Die Nato hatte nicht erwartet, dass Russland so schnell seinen Syrien-Einsatz beginnt. Laut Alastair Crooke ist das einer der Gründe, warum die westlichen Staaten so hysterisch auf die russischen Bombenangriffe gegen den IS reagieren.

Russlands Verteidigungsministerium
Nachdem Washington ein Jahr lang ohne Ergebnis den IS in Syrien bombardiert habe, erteile Russlands Präsident
Wladimir Putin nun US-Staatschef Barack Obama eine Lektion, schreibt Crooke, früherer Top-Agent des britischen Mi6, in einem Beitrag für
Huffington Post.
Laut ihm führt Russlands prompter Einsatz die Schwerfälligkeit der Nato-Strukturen vor Augen. Dem Westen bleibe nichts übrig, als auf den russischen Luftkrieg gegen den IS mit einer Desinformationswelle zu reagieren.
Jahrzehntelang habe die Nato keine Rivalen gehabt und durfte eigenmächtig über Krieg und Frieden entscheiden, so Crooke weiter. Dem Bündnis sei egal gewesen, was von ihm andere Länder hielten. Auch wenn die zerstörerische Kraft der Nato offensichtig sei, sei ihr strategischer Vorsprung durchaus fraglich.
Russland fliegt seit der vergangenen Woche
auf Bitte der syrischen Regierung Angriffe gegen den IS, der in den letzten Jahren weite Teile Syriens erobert hat. Russische Jets haben laut Angaben aus Moskau bereits mehr als 140 Ziele zerbombt und Hunderte Dschihadisten getötet. Nach der Einschätzung der syrischen Regierung haben russische Bomben
schon in den ersten Tagen mindestens 40 Prozent der IS-Infrastruktur zerstört.
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