von „Planet Nine“ als dessen derzeitige Position ausschließen (s. Diagramm, rot).


Kommentar: Die elektrischen Eigenschaften des Universums werden in der Berechnung nicht berücksichtigt, deshalb könnte die Berechnung fehlerhaft sein...


Magnify

Neue Sicherheitstinte macht Wasserzeichen und Markierungen fälschungssicher

Hersteller von Dokumenten oder Produkten und Fälscher liefern sich einen gnadenlosen Wettkampf um Sicherheitszertifikate. Nun bekommen es die Plagiatoren mit einer fälschungssicheren fluoreszierende Markierung zu tun.

secret ink
© JOHANNA MANKE FÜR GEOLINOUnter einer Kerze wird Geheimtinte wieder sichtbar (aus www.geo.de/GEOlino/mensch/verschluesselte-botschaften-geheimschrift-80646.html)
Kopierte Produkte und andere Falsifikate sind für Fälscher ein einträgliches Geschäft. So entsteht durch Markenpiraterie jedes Jahr großer wirtschaftlicher Schaden. Andere Plagiatoren haben sich auf Geldscheine oder Ausweisdokumente verlegt. Um die Echtheit von Dokumenten oder Produkten zu belegen, markieren die Hersteller diese unter anderem mit Sicherheitstinte, die unter ultraviolettem Licht aufleuchtet. Die Tinte selbst ist farblos und dient daher zur unauffälligen Codierung von Aktienurkunden und Transportpapieren oder Fahrzeugbauteilen sowie Pharmaka. Allerdings haben Fälscher inzwischen auch Wege gefunden, diese Art der Verschlüsselung zu knacken und perfekt nachzuahmen.

In diesem Wettkampf scheinen chinesische Wissenschaftler von der Universität Fuzhou jetzt die Nase vorne zu haben. Xinchen Wang und seine Kollegen haben eine fluoreszierende Markierung entwickelt, die weder bei Raumlicht noch mit handelsüblichen ultravioletten Lampen entdeckt werden kann. Denn die neuartige Sicherheitstinte fluoresziert im unsichtbaren kurzwelligeren ultravioletten Bereich und kann nur mit einem entsprechenden Gerät gelesen werden.

Bad Guys

"Armageddon-Szenario": Geologen prognostizieren riesige Beben für Kalifornien

Mexikanische und US-amerikanische Geologen haben verheerende Erdbeben in Südkalifornien vorhergesagt. Die Erdstöße könnten riesengroße Verschiebungen auslösen, die sich nach dem Domino-Prinzip ausbreiten. Dies geht aus Studien geologischer Dienste hervor.
brand, feuer
© AFP 2016/ Kim Jae-Hwan
In den letzten Tagen sei die Wahrscheinlichkeit einer Naturkatastrophe um sieben Prozent gewachsen, die zu erwartende Bebenstärke könnte sieben Punkte betragen, hieß es.

Die Erdstöße in den Bruchzonen könnten eine Kettenreaktion auslösen, wobei weite Gebiete von Beben heimgesucht würden.
schlimmste erdbeben
© SputnikSchlimmste Beben seit 1950 bis 2011
Eine besondere Gefahr birgt die San-Andreas-Verwerfung, wo eventuelle Zerstörungen zu einem regelrechten „Armageddon-Szenario“ in der Region führen würden.

Kommentar: Bei der momentanen Aktivität des pazifischen Feuerrings sind solche Ereignisse wahrscheinlich:




Butterfly

Mehrfache Polsprünge könnten kambrische Artenexplosion verursacht haben

Die Ergebnisse eines Forscherteams der University of Florida legen nahe, dass die kambrische Artenexplosion vor rund 550 Millionen Jahren mit der mehrmaligen Umpolung des Erdmagnetfeldes im Zusammenhang steht. Die daraus resultierende Ausdünnung der schützenden Ozonschicht und die gleichzeitig erhöhte Konzentration von UV-Strahlung bewirkten eine substantielle Veränderung der evolutionären Entwicklung des Lebens.

Cambrium
© Ghedoghedo / wikipedia.orgDas Kambrium: Neustart des Lebens.
Gainesville (USA). Im Ediacarium vor rund 600 Millionen Jahren sah das Leben auf der Erde ganz anders aus, als wir es heute kennen. Die Ozeanböden waren mit dicken Bakterienmatten bedeckt und überwiegend von Weichtieren besiedelt. Harte Schalentiere oder gar fleischfressende Räuber, wie wir sie heute kennen, gab es damals noch nicht.

Spekulationen zur Ursache des Massensterbens vor 550 Millionen Jahren

Vor etwa 550 Millionen Jahren ereignete sich ein gewaltiges Massenaussterben und die meisten Weichkörpertiere starben aus. In einem Zeitraum von nur 5 bis 10 Millionen Jahren, der auch als kambrische Artenexplosion bezeichnet wird, entwickelte sich dann eine neu strukturierte Fauna. Die Ursache für diese evolutionäre Umgestaltung ist bis heute unklar. Einige Hypothesen legen nahe, dass ein rapider Anstieg des Sauerstoffgehalts in der Atmosphäre der Grund war. Andere Studien benennen die Entwicklung von räuberischen, fleischfressenden Spezies als Grund. Auch das Auseinanderbrechen des Urkontinents Rodinia könnte eine Rolle gespielt haben.

Bug

Als Spinnen anfingen, am Boden zu jagen, explodierte ihre Ausbreitung

Heute gibt es zehntausende Spinnenarten. Ihre Vielfalt explodierte aber erst, als ihre Vorfahren aus den Netzen stiegen, um am Boden zu jagen.
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Spinnen bewegen sich schnell und unvorhersehbar - und können plötzlich, weil vorher unbemerkt, in der Nähe des Menschen auftauchen. Diese Verhaltensweise gilt als eine Erklärung, warum sich viele Menschen bis hin zur Arachnophobie vor den Achtbeinern fürchten. Untersucht werden müsste vielleicht noch, ob dabei Netzspinnen größere Beklemmung auslösen als ihre Verwandten, die am Boden jagen und deshalb mobiler sind. Dann hätte uns die Evolution jedenfalls eine Art Streich gespielt, denn erst der Umstieg auf die Bodenjagd hat die nachfolgende Explosion der Spinnenvielfalt ermöglicht. Das legt eine Stammbaumanalyse durch Nicole Garrison von der Auburn University und ihr Team nahe, die 70 Spezies aus den unterschiedlichsten Spinnenfamilien hinsichtlich der genetischen Verwandtschaft untersucht haben. Bislang galten die runde Fangnetze webenden Vertreter als die am weitesten entwickelte Spinnengruppe, doch die Phylogenese kehrt diese Ansicht um.

Kommentar:


Nebula

Stand der Forschung: Sind Zeitreisen möglich?

In die Zukunft können wir uns bereits bewegen. Ein Besuch in der Vergangenheit hingegen ist eine wesentlich kniffligere Angelegenheit.
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Im Jahr 1895 veröffentlichte der Engländer H. G. Wells seinen ersten Roman Die Zeitmaschine. Einige Jahre später endete nicht nur die sechs Jahrzehnte währende Regentschaft der britischen Königin Victoria, sondern auch die zwei Jahrhunderte alte newtonsche Physik: Als Albert Einstein 1905 seine spezielle Relativitätstheorie vorstellte, warf er die überlieferte Vorstellung von Raum und Zeit über den Haufen. Etwas, was zuvor nur in der Fantasie von Sciencefiction-Autoren wie Wells existierte, war nun möglich: Reisen in die Zukunft. Gemäß Newtons Vorstellung verlief die Zeit überall gleichmäßig. Sie verging niemals schneller oder langsamer. Für Einstein dagegen war Zeit relativ.

Kommentar:


Bulb

Widerstand fast Null: Graphen gleitet über Gold nahezu reibungslos

graphen gold friction
Wenn Flächen übereinandergleiten, tritt Reibung auf. Die Stärke der Reibung hängt von den Materialien ab: Auf Eis rutscht man beispielsweise schneller aus, als auf Teppichboden. Bei bestimmten Materialien verschwindet die Reibung fast komplett - doch dieser Effekt ist bisher kaum verstanden. Nun gelang es Wissenschaftlern ein nahezu reibungsfreies System aus Gold und Graphen genau zu vermessen. Die Ergebnisse haben sie im Fachjournal Science veröffentlicht.

nano strips
Ziehen der Nanobänder
Die Forscher untersuchten die Reibung zwischen Graphennanobändern - dünnen Streifen aus einatomigen Kohlenstofflagen - und einer Goldoberfläche. Mit einem Rasterkraftmikroskop bildeten die Wissenschaftler die atomare Struktur der Streifen und der Goldoberfläche ab. Zudem nutzten sie die Wechselwirkung zwischen der Spitze des Kraftmikroskops und dem Nanoband, um die Atome leicht anzuheben. „So konnten wir das Ende eines Nanobandes ,greifen’ und über die Goldschicht ziehen“, sagt Ernst Meyer von der Universität Basel, einer der Autoren. Mit diesem Experiment ermittelten die Wissenschaftler die Kraft, die nötig war, um unterschiedlich große Graphenstreifen auf der Goldoberfläche zu bewegen, und bestimmten die Reibung zwischen den beiden Materialien.

Gleichzeitig simulierte das Team mit theoretischen Methoden, wie die Atomstruktur mit den auftretenden Reibungseffekten an der Oberfläche zusammenhängt. Demnach kann die Reibung zwischen zwei Schichten nur dann sehr klein werden, wenn die Atome sich nicht „verhaken“. Im Fall von Gold und Graphen bleiben die Kohlenstoffatome der Nanobänder aufgrund ihrer Anordnung und Größe nicht im Atomgitter der Goldschicht hängen. „Außerdem ist das Graphengitter sehr steif und kann sich nicht verformen, um doch in das Goldgitter zu passen. Laut der Theorie kann dann die Reibung fast verschwinden - und genau das haben wir im Experiment gesehen“, sagt Meyer.

Robot

Neuronales Netz mit "übermenschlichen" Fähigkeiten

Neural Circuits
© Human Connectome Project
Lernende Computersysteme überraschten zuletzt immer wieder mit bemerkenswerten Leistungen. Google-Forscher haben jetzt gezeigt, wie Maschinen Menschen selbst bei der Ortsbestimmung von Bildern übertreffen können.

Suchen Sie sich im Web ein zufälliges Bild aus und versuchen Sie dann, ohne weitere Hilfsmittel herauszufinden, wo es aufgenommen wurde. Wenn das Bild ein berühmtes Gebäude oder eine andere Sehenswürdigkeit wie den Eiffelturm oder die Niagarafälle zeigt, mag das noch leicht sein. Kompliziert aber wird es, wenn es in dem Foto an konkreten Hinweisen über den Standort fehlt, wenn es nicht im Freien aufgenommen wurde oder wenn darauf nur ein Haustier, Essen oder ein anderes Objekt zu sehen ist.

Trotzdem sind Menschen überraschend gut bei dieser Aufgabe. Um sie zu meistern, nutzen sie alle möglichen Arten von Weltwissen, etwa über Schrifttype oder Sprache auf Schildern, Vegetation, Architekturstile, Richtung des Verkehrs und so weiter. Menschen verbringen sozusagen ihr ganzes Leben damit, Hinweise zur Ortung aufzusammeln.

Also könnte man meinen, dass sich Maschinen mit dieser Aufgabe weitaus schwerer tun. Bislang war das tatsächlich der Fall.

Satellite

Rätselhafte Radioausbrüche aus dem All konnten erstmals geortet werden

Parkes (Australien) - Mit dem Parkes Radioteleskop haben Astronomen erstmals den genauen Ort eines der mysteriösen schnellen Radioausbrüche geortet und diesen auch mit Hilfe anderer Teleskope bestätigt. Die Quelle des extrem kurzen Radiosignals liegt demnach in einer rund sechs Milliarden Lichtjahre entfernten elliptischen Galaxie.
Parkes Radioteleskop in Australien
© CISRODas Parkes Radioteleskop in Australien.
In der Regel dauern die extrem kurzen Radioblitze (FR, Fast Radio Bursts) nur wenige Millisekunden und bislang konnte die genaue Quelle der nur 17 bisher dokumentierten derartigen Ausbrüche noch nie bestimmt werden. Mit der Ortung eines neuen FRB am 18. April 2015 hat sich dies nun geändert.

Kommentar: Das Elektrische Universum - Teil 1: Das Mainstream Universum vs. das Elektrische Universum