Das Kind der GesellschaftS


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Tausende Menschen demonstrieren gegen US-Kriegspolitik in Ramstein

Im pfälzischen Ramstein haben etwa 5.000 Menschen gegen die US-Militärbasis demonstriert.
demonstration ramstein
© picture alliance / dpa / Reiner Voß
Die Friedensaktivisten bildeten in der Nähe des Luftwaffenstützpunktes eine Menschenkette. Der Protest richtet sich vor allem dagegen, dass von Ramstein aus vermutlich amerikanische Kampfdrohen gesteuert werden. Der saarländische Linksfraktionschef Lafontaine nannte es unerträglich, dass die Bundesregierung zum, so wörtlich, "terroristischen Drohnenkrieg" der Amerikaner schweige.

Kommentar:


Bulb

Mehrheit der Deutschen will den Bundespräsidenten selbst wählen

Einer aktuellen Umfrage zufolge wollen 70 Prozent der Deutschen den Bundespräsidenten direkt wählen. Bisher durfte nur die Bundesversammlung das deutsche Staatsoberhaupt bestimmen.
Gauck
© dpaDer aktuelle Bundespräsident Joachim Gauck.
Fast 70 Prozent der Bundesbürger wünschen, dass das Volk den Bundespräsidenten direkt wählen kann. Mehr Macht für das Staatsoberhaupt wollen aber nur 30 Prozent. Ob ein Mann oder eine Frau das höchste Amt des Staates übernimmt, ist den meisten egal. Das geht aus einer YouGov-Umfrage hervor.

Demnach sagen 39 Prozent der Befragten, sie würden eine Direktwahl „voll und ganz befürworten“. Weitere 30 Prozent würden dies „eher befürworten“. 12 Prozent würden eine Direktwahl „eher ablehnen“, vier Prozent „ganz und gar ablehnen“. Keine Angaben machen 15 Prozent.

Eine deutliche Mehrheit von 55 Prozent lehnt mehr Macht für den Präsidenten ab. Auf die Frage, ob Deutschland überhaupt einen Bundespräsidenten braucht, antworteten 58 Prozent mit Ja und 30 Prozent mit Nein.


Stormtrooper

Erste Ausschreitungen zur EM in Frankreich - Tränengas wurde eingesetzt

  • In Marseille ist es den zweiten Abend in Folge zu Tumulten gekommen. Am Freitag - einen Tag vor dem EM-Spiel England gegen Russland - gerieten Fans beider Nationalteams aneinander.
  • Die Polizei soll die Anhänger mit einem Großaufgebot und Tränengas voneinander getrennt haben.
ausschreitungen frankreich
© Reuters
Einen Tag vor dem EM-Spiel England gegen Russland ist es in Marseille zu Zusammenstößen zwischen englischen und russischen Fans und der Polizei gekommen.

Im Bereich des alten Hafens hatten englische Fans offenbar Flaschen und andere Gegenstände auf Polizisten geworfen. Die Beamten setzten Tränengas ein. Zunächst gab es widersprüchliche Angaben darüber, wie stark die Auseinandersetzungen waren. Ein Polizeisprecher sagte, es habe sich um "kleinere" Zwischenfälle gehandelt. Die Nachrichtenagentur AFP teilte hingegen mit, die Polizei habe russische und englische Fans mithilfe eines Großaufgebots voneinander trennen müssen. Umliegende Händler seien gebeten worden, Türen und Terrassen zu schließen. Es habe Festnahmen gegeben.

Nuke

Fast 60 Jahre nach Atomwaffentests: Südsee-Insel immer noch zu verstrahlt für Wiederbesiedlung

Rest-Radioaktivität durch Atomwaffentests noch immer zu hoch für eine Wiederbesiedelung
Südseeinsel Bikini-Atoll
© NASA/USGSDie Hauptinsel des Bikini-Atolls ist noch immer zu stark verstrahlt, um wieder besiedelt zu werden.
Verstrahltes Südsee-Paradies: Die Hauptinsel des Bikini-Atolls ist noch immer zu verstrahlt, um eine sichere Rückkehr ihrer Bewohner zu erlauben. Auch fast 60 Jahre nach dem Ende der letzten Atomwaffentests liegt die Gammastrahlung im Zentrum der Insel deutlich über den Grenzwerten, wie neue Messungen belegen. Auch die Nachbarinsel Rongelap kommt wahrscheinlich für eine Wiederbesiedlung noch nicht in Frage, wie Forscher im Fachmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences berichten.

Zwischen 1946 und 1958 führten die USA im Bikini- und Enewetak-Atoll der Marshall Inseln insgesamt 64 Atombombentests durch. Dabei wurden nicht nur diese beiden Atolle durch das primär freigesetzte Cäsium-137 verseucht, sondern auch das zunächst nicht evakuierte benachbarte Rongelap-Atoll. Als Folge trugen hunderte von Inselbewohnern Strahlenschäden davon.

Gold Coins

Weitere Streiks in Frankreich: Züge und Flüge gestrichen

Unmittelbar vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft wird in Frankreich weiter gestreikt. Jetzt sind auch Züge auf den Linien zum Stadion in Paris betroffen. Auch die Piloten der Air France und die Müllabfuhr wollen die Arbeit niederlegen.
streik frankreich
Einen Tag vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft hat die Streikwelle in Frankreich auch Bahnverbindungen zum Stade de France erfasst, den Schauplatz des Eröffnungsspiels. Die staatliche Bahngesellschaft SNCF teilte mit, zwei Drittel der Züge auf der Linie, die das Pariser Zentrum mit den nördlichen Vororten verbinden, seien ausgefallen. Seit Wochen wird bei der SNCF gegen neue Arbeitszeitregelungen gefochten.

Die Bahngesellschaft SNCF will einen Notfall-Plan erstellen.

Das Unternehmen teilte mit, es werde ein Notfallplan erstellt, um zu gewährleisten, dass Fußballfans morgen Abend mit der Bahn das Nationalstadion erreichen können. Gastgeber Frankreich empfängt dort um 21 Uhr Rumänien. Die Besucher sollten sich möglichst früh auf den Weg machen. Die U-Bahnzüge der Metro sind bislang nicht vom Streik betroffen. Morgen sollen zusätzliche Züge eingesetzt werden.

Kommentar: Mit dem Ziel: Das unsichere Arbeitsplätze entstehen.


Airplane Paper

Schweizer Kampfflugzeug in den Niederlanden abgestürzt

Leeuwarden. Ein Schweizer F5-Kampfflugzeug ist am Donnerstagnachmittag in der Nähe des Militärflugplatzes Leeuwarden in den Niederlanden abgestürzt.
kampfflugzeug schweiz
© afp
Der Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz retten können. Er erlitt Schnittwunden und Verstauchungen, da er in einem Gewächshaus landete.

Auf Amateurbildern im Internet ist zu sehen, dass das Flugzeug der Patrouille Suisse, der Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe, in einen See beim friesischen Dorf Bitgum stürzte und dann in Flammen aufging. Unmittelbar vor dem Unglück war es zu einer Berührung der Maschine mit einem weiteren Jet der Staffel gekommen.

Pistol

Weiterer Mord in Hamburg: Tod durch Kopfschuss

Ein Auto hält am Morgen neben einem parkenden Wagen, es fallen Schüsse, der oder die Täter flüchten. Zurück bleibt ein tödlich verletzter Autofahrer. Bei einer Sofortfahndung stellt die Hamburger Polizei mindestens zwei Verdächtige.
polizei
© Staphanie Roeder
Mitten in einem Wohngebiet ist in Hamburg ein Autofahrer erschossen worden. Der 43-Jährige habe gerade seinen Wagen geparkt, als neben ihm ein anderes Auto hielt, teilte die Polizei mit.

Aus diesem Fahrzeug heraus habe ein Mann geschossen und den 43-Jährigen schwer verletzt. Das Opfer starb trotz Reanimationsbemühungen noch am Tatort im Stadtteil Harburg. Das Deutsche Rote Kreuz sprach von einem Kopfschuss.

Bei der Fahndung nach dem Täter stoppten Beamte wenige Kilometer weiter ein Auto und nahmen zwei Männer im Alter von 20 und 27 Jahren fest. Die Mordkommission prüfe, ob die beiden etwas mit der Tat zu tun haben, teilte die Polizei mit.

Cloud Lightning

Hysterie: An Bord einer EgyptAir-Maschine wurde keine Bombe gefunden

Bei der Durchsuchung eines Flugzeugs von EgyptAir wurde kein Sprengstoff gefunden. Nach einer Bombendrohung hatten 135 Passagiere und Besatzungsmitglieder die Maschine verlassen.
egyptair
© Reuters
135 Passagiere und Besatzungsmitglieder haben eine Maschine der Fluggesellschaft EgyptAir wegen einer Bombendrohung verlassen müssen. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von Kairo nach Peking; wegen der Drohung landete es in Usbekistan. Dort wurde der Airbus A330-220 untersucht, Sprengstoff wurde offenbar nicht gefunden. Inzwischen hat das auch die Airline bestätigt. Nach der ungeplanten Pause setzte die Maschine ihre Reise fort.

Der ungeplante Zwischenstopp ereignete sich etwa drei Stunden nach dem Start. Die Maschine landete in der Stadt Urganch etwa 840 Kilometer westlich von Usbekistans Hauptstadt Taschkent.

Ägyptischen Offiziellen zufolge hatte ein anonymer Anrufer sich beim Flughafen in Kairo gemeldet und gesagt, an Bord der Maschine sei eine Bombe.

Kommentar: Ein anderer Hintergrund der Bombendrohung könnte sein, eine einfache Erklärung für den kürzlichen Absturz der EgyptAir-Maschine zu geben.


Magic Wand

Razzia gegen Datingportal in Dresden: Verdacht auf Betrug

Sie kamen mit Maschinenpistolen und Rammbock: LKA und Staatsanwaltschaft haben mehrere Wohnungen und die Firmenräume des Dating-App-Anbieters Lovoo in Dresden durchsucht. Es gab zwei Festnahmen.
polizisten
© dpa

Razzia beim Flirt-Portal Lovoo: Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen und die Staatsanwaltschaft Dresden haben am Morgen 16 Privatwohnungen und Firmenräume durchsucht, darunter die Firmenräume in Dresden. Der Vorwurf: Lovoo soll Profile von Frauen gefälscht und so seinen Nutzern das Geld aus der Tasche gezogen haben.

Insgesamt gab es in Dresden laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von LKA und Staatsanwaltschaft 13 Durchsuchungen. Zwei Durchsuchungen fanden in Berlin statt, eine in Nürnberg.

Laut dem Medienportal Mopo 24 stürmte ein Großaufgebot von Beamten die Lovoo-Zentrale in Dresden mit Maschinenpistolen und Rammbock. Laut Bild wurden auch die Wohnungen der Geschäftsführer durchsucht. Die Firmengründer seien verhaftet worden.

Sheriff

Direkt vom BKA: Migranten sind nicht krimineller als Deutsche

Berlin/Wiesbaden - Zum ersten Mal liegen flächendeckende Zahlen zu Straftaten von Asylbewerbern in Deutschland vor. Das Fazit des Innenministeriums: Zuwanderer sind nicht krimineller als Deutsche.
Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes BKA
© dpaHolger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA).
Der jüngste Bericht des Bundeskriminalamts (BKA) zu dem Thema bestätigt aus Sicht des Bundesinnenministeriums die Kernaussage einer früheren Erhebung vom Februar in nur 13 der 16 Bundesländer: „Zuwanderer sind nicht krimineller als Deutsche“, sagte eine Ministeriumssprecherin am Mittwoch in Berlin. Die Zahlen sollten mehr Transparenz in die Debatte bringen. „Es hilft, die Diskussion zu versachlichen.“

Kommentar: