Stephan Hobe vom Institut für Luft- und Weltraumrecht der Universität Köln warnt vor einem neuen Eroberungszug im Weltall. Im Zentrum des Konflikt steht der Mond und seine Ressourcen. Hobe sagt, dass
die Amerikaner sich die Eigentumsrechte sichern wollen -
obwohl dies nach internationalen Verträgen nicht möglich ist. Offenbar als Reaktion haben Russland und China angekündigt, selbst zum Mond fliegen zu wollen.

© dpaIst der Mond ein Ami?
Der Mensch stößt immer weiter in den Weltraum vor. Das hat Licht- und Schattenseiten.
Vor allem aber führt es in der Regel zu Streit, wenn unterschiedliche Interessen aufeinanderprallen: «Wem gehört der Mond?», fragen Experten bei einer gleichnamigen, internationalen Tagung am Donnerstag in Köln. Sie mahnen, rechtliche Weichen jetzt zu stellen und Klarheit zu schaffen. «Der Internationale Weltraumvertrag
verbietet den Staaten die Aneignung von Himmelskörpern», sagte Professor Stephan Hobe vom Institut für Luft- und Weltraumrecht der Uni Köln der dpa. Im Mondabkommen wird dieser mit seinen Ressourcen als gemeinsames Erbe der Menschheit bezeichnet.
Es gebe aber eine rechtliche Grauzone, die Verträge müssten überarbeitet werden.
Der Kölner Experte warnt jedoch: «Die Amerikaner wollen stark an das Thema Ressourcenabbau und Eigentumsrechte zur wirtschaftlichen Nutzung ran. Wir sollten in Alarmstimmung sein bei Alleingängen.» Er plädiert für Zurückhaltung. «Wir müssen uns gut überlegen, ob wir in der fernen Zukunft wirklich Schürfrechte für den Mond wollen oder eine Art Bergbaubehörde für den Mars. Die bessere Option könnte ein Status Naturschutzpark sein.»
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