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So, 17 Dez 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Syringe

Diabetes: Weiterer Erfolg bei Inselzell-Transplantation

Die Transplantation von Inselzellen kann bei Diabetikern ein Absinken des Blutzuckers verhindern. Das haben Forscher der Northwestern University in Chicago herausgefunden. Die Ergebnisse einer klinischen Phase-III-Studie sollen einen Durchbruch bei der Behandlung von Typ-1-Diabetes bringen. Eine lebenslange Versorgung der Patienten mit Insulin könnte damit überflüssig werden - allerdings muss auf andere Medikamente zurückgegriffen werden.
Insulinspritze, Diabetes
© Syda Productions/fotolia.com
In Zukunft könnte die Insulinausschüttung möglicherweise auch durch Licht gesteuert werden.
Berlin - An der Studie nahmen 48 Patienten mit Typ-1-Diabetes teil, die trotz medizinischer Betreuung immer wieder Probleme mit zu niedrigen Blutzuckerwerten hatten. Bei allen wurde eine Transplantation von Inselzellen durchgeführt. Dafür werden gesunde Zellen der Bauchspeicheldrüse eines verstorbenen Spenders verwendet. Der Eingriff ist nur gering invasiv: Eine schwere Operation muss nicht durchgeführt werden. Die Spenderzellen werden gereinigt, bearbeitet und mithilfe eines Katheders im Bauch in die Portalvene des Empfängers eingebracht. Die Vene transportiert die Zellen dann über das Blut vom Darm in die Leber.

Kommentar:


Rainbow

Werden sich Öko-Schiffe durchsetzen?

wind ship
© LADE AS
Beim "Windschiff" ist der Bug wie ein Windradflügel geformt.
Schmutzige Schwaden blähen aus ihren Abgasrohren - sie belasten die Luftqualität und heizen den Klimawandel an: Die rund 50.000 Frachtschiffe der Welt werden meist von Schweröl angetrieben und schaffen damit ein globales Umweltproblem. Ökologischere Antriebsformen und Konzepte sind deshalb dringend gefragt. Windenergie nutzende Ökoschiffe und flüssiges Erdgas als Ersatz für Schiffsdiesel könnten nun Verbesserungen bringen. Darüber berichtet bdw-Autor Tim Schröder in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft.

Während bei Autos und Kraftwerken längst technische Konzepte die Abgaswerte im Rahmen halten, hat der Umweltschutz die Schifffahrt bisher kaum erreicht: Vor allem Stickoxide, Schwefeloxide und Feinstaubpartikel strömen meist ungefiltert aus den Schornsteinen. In viel befahrenen Küstengebieten tragen sie stark zur Luftverschmutzung bei, was ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt. Daneben setzen die Meeresgiganten enorme Mengen des Klimagases Kohlendioxid frei: Sie verbrauchen jedes Jahr rund 400 Millionen Tonnen Treibstoff, in der Regel in der Form von Schweröl - viermal so viel wie der jährliche Erdölbedarf in Deutschland.

Kommentar: Die Frage, ob sich Erdgas als Treibstoff durchsetzten wird, kann sich jeder sehr leicht selbst beantworten. Schweröl ist ein Abfallstoff der Petrochemie und deshalb ist es auch so billig. Schiffsdiesel sind so konstruiert, dass sie dieses sehr zähflüssige Gemisch einigermaßen effektiv verbrennen können. Werden nun Schiffe auf Erdgas umgerüstet, was geschieht dann mit dem anfallenden Schweröl?

Die Preise für Schweröl werden fallen, da es kaum noch Abnehmer gibt. Demzufolge wird Schweröl immer einen Preisvorteil gegenüber Erdgas haben und wird es nicht in Schiffen verbrannt, weil politische Entscheidungen dies verhindern, werden womöglich Kraftwerke entstehen, die diesen billigen Kraftstoff anschließend in Strom umwandeln, d.h. verbrennen. Verarbeitet werden muss es so oder so, will man es nicht wieder zurück in die Erde pumpen.


Satellite

Röntgensatellit "Hitomi" wird endgültig aufgegeben

Kurz nach dem Start kam es zu einer unglücklichen Verkettung von Problemen. Am Ende rotierte "Hitomi" immer schneller und verlor seine Solarpanels. Nun wurden die letzten Rettungsversuche eingestellt.

sattelite hitomi
© DPA/JAXA
Heile Welt. So sollte es aussehen, wenn Hitomi Röntgenstrahlung aus kosmischen Ereignissen erfasst. Der Satellit ist kaputt.
Die kurze Karriere des japanischen Röntgensatelliten „Hitomi“ ist nun offiziell beendet. Gestartet am 17. Februar, sollte das Weltraumteleskop für mindestens drei Jahre den Himmel nach Quellen von Röntgen- und Gammastrahlung absuchen und so Hinweise auf Schwarze Löcher, Galaxienhaufen und Dunkle Materie liefern. Am 26. März, noch in der „Aufwärmphase“, gab es technische Probleme, die Hitomi so schwer beschädigten, dass die Mission nicht mehr zu retten war. Entsprechende Versuche wurden nun eingestellt, wie die Raumfahrtagentur Jaxa mitteilt. Das Ende der umgerechnet rund 250 Millionen Euro teuren Mission trifft auch Forscher im Ausland, darunter in den USA und Europa, die an Instrumenten beteiligt sind.

Am 26. März hatte das Lageüberwachungssystem eine Drehung des 2,7 Tonnen schweren Teleskops registriert, die es in Wirklichkeit gar nicht gab. Trotzdem leitete die Software Gegenmaßnahmen ein: Reaktionsräder wurden gestartet. Statt der vermeintlichen Drehung entgegenzuwirken, begann Hitomi nun wirklich zu rotieren. Nun schaltete das Raumfahrzeug in einen Sicherheitsmodus und zündete Triebwerke, um die Drehung zu stoppen. Wie Nature berichtet, haben die Triebwerke offenbar aufgrund eines Softwarefehlers in die falsche Richtung gefeuert und damit die Drehung weiter angetrieben. Teleskope auf der Erde sahen eine Drehung binnen fünf Sekunden, heißt es weiter.

Blue Planet

Forscher rätseln über leichte Elemente im Erdkern

In 2900 Kilometer Tiefe beginnt der äußere, feste Erdkern, der vor allem aus Eisen und zu einem geringeren Anteil aus Nickel besteht. Doch seismische Daten deuten darauf hin, dass sich auch leichtere Elemente im Erdkern befinden müssen. Intensiv diskutieren Geowissenschaftler, welche Elemente das sein könnten. Mit einer speziellen Isotopenanalyse lieferten nun Geophysiker neue Hinweise auf diese leichten Elemente. Wie sie in der Fachzeitschrift „Science“ berichten, ließen sich damit noch ungeklärte Fragen zur geochemischen Entwicklung der Erde klären.

earth core
© Vadim Sadovski, Anat Shahar Lizenz: gemäß den Bedingungen der Quelle
Hochdruckexperimente geben Hinweise auf die Zusammensetzung des Erdkerns.
„Noch immer gibt uns das Innere der Erde Rätsel auf, die wir nicht verstehen“, sagt Anat Shahar vom Geophysical Laboratory der Carnegie Institution for Science in Washington, USA. Gemeinsam mit Kollegen entwickelte sie ein Laborexperiment, mit dem sie das Verhalten von Eisen unter extrem hohen Drücken von etwa 60 Gigapascal untersuchten. Ziel dieser Versuche war es zu entschlüsseln, mit welchen leichteren Elementen wie Kohlenstoff, Sauerstoff oder Wasserstoff Eisen während der Bildung des Erdkerns Verbindungen eingehen konnte.

Von großer Bedeutung war dabei ein spezieller Effekt, den die Forscher Isotopenfraktionierung nennen. Dabei reagieren verschiedene Eisenisotope abhängig von ihrem Atomgewicht und den hohen Drücken etwas unterschiedlich mit anderen, leichteren Elementen. Da während der Bildungsphase des Erdkerns, Eisen und Eisenverbindungen aus dem Erdmantel in die Tiefe wanderten, müssten Gesteinsproben aus dem Erdmantel eine spezifische Isotopensignatur aufweisen, die dieser Isotopenfraktionierung entsprechen.

Bulb

Sensation: Weltgrößter Canyon und zweitgrößter See unter der Antarktis entdeckt

Einen bislang unbekannten Canyon von mehr als 1.000 Kilometern Länge und bis zu einem Kilometer Tiefe haben Wissenschaftler anhand von neuen Satellitendaten unter dem Eis der Antarktis ausgemacht. Hinzu haben die Forscher einen bislang unbekannten See unter dem Eismantel ausgemacht, dessen Größe nur noch vom bereits bekannten Wostoksee übertroffen wird und in dem sie nun hoffen, unbekannte Lebensformen zu finden.
Arktis
© Imperial College London
Blick auf das ostantarktische Princess Elizabeth Land
London (England) - Wie das Team um Dr. Stewart Jamieson von der Durham University gemeinsam mit Kollegen von der University of Newcastle und dem Imperial College London aktuell im Fachjournal Geology (DOI: 10.1130/G37220.1) berichten, besteht das Canyon-System aus einer Kette gewundener und linearer Merkmale, die von vielen Kilometern Eis des Princess Elizabeth Lands in der Ost-Antarktis bedeckt sind.

Die Forscher glauben, dass die so verborgenen Landschaft einst von Wasser gegraben wurde und entweder entstand, als die Antarktis selbst noch eisfrei war oder, dass der Canyon von Wasser gegraben wurde, das unterhalb der Eisdecke fließt.

Kommentar: Klimaveränderung: Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung


Satellite

Von der ISS ferngesteuert - Britischer Astronaut lenkt Weltraum-Rover auf der Erde

London/Darmstadt - Wichtiger Schritt zur Weltraum-Erforschung: Ein britischer Astronaut hat von der Internationalen Raumstation ISS aus ein Roboterfahrzeug auf der Erde ferngesteuert.

Space Rover
© dpa-infocom GmbH
Es ist ein Erfolg für die Fachwelt: Ein britischer Astronaut hat von der Internationalen Raumstation ISS aus ein Roboterfahrzeug auf der Erde ferngesteuert. Foto: Max Alexander/Airbus Defence and Space
Wichtiger Schritt zur Weltraum-Erforschung: Ein britischer Astronaut hat von der Internationalen Raumstation ISS aus ein Roboterfahrzeug auf der Erde ferngesteuert.

Tim Peake lenkte den Rover «Bridget» über zwei Stunden durch eine künstlich errichtete Mars-Landschaft in der Nähe von London. «Das war super erfolgreich, wir sind sehr glücklich», sagte Sebastian Martin von der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) der Deutschen Presse-Agentur. Das ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt überwachte das Experiment. Der fahrende Roboter wiegt 300 Kilogramm - Höchstgeschwindigkeit sind zwei Zentimer pro Sekunde, allerdings nur in einfachem, flachem Gelände.

Bei dem Test sei es für Peake aber darauf angekommen, «Bridget» durch schwieriges Gelände zu lenken, sagte Martin. Besonders kompliziert sei das Navigieren in völliger Dunkelheit. Dazu musste der Rover auf dem Airbus-Testgelände in eine künstliche Höhle fahren. Dort sei es «Bridget» gelungen, verschiedene leuchtende Objekte zu identifizieren und ihren Standort auf digitalen Karten zu markieren.

Meteor

Forscher entdecken seltenen Asteroid aus Zeit der Erdentstehung

Garching - Astronomen haben einen gut erhaltenen Asteroiden im Weltall entdeckt, der ursprünglich aus dem inneren Sonnensystem stammen soll.

Asteroid
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Die undatierte Computersimualtion zeigt ein offenbar Milliarden Jahre altes Gesteinsobjekt, das aus Materie aus dem inneren Sonnensystem zu bestehen scheint. Foto: Europäische Südsternwarte (ESO)
Astronomen haben einen gut erhaltenen Asteroiden im Weltall entdeckt, der ursprünglich aus dem inneren Sonnensystem stammen soll.

Das offenbar Milliarden Jahre alte Gesteinsobjekt C/2014 S3 scheint aus der Zeit zu sein, in der sich die Erde gebildet hat, wie die Europäische Südsternwarte (Eso) mitteilte. Ein internationales Team, darunter auch Eso-Forscher, hatte den Asteroiden mit zwei Teleskopen unter die Lupe genommen.

C/2014 S3 habe die meiste Zeit weit draußen in unserem Sonnensystem - in der sogenannten Oortschen Wolke - verbracht, schreiben die Wissenschaftler um Karen Meech vom Astronomie-Institut der Universität Hawaii im Fachblatt Science Advances. Dort ist es unter minus 200 Grad kalt.

Wolf

Nager legt LHC lahm: Wiesel verursacht Kurzschluss am Teilchenbeschleuniger

LHC Cern
© DPA
Teilchenbeschleuniger LHC
Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger am Cern muss vorübergehend abgeschaltet werden: Ein Wiesel hatte einen Trafo außer Gefecht gesetzt. Für das Tier ging der Zwischenfall nicht glimpflich aus.

Ein Wiesel hat einen Kurzschluss am weltgrößten Teilchenbeschleuniger LHC ausgelöst und damit für die Abschaltung der Forschungsanlage an der französisch-schweizerischen Grenze gesorgt.

Es habe am Freitag um 5.30 Uhr eine "schwere Stromstörung" gegeben, erklärte die Europäische Organisation für Kernforschung (Cern), die den Teilchenbeschleuniger betreibt.

Ein Wiesel sei an einen 66-Kilovolt-Transformator geraten und habe dadurch einen Kurzschluss ausgelöst, hieß es zur Ursache. Die Stromverbindungen seien beschädigt worden. Cern-Sprecher Arnaud Marsollier sagte dem Rundfunksender BBC, es werde einige Tage dauern, den Schaden zu reparieren. Das Tier überlebte den Stromschlag den Angaben zufolge nicht.

Bulb

Universität Oxford warnt: Globale Katastrophen die schon bald 10% der Menschheit auslöschen

Wissenschaftler warnen davor, dass die Weltregierungen nicht genug tun, sich auf verheerende Katastrophenszenarien vorzubereiten.

Vulkan
© Telegraph
Forscher der Universität Oxford warnen in ihrem neuen Bericht mit dem Titel »Global Catastrophic Risks« (Deutsch: Globale Katastrophenrisiken) vor großen Katastrophen, die jeweils das Potenzial hätten, mehr als zehn Prozent der Menschheit auszulöschen. Die Gefahren lauern bei Katastrophenszenarien wie einen Asteroideneinschlag, Atomkrieg, der Ausbruch eines Supervulkans oder bei weniger beachteten Bedrohungen wie dem eines apokalyptischen Virus. Doch auch Katastrophen, die durch immer intelligenter werdenden (sic) Maschinen wurden in dem Gutachten berücksichtigt.

„Es gibt einige Dinge am Horizont - die vielleicht nicht in den nächsten Jahren eintreten werden, aber dennoch geschehen könnten - die in der Lage wären, unsere Welt völlig neu zu gestalten und dies auf einer wirklich verheerenden und katastrophalen Art und Weise. Die Geschichte lehrt uns, dass viele dieser Ereignisse viel wahrscheinlicher sind, als wir denken", sagt Sebastian Farquhar, Direktor des Oxford Global Priorities Project. Farquhar weist darauf hin, dass in der heutigen Zeit extremistische Gruppierungen wie der Islamische Staat (IS) in der Lage sein könnten, Epidemien wie das Pocken-Virus über das Internet zu bestellen. Auf dem Gebiet der synthetischen Biologie und genetischen Manipulation von kleinen Organismen oder Viren hat man in den letzten zehn Jahren unglaubliche Fortschritte gemacht, die allerdings auch gegen uns eingesetzt werden könnten.


Kommentar: Geschweige denn von den Viren aus dem All, die durch Kometen auf unsere Erde gelangen und verheerende Pandemien auslösen können...


Kommentar: Unsere Welt verändert sich rasant und diese Veränderung wird wahrscheinlich in der Tat katastrophal für die menschliche Zivilisation ausgehen:


Telescope

Forscher entecken bislang unbekannte "Lichtkraft"

Tokyo (Japan) - Japanische Wissenschaftler haben eine bislang unbekannte Kraft des Lichts entdeckt und nachgewiesen, wie sie in bestimmten optischen Feldern wirkt. Allerdings wirkt diese Kraft nicht in Richtung der Ausbreitung des Lichts, sondern genau senkrecht zu dem bereits bekannten Strahlungsdruck.
Licht
© grewi.de
Wie das Team um Konstantin Bliokh vom japanischen RIKEN Center for Emergent Matter Science aktuell im Fachjournal Nature Physics (DOI: 10.1038/nphys3732) berichte, sei der Effekt allerdings derart schwach, dass er erst jetzt und mit Hilfe hochempfindlicher Nano-Instrumente nachgewiesen werden konnte. Die Entdeckung der Existenz dieser Kraft ermögliche nun neue Einblicke und Erkenntnisse über die grundlegende Wechselwirkung von Licht und Materie.

Kommentar: