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Schweine haben Supernasen

Erbgut-Entschlüsselung liefert Neues über Evolution und Sinne der Haus- und Wildschweine

Die Gene der Schweine erklären, warum sie so gute Trüffelsucher sind: Sowohl Haus- als auch Wildschweine besitzen mehr Geruchsgene als die meisten anderen Säugetiere. Das zeigt die bisher umfassendste Analyse des Schweine-Erbguts, durchgeführt von einem internationalen Forscherteam. Mehr als 1.300 Gene seien beim Schwein nur für die Funktion der verschiedenen Duftsensoren zuständig. Dies spiegele wieder, wie stark diese Tiere sich bei der Nahrungssuche auf ihren Geruchssinn verlassen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature".

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© Don HamermanJunge Hausschweine der Sorte Duroc beim Fressen.
Der Geschmacksinn allerdings ist bei den Schweinen eher unterentwickelt: Sie besitzen nur wenige Gene für Bittersensoren und auch süße und herzhafte Aromen nehmen sie wahrscheinlich weniger gut wahr als wir Menschen, wie die Analysen zeigten. "Schweine fressen deshalb problemlos Dinge, die für uns abscheulich schmecken", erklärt Lawrence Schook von der University of Illinois, einer der Studienleiter.

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Wundheilung der menschlichen Haut einzigartig: Neuentdeckung der Rolle von Schweißdrüsen

Ganz anders als bei den bisher daraufhin untersuchten Versuchstieren erfolgt die Neubildung von Haut beim Menschen hauptsächlich aus Stammzellen der Schweißdrüsen
Schweißdrüsen
© Minghong / Creative Commons (CC BY-SA 3.0), http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.enSchweißdrüsen dienen nicht nur der Kühlung, sondern helfen auch bei der Wundheilung.
Ann Arbor (USA) - Menschliche Schweißdrüsen spielen bei der Wundheilung eine bisher unerkannte wichtige Rolle. Sie sind eine Hauptquelle von Stammzellen, aus denen neue Hautzellen hervorgehen, berichten amerikanische Mediziner. Diese Funktion der Schweißdrüsen blieb zunächst unentdeckt, da Studien zum Ablauf der Wundheilung meist mit Versuchstieren durchgeführt wurden. Mäuse, Ratten, Kaninchen und Schweine verfügen aber nicht über den speziellen Typ und die große Zahl von Schweißdrüsen der menschlichen Haut. Die Ergebnisse der Studie können helfen, neue Therapien für Verbrennungen und schlecht heilende Wunden wie Druckgeschwüre, offenes Bein und diabetischer Fuß zu entwickeln, schreiben die Forscher im American Journal of Pathology.

Shoe

Neue Theorie: Evolutionäres Wachstum des Gehirns durch körperliche Ausdauer

Neue Hypothese besagt, dass Veränderungen der Muskulatur bei den frühen Menschen auch die Entwicklung des Gehirns beschleunigt hat
Jagd, Felsmalerei
© Gruban / Creative Commons (CC BY-SA 2.0), http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.deMenschen bei der Jagd (Felsmalerei im Tassili n'Ajjer, Sahara, Algerien)
Tucson (USA) - Die Überlebensvorteile komplexer Hirnleistungen förderten ein starkes Wachstum des Gehirns unserer Vorfahren. Aber vielleicht gab es im Lauf der menschlichen Evolution noch eine ganz andere Antriebsfeder für diese Entwicklung, vermuten amerikanische Forscher. Denn die verstärkte Laufaktivität, die mit dem Übergang zum Leben als Jäger und Sammler einherging, war wahrscheinlich mit einer erhöhten Produktion bestimmter Wachstumsfaktoren gekoppelt. Diese Botenstoffe dürften auch einen stimulierenden Einfluss auf das Hirnwachstum gehabt haben. Die neue Hypothese widerspricht der gängigen Vorstellung einer wachsenden Intelligenz, die den frühen Menschen in die Lage versetzte, körperliche Mängel auszugleichen, schreiben die Biologen im Fachblatt Proceedings of the Royal Society B.

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Drei Viertel der Mutationen im menschlichen Erbgut sind erst vor Kurzem entstanden

Das menschliche Erbgut hat in den vergangenen 5000 bis 10 000 Jahren zahlreiche Mutationen durchgemacht. Evolutionär betrachtet ist das ein extrem kurzer Zeitraum. Viele Mutationen haben zu Krankheiten geführt - einige waren von Vorteil.
dna, erbgut
© dpaDas erbgut der Menschen hat anscheinend vor allem in den letzten 5000 bis 10 000 JAhren zahlreiche Mutationen durchgemacht.
Das menschliche Erbgut hat sich in den vergangenen 5000 bis 10 000 Jahren erheblich verändert. In diesem Zeitraum tauchten unter anderem viele Mutationen in Genen auf, die möglicherweise zu Krankheiten führen, und zwar häufiger bei Europäern als bei Afrikanern. Dies berichten US-Forscher im britischen Fachblatt Nature.

Kommentar: In diesem Zusammenhang ist es interessant und auffällig, dass die angegebene Zeitspanne von 5000 bis 10 000 Jahren mit dem Aufkommen und der Verbreitung der Landwirtschaft steht. Der im Zuge der Sesshaftwerdung auftretende Wechsel zu einer getreidebasierten Ernährung steht im Zusammenhang mit geringerer Körpergröße, einer größeren Anfälligkeit für Krankheiten sowie der Entwicklung der heutigen sogenannten Zivilisationskrankheiten; und außerdem soll das menschliche Gehirn innerhalb der letzten 5000 Jahre geschrumpft sein.

Mutationen in der menschlichen Genetik seit Beginn der Landwirtschaft: "Die Menschen werden immer dümmer"
Evolution des Menschen ist laut Studie nicht abgeschlossen
Die Landwirtschaft brachte den Krieg
Gluten verantwortlich für über 200 Krankheiten - Weizen ist chronisches Gift und betrifft uns alle
Nein zu Getreide: Gluten vernebelt die Sinne!

Weitere Implikationen:

Schwanger: Ernährung der Mutter beeinflusst Anlagen des Kindes
Schäden durch Umweltgifte vererben sich bis in nachfolgende Generationen
Umwelteinflüsse prägen DNA im Mutterleib signifikant
Misshandelte Kinder zahlen mit beschädigter DNA


Pi

Zufälliges Nebenprodukt: Kollisionen im CERN-Teilchenbeschleuniger erzeugen neue Form von Materie

Kollisionen zwischen Protonen und Eisen-Ionen im größten Teilchenbeschleuniger der Welt, dem Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Kernforschungszentrum CERN nahe Genf, haben ein unerwartetes Verhalten einiger Partikel in Folge der Explosionen durch diese Kollisionen offenbart. Die neue Beobachtung dieses Verhaltens legt laut den Forschern nahe, dass durch die Kollisionen im Teilchenbeschleuniger selbst eine neue Form von Materie entstanden sein könnte.
Kollisionen von Protonen mit Eisenkernen, CERN
© CERNArchiv: Kollisionen von Protonen mit Eisenkernen erzeugen eine Vielzahl an Partikeln, die von den Detektoreinheiten des Teilchenbeschleunigers LHC am CERN (hier CMS) registriert und grafisch dargestellt werden.
Genf (Schweiz) - Während normalerweise die bei den Kollisionen neue Partikel entstehen und diese für gewöhnlich mit annähernder Lichtgeschwindigkeit in alle Richtungen davonschießen, beobachteten die Wissenschaftler des "Compact Muon Solenoid"-Teams (CMS), dass in einer Probe von zwei Millionen Eisen-Ionen-Kollisionen einige Teilchenpaare sich von diesen Explosionen in mit einander übereinstimmenden Richtungen und Flugbahnen entfernten.

Bomb

Riesengroßes Schwarzes Loch stellt derzeitige Theorien und Modelle in Frage

Ein internationales Astronomenteam hat ein Schwarzes Loch entdeckt, das die Grundlagen derzeitiger Theorien und Modelle der Galaxienentwicklung in Frage stellt. Mit 17 Milliarden Sonnenmassen ist das Schwarze Loch im Vergleich zur Masse seiner Heimatgalaxie deutlich massereicher, als es diese Modelle vorhersagen. Es könnte sogar das massereichste bislang bekannte Schwarze Loch überhaupt sein.
Galaxie
© NASA / ESA / Andrew C. Fabian / Remco C. E. van den Bosch (MPIA) Aufnahme der Scheibengalaxie NGC 1277 mit dem Weltraumteleskop Hubble. Das Zentrum dieser kleinen, abgeflachten Galaxie enthält eines der massereichsten Schwarzen Löcher, das jemals gefunden wurde.
Heidelberg (Deutschland) - Laut den gängigen Theorien zur Galaxienentstehung sollte jede Galaxie in ihrer Zentralregion ein sogenanntes supermassereiches Schwarzes Loch aufweisen: ein Schwarzes Loch mit einer Masse zwischen einigen hunderttausend und Milliarden von Sonnenmassen. Das am besten untersuchte Exemplar mit rund vier Millionen Sonnenmassen sitzt im Zentrum unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße.

Robot

Aufstand der Maschinen? Die Frage nach der potentiellen Gefährlichkeit künstlicher Intelligenz

Wissenschaftler der altehrwürdigen University of Cambridge haben eine interdisziplinäre Forschungsgruppe eingerichtet, die das Risiko einschätzen soll, ob sich eines Tages intelligente Maschinen über die Menschheit erheben könnten.
Künstliche Intelligenz
© Oliver M. Voss, cgigalaxy.comSymbolbild: Künstliche Intelligenz (Illu.).Symbolbild: Künstliche Intelligenz (Illu.).
Cambridge (England) - Im Rahmen des Centre for the Study of Existential Risk (CSER, "Zentrum zur Erforschung existenzieller Risiken") wollen die Forscher zukünftig die potentiellen Gefahren und Risiken untersuchen, die von den Entwicklungen auf den Gebieten der Biotechnologie, der Erforschung und Entwicklung von künstlichem Leben und künstlicher Intelligenz, der Nanotechnologie und dem Klimawandel ausgehen könnten.

Galaxy

Entdeckung: Die Sonnenaktivität scheint von den Planeten beeinflusst zu sein

Während Astronomen für gewöhnlich Auswirkungen bestimmter Planetenkonstellationen belächelnd den Astrologen überlassen, haben nun schweizerische, spanische und australische Forscher entdeckt, dass die Planetenstände wohl doch mehr Einfluss auf unsere Sonne haben als bislang angenommen.
Planeten, Umlaufbahn
© Sebastian Voltmer, astrophoto.de Die Planeten umkreisen auf ihren Umlaufbahnen die Sonne (Illu.).
Zürich (Schweiz) - Wie die Wissenschaftler um José Abreu vom Institut für Geophysik von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich und Jürg Beer von der Eawag aktuell im Fachjournal Astronomy & Astrophysics berichten, scheinen die Planetenkonstellationen für die langfristigen Zyklen erhöhter Sonnenaktivität verantwortlich zu sein.

Telescope

Entdeckung bislang stärkster Materieflüsse eines Schwarzen Lochs ist erstmalige Bestätigung der Theorie

Viele extrem hell leuchtende Zentren ferner Galaxien sogenannte Quasare, deren Leuchtkraft von supermassereichen Schwarzen Löchern befeuert wird, geben gewaltige Mengen an Materie in ihre Muttergalaxien ab. Diese Materieflüsse spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Galaxien. Bis vor kurzem waren die beobachteten Quasar-Materieflüsse aber allesamt nicht so stark wie von den Theoretikern erwartet. Mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) haben Astronomen jetzt den Quasar mit dem energiereichsten jemals beobachteten Materiefluss entdeckt: Bei "SDSS J1106+1939" ist der Ausfluss mindestens fünfmal so stark wie bei allen anderen andere bisher bekannten Quasaren und stimmt nun erstmals mit der theoretischen Vorhersage überein.
Materie, schwarzes Loch
© ESO/L. CalçadaDiese künstlerische Darstellung zeigt Materie, die aus der Umgebung des supermassereichen Schwarzen Lochs in dem Quasar SDSS J1106+1939 ausgestoßen wird (Illu.).
Cerro Paranal (Chile) - "SDSS J1106+1939" wurde mit dem Instrument X-Shooter am VLT am Paranal-Observatorium in Chile detailliert untersucht. Obwohl Schwarze Löcher in erster Linie dafür bekannt sind, Materie anzuziehen, stoßen die meisten Quasare einen Teil des Materials um sie herum auch wieder ab. Dabei wird das Material auf hohe Geschwindigkeiten beschleunigt.

Chalkboard

Tarnkappeneffekt: Neues Metamaterial kann erstmals Objekte verschiedener Form und Größe verstecken

Tarnkappe, unsichtbar
© K.Kim, Yonsei UniversityModell der flexiblen Tarnkappe aus Silikon
Flexible Gitterstruktur aus Silikon macht Metallstücke im Mikrowellenbereich unsichtbar

Seoul (Korea) - Mit einem neuen, flexiblen Material kommen koreanische Physiker einem Tarnmantel, der sich an das zu versteckende Objekt anpasst, einen großen Schritt näher. Bisher konnten Mikrowellen und sichtbares Licht nur durch starre und komplex aufgebaute Metamaterialien abgeschirmt werden, so dass jedes Objekt einen neuen, genau auf ihn zugeschnittenen Tarnmantel brauchte. Wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature Communications berichten, wurde nun ein kleines Metallstück, das mehr oder weniger tief in den flexiblen Tarnmantel eindrückte, für Mikrowellen unsichtbar.