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Tauchroboter entdeckt neue Arten um Tiefseeschlot

Neu entdeckter Oktopus
© Oxford UniversityEin bislang noch nicht identifizierter weißer antarktischer Oktopus auf 2.400 Metern Tiefe. (Klicken Sie auf die Bildmitte, um zu einer vergrößerten Darstellung u gelangen.)
Oxford/ England - Mit einem Tauchroboter haben britische Wissenschaftler rund um einen antarktischen Tiefseeschlot eine Vielzahl bislang noch nicht wissenschaftlich beschriebener Arten entdeckt. Die Bewohner des bizarren Lebensraums unterschieden sich von jenen, die bislang im Umfeld ähnlicher hydrothermaler Schlote wie sie bislang im Pazifik, im Atlantik oder am Grunde des Indischen Ozeans gefunden wurden und belegen damit die Vielfalt dieser ungewöhnlichen Ökosysteme in völliger Finsternis.

Wie die Forscher um den Zoologen Professor Alex Rogers von der Oxford University gemeinsam mit Kollegen der University of Southampton, vom National Oceanography Centre und der British Antarctic Survey aktuell im Fachmagazin PLoS Biology berichten, finden sich unter den neu entdeckten Lebewesen neue Arten von Yetikrabben (s. Abb. u.), siebenarmigen Raubseesterne, Krebse, Seeanemonen und sogar ein der Wissenschaft bislang unbekannter Tiefseeoktopus (s. Abb. o.).

Control Panel

Forscher erzeugen Zeit-Tarnkappe

Zeit-Tarnkappe
© Fridman et al. / arxiv.orgSchematische Darstellung der Funktion der Zeit-Tarnkappe

Ithaca/ USA - Während bisherige Tarnkappen-Experimente und Entwicklungen darauf abzielten, Objekte durch die Veränderungen bzw. Anpassung des elektromagnetischen Spektrums an den Hintergrund anzupassen und dadurch räumlich unsichtbar zu machen, ist es US-Physikern nun durch die Beeinflussung von Licht gelungen, ein extrem kurzfristiges Ereignis in der Zeit zu verstecken.

Wie das Team um Moti Fridman von der Cornell University in Ithaca bereits zuvor auf "arxiv.org" und nun auch im Fachmagazin Nature berichten, unterscheidet sich ihre sogenannte Zeit-Tarnkappe von den bisherigen räumlichen Tarnkappen (...wir berichteten, s. Links) durch eine im Wellenspektrum eines Laserstrahl erzeugte Lücke.

Family

Einblicke in die sozialen Fähigkeiten des Hundes

Was Hundebesitzer lange ahnten, ist wissenschaftlich bestätigt: Hunde reagieren so intelligent wie kleine Kinder und können unsere Signale lesen.
Dalmatiner in Transportbox
© dpaEin Dalmatiner schaut aus seiner Transportbox und wartet auf seinen Auftritt

Budapest. Was viele Hundebesitzer schon immer ahnten, ist jetzt wissenschaftlich bestätigt: Des Menschen bester Freund reagiert nicht nur auf Worte, sondern bereits auf unsere Absicht, mit ihm zu kommunizieren. Dabei ähneln die Tiere in ihren Fähigkeiten sogar Kleinkindern, fanden ungarische Forscher heraus. Denn Hunde und Kinder reagieren vergleichbar auf Körpersignale wie Gesten und vor allem Blicke, wenn sie direkt "angesprochen" werden. Ob im Hunde-Gehirn dabei die gleichen Prozesse ablaufen wie beim Menschen, sollen weitere Studien klären, heißt es in der Online-Fachzeitschrift "Current Biology".

"Immer mehr Hinweise und Studien unterstützen die Ansicht, dass Hunde und Menschen einige soziale Fertigkeiten gemeinsam haben", sagt Jozsef Topal von der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Dabei entsprächen die kommunikativen Fähigkeiten der Hunde denen von Kleinkindern im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren. Topal und seine Kollegen hatten vor allem die Wirkung von Augenkontakten auf 16 Versuchshunde untersucht. Sie spielten den Tieren Videos vor, in denen eine Frau ihren Kopf zu einem von zwei Behältern dreht, die rechts und links von ihr stehen. Dabei blickt sie vor dem Kopfdrehen entweder die Hunde direkt an oder sie vermeidet den Augenkontakt. Während der ganzen Zeit wurden die Augenbewegungen der Hunde mit einem Aufzeichnungsgerät gefilmt.

People

Mann und Frau teilen laut neuer Studie nur zehn Prozent ihrer Charakterzüge

Bild
Schwerer Schlag für die Genderwissenschaft: Eine Studie hat ergeben, dass Männer und Frauen ganz anders sind. Demnach prägt die Biologie weit mehr als etwa die Erziehung.

Männer und Frauen unterscheiden sich in ihren Persönlichkeiten viel stärker, als bisher gedacht. So sehr, dass sie fast wie zwei verschiedene menschliche Naturen erscheinen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des italienischen Psychologen Marco Del Giudice (Universität Turin) und seiner britischen Kollegen Tom Booth und Paul Irwing (Universität Manchester) im Online-Fachblatt Plos One. Kernaussage der Untersuchung: Mann und Frau stimmen nur in zehn Prozent ihrer Persönlichkeitsprofile überein.

Die Psychologie von Mann und Frau ist ein ideologisch umkämpftes Terrain. Auf der einen Seite stehen die Genderwissenschaftler. Sie nehmen an, dass es alles in allem nur geringe Differenzen im Seelenleben der Geschlechter gibt und die Gemeinsamkeiten bei Weitem überwiegen. Verschieden sind Mann und Frau etwa in ihrer Sexualität und geringfügig in ihrer Neigung zu aggressivem Verhalten, sagt die Psychologin Janet Hyde von der Universität von Wisconsin. Vor allem die Gesellschaft und die Erziehung seien die Ursache vermeintlicher Unterschiede.

Bulb

Die feine Nase der Singvögel

Bielefeld (WB). Die Nachricht klingt unspektakulär, ist aber aus wissenschaftlicher Perspekte betrachtet eine Sensation: Singvögel erkennen ihre Verwandten am Geruch.

Die Erkenntnisse der Bielefelder Verhaltensforscher Dr. Tobias Krause und Dr. Barbara Caspers eröffnen nicht nur der Fachwelt ein neues Forschungs- und Interessensfeld. »Auch die New York Times hat schon einen Interview-Termin angefragt«, sagt Universitätssprecherin Sandra Sieraad nicht ohne Stolz.

Erst vor einem Jahr hatten die beiden Biologen bewiesen, dass Singvögel überhaupt riechen können. »Davor galt 40 Jahre lang die Lehrmeinung, dass das verkümmerte Riechorgan der Vögel keine Funktion erfüllt«, verdeutlicht Professor Dr. Oliver Krüger von der Fakultät für Biologie. »Die Forschung ging zwar davon aus, dass Singvögel ihre Verwandten unterscheiden können, es war aber unklar, wie sie das bewerkstelligen.«

Frog

Quaken verrät Chromosomenzahl

Allein am Quaken erkennen die Weibchen einer nordamerikanischen Froschart, wie viele Chromosomen ein rufendes Froschmännchen besitzt. Dadurch können sie feststellen, ob er ihrer Art angehört. Das haben US-amerikanische Forscher herausgefunden. Die beiden eng verwandten Arten des grauen Baumfroschs sehen völlig gleich aus, ihr einziger Unterschied besteht darin, dass eine Art doppelt so viele Chromosomen in ihren Zellen trägt wie die andere - 48 statt 24. Nur am Paarungsruf sei es für die Weibchen möglich, den passenden Partner zu erkennen und zu finden, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B -Biological Sciences.

"Die Männchen beider Arten quaken den exakt gleichen Paarungsgesang - aber der östliche Graue Baumfrosch Hyla versicolor quakt ein wenig langsamer als Hyla chrysoscelis", sagt Studienleiter Carl Gerhardt von der University of Missouri in Columbia. Das langsamere Ruftempo der östlichen Froschart werde durch dessen höhere Chromosomenzahl beeinflusst, sagen die Forscher. Jede Zelle beim östlichen Grauen Baumfrosch müsse die doppelte Menge an Erbgut unterbringen, dadurch seien alle Zellen dieser Art etwas größer. Das verändere auch den Mechanismus des Quakens und verlangsame dessen Rhythmus.

Verändere man künstlich die Chromosomenzahl der Weibchen, ändere sich damit auch deren Präferenz für langsames oder schnelleres Rufen, berichten die Wissenschaftler. Das belege, dass die Weibchen dieser Froscharten ihre Partner tatsächlich nur nach der am Ruf erkennbaren Chromosomenzahl auswählen und nicht nach anderen, möglicherweise noch unbekannten Artmerkmalen.

Ladybug

Hoffnung für Blinde - Spinnenseide unterstüzt die Regeneration von Sehnerven

Frosty Web
© 2007 Pierre-Paul Feyte
Spinnenseide könnte dabei helfen, blinden Menschen ihr Augenlicht zurückzugeben. Denn die Seidenfäden bieten ein ideales Gerüst, an dem entlang Haut- und Nervenzellen regeneriert werden können.

An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) züchten Wissenschaftler mithilfe der Spinnenfäden neue Haut, die beispielsweise Verbrennungsopfern transplantiert werden kann. Die Spinnenseide ist nicht nur extrem stark und dehnbar, sondern wird vom Menschen auch sehr gut vertragen, sodass es keine Fremdkörperreaktionen gibt.

Die Forschung mit der tierischen Seide gibt auch Menschen, die durch einen beschädigten Sehnerv erblindet sind, neue Hoffnung: Der Sehnerv ist normalerweise nicht dazu in der Lage, sich selbst zu erneuen. Durch die Fäden der Spinnenseide kann dem Sehnerv aber Halt gegeben und das Wachstum angeregt werden. Der Nerv kann sich unter diesen Bedingungen regenerieren.

Binoculars

SOTT Fokus: Fragen & Antworten mit Laura Knight-Jadczyk: Das Ende der Welt

Wird die Welt mit einem verheerenden Zusammenstoss des mythologischen Planeten X oder gar durch Kometen enden? Eventuell ist die wichtigere Frage, wie sind unsere Chancen zu überleben, wenn nichts dergleichen geschieht?


Compass

Weltuntergangsszenario 2012 - NASA verneint Gefahr durch sonnennahe Sternenexplosionen

Washington/ USA - Während schon das erwartete Maximum der Sonnenaktivität von Sonnenforschern der NASA um ein Jahr von 2012 auf 2013 verschoben wurde, haben sich NASA-Wissenschaftler nun auch zu einer weiteren möglichen Gefahr für die Erde im kommenden Jahr 2012 geäußert, wie es das Ende des vieldiskutierten Maya-Kalenders darstellt und von einigen Autoren mit apokalyptischen Weltuntergangsszenarien verbunden wird und verneinen eine Gefahr durch Explosionen von Sternen im näheren Umfeld unseres Sonnensystems.
supernova
© NASA / ESA / P. Challis and R. Kirshner (Harvard-Smithsonian Center for AstrophysicsIn der Supernova 1987A explodierte der bislang dem Sonnensystem nächstgelegene Stern seit Beginn der astronomischen Beobachtungen. Die Heimat von 1987A ist die Große Magellansche Wolke, eine kleine Galaxie, die unsere eigene Galaxie, die Milchstraße, umkreist.

Während derartiger Sternenexplosionen, sogenannte Supernovae, werden Energien freigesetzt, die dem gesamten Energieausstoß unserer Sonne entsprechen. Eine solche Explosion - so einige Endzeittheorien rund um das Ende des Maya-Kalenders - könnte 2012 also auch die Erde in Mitleidenschaft ziehen.

"Angesichts der enormen Ausdehnung des Weltraums und den langen Zeitabständen zwischen einzelnen Supernovae, können wir schon heute sagen, dass es keinen Stern gibt, der unserem Sonnensystem nahe genug ist, als dass seine solche Explosion für die Erde ein Risiko darstellen könnte", so die NASA-Wissenschaftler in einer Erklärung der Weltraumbehörde.

Kommentar:

Lesen Sie auch die folgenden Artikel, um mehr über die Gefahren von Kometen zu erfahren:

Feuer und Eis: The Day After Tomorrow

Tunguska, Psychopathie, und das sechste Aussterben

Meteore, Asteroide und Kometen: Schäden, Unglücke, Verletzungen, Tod und Nahbegegnungen


2 + 2 = 4

Biochemischer Takt bestimmt optimalen Lernrhythmus

Abstimmung auf Enzymfreisetzung im Gehirn macht Trainingsablauf effektiver

Gehirn
© Hemera
Tiere und Menschen lernen am effektivsten portionsweise: Wenn sie neue Informationen in kurzen Einheiten trainieren, die immer wieder von Pausen unterbrochen sind. Warum das so ist, könnten jetzt US-amerikanische Forscher herausgefunden haben. Sie stellten in Simulationen und in Versuchen an Meeresschnecken fest, dass biochemische Abläufe im Gehirn den optimalen Lerntakt vorgeben. "Wenn man den zeitlichen Ablauf dieser biochemischen Kaskaden berücksichtigt, könnte dies dabei helfen, bessere Lerntechniken zu entwickeln", schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature Neuroscience".

Wenn wir neue Informationen aufnehmen, schüttet das Gehirn zahlreiche Stoffe aus, die unter anderem die Aktivität bestimmter Gehirnzellen und ihre Verbindungen untereinander beeinflussen. Zwei dieser Substanzen und der Rhythmus ihrer Freisetzung spielen dabei eine besonders wichtige Rolle, wie die Forscher berichten.