Wissenschaft und TechnologieS


Question

Seltsame unbekannte Struktur im peruanischen Regenwald stellt Forscher vor ein Rätsel

Tambopata (Peru) - Im Regenwald des südöstlichen Perus haben Forscher Kleinststrukturen offenbar aus natürlicher Insektenseide entdeckt, für die sie auch drei Monate später noch immer keine eindeutige Erklärung gefunden haben.
Rätselhaftes Gewebe
© Tambopata Research Center, Troy S. AlexanderRätselhaftes Gewebe im peruanischen Regenwald.
Fotos der Struktur zeigen eine Art verzwirbelten Turm, der von einem regelrechten Palisadenzaun umgeben ist. Entdeckt wurde das nur zwei Zentimeter durchmessende Kunstwerk schon am 7. Juni in der Nähe des Tambopata Research Center von dem US-Amerikanischen Studenten Troy S. Alexander von der Georgia Tech. Kurze Zeit später entdeckten die Forscher drei weitere ähnliche Strukturen auf Baumstümpfen in der direkten Umgebung.

Trotz der Bemühungen der Forscher, die Struktur bzw. ihren Hersteller auch mit Hilfe von Kollegen und der Verbreitung der Bilder im Internet zu identifizieren, konnte bislang nicht bestimmt werden, welches Tier diese Miniatur-Kunstwerke und zu welchem Zweck genau herstellt.

Meteor

Bergung des Tscheljabinsk-Meteoriten im Tschebarkul-See hat begonnen

Man hat mit der Bergung des größten Teils des Tscheljabinsk-Meteoriten aus dem Tschebarkul-See begonnen. Taucher werden bei Nullsicht arbeiten und Bodenablagerungen auf einer Fläche von mindestens 100 Metern abpumpen. Der Einsatz soll bis Ende September dauern.
Tschebarkul-See, Tschljabinsk
© RIA Novosti
Der Fall des Tschebarkul-Meteoriten ist eine einmalige Erscheinung. Er explodierte in einer Höhe von etwa 20 Kilometern. Die Explosionswelle schlug Fensterscheiben in Tausenden Gebäuden ein, 1.600 Menschen wurden verletzt.

Mars

Hinweise auf einen einstigen globalen Mars-Ozean

Auf Aufnahmen der NASA-Mars-Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) haben Wissenschafter ein urzeitliches Delta gefunden, in dem sich einst ein Fluss zumindest in ein großes Gewässer ergeben hatte. Die Forscher sehen darin einen Beleg für die Existenz eines schon lange vermuteten Ozeans (...wir berichteten), der einst einen Großteil der nördlichen Marshemisphäre und damit mehr als ein Drittel des Roten Planeten bedeckt hatte.
Bild
© DiBiase et al./Journal of Geophysical Research/2013 and USGS/NASA LandsatVergleich zwischen dem Delta in der Mars-Region Aeolis Dorsa (l.) und eine heutigen irdischen Flussdelta am Baikalsee.
Pasadena (USA) - "Wissenschaftler vermuten schon lange, dass die nördlichen Tiefländer des Mars ein ausgetrockneter Meeresboden sind. Bislang hat jedoch noch niemand eindeutige Beweise dafür gefunden", erläutert der Geologe Mike Lamb vom California Institute of Technology (Caltech) und Mitautor der aktuell im Fachmagazin Journal of Geophysical Research veröffentlichten Studie.

Telescope

Exoplanet mit wasserreicher Atmosphäre entdeckt: Gliese 1214b

Japanische Astronomen haben einen fernen Planeten mit einer wasserreichen Atmosphäre erspäht: Gliese 1214b liegt in unserer kosmischen Nachbarschaft. Ob die Super-Erde bewohnt wird, ist noch unklar.
gliese 1214b
© DPA/ NOAJGliese 1214b (schwarz), bei einem Transit vor seinem Zentralstern 1214 (blau, künstlerische Darstellung): Viele Wasserdampfwolken in seiner Atmosphäre
Hilo - Wasser gilt als Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Umso spannender sind die Beobachtungen japanischer Astronomen: Auf einem fernen Planeten haben sie Hinweise auf eine wasserreiche Atmosphäre erspäht. Die untersuchte Super-Erde mit der Katalognummer Gliese 1214b liegt rund 40 Lichtjahre von der Erde entfernt und umkreist eine Sonne im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus). Damit gehört der extrasolare Planet (Exoplanet) zu unserer kosmischen Nachbarschaft. Hinweise auf Leben in einer uns bekannten Form haben die Wissenschaftler jedoch nicht gefunden.

Gliese 1214b wandert von der Erde aus gesehen regelmäßig vor seinem Heimatstern vorbei. Die Astronomen um Norio Narita von Japans Nationalem Astronomischen Observatorium nutzten dies, um die Atmosphäre der Super-Erde zu durchleuchten. Dabei untersuchten sie, ob kurzwelliges Licht von der Atmosphäre des Planeten stärker gestreut wird als langwelliges. Diese sogenannte Rayleigh-Streuung sorgt beispielsweise auf der Erde dafür, dass der wolkenlose Taghimmel blau erscheint, weil der kurzwellige, blaue Anteil des Sonnenlichts viel stärker gestreut wird als der rote.

Mars

Eispartikel in der Atmosphäre des Saturn festgestellt

saturn, sturm
© NasaTurbulente Spur. Auch von der Erde aus war der Sturm auf dem Saturn (obere Hälfte) ohne Probleme zu erkennen. Die Aufnahme entstand am 25. Februar 2011, zwölf Wochen nach Beginn des Sturms.
Die amerikanische Raumsonde „Cassini“ hat erstmals zu Eispartikeln gefrorenes Wasser in der Atmosphäre des Planeten Saturn nachgewiesen. Das Wasser stammt vermutlich aus einer Tiefe von mehr als 200 Kilometern.

Das Eis wurde durch einen gigantischen Sturm emporgewirbelt, berichten Forscher aus den USA im Fachblatt Icarus. Solche Monsterstürme treten in der Atmosphäre Saturns nur etwa alle drei Jahrzehnte auf. „Der Sturm ähnelt einem großen Gewitter auf der Erde“, erklärt Lawrence Sromovsky von der Universität Wisconsin, „allerdings reicht er zehn- bis 20-mal höher und umfasst eine vielfach größere Fläche.“ Seine Länge von knapp 300 000 Kilometern übertrifft den Durchmesser der Erde um mehr als das Zwanzigfache.

Die Planetenforscher vermuten, dass die Wolkendecke Saturns aus mehreren Schichten besteht.

Comet

2003 QQ47 steuert 2014 auf die Erde zu

Hinweis: Der [obige] Beitrag gibt den Stand vom 3. September 2003 wieder. Der Asteroid 2003 QQ47 wird inzwischen nicht mehr als potentiell gefährlich angesehen.

Droht am 21. März 2014 eine Katastrophe, die weite Landstriche auf der Erde vernichten wird? Ganz ausschließen können dies die Astronomen bislang nicht: Mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit wird der Asteroid 2003 QQ47 an diesem Tag mit der Erde kollidieren. Die Experten gehen allerdings davon aus, dass sie nach genaueren Messungen der Asteroidenbahn bald Entwarnung geben können.


Der mögliche Einschlag des Asteroiden 2003 QQ47 am 21. März 2014 verhalf dem Brocken im All zur Klassifizierung "1" auf der Turiner Skala zur Klassifizierung von Asteroidengefahren. Eine "1" beschreibt einen Asteroiden, der genauerer Beobachtungen bedarf. Diese dürften in der Tat nötig sein, den bislang liegen von dem Brocken mit einer Masse von rund 2,6 Billionen Kilogramm und einem Durchmesser von 1,2 Kilometern nur 51 Beobachtungen von sieben verschiedenen Tagen vor - zu wenig um eine genaue Bahn zu bestimmen. Aus den vorhandenen Daten ergibt sich allerdings eine Kollisionswahrscheinlichkeit mit der Erde von 1:909.000. Bei einem Einschlag, so die Ansicht der Experten, würden weite Landstriche der Erde vernichtet werden.

Allerdings ist es deutlich zu früh für schlaflose Nächte: Schon des Öfteren war in der Vergangenheit ein Asteroid entdeckt worden, bei dem zunächst ein geringes Risiko bestand, dass er mit der Erde kollidieren kann. Nach gründlicherer Verfolgung seiner Bahn stellte sich aber immer heraus, dass er in absehbarer Zeit die Erde immer verfehlen wird. Das erwarten die Experten auch im Falle von 2003 QQ47: "Der Asteroid wird während der nächsten zwei Monate von der Erde aus sichtbar sein und von Astronomen genau verfolgt werden." Mit genaueren Bahndaten ist also bald zu rechnen.


Kommentar: Auf der anderen Seite wurden viele Asteroiden erst zu spät entdeckt, auch wenn sie keine direkte Bedrohung darstellten.


Kommentar: Meteoriteneinschläge in Russland verletzten über 1000 Menschen und beschädigten 3000 Gebäude

War dabei die große Ausnahme.


Dollar Gold

Öl und Gas wird nicht knapp: Im Meer lagert Gas für Millionen von Jahre...

Entgegen der heute gängigen Ansicht, die Welt habe den Gipfel der möglichen Öl- und Gasförderung erreicht und stehe nun vor dem Niedergang der wichtigsten Energiequelle für das weltweite Wachstum, sind wir einem solchen Gipfel - »Peak« im Englischen - keineswegs nahe.
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© mmmx / Shutterstock
Schon der jüngste US-Boom bei Schiefergas und Schieferöl deutet darauf hin, dass es in Wirklichkeit ganz anders aussieht. Jetzt untersuchen Wissenschaftler, wie sich Erdgasvorkommen auf dem Meeresboden in der Arktis und den Ozeanen, die möglicherweise »für Millionen von Jahren« reichen, erkunden und fördern lassen. Sowjetische Forscher leisteten in der Zeit des Kalten Krieges Pionierarbeit über den Ursprung der Kohlenwasserstoffe. Dieser ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Welt - deshalb hier nur ein kurzer Hinweis: Sie stammen nicht von Fossilien oder Dinosaurier-Überbleibseln oder anderen organischen Zerfallsprodukten.


Evil Rays

Erstmalige Verbindung zweier menschlicher Gehirne und "Fernsteuerung" gelungen

US-Forschern ist es erstmals gelungen, eine non-invasive Verbindung zweier menschlicher Gehirne, ein sogenanntes Hirn-Hirn-Interface, herzustellen und so die Bewegungen eines Forschers durch die Hirnsignale eines Kollegen zu steuern.
Hirn Interface
© Rao u. Stocco, University of WashingtonAndrea Stocco und Rajesh Rao ist es erstmals gelungen, ihre Hirne direkt miteinander zu verbinden, so das einer den Fingern des anderen fernlenken konnte.
Seatlle (USA) - Mit Hilfe elektrischer Hirn-Aufzeichnungen und einer besonderen Form der magnetischen Stimulation, hat Rajesh Rao erfolgreich seine Hirnsignale an seinen Kollegen Andrea Stocco, beide von der University of Washington, übertragen und konnte damit Stoccos Finger sozusagen via Hirn-Fernsteuerung eine Taste auf einer Computertastatur drücken lassen.

Während bereits zuvor Wissenschaftler der Duke University die Hirn-Hirn-Kommunikation zwischen zwei Ratten (...wir berichteten) und Harvard-Forscher eine solche Verbindung zwischen Mensch und Ratte demonstrieren konnten, glauben Rao und Stocco, dass ihre Arbeit die erste erfolgreiche Hirn-Hirn-Verbindung zwischen zwei Menschen darstellt.

"Das Internet war ein Weg, zwei Computer miteinander zu verbinden. Unser Ansatz zeigt einen Weg auf, wie wir zwei Gehirne miteinander verbinden", kommentiert Stocco das Ergebnis ihrer Versuche. "Ziel ist es, irgendwann einmal in der Lage zu sein, das Wissen eines Gehirns auf ein anderes zu übertragen."

Beaker

Erstes Mini-Gehirn im Labor gezüchtet

Österreichischen Wissenschaftlern ist es erstmals gelungen in einer Stammzellen Organkultur frühe Stadien der menschlichen Gehirnentwicklung nachzubilden. Die Erkenntnisse der Forscher liefern wichtige Einblicke in die frühe Gehirnentwicklung beim Menschen und erlauben es erstmalig, Erbkrankheiten des Gehirns an einer menschlichen Organkultur zu untersuchen.
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© imba.oeaw.ac.atQuerschnitt eines vollständigen cerebralen Organoids mit verschiedenen Gehirnregionen.
Wien (Österreich) - Wie die Forscher um Stammzellforscher Dr. Jürgen Knoblich, Gruppenleiter und stellvertretender Direktor am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) aktuell im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature12517) berichten, ist das menschliche Gehirn bekanntlich das komplexeste Organ, das die Natur hervorgebracht hat.

Da sich die menschliche Gehirnentwicklung grundsätzlich von der in Tieren unterscheidet, war es bislang schwierig, die Ausbildung dieses faszinierenden Organs in Tiermodellen zu untersuchen.

Den Wiener Forschern ist es nun erstmals gelungen, die frühen Stadien der menschlichen Gehirnentwicklung in einem speziell entwickelten dreidimensionalen Organkultursystem nachzubilden. Für die Herstellung dieser sogenannten "mini brains" verwendeten die Forscher embryonale Stammzellen und induzierte pluripotente Stammzellen (iPS Zellen), die aus Patientengewebe gewonnen wurden.

Better Earth

Delfine haben ein sehr gutes Namensgedächtnis

Der Signaturpfiff von Bekannten wird auch nach 20 Jahren Trennung noch erkannt

Delfine haben ein besseres Namenssgedächtnis als mancher Mensch: Auch nach mehr als 20 Jahren erkennen sie noch den individuellen Signalpfiff von Artgenossen, mit denen sie schon einmal Kontakt hatten. Dafür braucht es nicht einmal eine jahrelange Beziehung: Es reicht aus, wenn der frühere Kontakt wenige Monate angedauert hat, wie ein US-Forscher im Expierment herausfand.
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© SXCDelfin
Sie sind einzigartig im Tierreich: Nur von Delfinen ist bisher bekannt, dass sie individuelle Namen besitzen - wenn auch in Form von speziellen Pfiffen. Aufnahmen belegen, dass etwa die Hälfte aller Pfeiflaute der Meeressäuger aus diesen Signaturpfiffen bestehen - die Tiere rufen quasi regelmäßig ihren Namen ins Meer hinaus. Ihre Artgenossen können sie anhand dieser Pfeiflaute identifizieren. Die Meeressäuger signalisieren damit aber nicht nur ihre eigenen Identität, sie imitieren auch die Namenspfiffe von Artgenossen, um mit diesen in Kontakt zu treten.