Das Kind der GesellschaftS


Megaphone

Jodelnde Deutsche, böse Moslems oder: Wer ist hier eigentlich empfindlich?

Prozess gegen Moslems
"Jodelnder Rasenmäher": Hetze gegen Moslems in den Medien
Beim Blick auf Facebook eröffnen sich heutzutage so manche Abgründe. Die Hetze gegen Moslems von so manchem "Freund" ist wirklich kaum auszuhalten und erschreckend. Dabei werden immer wieder die absurdesten Geschichten verbreitet, die nicht nur falsch sind, sondern auch die völlig wirre Einstellung dieser Menschen zeigen: Ein Moslem fühlt sich gestört? Der soll sich nicht so anstellen! Ein Beispiel an uns Deutschen soll er sich nehmen, jawoll! Ein Moslem macht irgendwas, das den Deutschen stört? Die Hölle bricht los! Krieg! Hass! Wer ist hier eigentlich empfindlich - der Moslem oder diese "ich verbreite Hass auf Facebook"-Deutschen?

Nehmen wir zum Beispiel diese Geschichte, die sich - obwohl aus dem Jahre 2010 - in letzter Zeit wieder über die Sozialen Medien verbreitete: Ein guter Deutscher (eigentlich ein Österreicher, aber egal) geht des Deutschen Lieblingsbeschäftigung nach: Rasenmähen. Dazu gehört natürlich auch ein kräftiges Jodeln, um der eigenen "Leitkultur" Ausdruck zu verleihen. Wer macht das nicht? Aber, man halte sich fest: Einige Moslems fühlten sich durch das Jodeln beim Beten gestört. Empfindlich und klagewütig wie Moslems halt so sind, verklagten sie unseren jodelnden Rasenmäher. Und bekamen Recht! Skandal! Hölle! Jetzt reicht's aber!

Kommentar: Siehe auch:


Stormtrooper

Hysterie: Festnahme wegen Anschlagsverdacht - Verdacht nicht bestätigt

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat in Herne eine Wohnung gestürmt und einen Mann festgenommen, der zum vergangenen Jahreswechsel einen Anschlag geplant haben soll. „Es gab Hinweise auf einen Sprengstoffanschlag in einer großen deutschen Stadt“, so die Bochumer Polizei.
sek, sondereinsatzkommando
© dpa/Franz-Peter Tschauner
Die Hinweise hätten sich in den vergangenen Monaten konkretisiert. Das SEK war gegen 4.30 Uhr am Donnerstagmorgen über eine fahrbare Rampe durch ein Fenster der Wohnung im ersten Stock eingedrungen.

Sprengstoff sei bei der Durchsuchung nicht gefunden worden. Der Anschlagsverdacht habe sich bislang nicht weiter erhärtet, sagte der Sprecher. Der Mann werde verhört, sichergestellte Handys und Speichermedien ausgewertet. Gegen eine zweite Person, die in der Wohnung angetroffen worden sei, bestehe kein Verdacht.

ro/dpa

Kommentar: Sicher ist, die meisten Anschläge wurden und werden von Profis geplant und durchgeführt:


Pistol

Indien: Polizei räumt Park von Hindu-Sekte - Feuergefecht führt zu 24 Toten und 80 Verletzten

Die Mitglieder einer Hindu-Sekte haben sich mit Waffengewalt gegen die Räumung ihres besetzten Parks im Norden Indiens gewehrt. 24 Menschen starben, mehr als 80 wurden verletzt.
indien polizei räumt park hindusekte mit gewalt
© AFP
Seit mehr als zwei Jahren hatten die Mitglieder einer Hindu-Sekte im nordindischen Mathura einen Park besetzt. Bei der Räumung des Parks durch die Polizei schlug der Protest in Gewalt um: 24 Menschen starben, mehr als 80 wurden verletzt.

Zum Zeitpunkt der Räumung hielten sich 2500 Mitglieder der Sekte in dem Park auf. Als die Polizei anrückte, eskalierte die Situation. "Einige der Besetzer eröffneten das Feuer auf die Polizei", sagte Javeed Ahmad, Polizeichef des Bundesstaates Uttar Pradesh. Die Sektenmitglieder seien auf Bäume geklettert und hätten von da aus mit Maschinenpistolen auf die Polizisten geschossen.

Life Preserver

Update: Zur Strafe im Wald ausgesetzter Junge in Japan wurde wiedergefunden

Eine drastische Erziehungsmaßnahme, eine fieberhafte Suche und ein Happy End: Fast eine Woche lang ist in Japan nach dem sieben Jahre alten Yamato gesucht worden. Seine Eltern hatten ihn im Wald ausgesetzt. Der Kleine lebt.
zur strafe ausgesetzter junge japan
© dpa/Frank RobichonEin Foto von Yamato Tanooka an einem Zeitungskiosk in Tokio.
Takayuki Tanooka kämpft mit den Tränen. „Es tut mir so leid für den Jungen, dass ich so hart mit ihm umgegangen bin“, sagt der Japaner schluchzend vor laufenden Kameras.

Sechs Tage lang haben fast 200 Einsatzkräfte-Polizisten, Freiwillige und Soldaten - nach seinem siebenjährigen Sohn in einem riesigen Waldgebiet gesucht, in dem es vor gefährlichen Bären nur so wimmelt. „Ich habe wirklich nicht gedacht, dass es soweit kommen würde“, schluchzt Tanooka.

Kommentar: Sohn wurde zur Strafe im Wald ausgesetzt - Sohn ist jetzt spurlos verschwunden


Life Preserver

Wieder kentern 2 Flüchtlingsboote im Mittelmeer: Über 100 Tote und Hunderte Vermisste vor Kreta und vor libyscher Küste

Im Mittelmeer sind erneut zwei Flüchtlingsboote gekentert. Vor der libyschen Küste wurden mehr als 100 Leichen geborgen. Vor der griechischen Insel Kreta werden noch Hunderte vermisst.
Flüchtlingsboot, Rettungsboot
© dpaAn der libyischen Küste wurden mehr als 100 Leichen geborgen
Im Mittelmeer haben sich zwei schwere Bootsunglücke mit Flüchtlingen ereignet. Vor der griechischen Insel Kreta kenterte ein Boot, das nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mindestens 700 Menschen an Bord hatte. Hunderte gelten als vermisst. Bei einem weiteren Unglück vor der libyschen Küste kamen der libyschen Marine zufolge mehr als 100 Flüchtlinge ums Leben.

Ein Sprecher der Marine sagte, das leere Schiff sei am Donnerstag gefunden worden und könnte möglicherweise bereits am Mittwoch gesunken sein. Demnach wurden an den Stränden von Suara rund 160 Kilometer westlich der Hauptstadt Tripolis 104 Leichen geborgen. Der libysche Halbmond berichtete hingegen von 117 Leichen. Die meisten der Toten stammten aus afrikanischen Ländern, sagte ein Sprecher.

Kommentar:


Stormtrooper

Köln: Aus unbekannten Gründen wurde ein Mann angeschossen - Täter auf der Flucht

Nachtrag zur Pressemitteilung Ziffer 1 vom 2. Juni 2016 Staatsanwaltschaft und Polizei Köln geben bekannt: Der Bergheimer (22), der in der Nacht zu heute (2. Juni) in Köln-Höhenberg von einem derzeit noch unbekannten Täter angeschossen und schwer verletzt worden war, befindet sich weiterhin in stationärer Behandlung.
rundumleuchte, polizeiauto, polizei symbolfoto
© dpa/Jens Wolf
Die behandelnden Ärzte beschreiben seinen Gesundheitszustand als stabil.

Bereits in der Nacht hatten Spezialisten des Erkennungsdienstes und Mitglieder der eingesetzten Mordkommission die relevanten Bereiche der Miltenberger Straße und der Rothenburger Straße untersucht. Die Beamten fanden dabei mehrere Patronenhülsen und stellten sie sicher. Zwei geparkte Fahrzeuge, in denen die Kriminalbeamten Einschüsse festgestellt hatten, wurden abgeschleppt.

Auch wenn erste Vernehmungen bereits durchgeführt wurden, ist der Hintergrund der Tat noch unklar. Jedoch liegt mittlerweile eine Beschreibung des Täters und seines Komplizen vor.

Stormtrooper

Bürgerwehr-Nazis üben Selbstjustiz und fesseln Flüchtling an Baum

Eine selbsternannte Bürgerwehr in Sachsen setzt einen 21-jährigen Flüchtling mit Kabelbindern an einem Baum fest. Mit dabei: ein CDU-Gemeinderat. Die Polizei lässt die Männer zunächst laufen.
nazijustiz
Streit um eine möglicherweise abtelefonierte Handykarte, Vorwurf des Ladendiebstahls - in einem Netto-Supermarkt im sächsischen Arnsdorf eskalierte eine Auseinandersetzung zwischen Verkäufern und einem 21-jährigen Flüchtling aus dem Irak. Eine selbsternannte Bürgerwehr ging auf den Asylbewerber los, nahm ihn fest und fesselte ihn mit Kabelbindern an einen Baum. Unter den Angreifern war auch ein CDU-Gemeinderat aus dem Ort, wie der Görlitzer Polizeisprecher Thomas Knaup dem Tagesspiegel bestätigte. Der Asylbewerber ist Patient des psychiatrischen Krankenhauses in Arnsdorf.

Der Vorgang ereignete sich bereits am Abend des 21. Mai, wurde aber erst jetzt bekannt. In rechten Internetforen kursiert ein zwei Minuten und 35 Sekunden langes Video. Es zeigt einen Wortwechsel des Irakers mit Verkäufern des Supermarkts. Diese fordern den 21-Jährigen immer wieder auf: "Stell die Flaschen hin, nimm dein Telefon und geh!" Zum Ende des Films tauchen mehrere schwarz gekleidete Männer auf, greifen den jungen Flüchtling an. Das Video endet mit dem Satz der Verkäuferin: "Es ist schon schade, dass man 'ne Bürgerwehr braucht, oder?" In den rechten Foren werden die "drei kräftigen Männer" der lokalen Bürgerwehr als "couragiert" gefeiert.


Kommentar:


Pistol

Schießerei an Universität von Kalifornien: Mindestens zwei Tote

An der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) sind laut Polizei zwei Menschen erschossen worden. Die Schüsse fielen am Mittwochvormittag (Ortszeit). Spezialkräfte der Polizei sind im Einsatz und suchen nach dem Schützen. Der Campus wurde geschlossen.
ucla schießerei
© KABC-7 via AP
Die Hintergründe sind bisher unklar. Die Universität liegt mitten in der Stadt. Die Schüsse sollen in einem Gebäude der Ingenieurwissenschaften gefallen sein. Die Polizei twitterte, es gebe Hinweise, dass dort ein Schütze sei. Sie rief dazu auf, sich vom Campus fernzuhalten. Zahlreiche Rettungs- und Polizeifahrzeuge eilten zur Uni, an der es mehr als 40.000 Studenten gibt.

Quelle: n-tv.de , hul/dpa

No Entry

Berlin: Esoterikladen-Besitzerin verbietet Roma Zutritt

Die Besitzerin eines Esoterikladens in Berlin will keine Roma mehr dulden - und hängt ein Verbotsschild an die Tür. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.
roma
© Michael Koerner
Mit einem Schild an der Tür hat eine Berliner Ladenbesitzerin Roma Hausverbot erteilt. Angehörige der Minderheit hätten sie immer wieder bestohlen und dürften sich den Waren nun nicht mehr nähern, stand auf dem Schild. Über den Vorfall berichtete zuerst die B.Z..

Am Nachmittag hatte die Besitzerin des Esoterikladens in Neukölln den Zettel wieder entfernt. Der Staatsschutz der Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Volksverhetzung.

Zuvor hatte Romeo Franz, selbst Roma und Geschäftsführer der Hildegard-Lagrenne-Stiftung, Anzeige erstattet. Das Hausverbot sei rassistisch und verstoße gegen das Antidiskriminierungsgesetz, sagte Franz. "Da ist ganz klar eine Grenze überschritten worden. Man muss sich nur mal vorstellen, da stünde nicht 'Roma', sondern 'Juden'."


Fire

Randale in Berlin: Mehrere Autos brannten - Aus Frust gegen Luxusbauten

"Autonome Gruppen" haben sich auf einer linksextremistischen Webseite zur Randale in der Alten Jakobstraße in Mitte bekannt. Dort brannten in der Nacht zu Sonntag mehrere Autos, Häuser wurden beschädigt.
brand auto
© dpa
Am späten Sonntagabend ist auf der linksextremistischen Internetseite "indymedia" ein Bekennerschreiben zu den Anschlägen in Mitte in der Nacht zu Sonntag veröffentlicht. Darin heißt es: "Wir haben uns in der Alten Jakobstraße ein Stelldichein gegeben um unsere Wut über Ausgrenzung, Vertreibung, Kontrolle und Verachtung gegenüber einer Stadt der Reichen mit Farbe, Steinen und Feuer sichtbar zu machen." Unterzeichnet ist das Schreiben mit nur mit "Autonomen Gruppen". Begründet wird die nächtliche Randale so: "Die Luxusneubauten stehen für eine Stadtentwicklung zu Gunsten der Reichen und zeigen offenkundig die Trennung in Teilhabende und Ausgeschlossene: Während die einen in ihren Appartments der gefühlsvollen Inszenierung italienischer Lebensqualität fröhnen wird der Pöbel durch Überwachungskameras fern gehalten." Ob die Selbstbezichtigung authentisch ist, bleibt unklar. Täterwissen wird nicht preisgegeben, nur das, was Zeitungen bereits online berichtet haben.

So hatte der Tagesspiegel am Sonntag berichtet:

Fremde in der Alten Jakobstraße werden am Morgen danach argwöhnisch von den Sonnenbalkonen aus gemustert. Die Anwohner denken sich wohl das, was die Eigentümerin einer Wohnung im „Fellini“-Block ausspricht: „Die, die das gemacht haben, laufen hier jetzt garantiert rum und schauen sich ihr Werk an.“

Kommentar: Die Frustration von Linksgerichteten ist verständlich, doch ist Vandalismus keine Lösung und Vandalismus wird nie Anklang beim Rest der Bevölkerung finden. Oder waren hier andere Täter am Werk, um die Bevölkerung aufeinander zu hetzen?