Mittwoch, 1.6.2016. Eifel. Haben Sie Kinder? Hoffentlich nicht. Nicht, dass wir nicht welche gebrauchen könnten - im Gegenteil: wenn die Jugend bald nur noch 15 Prozent der Wählerschaft ausmacht, aber 50 Prozent der Wähler über 50 sind, dann haben wir in der Vergangenheit etwas grundlegendes falsch gemacht ...
zum Beispiel zu sehr nur auf uns geschaut, nur an uns selbst gedacht, nur mit uns selbst beschäftigt, aber alles abgegriffen, was nur irgendwie in Reichweite kam: Urlaub, Geld, Autos, Technikschrott, Grundstücke. Das geht nur wirklich richtig gut, wenn man auf Kinder verzichtet: die sind teuer an Zeit und Geld (bis zu 260 000 Euro bis zum 18. Lebensjahr) gehen teils tierisch auf die Nerven und müssen lange Zeit immer jemanden um sich haben.
Ja: denken Sie nur an Urlaub. Da schleppen Sie die blöden Blagen mit, zahlen doppelt - wofür? Das die am Strand nur nerven, Durst haben, Hunger kriegen, aufs Klo müssen - was auch alles extra kostet, ohne dass es irgendeinen messbaren Nutzen gibt. Oder „wohnen“: mit Kindern geben Sie gleich wesentlich mehr aus, weil Sie ja mehr Räume brauchen ... bzw. es dauert länger, bis Sie das notwendige Kleingeld für ihre Ego-Festung der Einsamkeit zusammenhaben, d.h. Sie müssen länger doofer Mieter bleiben. Außerdem sind sie völlig unflexibel (nähern sich selbst also dem Status: „unwertes Leben“), wenn die erstmal in der Schule sind: Umzüge können die gar nicht gut verkraften.
Ach ja: Schule. Egal was Sie im Leben geleistet haben: dort sind sie wieder ein kleiner Junge, der von der Lehrerin gemaßregelt wird, weil ihr Kind nicht der gewünschten Norm entspricht, ihr Kind also nicht erzogen wurde, um das verzögerngslose Ablaufen der Unterrichtsdurchführung nicht zu stören. Egal wie ihr Kind darauf ist - es wird irgendwie stören. Ich hatte mal eins, das war nach Aussage des Kinderarztes und Kinderpsychologen seinen Klassenkameraden um ein Jahr voraus: sozial, vom Wissensstand und intellektuell: was meinen Sie, was der gestört hat!
War nicht Norm, passt nicht ´rein. Denken Sie nur daran: Sie müssen jederzeit frei und flexibel sein, wenn ihr Kind von der Schule nach Hause kommt und Ihnen eine Liste vor die Nase hält, was (und von welcher Firma) Frau Lehrerin alles gerne bis Morgen eingekauft hätte. Wenn Sie Pech haben, erzählt ihr Kind Ihnen das erst am frühen Abend, dann müssen Sie aber losrennen, sonst bekommen Sie einen schriftlichen Vermerk, dass das Kind wegen Materialmängeln nicht ausreichend am Unterricht teilgenommen hat. Ja, SIE bekommen den Vermerk, nicht das Kind. Der ist neutral formuliert, aber SIE gehen einkaufen - nicht das Kind. Außerdem haben sie 24 Stunden am Tag 7 Tage die Woche Bereitschaftsdienst, falls der Junior mal krank wird.
Kommentar: Update: Mann, der durch Vollnarkose starb, nahm täglich bis zu fünf Ibuprofen und Paracetamol ein