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Di, 27 Jun 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Monogamie bei Pinguinen: Extrembeziehung auf Distanz

Manche Pinguinarten sind ein Leben lang ihrem Partner treu. Doch von Zweisamkeit keine Spur, bemerken Biologen, nachdem sie die Tiere mit Sendern verfolgt haben.

Felsenpinguine
Felsenpinguine (Eudyptes chrysocome) pflanzen sich von Jahr zu Jahr mit dem gleichen Partner fort, doch außerhalb der Paarungssaison gehen sie getrennte Wege - und bringen dabei mitunter ganz erhebliche Distanzen zwischen sich und ihre bessere Hälfte: Bis zu 2500 Kilometer können dann zwischen ihren jeweiligen Aufenthaltsorten liegen, ergab jetzt eine Studie von Biologen um Jean-Baptiste Thiebot vom National Institute of Polar Research in Tokio.

Kommentar: Oxytocin: Monogam durch Bindungshormone?


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Nicht nur Droge, sondern vor allem Nutzpflanze: Welche Rohstoffe kann Hanf ersetzen?

Ob als Papier, moderner Werkstoff oder als Nahrungsmittel: Die Hanfpflanze ist auch unabhängig von ihrer berauschenden Wirkung vielseitig einsetzbar. Wir verraten, wo.
© Jag_cz / Fotolia
Die Hanfpflanze
Jahrzehnte lang hat der Hanf Cannabis sativa vor allem als Rauschmittel von sich reden gemacht. Dabei handelt es sich um eine uralte und sehr vielseitige Nutzpflanze, die sich zu den verschiedensten Zwecken einsetzen lässt. Baumaterialien und moderne Werkstoffe lassen sich daraus ebenso gewinnen wie Nahrungsmittel oder Textilien. Nach dem langen Dornröschen-Schlaf des Hanfs wächst das Interesse an solchen Anwendungen nun wieder. Und auch der medizinische Einsatz soll für Patienten künftig leichter möglich sein.

Kommentar:


Nebula

Entstehung junger Sterne scheint sehr chaotisch zu verlaufen

© H. B. Liu et al./AAAS
Vier Beispiele für beobachtete Verdichtungen in den Materiescheiben um entstehende Sterne. Die jungen Sterne selbst sind durch eine Blende verdeckt.
Das Wachstum junger Sterne ist möglicherweise ein chaotischer Prozess und verläuft keineswegs so gleichmäßig, wie bislang angenommen. Das zeigen Beobachtungen eines internationalen Forscherteams mit dem japanischen Subaru-Teleskop auf Hawaii. Demnach bilden sich in der von außen zuströmenden Materie Verdichtungen, die dann zu Episoden rapiden Wachstums führen. Diese könnten auch bislang rätselhafte extreme Helligkeitsausbrüche entstehender Sterne erklären, so die Forscher im Fachblatt Science Advances.

„Als Auslöser solcher Ereignisse kommt Fragmentation infrage, also durch die Schwerkraft ausgelöste Instabilitäten in den massereichen Gasscheiben um junge Sterne“, schreiben Hauyu Baobab Liu von der Academia Sinica in Taiwan und seine Kollegen. Sterne entstehen, wenn sich große, kühle Gaswolken im Weltall durch ihre Anziehungskraft zusammenziehen. Zunächst bildet sich ein Protostern, auf den von außen weiter Materie zuströmt. Diese Materie formt eine rotierende Scheibe um den entstehenden Stern, in der das Gas langsam nach innen wandert. Bislang dachten die Astronomen, dass dieser Vorgang gleichmäßig verläuft.

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Das Rätsel um die Tiefseesocken wurde gelöst

Sie liegen auf dem Meeresgrund wie schlaffe Luftballons oder gebrauchte Kondome. Biologisch waren diese Tiere lange ein Rätsel - bis vier neue Arten gefunden wurden.
© Scripps Oceanography/Greg Rouse
Xenoturbella bocki, auch bekannt als Tiefseesocke
1915 holten Biologen aus der Ostsee vor der schwedischen Küste ein merkwürdiges Lebewesen, das sie nicht so recht einzuordnen wussten: Zuerst packten sie die letztlich sogar erst 1949 beschriebene Art Xenoturbella bocki zu den Plattwürmern, später galt sie als sehr einfaches Weichtier und schließlich als Stachelhäuter. Es sieht auch zu merkwürdig aus: Das Tier verfügt nur über eine Körperöffnung, hat weder Augen noch Kiemen, und innere Organe sind mehr oder weniger Fehlanzeige. Wovon es sich ernährt, ist ebenfalls unklar; vermutlich fressen die Meeresbodenbewohner Muscheln und Schnecken, doch das Wie ist unbekannt. Glücklicherweise entdeckten Biologen um Greg Rouse von der University of California in San Diego jedoch weitere Arten dieser Strudelwürmer in mexikanischen und kalifornischen Gewässern, welche die evolutionär wichtige Stammbaumfrage wohl klären.

Gift 3

E-Autos: Subventionien für einen Toten


E-Mobiler fahren in den Urlaub - in die Laube
Teure E-Autos sollen durch „Kaufanreize“ an den Mann gebracht werden. Kanzlerin Merkel, Wirtschaftsminister Gabriel und Verkehrsminister Dobrindt berieten am 2. Februar wie sie die Blamage (Merkel 2008: Bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen) doch noch abwenden können. Doch alle Massen-Propaganda und Steuervorteile, wie auch Prämien, die der Steuerzahler bezahlen muss, werden nichts nützen.

Die Welt schreibt:
Die Kaufprämie ist der verzweifelte Versuch von Bundesregierung und Autoindustrie, das gemeinsame Großprojekt "deutsche Volksbatterie-Auto" zu retten. Die Kanzlerin hat sich den Batteriefahrzeugen verschrieben, weil sie Teil ihrer Energiewende sind. Und weil sie sich 2008 zu dem Ziel hinreißen ließ, bis 2020 eine Million Stromer auf Deutschlands Straßen gebracht zu haben. Die Autobauer brauchen die E-Fahrzeuge, um die immer schärferen Grenzwerte der EU-Kommission für den CO2-Ausstoß erfüllen zu können.

(Anmerkung: Nur eine der beteiligten Parteien braucht die Elektroautos nicht: der Kunde.)

Das merkt man an den Zulassungszahlen. Derzeit sind hierzulande etwa 29.500 reine Elektroautos angemeldet. Dazu kommen 15.900 Plug-In-Hybride, also an Steckdosen ladbare Fahrzeuge mit E- und Verbrennungsmotor. Das ist verschwindend gering, egal welche Vergleichszahl man heranzieht. Der Pkw-Bestand in Deutschland liegt bei 45 Millionen, der Pkw-Markt betrug 2015 rund 3,2 Millionen.

Kommentar: Was hier auch gerne noch verschwiegen wird ist, woher der Strom zum Aufladen denn eigentlich kommen soll. Diesel und Benzin sind Primärenergiequellen, das heißt, sie beinhalten die Energie bereits in Chemisch gebundener Form. Batterien jedoch müssen erst aufgeladen werden. Aus welchen Quellen soll diese Energie gewonnen werden? Solar? Wind? Wasser? Oder doch Kohle und Atomkraft? Das wiederum wäre ein absurde Verschwendung von Rohstoffen.

Wie man es auch dreht und wendet, ein E-Auto mag zwar "sauber" fahren, seine Herstellung und vor allem die Bereitstellung des Ladestroms ist technologisch mit unseren derzeitigen Mitteln absolut sinnlos und funktioniert nur in den Köpfen grüner Ideologen.

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Fireball

Streifschuss im März? Asteroid 2013 TX68 nähert sich der Erde

Am 5. März 2016 könnte sich der 30-Meter-Brocken bis auf 17 000 Kilometer der Erde nähern; der Abstand könnte auch 14 Millionen Kilometer betragen. Ein Einschlag ist aber ausgeschlossen.

© NASA / JPL-Caltech
Anfang kommenden Monats könnte ein rund 30 Meter großer Himmelskörper für Schlagzeilen sorgen: Am 5. März 2016 nähert sich der Asteroid 2013 TX68 der Erde, dabei liegen die vorhergesagten Minimalabstände zwischen 17 000 und 14 Millionen Kilometern. Ersterer wäre uns beträchtlich näher als der Gürtel der geostationären Satelliten in 36 000 Kilometer Abstand, im letzteren Fall entspräche der Abstand rund der 36-fachen Distanz Erde - Mond. Diese extrem unterschiedlichen Werte gehen auf große Unsicherheiten bei der Bahnbestimmung des Asteroiden zurück, der nach seiner Entdeckung nur für eine kurze Zeit verfolgt werden konnte. Wissenschafler vom Center for Near Earth Object Studies (CNEOS) der NASA am kalifornischen Jet Propulsion Laboratory können aber anhand der vorhandenen Daten eine Kollision am 5. März definitiv ausschließen. Für den nächsten Vorbeiflug am 28. September 2017 errechnen die Forscher eine minimale Einschlagwahrscheinlichkeit von weniger als 1:250 Millionen. Sie sind sich jedoch sicher, dass weitere Präzisierungen der Bahn auch diese Wahrscheinlichkeit auf null senken.

Kommentar: Wenn man solche Meldungen liest, dann kann man sich gerne an folgendes erinnern:
  • Meteore, Asteroide und Kometen: Schäden, Unglücke, Verletzungen, Tod und Nahbegegnungen
Dann ist eine "ausgeschlossene Kollision" auf einmal überhaupt nicht mehr so beruhigend. Lesen sie dazu auch unsere Serie: Und als ob das alles noch nicht genügt:
  • NASA Daten belegen Beobachtungen der Normalbürger: Meteore und Feuerbälle nehmen exponentiell zu



Black Magic

Auch das noch: Forscher entwickeln neue Art des Impfens ohne Nadel

Funktion der Außenmembranvesikel entschlüsselt - Neu Impfstoffe und Behandlungsansätze möglich
© Alexander Raths/fotolia.com
Die Außenmembranvesikel für Impfstoffe ohne Nadel.
Die abgestoßene Außenhaut (Außenmembranvesikel) von Bakterien könnte in Zukunft die Entwicklung von Impfstoffen revolutionieren. Ein Forscherteam um Professor Dr. Stefan Schild vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz hat die Entstehung und Funktion der Außenmembranvesikel entschlüsselt, wodurch neue Ansätze bei der Impfstoffentwicklung eröffnet werden. Bereits vor einigen Jahren hatten die Wissenschaftler um Prof. Schild das Patent für Impfungen ohne Nadel auf Basis der Außenmembranvesikel angemeldet. Nun sind sie hier einen deutlichen Schritt weitergekommen.

Kostengünstige, einfach anwendbare Impfungen ohne Nadel sind das Ziel der Forscher um Professor Dr. Stefan Schild vom Institut für Molekulare Biowissenschaften. Ihre patentiertes Verfahren setzt auf eine Immunisierung durch Außenmembranvesikel. Dies sind abgestoßene Außenhäute von ganz bestimmten Bakterien - darunter die Erreger von Cholera und schweren Atemwegserkrankungen. Menschen entwickeln als Reaktion auf die Außenmembranvesikel erfolgreich Antikörper, so die Mitteilung der Forscher. Ihre Ergebnisse haben Schild und Kollegen in dem Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht.

Kommentar: Warum diese Toxine überhaupt erst in den Körper schleusen? Es gibt zahlreiche Fälle, die zeigen, dass Impfungen nicht nur nutzlos sondern schädlich sind: So hat es bereits zuhauf Impfschäden und Todesfälle durch Impfungen gegeben; es hat sich gezeigt, dass nicht geimpfte Kinder weniger krankheitsanfällig und gesünder sind als geimpfte, und dass Menschen eben die Krankheit bekamen, gegen die sie geimpft wurden.


Syringe

Epigenetischer Schalter gegen Übergewicht - Forscher wollen eine Spritze entwickeln

Neue Studie: Übergewicht kann abgeschaltet werden
Es ist seit langem bekannt, dass die Gene eine wichtige Rolle dabei spielen, wenn wer zu dick ist. Deutsche Wissenschaftler stellten nun in in einer Studie fest, dass es dabei auch entscheidend ist, wie diese Gene reguliert werden. Sie entdeckten einen epigenetischen Schalter, der entweder zu Normal- oder zu Übergewicht führt.

Gene sind für Übergewicht (mit-)verantwortlich


Früher wurden Menschen, die ihr Übergewicht auf die „schlechten Gene“ schoben, oft nicht Ernst genommen. Zwar spielen auch andere Faktoren eine Rolle, doch die Gene sind in der Tat eine ganz wesentliche Ursache dafür, ob wer dick ist oder nicht. In den vergangenen Jahren haben Wissenschaftler weltweit neue Erkenntnisse dazu gewonnen. So fand ein internationales Forscherteam ein Gen, dass verantwortlich für Fettleibigkeit ist und japanische Wissenschaftler berichteten erst kürzlich, dass sie ein Fett verbrennendes Gen entdeckten.

Kommentar: Dass die Forscher von einer "Spritze" gegen Übergewicht reden, ist nicht überraschend, wenn Big Pharma ihr Geldgeber ist. Übergewicht kann viele Ursachen haben, doch ein gesunder Lebensstil, der darauf abzielt, Entzündungsprozesse im Körper zu reduzieren, macht sehr viel aus. Dazu gehört eine Reduzierung von Kohlenhydraten in der Ernährung, sowie das Verzichten auf entzündungsfördernde Lebensmittel wie Zucker, Milchprodukte und Gluten. In den meisten Fällen ist eine Entgiftung notwendig sowie die Regulierung des Hormonsystems und der Schilddrüse.


Bulb

Nanostrukturen erzeugen mehr Wasserstoff mit Sonnenlicht

© Peidong Yang
Solarer Wasserstoff: Hauchdünne Säulen aus Titandioxid, besetzt mit Nanokügelchen aus Bismutvanadat können Wassermoleküle mit der Energie des Sonnenlichts effizient spalten. (künstlerische Illustration)
Mit Sonnenlicht kann nicht nur elektrischer Strom, sondern auch direkt das energiereiche und vor allem günstig speicherbare Gas Wasserstoff erzeugt werden. Für diese solare Spaltung von Wassermolekülen in Sauerstoff und Wasserstoff nutzten nun kalifornische Forscher winzige Säulen aus Titandioxid, die sie mit Nanopocken aus einem hoch effizienten Lichtfänger beschichtet hatten. Wie sie in der Fachzeitschrift ACS Central Science berichten, könnte dieser Ansatz die derzeit noch geringen Wirkungsgrade der Wasserspaltung signifikant erhöhen.

„Mit dieser Strategie können wir die Effizienz der Materialien für Photoanoden weiter steigern“, sagt Peidong Yang, Chemiker an der University of California in Berkeley. Für ihren Prototyp eines Reaktors für solare Wasserspaltung ließen Yang und seine Kollegen zuerst millionstel Millimeter dünne Säulen aus Titandioxid auf einer beschichteten Glasplatte wachsen. In diese Säulen wanderten in einer Salzlösung Tantelatome, um die elektrische Leitfähigkeit der Säulen drastisch zu erhöhen. Nach einer Hitzbehandlung bei 600 Grad setzten sich die Tantalatome im Kristallgitter des Titandioxids fest. Wissenschaftler nennen diesen Prozess Dotieren.

Beaker

Weg mit den seneszenter Zellen: Lebensdauer um 35 Prozent erhöht - zumindest bei Mäusen

© gemeinfrei
Durch die Entfernung gealterter, sogenannter seneszenter Zellen, ist es US-Wissenschaftlern gelungen, die Lebensdauer von gewöhnlichen Mäusen um bis zu 35 Prozent zu verlängern - und das, ohne bislang negative gesundheitliche Nebenwirkungen beobachtet zu haben. Jetzt stellen sich die Forscher die Frage, ob der lebensverlängernde Eingriff ähnlich auch beim Menschen wirkt.

Rochester (USA) - Wie das Team um Dr. Darren Baker und Dr. Jan van Deursen von der Mayo Clinic aktuell im Fachjournal Nature berichtet, konnten sie in ihren Untersuchungen zeigen, dass sich die seneszenten Zellen - Zellen also, die sich nicht länger teilen und sich mit fortschreitendem Alter ansammeln - negativ auf den Gesundheitszustand auswirken und die Lebensspanne bei gewöhnlichen Mäusen um 35 Prozent verringern.

Die Entfernung seneszenter Zellen aus dem Mäuseorganismus führte im Gegenzug dazu, dass es zu einer Verzögerung in der Entstehung von Tumoren kam und gesundes Gewebe sowie die Organfunktionen besser geschützt wurden. Das wiederum führte bei den derart behandelten Mäusen zu einer Verlängerung der Lebenserwartung ohne negative Nebenwirkungen.