Wissenschaft und TechnologieS


Pharoah

Ausgrabung: 3000 Jahre alte Sängerin im Tal der Könige entdeckt

Eine 3000 Jahre alte Mumie haben Schweizer Archäologen im ägyptischen Tal der Könige entdeckt. Die Besonderheit an der Mumie ist, dass es sich vermutlich um eine nicht-adlige Sängerin handelt, auf die die Forscher zufällig stießen.

Schweizer Archäologen haben im berühmten ägyptischen Tal der Könige das Grab einer Frau gefunden, die offenbar nicht zur Königsfamilie gehörte. Die Mumie stamme aus der Zeit der 22. Dynastie und sei rund 3000 Jahre alt, teilte am Sonntag Mohammed Ibrahim, der ägyptische Staatsminister für antike Funde, mit. Bei der Mumie handle es sich laut der Inschrift auf einer Holztafel um eine Frau namens Nehmes Bastet, die offenbar Sängerin im Tempel von Karnak in der Nähe von Luxor gewesen sei, erklärte Ibrahim. Demnach war sie die Tochter eines Hohen Priesters des Gottes Amun.

Bizarro Earth

Schwachsinns-Alarm: Mit Methan und Ruß die Welt vor der Erderwärmung retten

Klimaschutz kann einer Studie zufolge Geld sparen und Leben retten: Indem Industrie und Landwirtschaft den Ausstoß von Methan und Ruß reduzierten, könnten sie im Kampf gegen die Klimaerwärmung kosteneffektiv bedeutende Fortschritte machen.
welt
© ColourboxEine Reduzierung von Methan und Ruß könnte die Erderwärmung abmildern und die Gravitationskraft ebenso außer Kraft setzen.

Bis zum Jahr 2050 könnten entsprechende Maßnahmen die Erderwärmung um ein halbes Grad Celsius senken. Das berechneten Forscher in einer im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichten Studie. Während Kohlenstoffdioxid (CO2) zu etwa 50 Prozent für die Erderwärmung verantwortlich gemacht wird, tragen Methan und Ruß zu jeweils 30 und 20 Prozent zum Temperaturanstieg bei.

Drew Shindell von der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der Columbia University sagte, letztlich müsste zwar vor allem der CO2-Ausstoß geringer werden. Doch kurzfristig würde eine Senkung der Methan- und Rußemissionen schnellere Erfolge erzielen und darüber hinaus einen Gewinn für Wirtschaft und Gesundheit bringen.

Kommentar: Lesen Sie die folgenden Artikel, dass CO2 nichts mit der Erderwärmung zu tun hat und viele Behauptungen höchst zweifelhaft sind, die fast täglich in den herkömmlichen Medien berichtet werden.

Forscher als Betrüger: Helmut Schmidt fordert IPCC Untersuchung

Der Schwindel der globalen Erwärmung

Der Zusammenhang zwischen kosmischer Strahlung, Wolkenbildung und Klima


Magic Hat

Kleinster Datenspeicher der Welt: 1 Byte auf 96 Atome

Um ein Byte an Daten abzuspeichern, brauchen moderne Festplatten etwa eine halbe Milliarde Atome. Forschern ist es nun gelungen, die gleiche Datenmenge auf nur 96 Atomen unterzubringen. Praxistauglich ist das allerdings nicht.

Forscher wollten ausloten, wie viel Daten man auf dem kleinstmöglichen Raum unterbringen kann. Das überraschende Ergebnis: Ein Bit lässt sich auf nur zwölf Eisen-Atomen ablegen. Aneinandergereiht ergibt das eine Länge von nur drei Nanometern - was dem Tausendstel eines Staubkorn entspricht. Ähnlich kompakt sind Daten nur im menschlichen Erbgut abgelegt. Laut Sebastian Loth vom Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) sei dem Team damit der kleinste magnetische Speicher der Welt gelungen.

Angesichts immer kleinerer Fertigungsverfahren, die sich dereinst unweigerlich der atomaren Grenze nähern werden, wollte das Team ergründen, in wie weit man die Entwicklung noch vorantreiben kann. Doch statt vom zuvor Möglichen auszugehen, hat das Team um Loth den umgekehrten Weg gewählt. "Beginnend mit dem Kleinsten, dem Atom, haben wir Datenspeicher Atom für Atom aufgebaut", erklärte Forscherkollege Andreas Heinrich gegenüber der Zeit. Die Produktion des rekordträchtigen Nanospeichers erfolgte unter einem Rastertunnelmikroskop im kalifornischen San Jose. Dabei speicherten jeweils zwei Ketten aus sechs Eisen-Atomen ein Bit. Um ein Byte zu erreichen - also das Achtfache der Grundeinheit - waren ergo 96 Atome notwendig. Damit soll die Speicherdichte 100 mal höher ausfallen als auf einer modernen Festplatte.

Frog

Papua-Neuguinea: Kleinster Frosch der Welt entdeckt

Sensationsfund: Forscher haben in Papua-Neuguinea einen winzigen Frosch entdeckt. Das kleine Tier hat eine Größe von lediglich sieben bis acht Millimetern - er ist ungefähr halb so groß wie eine Ein-Cent-Münze. Die Experten gehen davon aus, dass der Frosch das kleinste Wirbeltier der Welt sein könnte.
Kleinster Frosch der Welt
© Wikipedia; Franco Andreone

Was für ein Fund: In Papua-Neuguinea haben Forscher das kleinste Wirbeltier der Welt entdeckt. Der Minifrosch ist kleiner als eine Ein-Cent-Münze und dürfte damit das kleinste Wirbeltier der Welt sein. Trotz seiner winzigen Größe hat er ein riesiges Organ und kann regelrecht schreien. Allerdings ist er nur morgens und am Abend aktiv. Der kleinste Einwohner Papua-Neuguineas, was Wirbeltiere angeht, muss aber nach wenigen Minuten eine Pause einlegen - kein Wunder, bei den Dimensionen, die dieser Minifrosch hat.

Die Forscher versprechen sich von dem Minifrosch Hinweise darauf, wie Körper bei extremen Dimensionen funktionieren. Der Frosch lebt im Blätterwerk im Regenwald, weil er ein großes Verlangen nach Feuchtigkeit hat - siehe die weiteren Hintergründe zum Mini-Frosch in Papua-Neuguinea. Jedenfalls zeigt dieser aktuelle Fund, dass Forscher noch weit davon entfernt sind, alle Artengeheimnisse auf der Welt zu entdecken. Weitere Hintergründe zum Minifrosch gibt es in den folgenden beiden Absätzen.

Magnify

Neue Wirkstoffe gegen die Pest analysiert

Würzburg - Die Pest mag für viele wie ein historischer Begriff klingen - tatsächlich gehört die vom Bakterium Yersinia pestis ausgelöste Krankheit noch keineswegs der Vergangenheit an. Immer wieder werden - von Afrika bis in den Südwesten der USA - Erkrankungen und Todesfälle gemeldet, auch wenn letztere selten geworden sind.

Wie bei vielen Bakterien wird aber auch bei Yersinia pestis eine zunehmende Resistenz gegen Antibiotika festgestellt. Wissenschafter vom Institut Pasteur in Paris haben 2010 zwei Pesterreger-Stämme gefunden, die nicht mehr auf Antibiotika reagieren, beide stammten aus Madagaskar, einem Schwerpunkt der weltweiten Pestausbrüche: Im Jahr 2010 wurden dort 313 Krankheitsfälle bekannt, so die Statistik der Weltgesundheitsorganisation WHO. Am zweithäufigsten trat die Infektion im Kongo auf (152), gefolgt von Peru mit 27 Fällen.

Beer

Durchbruch in der Alkoholismus-Forschung: Darum macht Alkohol süchtig

Trinkende Frau
© ColourboxDas Gehirn von Alkoholikern funktioniert anders als das von Normaltrinkern.
Zum ersten Mal können Wissenschaftler zeigen, warum manche Menschen häufiger zur Flasche greifen als andere. Veränderungen im Gehirn sind der Grund.

Ein Glas Wein am Abend sorgt dafür, dass die Stimmung steigt, denn Alkohol setzt im Gehirn körpereigene Glückhormone frei, sogenannte Endorphine. Diese Botenstoffe aktivieren Belohnungsareale im Gehirn - wir fühlen uns gut. Das ist aus Experimenten mit Tieren längst bekannt. Zum ersten Mal überhaupt konnten Wissenschaftler jetzt diesen Mechanismus auch im menschlichen Gehirn nachweisen.

Alkohol wirkt in zwei Gehirnarealen

Das Forscherteam um Jennifer Mitchell von der Ernest Gallo Clinic in San Francisco hat den genauen Ort gefunden, an dem die Endorphine im menschlichen Gehirn wirken. „Seit 30 Jahren spekulieren wir darüber, was Endorphine in unserem Gehirn bewirken. Jetzt wissen wir es“, jubelt Mitchell. „Das ist der erste direkte Beweis dafür, warum Alkohol uns glücklich macht.“

Meteor

120-Millionen-Euro-Sonde soll in Atlantik stürzen

Moskau - Die Raumsonde Phobos-Grunt wird russischen Experten zufolge vermutlich über Argentinien in die Erdatmosphäre eintreten. Die dabei nicht verglühenden Teile könnten nach jüngsten Berechnungen am Sonntag nach 17.00 Uhr MEZ in den Atlantik stürzen.


Das teilte die Raumfahrtbehörde Roskosmos nach Angaben der Agentur Interfax mit. Eine Gefahr für bewohnte Gebiete sei nicht völlig auszuschließen, sagte der Moskauer Raumfahrt-Experte Alexander Ilin. Details seien aber erst kurz vor dem Absturz berechenbar.

Die Giftstoffe im Tank sowie das radioaktive Kobalt an Bord verglühten wohl, sagte Ilin. «Die rund 13,5 Tonnen schwere Raumsonde wird von der Hitze förmlich zerrissen.» Rund zwei Tonnen der Raumsonde seien aus Metall, davon könnten voraussichtlich 200 Kilogramm als Trümmer zur Erde fallen.

Der am Phobos-Grunt-Projekt beteiligte Forscher Wladimir Sytschjow sagte, an Bord des 120 Millionen Euro teuren Flugkörpers befänden sich auch Mikroorganismen und Fruchtfliegen. «Sie befinden sich in hermetisch abgeschlossenen Titankapseln und stellen keine Bedrohung für die Bevölkerung dar - falls sie den Absturz überhaupt überstehen», wurde der Wissenschaftler vom Institut für Biomedizinische Probleme (IMBP) zitiert.

Telescope

Weltraumteleskop Kepler entdeckt drei kleinste bislang bekannte Exoplaneten

3 kleine Felsplaneten
© NASA/JPL/CaltechKünstlerische Darstellung der drei kleinen Felsplaneten um den Roten Zwerg KOI-961 (Illu.).
Pasadena/ USA - Anhand der Beobachtungsdaten des NASA-Weltraumteleskops Kepler haben Astronomen die drei kleinsten bislang bekannten Exoplaneten entdeckt. Alle drei Planeten umkreisen den Stern KOI-961 und sind kleiner als die Erde. Aufgrund ihrer Nähe zu ihrem Zentralgestirn dürfte es auf den Planeten selbst allerdings kein Leben nach irdischem Maßstab geben.

Die NASA-Wissenschaftler um Phil Muirhead vom Exoplanet Science Institute am California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena gehen davon aus, dass es sich bei allen drei Planeten um Felsplaneten handelt. Ihre Radien entsprechen dem 0,78-, 0,73- und 0,57-fachen der Erde. Damit ist der kleinste der drei Planeten in etwa so groß wie der Mars. Alle drei umkreisen ihren Stern allerdings zu nah, als dass auf ihren Oberflächen Wasser in flüssiger Form und damit die Grundlage

Saturn

Planeten um ferne Sterne sind die Regel und nicht die Ausnahme

Sterne und ihre Planeten
© ESO/KornmesserKünstlerische Umsetzung des Studienergebnisses mit im Maßstab stark vergrößerten Sternen und ihren Planeten.
Paris/ Frankreich - Mit Hilfe des sogenannten Mikrogravitationslinseneffekts hat ein internationales Astronomenteam ergründet, wie häufig Planeten in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, vorkommen. Nach sechs Jahren der intensiven Suche anhand von Beobachtungsdaten mehrerer Millionen Sterne kommen die Wissenschaftler nun zu dem Schluss, dass die Existenz von Planeten um andere Sterne nicht die Ausnahme sondern der Normalfall ist.

Wie das Astronomenteam um Arnaud Cassan vom Institut d'Astrophysique de Paris, dem auch mehrere Forscher der Arbeitsgruppe von Joachim Wambsganß vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) angehören, in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature berichtet, konzentrierte sich die Studie nicht auf den Nachweis und die Analyse einzelner der bereits mehr als 700 entdeckten Exoplaneten, sondern auf die "entscheidende Frage: Wie häufig Planeten eigentlich in unserer Milchstraße sind."

Bizarro Earth

Die Antarktis ist nicht frei von Erdbeben

Überwachungsdaten zur Größe und Häufigkeit von Erdbeben in der Antarktis, welche von der chinesischen Forschungsstation "Große Mauer" gesammelt wurden, zeigen laut einem chinesischen Seismologen, dass der Kontinent nicht frei von Erdbeben ist.

"Die neu errichtete seismologische Messstation in der Polarstation 'Große Mauer' hat im Verlaufe des vergangenen Jahres über hundert Erdbeben in der Region aufgezeichnet", sagte am Donnerstag Chang Lijun, ein Mitglied des Teams der 28. Chinesischen Antarktis-Expedition. Diese Entdeckung widerlegt die bisher vorherrschende Vorstellung, dass es in der Antarktis keine Erdbeben gibt. Viele Erdstöße sind demnach wegen des Mangels an seismologischen Beobachtungen in der Region unentdeckt geblieben.

Dank des technologischen Fortschritts haben Wissenschaftler nun entdeckt, dass es auf dem Kontinent doch kleinere Beben gibt. Chang, der auch wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Geophysik bei der Chinesischen Erdbebenwarte ist, sagte, dass die Stärke der aufgezeichneten Stöße zwischen 0,5 und 4 auf der Richter-Skala lag. Derartige Beben können Menschen in der Regel nicht wahrnehmen.