Der Polizistenmörder von Magnanville war Frankreichs Behörden als militanter Islamist bekannt. Trotzdem konnte er die Tat begehen - und ein Livevideo veröffentlichen. Drei Männer wurden nun vernommen.

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Am Montagabend um 20.52 Uhr startet Larossi Abballa einen Livestream bei Facebook. Zuvor hatte der 25-Jährige in dem Pariser Vorort Magnanville zunächst den Polizisten Jean-Baptiste Salvaing und kurz darauf offenbar auch dessen Ehefrau, eine Sekretärin in einem Polizeikommissariat, getötet. Nun filmt er sich selbst in der Wohnung seiner Opfer.
Inzwischen hat Facebook das Video und Abballas Account, den er unter dem Namen "Mohamed Ali" angelegt hatte, gelöscht. Doch der auf französische Dschihadisten spezialisierte Journalist David Thomson hat das Video gesehen und auch die Fotos seiner Opfer, die der Terrorist in dem sozialen Netzwerk veröffentlichte. Die französischen Ermittler werten das Material derzeit aus.
In dem 13-minütigen Clip bekennt sich Abballa zur Terrororganisation
Islamischer Staat" (IS). "Ich habe den Aufruf von Scheich Adnani befolgt", zitiert Thomson aus dem Video. IS-Sprecher Abu Muhammad al-Adnani hat in den vergangenen Jahren mehrfach Sympathisanten der Terrormiliz zu Anschlägen in Europa aufgerufen - gegen Vertreter der Staaten aber auch gegen Zivilisten.
Kommentar: Bezeichnend, dass mit keinem Wort erwähnt wird, dass in Libyen eine pro-westliche Marionettenregierung an der Macht ist, und wer dafür verantwortlich ist. Und dort liegen auch die Ursachen dafür, dass die Menschen flüchten müssen: