
Die Otto Brenner Stiftung, die wissenschaftliche Stiftung der deutschen Metallarbeitergewerkschaft IG Metall, hat Ende letzter Woche die Studie "Die Griechen provozieren!" veröffentlicht. Dabei wurden sämtliche Sendungen von "Tagesschau" und "heute" im Jahr 2015 sowie die dazugehörigen Sondersendungen wie "Brennpunkt" und "ZDF spezial" zur griechischen Staatsschuldenkrise analysiert. Das Fazit:
Die Berichterstattung zur griechischen Staatsschuldenkrise war wenig tiefgründig und stark wertend.Die Studie bemängelt dabei nicht eine möglicherweise fehlende Vielfalt und Relevanz der Themen sondern vor allem das Fehlen von Neutralität, Ausgewogenheit und analytischer Qualität der Sendungen.
Die Berichterstattung blieb im Untersuchungszeitraum auf ganz wenige Themen fokussiert, Journalist*innen ließen oft eigene Bewertungen in Nachrichten und Berichte einfließen und die Tonalität über alle Beiträge hinweg war deutlich zuungunsten der Position der griechischen Regierung.Journalisten hätten demnach in nicht zu knappem Ausmaß eigene Bewertungen in die Berichte einfließen lassen. Insgesamt konnte in jeden zehnten Bericht eine eindeutige Wertung nachgewiesen werden. Dabei bewerteten die Journalisten die griechische Regierung erheblich häufiger negativ als positiv, insbesondere gemessen an den Wertungen bezüglich des Gebarens der deutschen Regierung.












Kommentar: In der Tat ist den Autoren dieser Studie Recht zu geben. Ein paar Beispiele und weiterführende Informationen: