Der französische Präsidentschaftswahlkampf ist von dem demokratischen Weg abgekommen. Wir erleben eine Konditionierung der Wähler, wie sie Europa seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gekannt hat. Das hier besprochene Beispiel ist unwiderruflich: Es handelt sich um ein Unternehmen von Propaganda, im diktatorischen Sinne des Wortes, das zur Wahl von Emmanuel Macron führen soll.
Der französische Präsidentschaftswahlkampf ist von Natur aus unterschiedlich von allen europäischen Wahlkampagnen seit dem zweiten Weltkrieg: zum ersten Mal arbeitet ein in Kriegs-Propaganda erfahrenes Team im Schatten eines Kandidaten.
Der Favorit der Wahl, François Fillon, wurde schon in der ersten Runde auf Grund von Vorwürfen wegen Vetternwirtschaft und Korruption eliminiert, die ihm eine Anklage durch die Justiz eingebracht haben. Aber keine von diesen Anschuldigungen wurden bisher bestätigt.
Die französischen Wähler bereiten sich vor, in großer Zahl in der zweiten Runde für eine Person zu stimmen,
gegen die sie genau so massiv vor zwei Jahren demonstriert haben, Emmanuel Macron. Es geht für sie darum, sich vor einer, in ihren Augen noch schwereren Gefahr zu schützen: Marine Le Pen.
Doch wenn man diese Wähler fragt, welche Gefahr diese Kandidatin bedeutet, finden sie nichts Konkretes gegen sie einzuwenden und verstecken sich hinter der Kritik ihres Vaters.
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