US-Präsident Donald Trump hat den Leiter der Bundespolizei FBI entlassen. James Comey stand zwar in den letzten Monaten mehrfach in der Kritik, trotzdem überraschte die Entscheidung des Präsidenten die Washingtoner Politikszene. Das Ende eines Machtkampfes?

© ReutersDas Ende einer von Anfang an schwierigen Beziehung: US-Präsident Donald Trump trennt sich von FBI-Chef James Comey.
James Comey hielt gerade einen Vortrag vor FBI-Mitarbeitern in Los Angeles, als die Nachricht über die Bildschirme im Raum flimmerte:
Der Präsident hatte ihn kurzerhand entlassen. Das dramatische Ende einer schwierigen Beziehung.
Das Establishment in Washington traf die Entscheidung des US-Präsidenten wie ein Blitzschlag. Erste Reaktionen lassen darauf schließen, dass
niemand mit dieser radikalen Entscheidung von Donald Trump gerechnet hat.
Der demokratische Oppositionsführer im Senat, Chuck Schumer, warf Trump vor, einen "schrecklichen Fehler" begangen zu haben. Auch der Republikaner John McCain kritisierte die Entscheidung Trumps. Auch wenn der Präsident das Recht zur Entlassung des FBI-Chefs habe, sei er von Trumps Schritt "enttäuscht", zitierte ihn der Sender CNN. Natürlich werden von einigen Seiten nun die vermeintlichen Russland-Kontakte des Trump-Teams
und die Ermittlungen von Comeys Behörde in diese Richtung wieder hochgekocht. Auch wenn es für die Vorwürfe nach wie vor
keine Belege gibt. Zudem hängen eventuelle Ermittlungen gegen Trump in dieser Angelegenheit nicht von der Person James Comeys ab.
Kommentar: 15 Jahre erfolglose militärischen Aktionen in Afghanistan sollen fortgesetzt werden. Ob der Erfolg sich dann einstellt, ist mehr als fraglich. Nur einige Beispiele, wohin die bisherigen "Friedensbemühungen" geführt haben: